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Ein Umzug steht an … 30. November, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile.
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… und ein neuer Lebensabschnitt beginnt für den Jüngsten, dessen „Master of Science“ wir in der letzten Woche feierten.

Wir hatten  ja gehofft, dass die Doktorandenstelle nicht nur eine Option bleiben, sondern Wirklichkeit werden würde. Heute nun die Bestätigung!  Dankbare Freude bei der ganzen Familie! Es ist wirklich toll, dass es für den neuen Master fast nahtlos weitergeht. Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch dabei, die Doktorandenstelle macht einen Uni-Wechsel notwendig, und damit auch den  Abschied von Freunden und dem vertrauten  Studentenleben in WG, Uni, Labor und Umgebung…

Zum Glück gibt es in der neuen Stadt schon ein paar Leute, die sich auf den Neuankömmling freuen und auch ein paar altvertraute Menschen…

Und natürlich wird damit  wieder mal ein Umzug fällig! Doch das machen wir inzwischen mit links 😉  !!!

Einpacken … Auto mieten … Kisten schleppen … Möbel zerlegen …  einladen und ausladen … zwischenlagern … auspacken … WG- taugliche und bezahlbare  Wohnung suchen … nichts Neues im Hause Rika, fast schon Routine bei vier Kindern, die noch nicht sesshaft sind…

Ich überlege gerade, ob ich nicht einen Seniorenumzugsservice gründen sollte, der Menschen mit wenig Zeit hilfreich  zur Seite steht und mit rüstigen Alten …. also, ich melde hiermit schon mal Patent und Copyright auf die Idee an…

Aber jetzt freuen wir uns erst mal ausführlich und dann geht es los.

„Und sagt Gott Dank allezeit für ALLES!“

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Seltsame Werbung… 29. November, 2010

Posted by Rika in israel.
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Heute habe ich eine interessante Werbung für eine Reise nach Israel entdeckt:

Geführte Reisen nach Israel führen zu den christlichen Ursprüngen zurück und bieten die Möglichkeit zu atemberaubenden Ausflügen. Auch für 2011 haben diverse Reiseveranstalter einige Rundreisen durch Israel zusammengestellt, bei denen man zahlreiche wichtige Sehenswürdigkeiten bestaunen kann. Jerusalem, Bethlehem, Galiläa und Nazareth stehen ebenso auf dem Programm wie eine Fahrt zum Toten Meer und eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth. Wer sich von Land und Leuten beeindrucken lassen und nach Israel reisen möchte, findet beim folgenden Anbieter eine Übersicht über alle Rundreisen:

Ein wunderschönes Foto soll die angepriesene Reise auch optisch „untermalen“.

Das Foto zeigt einen für das frühe Christentum so typischen Sakralbau auf dem Tempelberg, den Felsendom!

„Christlicheren Ursprungs“ kann ein Gebäude gar nicht sein, das die „christlichen Ursprünge“ in Israel dokumentiert.

Fein gemacht!

Ich bin begeistert!

Mein Kommentar dazu liest sich so:

Seit wann gehört denn der Felsendom zu den „christlichen Ursprüngen“?
Ich finde es sehr seltsam, dass für eine Reise nach Israel und zu den „christlichen Ursprüngen“ ausgerechnet mit einem muslimischen Bau geworben wird!
Es gibt doch am See Genezareth wirklich gute Beispiele für die „christlichen Ursprünge“…
Und allemal älter als die Moschee auf dem Tempelberg ist die berühmte Westmauer, die schon zu Jesu Zeiten dort gestanden haben dürfte, ursprünglicher geht es doch gar nicht!!!
Außerdem bietet sich in Jerusalem die Grabeskirche für „christliche Ursprünge“ an, auch sie älter als Felsendom und  Moschee…  ebenfalls total eindrucksvoll  Ein Gedi oder Massada, diese alten Zeugen jüdischer Vergangenheit  dürfte auch den „ursprünglichen (Juden-)Christen“ im Land sicher nicht unbekannt gewesen sein.
Viele Pilger lieben auch die (angebliche) Taufstelle am Jordan…
Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen, warum also ausgerechnet ein nicht-jüdisches  und nicht-christliches Bauwerk im jüdischen Ursprungsland des Christentums?

