jump to navigation

Die öffentliche Wirkung eines Buches… 18. September, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, islam.
Tags: ,
trackback

….    mit gesellschaftskritischen Inhalten hängt im Wesentlichen weniger vom Inhalt des Buches ab, als vielmehr vom Bekanntheitsgrad seines Autors / seiner Autorin und dessen / deren Ansehen in der Gesellschaft.

Sicher, das ist nur eine Behauptung, die ich weder durch eine entsprechende öffentlich zugängliche Statistik, noch nur eigene Recherche belegen kann,  allenfalls das Medienecho auf zwei bereits erschienene Bücher und  das zu erwartende für das demnächst erscheinende Buch bringen mich zu dieser „Erkenntnis“.

Das „Deutschland schafft sich ab„-Buch hat bereits für erheblichen Wirbel gesorgt und muss hier nicht nochmals vorgestellt werden, es sei mir aber ein Hinweis auf einen Kommentar erlaubt, der sich mit der Wirkung des Sarrazin-Buches beschäftigt. Matthias Matussek hat ihn geschrieben, wunderbar zu lesen, meine ich! (Für Interessierte: Texte auf seiner Homepage)

Das Buch  „Es geht ums Überleben“, das in der vergangenen Woche Basis einer Lesung in einer Buchhandlung Hannovers war, hat es –  samt seiner Autorin –  lediglich zu einer kurzen Berichterstattung in der HAZ geschafft. Seine Autorin ist katholische Christin und Ordensfrau, die sich aufgrund eigener Erfahrungen kritisch mit dem Islam auseinandersetzt. In dem Bericht der HAZ heißt es unter anderem:

Es geht ums Überleben“ heißt ihr Buch (Herder Verlag, 16,95 Euro), in dem sie die Verfolgung irakischer Christen anprangert. Die 40-Jährige kann von Menschen berichten, die gefoltert wurden, um sie zum Islam zu bekehren. Von einer Frau, die mitansehen musste, wie Muslime ihren Mann und ihre sechs Kinder enthaupteten. „In Bagdad wurde eine Christin mit 72 Schüssen ermordet, weil sie keinen Schleier tragen wollte“, sagt sie. Zehntausende irakische Christen sind inzwischen geflohen. Mit entschlossenem Gesicht, am Habit die Bundesverdienstmedaille, sitzt Schwester Hatune zwischen Laptop und Beamer – ein Medienprofi, wie einst Mutter Teresa. Nur weitaus streitbarer. …

(Hervorhebung von mir)

und weiter:

Die andere Seite zeigt sie, wenn sie vor der Weltislamisierung warnt. Dann ist sie eher Heißsporn als Heilige, und sie scheut keine Verallgemeinerung. Nur zehn Prozent der Türken, schätzt sie, seien echte Demokraten. Ganz ohne Ironie erklärt sie, dass die Alphabetisierung die Lage im Orient nur verschärfe, weil Muslime dann den Koran mit seinen intoleranten Texten lesen könnten: „Ich habe nichts gegen Moslems, ich habe etwas gegen ihre Gesetze.“ Die Scharia bedrohe längst Europa: „Wer unsere Gesetze nicht annimmt, muss raus aus diesem Land“, fordert sie und erntet Zuspruch aus dem Publikum.

Der Verfasser des HAZ-Berichtes kann sich dem Zuspruch des Publikums wohl nicht anschließen, meint er doch, der streitbaren Ordensfrau stünde ein sehr spezieller Preis zu:

Wenn irgendwann ein Thilo-Sarrazin-Preis für pauschale Islamkritik verliehen wird – sie wäre eine ideale Aspirantin.

Es ist interessant, dass er von „pauschaler Islamkritik“ redet, obwohl er zuvor ausdrücklich auf die eigenen Erfahrungen der Autorin als christlichem Flüchtling und als Tätige vor Ort in islamisch dominierten Gesellschaften hinweist. Was ist daran pauschal, wenn die Kritik sich sehr explizit zu Vorgängen äußert, die eine massive Verletzung der Menschenrechte im Namen Allahs darstellt.  Was ist daran pauschal, wenn von Morden an Christen im Namen des Propheten Mohammed und seines Koran die Rede ist? Was ist daran pauschal, wenn Menschen um ihr Leben fürchten müssen, weil sie der Religion des Friedens den Rücken kehren? Nein, das ist alles andere als pauschal, doch der Schreiber dieser schlichten Zeilen schließt  lieber Augen und Ohren vor den Gräueltaten, die im Namen des Islam überall auf der Welt begangen werden und erklärt bereitwillig,  die geäußerte Kritik sei pauschal – sarrazinisch, eben! Damit verunglimpft er gleich zwei Menschen, die sich, wenn auch vor unterschiedlichem Erfahrungshintergrund, nicht in gewohnter angepasster Weise zum Isalm äußern.

Und er lässt in seiner Schlussbemerkung offen, ob  Schwester Hatune in ihrer Auseinandersetzung mit dem Islam einen Kreuzzug führen oder verhindern wolle und versteigt sich gar zu der Äußerung, dass man denen, die man bekämpft, oft ein wenig ähnlich sehe…  wem aber sieht dann der Schreiber ähnlich?

Schade, dass Hatune Dogan nicht annähernd so bekannt und populär ist, wie die Autorin des Buches, das die wohl bekannteste Kämpferin für Frauenrechte  geschrieben hat, dann nämlich  würde sie und ihr Buch in einer großen Öffentlichkeit wahrgenommen.

