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Opfer der Flut und der Taliban… 30. August, 2010

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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Die Flut in Pakistan hat schon viele, viele Menschenleben gefordert und es wird vermutlich auch noch viele weitere Opfer geben, glaubt man den Prognosen der Hilfsorganisationen, die besorgt sind wegen der erbärmlichen hygienischen Verhältnisse, die das Hochwasser mit sich bringt. Auch die Ernährungslage der Bevölkerung ist alles andere als rosig, große Teile der erwarteten Ernte sind buchstäblich ins Wasser „gefallen“, Straßen und Brücken sind zerstört, die Hilfe kommt bei weitem nicht bei allen Menschen an.

Deshalb sollte man doch annehmen, dass jede Hilfe willkommen ist.

Leider ist das nicht der Fall, wie pro-online heute berichtet.

Pakistan: Christliche Fluthelfer von Taliban ermordet

Sie wollten den Opfern der Flutkatastrophe in Pakistan beistehen und mussten dafür sterben: Im Swat-Tal im Norden Pakistans fanden Soldaten am 25. August die Leichen von drei Mitarbeitern einer christlichen Hilfsorganisation. Radikale Taliban hatten die Helfer am 23. August entführt und ermordet.

Taliban vereiteln jedoch nicht nur die Hilfe, die christliche Organsationen anbieten und leisten,  auch die Christen Pakistans selbst, die unter der Flut leiden, werden  benachteiligt.

So berichtet pro weiter,

dass Christen in Flutregionen in der Provinz Punjab bei der Verteilung von Hilfe übergangen werden. Die Mehrzahl der von dem Hochwasser betroffenen Christen in Punjab halte sich in Narowal, Shakargarh, Muzzafargarh, Rahim Yar Khan und Layyah auf. Christen rund um Maralla, Narowal und Shakargarh hätten in den von der UN verwalteten Zeltlagern große Probleme und seien bei der Verteilung von Zelten, sauberem Wasser und Lebensmitteln teilweise „völlig ignoriert“ worden. Auf eine entsprechende Beschwerde der Organisation „Leben für alle“ bei der UN und der pakistanischen Regierung sei bislang nicht reagiert worden. „In Muzzaffargarh und Layyah harren Christen an zerstörten Straßen in provisorischen Zelten aus, weil ihnen nicht erlaubt wird, in staatliche Flüchtlingslager umzusiedeln“, so Paul. Er nannte es „enttäuschend“, dass in den meisten Regionen des Landes Christen benachteiligt würden, während christliche Organisationen im Norden Pakistans den Flutopfern unabhängig von Herkunft und Religion helfen. In Thatta, in der von dem Hochwasser schwer betroffenen Provinz Sindh im Süden des Landes, sei es etwa 300 christlichen Familien verboten worden, nach Punjab zu fliehen. Für die nächsten Tage sagen Meteorologen für die Region weitere Regenfälle voraus. (pro)

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Kommentare»

1. Perry04 - 31. August, 2010

Die Passion der Christen in Pakistan ist fürchterlich – hat dort auch eine üble Tradition und das christliche Helfer ermordet werden ebenso (damit, dass dies nunmehr wieder passieren würde war absehbar). Trotz all dieser Ungerechtigkeiten sollte die Spendenfreudigkeit nicht darunter leiden, dass wäre unmenschlich. Unter solchen Umständen zeigt sich meiner Meinung nach auch wie wir es mit der Bergpredigt halten (sag ich zwar nicht gern aber so sehe ich`s),

2. Rika - 31. August, 2010

@ „Unter solchen Umständen zeigt sich meiner Meinung nach auch wie wir es mit der Bergpredigt halten (sag ich zwar nicht gern aber so sehe ich`s),“

Hast damit auch absolut recht!

3. Barbara - 3. September, 2010

Wie wir es mit der Bergpredigt halten, ließe sich am deutlichsten dadurch zeigen, daß wir trotz allem hingehen und helfen. Ich bringe solchen Mut nicht auf. Und deshalb bringe ich auch niemandem die Erwartung entgegen, es statt meiner zu tun, so sehr ich Menschen bewundere, die es trotzdem tun.
Ich will auch niemanden kritisieren, der trotz allem eine Spende an eines der großen Hilfswerke überweist. Aber Artikel wie dieser hier z.B. http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9263613/Was-geschieht-in-Pakistan-mit-deutschen-Spenden.html lassen mich da schon sehr zögern.

Eine Alternative finde ich hier z.B. http://www.opendoors-de.org/projekte/spenden_1/pakistan_nothilfe/ oder auch hier http://www.stjosef.at/stjosefnews/singlenews.php?lang=de&category=0&newsnr=4970

Damit will ich nicht sagen, daß man prinzipiell nie etwas für Muslime in Not spenden sollte, aber im Fall von Pakistan scheint mir die Sache so verfahren, daß mir die o.g. Beispiele als die bessere Alternative erscheinen.

Paulus: „Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Kor 9,7)

4. Rika - 3. September, 2010

Vielleicht hat Jesus ja eine vergleichbare Situation im Blick gehabt, als er davor warnte, Böses mit Bösem zu vergelten.
Wenn wir uns der Hilfe für Pakistan verweigern, weil muslimische Pakistani Christen von der Hilfe abschneiden oder gar Christen bewusst und willentlich schaden und ermorden, vergelten wir dann nicht Böses mit Bösem?
Pakistan braucht Hilfe. Und wir sollten sie nicht verweigern, auch wenn unseren Glaubensbrüdern übel mitgespielt wird.

Wie sehr das Land im Chaos versinkt macht eine Meldung deutlich, die ich heute in den Nachrichten hörte: Inmitten einer Versammlung schiitischer Muslime hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt – und wir können mit Sicherheit davon ausgehen, dass das KEIN CHRIST war! Es gab Tote und viele Verletzte.

Ein Rauerspiel, das noch lange nicht vorüber ist!


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