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Wenn die Mutti mit dem Söhnchen… 2. September, 2010

Posted by Rika in aktuell, aus meinem kramladen, meine persönliche presseschau.
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Die Mutti hat’s Söhnchen aufs Thrönchen gesetzt…

Die Mutti gibt die Töne vor    („Das ist nicht hilfreich!“),   der Sohn stimmt ein in diesen Chor***!

 (Oder glaubt irgendein Mensch in dieser Republik, dass Sohnemann auch anders kann? Und  dann auch macht?)

Hat man jemals seit dem Mauerfall erlebt, dass in deutschen Landen der höchste Repräsentant des Landes und die Regierungschefin in so eklatanter Weise gegen das Recht eines jeden Menschen auf freie Meinungsäußerung Stellung bezogen und Stimmung gemacht hat?

Ist es jemals vorgekommen, dass ein Regierungschef sich in die persönliche Berufssituation eines – wenn auch an exponierter Stelle stehenden – Menschen eingemischt hat, weil er / sie mit dessen öffentlich geäußerten Ansichten nicht einverstanden war?

Sarrazin soll seinen Hut nehmen, weil er ein Buch geschrieben hat, das die Probleme anspricht, die viele Leute in diesem Land seit langem umtreiben.

Wie blind sind unsere Volksvertreter für die Meinungen und Ängst des Volkes?

Und wie groß muss inzwischen ihre Angst vor denjenigen sein, denen Sarrazin einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit in seinem Buch widmet?

Wann hat es den letzten Versuch zur Abschaffung Deutschlands gegeben und wie wurde er zum Glück vereitelt?

Aber amerikanische Präsidenten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren  …. 

. . . . . . . . . . . . .

***In diesem tollen „CHOR“ singen unsere „führenden“  Politiker und ihre folgsame Medienmeute…

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Weniger flapsig beleuchtet Joachim Steinhöfel die Entlassungsgeschichte.

Er schreibt …

Sarrazin wird gelyncht und exekutiert, weil er von seinem verfassungsmäßigen Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch macht. Die Gesinnungs-Gestapo hat zugeschlagen. Herzlichen Glückwunsch!

© Joachim Nikolaus Steinhöfel 2010

Ergänzung: Das der Hit-Job öffentlich und von den höchsten Repräsentanten eines demokratischen Staates ausgeschrieben wurde, ist – und das meine ich wörtlich – beängstigend!

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Kommentare»

1. Barbara - 3. September, 2010

Ich hoffe, daß Sarrazin klagt. Wenn er dann Recht bekommt, und ich wüßte nicht, weshalb er nicht Recht bekommen sollte, steht das Bundessöhnchen dumm da. Und das wäre nun wiederum mir recht.

Aber vielleicht klagt er auch nicht. Denn „Sarrazin ist ein Staatsbürger. Das wird er nicht machen“, hieß es aus der Bundesbank. (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/was_ich_nicht_verstehe/) Und dann ist wieder Ruhe. Dadurch wird zwar nichts besser, aber darum geht es ja auch weder der Mutti noch ihrem Söhnchen.

2. Jutta - 3. September, 2010

Naja,
das Söhnchen wartet noch ab,erst ist mal das Mütterchen dran…
Ich habe Sarrazins Buch gelesen und es hat mir nicht gefallen.Sicher- das Recht auf Meinungsfreiheit steht jedem Bürger zu, aber …Sarrazin vertritt Deutschland auch nach außen und da meine ich, er hätte sich besser zurückgehalten.
Und was Integration angeht: In dieser Woche ist meine kleine Enkelin in Köln in die Schule gekommen.Es packte mich schon ein gelindes komisches Gefühl,als ich bei der Einschulungsfeier merkte, dass fast niemand der stolzen Eltern deutsch sprach.Meine Süße ist in einer Klasse mit 25 Schüler/innen,davon sind 10% deutsch.Wer wird denn da integriert??????Noch komischer wurde mir zu Mute, als – sehr gebildete-türkische Bekannte von uns erzählten, sie zögen jetzt in einen Vorort,damit ihr Kind eine „deutsche“ Schule besuchen kann.
Tochter und Schwiegersohn guckten auch etwas verwirrt auf die Masse der Kopftuchträgerinnen.Ich muss allerdings auch feststellen, dass beim gemeinsamen Einschulungsgottesdienst fast alle moslemischen Eltern mit in die Kirche kamen.DAS IST IMMERHIN ETWAS.Ansonsten ist mir nicht wohl.In Kanada ,meinem klassischen Einwanderungsland, ist das ganz anders.Es dürfen nicht mehr als 20% Neueinwanderer in einer Klasse sein, die werden dann in jeder Hinsicht gefördert.
LG
Jutta

3. Rika - 3. September, 2010

Jutta,
ich bin in Sarrazins Buch noch nicht weit vorgedrungen, deshalb halte ich mich inhaltlich auch (noch) zurück.
Mein gebildeter Psychologenprof meinte allerdings, dass man dem Buch doch einiges abgewinnen könne. Er selbst hat viele Jahre Seminare zum Thema Migration und Integration an der FH abgehalten, sehr viel zu diesem Thema gelesen und gearbeitet, ist voll des Lobes über viele seiner muslimisch/ türkischen Studentinnen und Studenten und hat mich immer wieder korrigiert, wenn ich ihm zu kritisch vor kam. Von daher traue ich ihm zu, dass er in seiner gewohnt ruhigen und nüchternen Art das Buch nicht nur gelesen, sondern auch mit kritischen Augen wahrgenommen hat. (Sarrazilns Website sagte ihm deutlich weniger zu als das Buch!)

Deine Einschulungserfahrung teilst du mit vielen anderen Menschen. Einer meiner Neffen ist in einer Gymnasialklasse, in der außer ihm nur noch zwei weitere „deutsche“ Schüler ohne Migrationshintergrund sind.
Viele Dinge, die im normalen Schulbetrieb selbstverständlich sind, können wegen der überwiegend muslimischen Schüler nicht stattfinden, von Klassenfesten bis Klassenfahrten…

Das Sarrazin-Buch werde ich „auslesen“.

4. Rika - 3. September, 2010

Ein lesenswerter Kommentar findet sich unter dieser Adresse:

http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~E8A8391A2068747379F190305DC2E72C1~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Daraus zitiert:

„Die Zustimmung, die Sarrazin aus dem Publikum entgegenschlägt, im Gegensatz zu dem fast einstimmigen offiziellen Scherbengericht, gilt nicht seinen schrägen oder falschen Thesen. Sie gilt einer Zustandsbeschreibung von Sozialstaatsmissbrauch und Integrationsverweigerung, für die fast jeder Beispiele kennt.“

Und dieses Fazit:

„Sarrazin hat Streit gesucht und bekommen. Wenn seine Verbannung dazu führt, dass über die von ihm benannten Probleme nicht nur gesprochen, sondern dass auch gehandelt wird, hätte der Streit einen Sinn gehabt.“


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