Ich wünsche jedenfalls dem Buch einen riesengroßen Verkaufserfolg. Schwester Hatune wird das Geld für ihre Arbeit in den „Randbezierken“ unserer Welt sicher sehr gut nutzen können!

.

Dem Buch, das in der nächsten Woche erscheinen wird, werden jetzt schon erste Mahnungen mit auf den Weg gegeben. Alice Schwarzer hat es geschrieben. Auch sie beschäftigt sich mit dem Islam:

Schwarzer sieht die Grundwerte der westlichen Gesellschaft bedroht durch eine „falsch verstandene Toleranz“ gegenüber einer fundamentalistischen Minderheit, die mit Symbolen wie dem Kopftuch ihren Machtanspruch ausbaue. „Das Kopftuch ist seit dem Sieg Khomeinis im Iran 1979 weltweit die Flagge der Islamisten“ – also ein politisches Symbol und kein harmloses Stoffquadrat. Schwarzer sieht das Kopftuch in einer Linie mit der Scharia. Das „wahre Problem“ in Europa sei nicht der islamistische Terrorismus, sondern „die systematische Unterwanderung unseres Bildungswesens und Rechtssystems mit dem Ziel der ,Islamisierung‘ des Westens, im Klartext: die Einführung der Scharia mitten in Europa“.

Sie redet nicht allein über das Thema, lässt auch andere zu Wort kommen. Und sie scheut sich nicht, sehr deutlich ihre Ansichten über die Ausbreitungs islamistischen Herrschaftsanspruchs  in den westlichen Gesellschaften darzulegen:

In dem Vorwort ihres Buches zieht Schwarzer eine gewagte Parallele: „Die Islamisten haben nie ein Hehl aus ihren Absichten gemacht. So wenig wie einst die Nationalsozialisten.“ Weiter heißt es: „Auch in ,Mein Kampf‘ stand ja schon alles drin. Auch wir hätten es damals wissen können, ja müssen. Und auch die aufgeklärten Muslime haben lange, zu lange geschwiegen – aus Angst, des ,Verrats‘ an der eigenen Community bezichtigt zu werden.“ Menschen, die das Kopftuch als Ausdruck religiöser Freiheit verteidigen, wirft sie Verharmlosung vor.

Verwundert es irgendeinen in diesem Lande, dass, noch bevor sich die großen Medien des Buches angenommen haben, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland von Pauschalisierung spricht und davor warnt, erneut Öl ins Feuer zu giessen und Brunnen zu vergiften?

Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, bezichtigt Schwarzer prompt der Pauschalierung und fordert, „nicht Öl ins Feuer zu gießen, nicht den Brunnen zu vergiften, sondern wirklich etwas für die Integration zu tun“.

Ich bin gespannt, wie laut und wie heftig über Alices Schwarzers Buch diskutiert werden wird.

Die große Verschleierung“ ist dabei mehr als nur ein Hinweis auf die Kopf- oder Ganzkörperbedeckungen islamischer Frauen, es sollte uns vor allem ein Hinweis darauf sein, dass wir endlich die Verschleierungspolitik der uns Regierenden einerseits und die der „Taqiyyah“, der großen verschleiernden Täuschung der Anhänger des Propheten über die wahren Ziele des Islam  andererseits,   aufdecken…

….  auch wenn es uns in den Ruch und die Nähe von  Islamophobie, „Verschwörungstheoretikern“ und Rechtspopulisten bringt! Unverschleiert lebt es sich einfach eindeutig(er), offen(er), wahrhaftig(er) ….

NACHTRAG vom 20. 9. 2010

Siehe zum Thema „Verschleierung“, bzw. Unkenntlichmachung und Verharmlosung  des Islam in der öffentlichen Darstellung und Debatte den Aufsatz:  „An der Grenze von Täuschung zur Volksverdummung“ von Christoph Spielberger auf der „Achse des Guten„!

Advertisements

Kommentare»

1. Markus - 19. September, 2010

Folgenden Leserbrief habe ich der HAZ dazu geschrieben. Mal sehen, ob er veröffentlicht wird:
Der Artikel ist ja soweit sehr gut. Aber der Schluss ist ein Witz:

Wenn irgendwann ein Thilo-Sarrazin-Preis für pauschale Islamkritik verliehen wird – sie wäre eine ideale Aspirantin.

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?? Es wird vorher beschrieben, was die Autorin für äußerst brutale Dinge erlebt hat.
Sie wird zitiert mit dem Satz:

„Ich habe nichts gegen Moslems, ich habe etwas gegen ihre Gesetze.“

Aber TROTZDEM wird ihr pauschale, gar brachiale Islamkritik unterstellt???

Und der letzte Satz ist schon bösartig:

Weil man denen, die man bekämpft, oft ein wenig ähnlich wird.

Das ist ein Hammer, ein echtes Beispiel für: Ich mache beide Augen zu, damit ich die böse Welt nicht sehe.

Sie musste brutalste Dinge, ausgeführt im Namen des Islam, erleben.
Sie hat eine Stiftung und ein Netzwerk von Hilfsorganisationen gegründet.
Sie schreibt ein Buch.

Aber sie wird den Islamisten, die brutale Verbrechen begangen haben, ähnlich! Ja logisch! Wie verbrettert muss man eigentlich sein, um so eine unlogische Grütze zu schreiben??


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: