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Eberesche – gerupft… 30. September, 2010

Posted by Rika in neues vom gärtchen.
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Da steht sie nun, die ehedem so stattlich-schöne, Königin des Gärtchens, Augenweide und mein ganzer Stolz, die Eberesche und sieht aus wie ein gerupftes Huhn. Ich weiß nicht, ob es statthaft ist, Bäume mit Hühnern zu vergleichen und wer von beiden mehr Gründe hätte, beleidigt zu sein,  mir fiel nur einfach kein passender Vergleich ein…

Über meinen viel geliebten Baum habe ich ja schon mehrfach geschrieben, meistens zu dieser Jahreszeit. Diese Jahreszeit ist eindeutig die schönste für Ebereschenbäume- oder -büsche, wenn nämlich die Beeren leuchten, die Blätter langsam die Farbe wechseln und hungrige Amseln in Scharen  die leckeren Früchte stibitzen.

Diese Jahreszeit ist auch die geeignetste, Büsche und Bäume zu stutzen und in Form zu bringen.

In Form!

Eben!

Da der Liebste und ich deutlich dem Alter der Hochbetagten entgegengehen und uns auf wackeligen Leitern, an hohe Bäume gelehnt, nicht mehr so recht wohl fühlen, übernehmen die anwesenden Söhne des Hauses die Aufgabe des Stutzens und Kürzens.

Die Eberesche hatte einen Schnitt dringend nötig, war sie doch mit den Jahren hoch in den Himmel gewachsen, was den Proportionen eines Reihenhausgärtchens nicht mehr so wirklich entsprach. Schon vor zwei Jahren hatten die Söhne darum deutlich die Höhe verringert, dabei aber eine nicht zu übersehende Asymmetrie verursacht,

die beim diesjährigen Schnitt ausgeglichen werden sollte.  Und so machte sich der anwesende Sohn an die Arbeit…

schnitt hier ein wenig und sägte da,

die Nachbarin gab gute Ratschläge, der Liebste liebt das Kürzen und Absägen sowieso und ich war nicht zu Hause  –  ich habe das Grab meiner Eltern versorgt.

Als ich nach getaner Arbeit zu Hause eintraf, fiel mein Blick zuerst auf einen wahrhaft riesigen Berg von dicken und dünnen Ebereschenästen und -zweigen … richtete sich dann in die Höhe … eine überschaubare Höhe, eine geringe Höhe, eigentlich nur eine kleine, unwesentliche, baumbuschartige Erhebung im Gärtchen…

Es war ein großartiges emotionales Erlebnis!

Ein paar Tage später kletterte der Hausherr selbst nochmals auf die Leiter, um eine weitere geringfügige Kürzung vorzunehmen, ein Stumpfende ragte allzu seltsam in den Himmel…

Und so sieht sie nun aus, meine kleine Eberesche…

Ein gerupftes Huhn, eben!

Die Amseln wirken auch etwas verstört… ist doch das Angebot an Futterbeeren in diesem Jahr deutlich geringer als gewohnt….

PS

Auch wenn es in dem obigen Text etwas anders anklingen könnte, ich bin total froh, dass der Studentensohn die Baumschnittaktion sooo ausgeführt hat. So kann die Eberesche noch Jahre im Gärtchen bleiiben. Sie wird ganz sicher viele neue Äste und Zweige hervorbringen, sie wird blühen und viele Früchte bringen, aber eben nicht mehr immr weiter in den Himmel wachsen.

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Kommentare»

1. Bernd Dahlenburg - 2. Oktober, 2010

Sehr schöner Beitrag, liebe Rika

und weil du die Amseln erwähnst:

Dazu habe ich auch eine kleine Momentaufnahme beizutragen:

http://castollux.blogspot.com/2008/04/meine-amsel.html (April 2008)

und zum frechen Buntspecht eine Randnotiz, weil er mir beinahe in die Wohnung geflogen ist:

http://castollux.blogspot.com/2010/05/zwitschergezwitscher-zum-ersten-mai.html (Mai 2010).

Herzliche Grüße
Bernd

2. Rika - 3. Oktober, 2010

Danke für die „Randnotizen“ … ich finde es toll, wie wir immer wieder auf den verwiesen werden, der Ursprung, Sinn und Ziel des Lebens ist!

3. Bernd Dahlenburg - 3. Oktober, 2010

Danke für die „Randnotizen“ … ich finde es toll, wie wir immer wieder auf den verwiesen werden, der Ursprung, Sinn und Ziel des Lebens ist!

Hast du schön gesagt – und vor allen Dingen treffend!

————

Aber dennoch eine profane Randnotiz hinterher:

Meine Bayern haben verloren 😦

Aber das wird sich auch wieder einrenken….

4. Bernd Dahlenburg - 4. Oktober, 2010

Sorry,

ich sehe eben, dass alles kursiv erscheint, also auch meine Antwort.

Aber du weißt ja, wie es zu beheben ist.

5. Ich liebe unsere Eberesche, wirklich… « himmel und erde - 12. Mai, 2011

[…] Aber in der Zeit dazwischen ist die Eberesche der schönste Baum weit und breit … auch wenn er doch ganz arg gerupft ist…  ich schrieb darüber! […]

6. Zeit für die Eberesche II | himmel und erde - 3. Oktober, 2015

[…] ist es Zeit ihr Loblied zu singen. Nach dem schrecklichen Rupfen vor fünf  Jahren hat sie sich prima erholt und  hat – wie um uns zu zeigen, dass sie […]


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