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Jetzt erst recht!!! 31. Oktober, 2010

Posted by Rika in islam, israel, judentum.
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Jetzt erst recht, der Besuch des Ministers  in Israel!

Gerade weil die gegenwärtige  Bedrohungslage  explizit gegen jüdische Einrichtungen gerichtet ist, wäre es doch sinnvoll zu sagen:

Wir lassen uns von euch nicht terrorisieren und schon gar nicht mit Drohungen einschüchtern!

Wenn ihr meint, gegen jüdische Einrichtungen mit Bomben vorgehen zu müssen, zeigen wir unsere Solidarität mit jüdischen Einrichtungen und am besten geht das mit der weltweit größten jüdischen Einrichtung, dem jüdischen Staat ISRAEL !

Aber der Innenminister hat anders entschieden. Er will wohl an vorderster Stelle der Bedrohungsfront bleiben – in Deutschland – und seine ihm anvertrauten deutschen Untertanen schützen.

Ehrenwert, ganz ehrenwert, oh, ja!

Denn dass der Herr Minister ein bisschen bange ist, ausgerechnet jetzt ein Flugzeug zu besteigen, wollen wir doch nicht annehmen und auch nicht, dass die islamischen Terroristen ihm den ministeriellen Schneid abgekauft und der gute Herr de Maizière  in vorauseilendem Gehorsam seinen Besuch bei den israelischen Freunden abgesagt hat, damit er nicht, wie der Herr der Finsternis neulich drohend ankündigte, mitsamt den israelischen Freunden den Weg zu Hölle antreten muss….

„Der Boden ist vorbereitet, damit das zionistische Regime bald zur Hölle fährt, und jedes Land, das dieses Regime unterstützt, wird es auf dem Weg in die Hölle begleiten“,

Das waren doch die Worte, die Ahmadinedschad an Israel und dessen Verbündete richtete.

Und dass es ganz offensichtlich Menschen auf dieser Welt gibt, die den Präsidenten des Iran bei seinem Vorhaben der Judenvernichtung unterstützen, wissen wir – und der Minister wohl auch –   ja nicht erst seit den vereitelten Anschlägen in diesen Tagen!

Terror, der sich gegen Israel richtet, gibt es schon seit der Gründung des Staates Israel. Viele Menschen in Deutschland haben sich allerdings   die Lesart zu eigen gemacht, der Terror sei die Antwort der unterdrückten Araber auf die israelische Staatsführung und „Besatzungmacht“ und „vergessen“  dabei, dass Terrorakte gegen Juden lange schon vor der Staatsgründung geschahen, auf dem Gebiet des heutigen Israel ebenso,   wie überall dort, wo Juden sich nach dem Verlust der staatlichen jüdischen Souveränität, der Zerstörung Jerusalems und der Vertreibung ins Exil durch die Römer niederließen und in der Diaspora lebten und leben

Und gerade deshalb ist es notwendig und wichtig, dass die offiziellen Vertreter der demokratischen Staaten sich an die Seite Israels stellen und dem Terror den Kampf ansagen, gerade jetzt, gerade heute.

Gerade heute – wurde  doch in der vergangenen Nacht ein Terroranschlag gegen die neue jüdische Synagoge in Mainz verübt.

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag nahe der neuen jüdischen Synagoge in Mainz einen Brandsatz gezündet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, handelte es sich offenbar um eine Art Molotowcocktail. Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch (SPD) verurteilte den mutmaßlichen Anschlag als „verabscheuungswürdigen Akt“.

Wir sollten den Anschlag ernst nehmen … und das hat der Minister vermutlich ja auch im Sinn und bleibt deswegen zu Hause…

JETZT ERST RECHT !

Noch eine kleine unbedeutende Anmerkung:

Ist es nicht geradezu irrwitzig lächerlich eine Reise in ausgerechnet DAS LAND abzusagen, das wie kein anderes Tag für Tag vom Terror bedroht ist und und das darum wie kein anderes mit der alltäglichen terroristischen Herausforderung zu leben gelernt hat, zumal ja „Sicherheitsfragen“  einen wesentlichen Teil des Besuchsprogramm ausmachen sollten:

Thomas de Maizière besucht am Sonntag zum ersten Mal in seiner Funktion als Bundesinnenminister Israel. Schwerpunkte der dreitägigen Reise sind allgemeine Sicherheitsfragen und mögliche israelische Investitionen in den Neuen Bundesländern.

Sogar eine Rede sollte unserer Innenminister halten:

Anlass für die Gespräche zu Sicherheitsfragen ist die Internationale Heimatschutzkonferenz in Tel Aviv, auf der der Bundesinnenminister zum Thema Internationaler Terrorismus sprechen wird. De Maizière wird sich zudem mit dem israelischen Minister für Öffentliche Sicherheit, Jitzhak Aharonowitsch, und weiteren Fachleuten aus dem Sicherheitsbereich treffen.

Ich bin aber ziemlich sicher, dass Herr de Maizière vor allem sehr  viel über Terror und Terrorabwehr hätte lernen können …

Welch ein Hohn, diese Reise abzusagen!

Aber vermutlich ist der  Minister in den nächsten Tagen damit beschäftigt, persönlich die Überwachung und Kontrolle der Frachtmaschinen aus den Terrorstaaten Heimatländern der Terroristen (also  den heimlichen Befürwortern des Terrors gegen Juden) sowie den des Terrors  verdächtigten Staaten zu kontrollieren….

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STRICKEN …. als Therapie! 21. Oktober, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Vor gefühlten 100 Jahren, als  Ökobewegung,  Anti-Atom-Bewegung,  Friedensbewegung und ausklingende Studentenbewegung mein Leben nicht unwesentlich beeinflussten, waren Stricker und Strickerinnen an der Tagesordnung – in Seminaren, bei Vorträgen, in der Vorlesung, in den Lehrerzimmern während der Pause und beim gemütlichen Tee und Plausch mit Freunden und Freundinnen. Pullover, Socken, Mützen, Schals und Jacken entstanden und manch exotisches Gebilde, das sich keiner herkömmlichen Kategorie zweifelsfrei zuordnen ließ.

Mein Arbeitsleben verlagerte sich in den häuslich-pädagogischen Bereich und die Strickaktionen waren von da an vor allem „nur“ praktischer Natur, in Form von unzähligen Pullöverkes (wie wir in Westfalen sagen würden) Jäckchen, Mützen und allerlei anderem Nützlichen.

Als die lieben Knaben und das liebste Töchterlein dem Alter entwuchsen, in dem man ohne Zweifel oder Scheu mütterlich Selbstgestricktes GERNE trägt, ließ auch meine Produktion an Stricksachen deutlich nach und versiegte schließlich ganz.

Der liebste Gatte berichtete allerdings, dass bis  Ende der 80er  / Anfang der 90er Jahre das Stricken in Seminaren noch gang und gäbe war und mitunter so heftiges Nadelklappern zu hören war, dass er sich mehr oder weniger deutlich das Fabrizieren von Stricksachen in seinen Seminaren verbat. (Für alle Seminar-Unerfahrenen muss hier angemerkt werden, dass das Stricken während der geistigen Tätigkeit an der Hochschule vor allem der Konzentration auf das Wesentliche diente, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Problemen der Zeit oder denen, die der Professor als wesentlich vorgab! Das war auch schon zu meinen Göttinger Unijahren so…)

Doch irgendwann hatte der allgemeine Strickboom ein Ende – ich vermute, dass es mit dem allegemeinen Wandel einfach vollkommen uncool geworden war, zu stricken und die vielen Leute, die wie ich, unentwegt die Nadeln geschwungen hatten, einfach „überstrickt“ waren und es kaum oder  keinen Bedarf mehr an Handgefertigtem gab.

Jedenfalls fiel mir irgendwann auf, dass es so gut wie keine Wollgeschäfte*** mehr gab, die man zu „meiner Zeit“ noch an jeder Ecke finden konnte.

Stricken schien absolut „out“ zu sein!

Vor 4 – 5 Jahren begann der  Babyboom in meiner Großfamilie und ich besann mich auf die alte Tradition, Babymützchen, Jäckchen und Socken zu stricken, als sozusagen „persönliches Geschenk“ an Neugeborenes und Eltern. Es machte einfach viel Spaß, in Erwartung des angekündigten Nachwuchses für die kleinen Wesen quasi mit jeder Masche auch gute Wünsche und Gedanken einzustricken. Die Strickarbeiten blieben aber dennoch überschaubar – so ein Söckchen strickt man mal so eben nebenbei während eines Tatorts!

Die Strickfrequenz erhöte sich jedoch deutlich zu Beginn des vergangenen Jahres, als sich einerseits unser erstes Enkelkind angekündigt hatte, und ich andererseits sehr viel Zeit  bei meinen Eltern verbrachte, am  Bett meiner Mutter saß  (die, wie wir wussten, bald sterben würde)  kleine Babysocken strickte, ihr dabei in ihren wachen Phasen vorsang, aus der Bibel vorlas oder Geschichten von früher erzählte und davon, dass sie bald Urgroßmutter sein würde, mit ihr lachte und für sie betete und sie so begleitete bis zu ihrem letzten Atemzug.  Auch meinen Vater, der nicht einmal 5 Monate nach ihr starb, habe ich so begleitet. Konnte ich anfänglich noch vergleichsweise viel mit ihm reden, so wurde er im Laufe dieser Zeit immer passiver und ruhiger und ich hatte den Eindruck, dass er sich mehr und mehr in eine Welt zurückzog, zu der ich keinen Zugang mehr fand. Er reagierte immer  seltener auf die Andachten, die ich ihm vorlas, es schien, als sei er schon weit gegangen … und es war eine große Gnade, als er an einem späten Augustabend  mit dem Amen nach dem Vaterunser in den Frieden Gottes einging…

Ich hatte nicht gemerkt in der intensiven Zeit der Begleitung meiner Eltern bis zu ihrem Ende, wieviel Kraft es mich gekostet hatte und dass ich psychisch  völlig am Ende war. Ende November  brach ich in der Schule zusammen und wurde bis zum bereits feststehenden Termin meiner Freistellungsphase der Altersteilzeit von meinem Arzt krank geschrieben. Ich hatte zu nichts Lust, keine Kraft, keine Energie, konnte kaum Menschen um mich herum ertragen und mied sogar meine Freunde. Einzig per Internet hielt ich „Kontakt“ zu anderen.

Aber ich strickte.

Strickte, strickte, strickte!

Pullover um Pullover für unser erstes Enkelkind, das auf den Tag genau 8 Wochen nach dem Tod meines Vaters geboren worden war.

Ich saß auf dem Sofa und strickte.

Jeden Tag.

Ein bisschen Haushalt nebenher, ab und zu fuhr mein Mann mit mir in die Therme oder nahm mich mit sanftem Zwang mit auf einen Spaziergang.

Das Stricken, denke ich heute, war wie eine Therapie, ich tat nichts – und „machte“ doch etwas, ich war kraftlos – und doch irgendwie kreativ, ich war faul und fleißig zugleich – und ich konnte meinen Gedanken und Gefühlen nachgehen, Masche um Masche mit nichts anderem beschäftigt als den Faden mit der Nadel durch eine Masche ziehen und dabei nichts oder an alles denken, was in den letzten Monaten gewesen und passiert war. Zum Glück waren Sohn und Schwiegertochter dankbare Abnehmer für die vielen kleinen Babysachen, die so entstanden – und die Lieblingstochter freute sich über Stulpen und Kragen…

Im Frühling ging es mir schon deutlich besser, das Gärtchen lockte und mit ihm die vielen Aktivitäten draußen, das Stricken ruhte ein wenig, ich  strickte allerdings einige Babysachen für die neuen Babies der Großfamilie und viele kleine bunte Mützchen  – wie Eierwärmer – für die Frühchen in der MHH.

Jetzt, da die Tage wieder kürzer und es zu Hause so schön gemütlich ist, nimmt auch meine Stricktätigkeit wieder zu …

… wie man an diesem Bild gut sehen kann…. Die Abnehmer warten schon …

Und neue Wolle liegt bereit!

Ich stricke am liebsten mit Holznadeln und verarbeite für die kleinen Pullover vorwiegend Sockenwolle mit „Mustermix“. Die Pullover sind pflegeleicht und „kleckerfreundlich“, so dass nicht jeder Möhrenkleckerer  als Flecken für die Ewigkeit sofort gut sichtbar ins Auge fällt!

*** Ach ja, Wollgeschäfte gibt es auch wieder mehr – und manche von ihnen sind die reinsten Wohlfühl-Oasen, inklusive Schmökerecke und Kaffeeangebot!

Und Wolle, Wolle gibt es! Das Angbot ist riesig, wunderbare reine Wolle, aber auch ein Mix von Wolle und Seide oder mit anderen Naturfasern wie Bambus oder Leinen, alle Qualitäten und Farben, das man geradezu in einen Wollrausch verfallen könnte….

Den konkreten Hinweis auf ungefähr 10000 Internetseiten mit Woll-, Muster- und Stricknadelanbietern  verkneife ich mir…

Übrigens gibt es heutzutage auch  herzallerliebste Knöpfe und andere Zutaten ….

Bei den Strickjäckchen  waren die Knöpfe insgesamt (deutlich) teurer als die Wolle  … hier im Bild  die kleinen Knöpfe für Kindersachen … Knöpfe gibt es, unglaublich!

Eine kleine Werbung will ich aber doch machen:

Eine riesige Auswahl an Knöpfen gibt es hier

Mein Lieblingswollgeschäft ist dieses

NEIN, ich kriege keine Prozente – ich mag einfach die Geschäfte!

Er rotzt, pöbelt und droht … 19. Oktober, 2010

Posted by Rika in israel, meine persönliche presseschau.
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… und die demokratischen Staaten dieser Welt  sind ganz offensichtlich machtlos und / oder nicht gewillt, seinem skandalösen Treiben Einhalt zu gebieten!

Der Herr über den „Weg zur Hölle“, der   Präsident des Iran, gibt einfach keine Ruhe:

Teheran – Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat erneut gegen Israel gehetzt: In einer Rede in Ardebil im Nordwesten des Landes forderte er den Westen auf, sämtliche Unterstützung für Israel einzustellen. „Der Boden ist vorbereitet, damit das zionistische Regime bald zur Hölle fährt, und jedes Land, das dieses Regime unterstützt, wird es auf dem Weg in die Hölle begleiten“, sagte Ahmadinedschad.

Der „Giftzwerg“, wie er auch genannt wird, weitet seine Drohungen aus und richtet sie auch gegen diejenigen Staaten, die mit Israel Handel treiben und (gute) Beziehungen pflegen. Auch Deutschland darf sich demzufolge schon mal bereit machen, den Höllenweg anzutreten, was auch immer der Herr der Finsternis  damit gemeint haben könnte….

Es bestürzt mich immer wieder aufs Neue, dass die Politiker, die für derartige Drohungen und Vernichtungsankündigungen gegen einen demokratischen Staat doch zuständig wären, das große  Schweigen üben. Weder der Außenminister noch die Bundeskanzlerin halten es offenbar für nötig, öffentlich Stellung zu nehmen, von einer Verurteilung des Iraners und seiner Hasstiraden ganz zu schweigen.

Aber vielleicht hat Frau Merkel ja doch den Iran im Blick, wenn sie auch, wie es heute etwas sybillinisch heißt, mit Sarkozy und Medwedjew über die mögliche Rolle Russlands im Verteidigungsbündnis redet und dabei auf eine „gemeinsame Gefahr“ anspielt, die nicht mehr wie in früheren Zeiten des Kalten Krieges von Moskau ausgeht…

Deutsch? Nein, danke! 18. Oktober, 2010

Posted by Rika in meine persönliche presseschau.
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Natürlich, sagen auch die Migrantenverbände, sei es unerlässlich, dass man in Deutschland die deutsche Sprache beherrsche und darum sei es zu begrüßen, dass im Unterricht deutsch gesprochen werde, aber auf den Schulhöfen, bitteschön,  müsse man es den Schülerinnen und Schülern schon überlassen, in welchen Sprachen sie miteinander redeten.

Und deshalb wehren sich die Migrantenverbände auch gegen eine mögliche „Deutschpflicht“ auf deutschen Schulhöfen,  wie sie beispielsweise von der FDP gefordert wird. Nachzulesen in diesem Bericht:

Migrantenverbände in Deutschland haben den Ruf nach einer Deutschpflicht auf Schulhöfen heftig kritisiert. „Dies führt zu Stigmatisierung der Migrantensprachen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung vom heutigen Freitag. Bund und Länder müssten die Fähigkeit zur Mehrsprachigkeit und die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Deutschland fördern, forderten die Verbände. „Wir sind sehr besorgt“, betonten die Verbände. Das Europarecht schütze die Muttersprachen der Wanderarbeitnehmer. Gleichzeitig versicherten sie: „Die Erstrangigkeit der deutschen Sprache ist für uns selbstverständlich.“

„Stigmatisierung der Migrantensprachen“, ja, das ist freilich ein Problem der besonderen Art! Da klingt wieder die „Opferrolle“ durch, ein Jammern darüber, dass man „hier“ eben nur die Minderheit ist, die von der Mehrheitsgesellschaft benachteiligt wird.

Es gäbe aber auch eine andere Lesart für die Migrantenverbände, eine die sich wirklich um das Gemeinsame bemüht und darum, es den Kindern der Einwanderer leichter zu machen, hier Fuss zu fassen, eine Lesart, die sich aus der Sicht der Pädagogen mit dem Problem beschäftigt.

Kein Lehrer, keine Lehrerin wird ein Problem damit haben, wenn kleine Mädchen im Grundschulalter mit ihren Freundinnen auf dem Schulhof Türkisch oder Arabisch sprechen – das gilt für kleine Jungen genauso. Wenn aber Halbwüchsige und pubertierende Jungen und Mädchen auf dem Schulhof in  (großen)  Gruppen zusammen sind und ihre jeweilige Muttersprache als Ausschlusskriterium für alle anderen Mitschülerinnen und Mitschüler dient, ist das schon ein Problem, das die Zusammengehörigkeit der Schulgemeinschaft  empfindlich beeinträchtigt. Da wird Sprache nämlich als ein gezieltes Mittel zu Absonderung und Ausgrenzung eingesetzt. Und wer je einmal auf einem Schulhof Aufsicht geführt hat, der wird begreifen, wie schwer es sein kann, solche Strukturen aufzubrechen. Das hat nicht nur etwas mit Migration zu tun, sondern auch viel mit Pubertät und der in dieser Phase des Lebens besonders virulenten Form der Auseinandersetzung mit Autorität und Macht, die ja in der Schule eben an der Person der Lehrerin, des Lehrers festgemacht wird. Lehrerinnen und Lehrer müssen generell viel Überzeugungsarbeit leisten für das Einhalten von  Absprachen und Regeln, bei „freiwilligen Regeln“ umso mehr, und sie haben ohnehin  kaum Möglichkeiten das Übertreten dieser Regeln zu sanktionieren – und noch viel weniger Spielraum, sofern diese Regeln eben auf einer freiwilligen Selbtverpflichtung beruhen.

Wenn den Kindern und Jugendlichen nun ausdrücklich mitgeteilt wird, dass es gar keine rechtlich abgesicherte Pflicht zur Schulhofssprache DEUTSCH gibt, macht das die (freiwillige)  Einhaltung einer schulinternen Regel sehr viel schwieriger und es hängt einzig von dem guten Willen der Schülerinnen und Schüler ab, ob sie „freiwillig“ Deutsch reden oder nicht. Die Erfahrung der Lehrer   –  und an Schulen in Problembezirken allemal  –   zeigt aber, dass der „gute Wille“ ein seltener Gast auf Schulhöfen ist – auch bei „deutschen“ Schülern -, und es einfach sehr hilfreich ist, wenn man nicht nur an den „guten Willen“ appellieren, sondern auch eine Pflicht einfordern kann.

Das hat nichts, aber auch gar nichts mit Stigmatisierung zu tun.

Leider haben unsere Migranten unterstützenden Politiker die Realität an den Schulen aus den Augen verloren, obwohl viele von ihnen in ihrem früheren Leben als Lehrer / Lehrerin  täglich hautnah mit Schule konfrontiert waren.

Ich wünsche mir, dass  in diesem Fall nicht alles durch die „Opferbrille“ der Migranten betrachtet, sondern an der Realität gemessen wird, die jeden Tag auf Schulhöfen und Schulen in Deutschland stattfindet.

„ISRAEL muss von der Landkarte verschwinden!“ 14. Oktober, 2010

Posted by Rika in islam, israel.
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tönt  –   laut dem Bericht der „heute“-Nachrichten von 19.00h  –   der Präsident des islamischen Mullah-Regimes in Iran, Mahmud Ahmadinedschad,  **** unter dem Jubel schiitischer Libanesen und dem frenetischen Beifall palästinensischer Hisbollah-Anhänger an der Grenze zu Israel.

WAS

SCHLIESSEN

WIR

DARAUS

?

UND

WIE

LAUTET

DIE

ANTWORT

DES

WESTENS

UND

DER

DEMOKRATISCHEN

GESELLSCHAFTEN

AUF

DIESEN

AUFRUF

ZUR

VERNICHTUNG

DES

STAATES

ISRAEL

???

Dem Internet-Auftritt der heute-Nachrichten des ZDF ist es nicht mal eine deutlich erkennbare schriftliche Mitteilung wert. (Wenn man sich Mühe gibt und  ein bisschen sucht und unter dem Schlagwort „Politik“ nachschaut, findet sich sehr dezent versteckt hinter allen anderen Neuigkeiten  doch ein Hinweis auf den Staatsbesuch des Iraners im Libanon, der mit „Reis und Rosen“ wie ein Popstar gefeiert wird…)

Vermutlich aber  prüfen die verantwortlichen Online-Redakteure noch, ob das, was im Nachrichtenblock der „heute“  um 19.00h  berichtet wurde, vielleicht ein weiterer Übersetzungsfehler war und eigentlich hat der Herr des Iran von der Grenze aus eine freundliche Botschaft an die Israelis gesandt und ihnen zugesichert, dass sie gerne unter der Vorherrschaft des Iran in einem jüdischen Wohnbezirk in Palästina bleiben können, aber nur, wenn sie keine Zicken machen.

Jedenfalls ist es doch für alle Palästinenser-Freunde höchst tröstlich zu wissen, dass der Iran unerschütterlich an der Seite der Hisbollah steht, sie führt, lenkt und bezahlt, sie bestens mit Waffen versorgt und nicht müde wird, die Vernichtung Israels zu beschwören.

Darüber freuen sich auch ganz doll die schiitischen Frauen, wie man in dem Filmbeitrag der Nachrischten sehen konnte. Sie sind glücklich, dass ihnen mit Ahmadinedschad im Rücken doch noch der Sieg über die verhassten Israelis gelingen wird.

Jetzt warte ich gespannt auf einen Kommentar unseres Außenministers, der ja demnächst im UN-Sicherheitsrat für Sicherheit und Ordnung auf der Welt sorgen wird…

 

**** Selbstredend hat Herr Ahmadinedschad nicht „Israel“ gesagt, sondern von dem „zionistischen Gebilde / Regime“ gesprochen. Ich habe mir aber erlaubt, seine Begrifflichkeit realitätskonform zu transformieren…!

Preisvergabe (n) … 9. Oktober, 2010

Posted by Rika in aktuell, islam.
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Dass der Friedensnobelpreis an den inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobao geht, zeigt, dass das Nobelkomitee doch noch mit feinem Gespür für das politisch Notwendige agieren kann – bei der Auszeichnung  Obamas im letzten Jahr musste man das ja doch bezweifeln -, und sich dabei auch nicht scheut, einen großen und politisch wie wirtschaftlich mächtigen Staat zu brüskieren. Die Regierung Chinas hatte bereits im Vorfeld vor der Auszeichnung Liu Xiaobao gewarnt und ihn als Kriminellen bezeichnet. Entsprechend fiel  die Reaktion der Staatsführung aus.

Glückwunsch an Liu Xiaobao,  und ich hoffe inständig, dass er nicht nur davon erfährt, dass der Preis IHM verliehen wurde – bisher durfte seine Frau ihm nichts davon berichten und die staatlichen Organe werden die Übermittlung der guten Nachricht sicher nicht übernommen haben -, sondern dass er keinen  neuerlichen und weiteren Repressalien wegen der Preisverleihung  ausgesetzt sein wird. Zu glauben, dass er demnächst aus dem Gefängnis freikommen wird, ist wohl eine Utopie!

Auch ein anderer Preis, der heute vergeben wurde, missfiel einigen, um nicht zu sagen, vielen Leuten:

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist unter Protest mit einem weiteren deutschen Medienpreis ausgezeichnet worden. Zusammen mit dem bulgarischen Reporter Assen Yordanov und dem afghanischen Journalisten Sayed Yaqub Ibrahimi erhielt er den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien. „Pressefreiheit ist noch an zu vielen Orten der Welt gefährdet – auch an Orten, wo man nicht mehr damit rechnete oder rechnen darf“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitagabend bei der Verleihung der Auszeichnung auf einem Medienkongress in Leipzig.

Ich muss hier sicher nicht betonen, wie wichtig ich die Vergabe an Westergaard finde, den Zeichner der umstrittenen Mohammed-Karikaturen und schließe mich darum einfach  den Aussagen unseres Innenministers und des Leipziger Oberbürgermeisters an, die ihre kritische Haltung zu den Karikaturen nicht verleugnen, aber der Meinungsfreiheit einen höheren Rang einräumen als der  Befindlichkeit einer religiösen Organisation, die, wenn es um Ungläubige geht, nicht zimperlich ist in der Wahl der Mittel, diese mundtot oder ganz tot zu machen!

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und de Maizière distanzierten sich zwar von den Karikaturen, verteidigten aber den Preis. „Persönlich, als bekennender Christ, habe ich ein Problem damit. Aber die Meinungsfreiheit ist der persönlichen Einschätzung überzuordnen“, sagte Jung. Der Innenminister sagte, Westergaard verdiene Respekt und uneingeschränkte Wertschätzung der Demokraten in der ganzen Welt.

Glückwunsch an die Preisverleiher und an den Empfänger gleichermaßen! Der Glückwunsch gilt auch den beiden mit Westergaard ausgezeichneten, den bulgarischen Reporter Assen Yordanov und den afghanischen Journalisten Sayed Yaqub!

Von außen betrachtet… 8. Oktober, 2010

Posted by Rika in Allgemein.
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… genauer gesagt, von Israel aus beobachtet und kommentiert.

Vera Lengsfeld verweist bei der achse auf einen Beitrag Chaim Nolls  zur Sarrazin-Debatte:

Dieser Beitrag von Chaim Noll für die Jüdische Zeitung dürfte auch die Achse-Leser interessieren:

Die Angst zu sehen
Thilo Sarrazins Buch und seine Wirkungen

Es ist spannend zu sehen, wie jenseits der deutschen politischen Meinungsbildung ein Buch wahrgenommen und kommentiert wird. Chaim Noll unterliegt nicht bundesdeutscher Medienmacht und ist auch nicht der Kanzlerin und ihrer Partei oder anderen politischen Größen verpflichtet.

Gerade darum ist seine Stellungnahme so lesenswert! Einige Passagen in Auszügen:

Dem Deliquenten war nichts anderes vorzuwerfen, als dass er ein Buch veröffentlicht und Äußerungen gemacht hat, denen führende Politiker und tonangebende Medien nicht zustimmen. Das scheint heute ausreichend zur öffentlichen Abstrafung eines Menschen, zum Auschluss aus Arbeitsstelle und politischer Partei. Den Ton der Kampagne bestimmten höchste Macht- und Verantwortungsträger, voran die Bundeskanzlerin: Sarrazins Buch sei „nicht hilfreich“, wusste sie schon vor dessen Veröffentlichung, die darin vertretenen Thesen nannte sie „indiskutabel“. Sie hat inzwischen bekannt, das Buch nicht gelesen zu haben, dennoch richtete sie: „Solche schlichten Pauschalurteile sind dumm und nicht weiterführend.“ Überdies beschuldigte sie den Autor schädlicher Wirkungen: „Zur Lösung der Probleme trägt er gar nichts bei, er erschwert sie im Gegenteil. Er fällt Pauschalurteile, spaltet die Gesellschaft und macht eine ganze Bevölkerungsgruppe verächtlich.“

und weiter:

Ein naheliegender Grund, warum Sarrazin demonstrativ bestraft werden musste, ist die wachsende Abhängigkeit europäischer Staaten, darunter Deutschlands, von der Türkei.
Am 11.September, einen Tag, nachdem Sarrazin unter starkem Druck führender Politker aus dem Vorstand der Bundesbank ausschied, schmeichelten die europäischen Außenminister bei einem Treffen in Brüssel ihrem „strategischen Partner“ Türkei: „Die Türkei ist heute in der Welt einflussreicher als jeder EU-Mitgliedsstaat einzeln oder zusammen. Sie ist wirklich eine Weltgröße (global player) und wir müssen mit ihr gerade jetzt in der Außen- und Sicherheitspolitik zusammenarbeiten.“ Dabei verschweigt dieses Statement die wahren Gründe für Europas Appeasement-Politik, etwa die Abhängigkeit vom Erdöl aus Aserbaidshan, dessen Pipeline durch die Türkei führt und das im türkischen Ölhafen Ceyhan verschifft wird.

Dieser Aspekt spielt im gesamten Komplex „Nahhost“ meiner Meinung nach eine wesentliche Rolle, die Abhängigkeit von der Energie- und Geldwirtschaft… und es ist naheliegend, dass DAS nicht öffentlich gemacht wird!

Derlei Hintergründe wurden in Zusammenhang mit Sarazins Buch in deutschen Medien nicht erwähnt. Erst recht nicht von den Politikern. Angeblich geht es um „provokante“ Thesen, mit denen Sarrazin die in Deutschland lebenden Türken „verächtlich macht“. Worin bestehen nun im Einzelnen die Aussagen, mit denen Sarrazin nach Ansicht des Zentralrats der Juden „endgültig eine rote Linie“ überschritten hätte, folglich als SPD-Mitglied und hohen Beamten nicht länger tragbar sei? Offen gesagt, ich habe sie in Sarrazins Buch nicht gefunden. Nicht mit allem, was Sarrazin schreibt oder sagt, bin ich einverstanden. Manches ist mir zu strikt, vielleicht auch zu naiv. Doch darum geht es nicht. Es geht um die Frage, ob er irgendwo Aussagen getroffen hätte, die den hysterischen Aufschrei, die Unverhältnismäßigkeit der Reaktion rechtfertigen.

Der Autor führt weiter aus:

Das meiste, was er schreibt, ist längst im Gespräch, überall Gegenstand der Sorge, Gemeingut der Wahrnehmung deutscher Gegenwart. Die deprimierende Demographie Deutschlands ist allgemein bekannt. Auf meinen Lesereisen höre ich die Klagen von Lehrern über den Niedergang ihrer Schulen durch zunehmend analphabetische, aggresssive, nicht selten bewaffnete Schüler, meist mit muslimischem „Migrationshintergrund“ – auch das ist längst keine „provokante“ These mehr. No-Go-Areas für Nicht-Muslime in deutschen Städten – auch davon hatte man schon vor Sarrazins Buch gehört. Auffallend ist das molluskenhafte Verhalten der Medien. So teilte etwa die Online-Ausgabe der deutschen Illustrierten stern am 6.Juni mit: „Gläubige muslimische Jugendliche in Deutschland sind einer Studie zufolge deutlich gewaltbereiter als Migranten anderer Konfessionen.“ Um sich wenige Wochen später in scheinheiliger Empörung auf Sarrazin zu stürzen, wenn er das gleiche schreibt.

Chaim Noll findet in Thesen und Darlegung keine Provokationen bei Thilo Sarrazin, die geeignet seien, das Buch und seinenVerfasser so zu diskrimienieren,  wie es die „politische Klasse“ tut. Er kommt zu dem Schluß:

Der Sarrazin-Effekt erklärt sich zu einem erheblichen Teil aus der wachsenden Wahrheitsscheu der politischen Klasse. In der Endzeit der Sowjetunion nannte der Moskauer Schriftsteller Juri Trifonow die tödliche Krankheit der Nomenklatur, der herrschenden Schicht der sozialistischen Staaten, „die Angst zu sehen“. Sarrazins Buch und seine extrem unterschiedlichen Rezeptionen haben die tiefe Kluft gezeigt, die im heutigen Deutschland zwischen Bevölkerung und politischer Führung besteht. Auch Frau Merkel lebt in einer „Parallelgesellschaft“: in den abgeschirmten, gut bewachten Gehegen der politischen Klasse. Das wichtigste Privileg dieser Klasse ist nicht wie in ärmeren Ländern ihr größerer Reichtum – reich sind auch viele andere Deutsche –, sondern ihre größere Sicherheit. Eine Sicherheit, die an deutschen Schulen, in deutschen Städten längst abhanden gekommen ist.

Dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen…

Manchmal sieht man von außen eben sehr viel schärfer und genauer

—-

PASSEND DAZU auch dieser Beitrag bei achgut, dessen weiter führender Link  aber leider keine Textauszüge zulässt.

Beachtenswert der HINWEIS im gleichen Blogeintrag auf einen  Bericht im Tagespiegel, der eigentlich einen eigenen Beitrag wert wäre,  vielleicht komme ich ja noch zu einem ausführlichen Kommentar!

Das Interview mit dem Historiker Hans-Ulrich Wehler beginnt mit dessen Frageerwiderung so:

Was der Bundespräsident sagt, ist historisch falsch. Der Islam ist nicht Teil Deutschlands. Wir haben Teil an der westlich-abendländischen, christlich-jüdischen Kultur. Das hat der Präsident auch erwähnt, aber sein nächster Satz führt in die Irre. Der Islam ist über die Jahrhunderte hinweg immer ein Gegner dieses Europas gewesen. Der Islam ist kein Teil der Kultur oder des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland geworden, egal ob sie das Recht, die Politik oder das Verfassungsdenken ansehen.

Bitte weiterlesen!!!

Als präsidiales Wunschdenken… 5. Oktober, 2010

Posted by Rika in islam.
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…  und Tagtraum „von der schönen neuen Welt“

hat sich inzwischen  die Rede unseres Bundespräsidenten entpuppt, die er anläßlich der Feier zur Wiedervereinigung Deutschlands in Bremen gehalten hat.

War am gleichen Tag und auch  an dem danach noch überschwenglich viel Lob für seine blumig-mutigen Worte zum Thema Integration zu hören und zu lesen gewesen, sieht die Meinungslage nach einem weiteren Tag des Nachdenkens über  die Rede und wohl auch des Nachlesens der präsidialen Worte, „der Islam gehört zu Deutschland“,  schon sehr viel differenzierter aus.

Die ehedem eigenen Parteigenossen melden sich ebenso zu Wort wie Künstler und  kirchliche Amts- und Würdenträger. Zwar gibt es einen Konsens darüber, dass Muslime zur bundesdeutschen Wirklichkeit gehören und sie natürlich auch Recht und Freiheit haben, ihren Glauben zu leben, aber die Einschränkung ist unüberhörbar: Die kulturelle Basis Deutschlands liege in den christlich-jüdischen Wurzeln und in der Philosophie der griechischen und römischen  Antike, der Islam jedoch müsse sich den politischen und kulturellen Gegebenheiten in Deutschland anpassen, klingt es noch etwas vorsichtig, aber dennoch deutlich in den heutigen Pressemeldungen an, z.B.in den Onlineausgaben von

spiegel,   haz,   focus,    welt, tagesspiegel, weltdebatte ,     evangelisch

Es scheint, als habe Herr Wulff wieder einmal mit dem  Übereifer des Guten dann doch des Guten zu viel getan. Der Präsident aller Deutschen, Christian Wulff, hat Sorge, die Minderheit der Muslime in Deutschland zu „beleidigen“. Er übersieht dabei jedoch vollkommen die Sorge einer großen Anzahl  der Deutschen „deutscher Herkunft“, im eigenen Land meinungspolitisch entmündigt  und kulturpolitisch islamkonform überrannt zu werden. Nein, ich bemühe jetzt nicht, wie Herr Wulff es in seiner Rede tat, die Floskel von er „Einwanderung nach Deutschland“, die irgendwie und irgendwann einmal  von allen gemacht worden sei, die jetzt „Deutsche“ sind… vermutlich dachte er dabei an die indogermanische Völkerwanderung und die spätere  „Wanderbewegung“ im Zuge der Insustrialisierung.    Die Flucht nach dem Zeiten Weltkrieg wird er wohl nicht gemeint haben können, „wanderten“ die meisten Flüchtlinge doch von Deutschland nach Deutschland…. auch wenn man das heute nicht so laut sagen darf… wg. rechtspopulistisch und so… ich rede von den Leuten hier in Deutschland, die sich als Deutsche begreifen und fühlen, die deutsch reden (oder bayrisch, ostfriesisch, sächsisch oder hessisch), die gerne hier leben und aus einem Urlaub in der Ferne gerne in dieses Land zurückkehren.

Man muss sich aber leider fragen, ob  Herr Präsident  denn gar nichts aus der Sarrazin-Debatte gelernt hat!  So umstritten das Buch Thilo Sarrazins in den Augen der meisten Politiker und Meinungsmacher auch sein mag, das riesige Interesse und  Echo zeigt  doch, dass ein Nerv des Volkes getroffen wurde, der, wenn auch vielfach sehr diffus, doch (auch) ganz entscheidend mit den Ängsten vor dem Fremdsein im eigenen Land, mit Migration und eben  auch mit dem Islam zu tun hat.

Nicht mehr christliches Abendland – mit den  in den  Jahrhunderten  errungenen Freiheiten wie:  Atheismus, „säkulares“ und  frömmstes  Christentum, Frauenrechte, Emanzipationsdebatten, Antibabypille, gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, Freikörperkultur, Esoterik,  Meinungsfreiheit, Demonstrations- und Streikrecht,  linke und rechte Spinner in und außerhalb der Parteien -, sondern  der mögliche Rückfall in fremd anmutende archaisch wirkende Strukturen  scheint die Zukunft unserer Gesellschaft zu bestimmen, wie sie  sich in der öffentlichen Debatte um Kopftücher, Ehrenmorde, Zwangsverheiratungen und zunehmender Gewalt und die Ablehnung  Deutscher und Deutschlands  durch muslimische Migranten abzuzeichnen scheint.

Herr Wulff wäre gut beraten gewesen, diese Ängste zu thematisieren, sie ernst zu nehmen  und dafür zu werben, offen damit umzugehen, von Seiten der „Herkunftsdeutschen“  und vor allem  von Seiten der muslimischen Migranten.

Dazu gehört nach meinen Verständnis, dass man  nicht gleich die rechtspopulistische Vorwurfskeule schwingt oder Menschen in die Islalmophobenecke stellt, die Ängste und Meinungen über den Islam zum Ausdruck bringen, die nicht dem politisch erwünschten Mainstream entsprechen  und  die eben nicht Herrn Wulffs Traum von Multikulti träumen!

Und andererseits  wäre auch  schon viel gewonnen, wenn von Muslimen erkennbar die Bereitschaft ausgedrückt würde, den Islam ebenso grundgesetz- und deutschlandkonform zu praktizieren,  wie  die christlichen Kirchen und Gemeinschaften und die jüdischen Gemeinden schon seit vielen  Jahren ihre jeweiligen religiösen Traditionen leben und pflegen.  Für Muslime würde das eben auch  bedeuten, nicht  ständig Sonderrechte zu reklamieren und das Recht auf Beleidigtsein  in Anspruch zu nehmen und sich dabei auf Koran und Scharia zu berufen…

Die Debatte über  das „Eigene“ und das „Fremde“, über Verbindendes und Trennendes steht immer noch aus. Sie kann aber nicht geführt werden, wenn man einerseits von fröhlichem Multikulti redet, die Probleme aber ausblendet und   andererseits die Befindlichkeit „der Deutschen“ vollkommen ignoriert.   Und auch wenn, wie Herr Wulff sagte, „Einwanderung stattgefunden“ habe, den Terminus Einwanderungsland vermied er tunlichst, ist Deutschland eben kein klassisches Einwanderungsland, das sich über die Einwanderer definiert, wie es bspw. die USA tun.  Deutschland hat eine eigene kulturelle Tradition, zu der der Islam eben NICHT gehört – und wohl auch nicht gehören kann.

NACHTRAG

Dass auch andere Leute das so sehen, kann man dem Gästebuch des Bundespräsidenten entnehmen, aus dem ich folgende Zitate aufgreife:

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
der Islam als Religion kann in der Bundesrepublik selbstverständlich ausgeübt werden, wir haben nämlich im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit. Er „gehört“ aber nicht zu Deutschland, Zu unserer Kultur „gehören“ die christlich-jüdischen Religionen. Wir sind aber ein Land, in dem es dank der Aufklärung eine Sakularisierung gegeben hat, insofern „gehört“ die religiöse Überzeugung jedem Einzelnen aber nicht dem Staat.
So gesehen war Ihre Äußerung als Präsident unseres Staates, der Islam gehöre zu Deutschland, nicht richtig.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

mit Ihrer Verbeugung vor dem Islam haben Sie zugleich 78 Millionen andere Bürger verunsichert.
Wie kann eine Religion, die immer noch Zwangsverheiratung, Frauenunterdrückung und Ehrenmorde toleriert jemals wesentlicher Teil der heutigen abendländischen Kultur werden?
Wissen Sie wirklich nicht, dass der Koran den Umgang mit „Ungläubigen“ und damit die Integration eigentlich verbietet?
Zum Glück sind die Fanatiker unter den Moslems nicht in der Mehrzahl. Aber das Verhalten vieler eingewanderter und eben leider auch hier geborener Moslems im täglichen Leben spricht eine deutliche Sprache. Schauen Sie doch einfach mal in die Schulen.
Das überschwängliche Lob der Islamverbände für Ihre Rede ist zugleich eine Ohrfeige für Christen, Juden, Jesiden, Buddhisten, Hindus und andere in Deutschland lebende „Ungläubige“.

Den Hinweis darauf habe ich bei achgut entdeckt, die im Gästebuch angegebenen Namen habe ich hier allerdings  entfernt.

So kann man es auch sehen… 3. Oktober, 2010

Posted by Rika in islam.
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5 comments

Deutschland feiert „20 Jahre deutsche Einheit“, der Bundespräsident hält eine Rede, und was ist laut veröffentlichter Meinung  das Qualitätsmerkmal Nr. 1 ?

Genau!

Das Thema der Rede war aktuell und brisant: Die Integration zugewanderter Menschen in Deutschland. Nach den biologistischen Thesen von Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin über muslimische Migranten bewegte sich der Bundespräsident hier auf einem politischen Minenfeld.

Da schau mal einer her!  Die Feier der Wiedervereinigung steht unter dem Stern der Integration von Muslimen.

DAS hätte ich mir vor 20 Jahren allerdings nie und nimmer träumen lassen!

Als ich 1989 mit meinen Kindern während eines Urlaubs in der Rhön an der „innerdeutschen Grenze“ stand, respektive gut 100 m davon entfernt an einem eigens dafür angelegten „Aussichtspunkt“, trieb mir die Teilung Deutschlands noch die Tränen in die Augen.

Nur ein Jahr später waren wir wieder an der gleichen Stelle in der Rhön, die beiden großen Kinder kletterten mit ihrem Vater auf einen Wachturm der ehemaligen Grenzanlage …  ich spazierte mit den beiden Kleinen über die kaum noch zu erkennende Grenze …  wir pflückten Blümchen…   einer der Söhne nahm sich ein Stückchen „Restzaun“ mit, das er gefunden hatte…  wir konnten es immer noch nicht fassen …  welch ein Wahnsinn …  welch ein Glück …  unglaublich!

Wir fuhren  (in der Rhön) durch „Ostdeutschland“ über eine damals noch vorhandene „grüne Grenze“, niemand kontrollierte uns, keiner wollte einen Ausweis sehen…

Nur wenige Wochen später dann die offizielle „Wiedervereinigung“.

Und heute hält der Präsident der Bundesrepublik Deutschland eine Rede zum „Zwanzigsten Jahrestag der Wiedervereinigung“ und das erste, was Journalisten  dazu einfällt ist das Thema „Muslime“ ! Siehe auch den Anfang dieses netten Artikels!

Ein Hoch auf unsere Integrationspolitiker!

Ein Hoch auf unsere muslimisch-integrative Bundesrepublik Deutschland.

Darauf haben alle Deutschen mehr als 40 Jahre gewartet.

Geil! (und das ist ein Wort, das ich sonst NIE !!!!! benutze!)