Nur damit ich nicht falsch verstanden werden:

Der Felsendom ist ein geniales und äußerst interessantes Gebäude und bei einer Werbung für eine Reise nach Israel gehört ein Bild des imposanten Bauwerks durchaus  dazu, in Zusammenhang mit „christlichen Ursprüngen“ ist das Foto aber völlig fehl am Platze…

Zu Ende… 28. November, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile.
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Unser kleines Mädchen sitzt auf dem Teppich und „liest“ dem kleinen Bruder aus einem Pixi-Buch   vor, auf der letzten Seite angekommen, schließt sie das Buch, schaut den Bruder an und sagt mit hörbarem Erstaunen in der Stimme: „Zu Ende!“

Ich sehe die Szene noch deutlich vor mir.

Seither ist vieles zu Ende gegangen im Leben der beiden „Kleinen“, wie unsere beiden jüngsten Kinder immer „zusammenfassend“ genannt werden:  Kindergarten, Grundschule, OS, Gymnasium, ZfG-Jahr und Studium für die „weibliche Kleine“ ….  und nun auch für den „männlichen Kleinen“ das Studium. In der vergangenen Woche hat er seine Masterarbeit verteidigt – öffentlich im Beisein von Kommilitoninnen und Kommilitonen, Mitgliedern seiner Arbeitsgruppe und uns.

„Master of Science“ im Fach Chemie.

Herzlichen Glückwunsch, lieber „Kleiner“. Du hast es richtig gut gemacht. Wir freuen uns mit Dir und sind stolz auf Dich!

„Zu Ende“ ist jetzt die Zeit im fernen Studienort – und ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Wo ist die Zeit geblieben? Gerade eben haben wir doch noch den Umzug in die Uni-Stadt mit dem frisch gebackenen Studenten bewältigt, neulich erst haben wir ihn in Lisboa besucht während seiner Erasmus-Zeit dort… und nun:

Zu Ende!

„Sagt Gott Dank allezeit für ALLES!“ Das fällt in diesem Fall ganz leicht!

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt … und ich glaube mit vertrauensvoller Zuversicht, dass auch das Neue unter Gottes Segen stehen wird…!

Terror in Deutschland… 23. November, 2010

Posted by Rika in aktuell, islam.
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Freitagabend, ziemlich spät, mein Mann und ich im Auto auf dem Heimweg nach dem Volleyballspiel.

Auf der Brücke plötzlich eine Verkehrskontrolle – denken wir -, doch als ich anhalte und das Fenster runterkurbel, steht ein Polizist mit einer MP im Anschlag neben meinem Auto, weitere Polizisten, ebenfalls bewaffnet,  in unmittelbarer Nähe. Ein Beamter kommt heran, bittet höflich um die Papiere, ich händige meinen KFZ-Schein, Personalausweis und Führerschein und die Papiere meines Mannes aus. Der Beamte geht zu einem Bulli und telefoniert.

Der Polizist mit der MP weicht nicht von unserer Seite. Ich fühle mich ausgesprochen unwohl …  habe ich doch  ziemliche  Ähnlichkeit mit einer der am meisten gesuchten Terroristinnen der Zeit … und stelle mir vor, der Polizist könne aus irgendeinem Grund die Nerven verlieren … ich wage nicht mich  zu rühren.

Es dauert einige Minuten, endlich erhalten wir unsere Papiere zurück und dürfen weiterfahren.

Einige Monate später am hellichten Tag.

Statt mit meinem  Käfer bin ich an diesem Tag mit dem Golf meines Mannes zur Schule gefahren. Der Schultag ist vorüber, ich bin auf dem Heimweg, zurück nach Göttingen. Kurz hinter Witzenhausen an einer strategisch günstigen Stelle eine Kontrolle, Polizisten mit Maschinenpistolen, etliche Polizeifahrzeuge… anhalten, Fenster öffnen, Beamter mit MP im Anschlag … die gleiche Szene wie einige Monate zuvor zur nächtlichen Zeit auf der Kasseler Fuldabrücke…

Meine Papiere sind in meiner Schultasche. Die Schultasche liegt im Kofferraum. Ich muss aussteigen, zwei Beamte nehmen mit ihren Waffen neben mir Aufstellung … ich empfinde die Situation als angespannt,  fühle  mich extrem unter Druck…  ich gehe langsam zur Heckklappe … öffne den Kofferraum … die ganze Zeit sind Waffen auf mich gerichtet … hole meine Schultasche heraus … öffne die Tasche …  finde die Papiere nicht sofort …  endlich doch … händige sie den Beamten aus …

Mir ist speiübel, die Knie zittern, meine Hände sind eiskalt…

Endlich erhalte ich meine Papiere zurück, die Beamten senken die Waffen, ich werde freundlich verabschiedet, darf nach Hause fahren…

Ich bin noch mehrere Male kontrolliert worden in diesen Zeiten der terroristischen Bedrohung.

An der Uni und im Freundeskreis diskutieren wir über die RAF, die Möglichkeiten und  Grenzen der Anwendung von Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, die Reaktionen des Staates auf den Terror und den  „legitimen“ Widerstand gegen den Staat. Wir erleben die Auswirkungen des Radikalenerlasses und debattieren über Rasterfahndung und Verhältnismäßigkeit der Mittel…

Wir setzen uns intensiv mit dem politisch motivierten Terror der RAF, seiner theoretischen Basis und der begleitenden Szene an den Hochschulen auseinander  –  und doch ist der Terror selbst weit weg. Denn wir, die „einfachen Bürger“, sind nicht Ziel der gewaltsamen Aktionen und nicht im Fokus der Terroristen. Die wenden sich vor allem  gegen herausragende Persönlichkeit der Wirtschaft und des Staates mit dem Ziel, das gesellschaftliche System der Bundesrepublik Deutschland zu destabilisieren und die Machtstrukturen zu verändern.

Die Mehrheit der Bevölkerung verweigert sich den revolutionären Ideen und Idealen der RAF.  Die Revolution findet nicht statt.

Daran muss ich in diesen Tagen denken.

Der Innenminister hat von einer akuten Bedrohungslage in Deutschland gesprochen und vor   (islamischen) Terroraktionen  gewarnt.

Und diesmal kann der Terror  jeden und jede treffen.

Die veröffentlichten Angaben über mögliche Ziele und Zeiträume sind (bewusst?) höchst vage gehalten, man will keine unnötigen Ängst schüren, aber dennoch die Terrordrohung ins Bewusstsein der Bevölkerung heben. Polizisten zeigen Präsenz auf öffentlichen Plätzen und an strategisch wichtigen Einrichtungen. Wir sollen wachsam sein und gelassen, aufmerksam und ruhig, sollen uns der Gefährdung bewusst sein, aber uns durch die Bedrohung nicht einschüchtern lassen, denn das, so auch  die einhellige Meinung vieler Kommentatoren in den Medien, sei bereits als Erfolg der Terroristen zu verbuchen. Schon jetzt rühmen sich die Gotteskrieger, mit minimalem Einsatz „den Westen“ extrem geschädigt zu haben – zunächst „nur“ finanziell, durch den hohen Sicherheitsaufwand, der neuerdings betrieben werden muss…

Noch nehmen die meisten Bürger die Situation mit ähnlichem Gleichmut zur Kenntnis, wie den Terror in den Zeiten der RAF. Das kann und wird sich schnell ändern, wenn wirklich auch bei uns im schönen Deutschland die ersten Bomben Opfer fordern, wenn Selbstmordattentäter  den Weg ins Paradies antreten und andere mit in den Tod reißen… wie in Spanien, England, Indien, Israel…

Und auch diesmal geht es darum, eine Gesellschaft zu destabilisieren und eine Staats- und Gesellschaftsform anzugreifen, die in den Augen der Rechtgläubigen ein Gräuel ist.

Lassen wir uns nicht einschüchtern!

Eine Bemerkung liegt mir noch auf der Zunge:

Viele Muslime beklagen sich darüber, dass sie unter terroristischen Generalverdacht gestellt würden und  nehmen damit allzu gerne, wie es mir scheint, die Opferrolle ein… und fordern von den Regierenden Maßnahmen zu ihrer Verteidigung, ihrem Schutz …

Muslime  könnten aber  sehr viel für ihre gesellschaftliche Akzeptanz tun und dem Verdacht  durch ihre  muslimischen Verbände hier in Deutslchland sehr leicht entgegentreten, indem sie

– sich grundsätzlich von Terror distanzieren – auch von islamischen Terroraktionen der Hisbollah und Hamas -,

– in den Moscheen dazu aufrufen, den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen zu beenden,

– verdächtige muslimische Personen ansprechen und / oder der Polizei  melden,

– die islamischen Brüder weltweit zum Verzicht von Gewalt auffordern,

– darauf verzichten, dem islamischen Recht weltweit Geltung verschaffen zu wollen.

Religionsfreiheit, ein seltenes Gut… 18. November, 2010

Posted by Rika in aktuell, islam.
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Während man im europäischen Abendland die Religionsfreiheit schon bedroht sieht, wenn – wie beispielsweise in der Schweiz – dem Bau von Minaretten ein Riegel vorgeschoben wird und darum eine laute und heftige Debatte in Medien und Parlamenten ausbricht, von neuem Rassismus gar die Rede ist, scheint  in mehrheitlich muslimischen Ländern der Begriff „Religionsfeiheit“ eher dahingehend interpretiert und ihm auch per Gesetzt Geltung verschafft zu werden, dass ein islamisch dominiertes  Land frei von anderen Religionen zu sein habe.

Die Bürger der von solchermaßen „Religionsfreiheit“  betroffenen Länder sind selbstverständlich auch gehalten, ihr eigenes Leben frei von anderen Religionen zu führen, sprich, ihnen ist es nicht erlaubt, sich mit anderen Religionen außer dem Islam zu befassen, schon gar nicht mit der Religion der Christen, die doch auch zu den „Besitzern des Buches“ gehören.

Während es im europäischen Abendland durchaus möglich ist, seine Religionszugehörigkeit zu wechseln wie die Unterwäsche und man dabei  –   außer dem   möglichen, verbal geäußerten   Missfallen seiner Kirche  –  keinerlei  Unbill zu erwarten hat, riskiert man im islamisch geprägten Religions- und Kulturkreis den Tod, wenn man sich von Allah ab- und dem Gott der Christen zuwendet. (Es soll allerdings auch schon in Europa  Fälle von Todesandrohungen für vom Islam zum Christentum konvertierte Gläubige durch die muslimischen Brüder  gegeben haben und geben.   Allein das sollte auch  den naivsten Allah-ist-Gott-und-Gott-ist-Allah-Interpreten zu denken geben!)

Seltsam aber ist, dass der Bedrohung der Christen in muslimischen Ländern und erst recht der Bedrohung der vom Islam konvertierten Christen durch ihre vormaligen Glaubensgenossen, hierzulande gern mit dem Argument begegnet wird, Christen müssten den islamischen Kulturkreis „respektieren“,  Konversion könne ja nur eine Folge von „unerlaubter“ und darüberhinaus auch ungerechtfertigter Mission sein.   Christliche Mission sei – so  die Grundhaltung, auf der diese Argumentation beruht- das Grundübel schlechthin, das die Christen über die Welt gebracht haben und darum seien die mit dem Tode bedrohten Christen doch mehr oder weniger selber schuld.

Die freie Religionsausübung gilt demzufolge nur für Muslime in christlichen Ländern und Christen haben in muslimischen/islamischen  Ländern schlicht und einfach nichts zu suchen!

Wer sich nicht an diese Regel hält, muss sich nicht wundern, wenn ihm in nichtchristlichen (islamischen)  Ländern aus seinem Glauben buchstäblich der Strick gedreht wird.

Für einen Mann in Afghanistan ist dies die bittere Wirklichkeit:

die persönliche Wahl der Religion oder ein Religionswechsel wird muslimischen Afghanen verwehrt. Der Islam ist Staatsreligion. Obwohl in der Verfassung Religionsfreiheit garantiert wird, ist verboten, was „im Widerspruch zu den Überzeugungen und Vorschriften der heiligen Religion des Islam steht“. Die islamische Rechtsprechung sieht für den „Abfall vom Islam“ (Apostasie) die Todesstrafe vor.

Er hat die Religion des Friedens und der Barmherzigkeit verlassen und sich dem Evangelium von Jesus Christus und damit dem Christentum zugewandt und soll dafür nun sein Leben verlieren.

Der Bericht über den Unglückseligen kann hier nachgelesen werden.

Dem Gebetsaufruf für Said Musa schließe ich mich ausdrücklich an.

Und weil es so „schön“ zeitlich und thematisch „passt“:

Ich hoffe, dass dieses   Plädoyer für Religionsfreiheit (hier in Deutschland und anderswo) nicht nur Parteitagsgesäusel und vorgezogener Wahlkampf ist!

Eine spezielle Form des Dschihad… 16. November, 2010

Posted by Rika in islam.
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… erleiden in diesen Wochen Christen im Irak.

Dass der „heilige Krieg“ eigentlich nur ein Synonym für „Anstrengung“ sei und sich vor allem gegen die eigene Trägheit (der Begriff   „innerer Schweinehund“   ist hier wohl fehl am Platze…) richtet und für ein intensives Bemühen steht, die Werte und Wahrheiten des Koran im eigenen Leben umzusetzen, beschwören viele „moderate“ Islamprediger geradezu und wollen uns auch die wohlmeinenden, ungläubigen Sympatisanten der Religion des Friedens glaubhaft machen.

Wie leicht aber aus dem intensiven Bemühen um die   „inneren“  Werte und Wahrheiten des Koran buchstäblich Taten werden, die sich dann nicht mehr auf die eigenen „inneren Anstrengungen“, sprich, „Kriege“ mit sich selbst beziehen und sich vielmehr GEGEN den oder die ANDEREN richtet, erleiden Christen im Irak. Seit Wochen werden Christen gezielt attackiert, werden sie bedroht, angegriffen, ihre Häuser und ihre Existenz zerstört und werden Menschen sogar getötet.

Wie spon berichtet, hat in der vergangenen Nacht ein weiterer schwerer Angriff auf Christen stattgefunden:

Bagdad – Die Täter stürmten in der Nacht zum Dienstag das Haus in Mossul, in dem die christliche Familie lebt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa erschossen die Angreifen dabei drei Brüder, die Nachrichtenagentur DAPD schreibt von zwei Toten. Nach Angaben von Augenzeugen konnten die Täter fliehen. Die Agentur Sumeria News meldete, kurz darauf sei in einem anderen Viertel der Stadt ein Sprengsatz neben dem Haus einer christlichen Familie detoniert. Zwei Passanten seien durch die Explosion schwer verletzt worden.

Dschihad in seiner tiefsten und schrecklichsten Bedeutung:  KRIEG    –  gegen Menschen anderen Glaubens. 600000 Christen sollen NOCH im Irak leben, ein kleine Minderheit inmitten der „Un-Ungläubigen“, die zwar die Barmherzigkeit Allahs rühmen, sie aber selbst nicht zulassen, nicht für die Ungläubigen, nicht für die „Besitzer der Buches“, die doch eigentlich, so wird es immer wieder behauptet, dem speziellen Schutz des Propheten und seiner Anhänger unterstehen – wenn auch zu Konditionen, die schon im Goldenen Zeitalter (in Spanien)  durchaus der Nötigung und Erpressung gleichkamen.

Nein, ich will jetzt keine Vergleich zu christlichen Gräueltaten während der Kreuzzüge und in der nicht ganz so fernen Vergangenheit anstellen!

Es geht um das HEUTE, um unsere Gegenwart und auch Zukunft, um das JETZT, und auch um die Frage, wie Muslime sich generell das Zusammenleben mit Christen vorstellen, wenn Muslime NICHT in der Minderheit sind.

Ein kleiner Einschub sei mir erlaubt:

Am vergangenen Sonntag, eigentlich schon fast Montag, bei „Entweder Broder“ führte die Deutschland-Safari auch nach Duisburg-Marxloh und zu der prächigen Moschee, die man dort  errichtet und 2008 eingeweiht hat, u.a. auch mit Geldern der EU und der BRD. Hieß es noch während der Planungsphase, es sei eine „Begegnungsstätte“ geplant für Muslime und Ungläubige, es sollte ein Zentrum des interkulturellen Dialogs werden, so ist jetzt, nach Fertigstellung des Prachtbaus unter islamischen Hoheitszeichen nicht mehr die Rede von Offenheit und Dialog. Muslime sind unter sich – und das ist offensichtlich so gewollt – und die „ANDEREN“ sind unerwünscht.

Ist es das, was die „Anstrengung“ hervorbringt  – Ausgrenzung der einheimischen Ungläubigen hier in Deutschland und Vertreibung der einheimischen Ungläubigen im Irak?

Christen bilden im Irak eine Minderheit – obwohl sie das Land seit 2000 Jahren besiedeln. Noch eine halbe Million lebt dort, eine weitere halbe Million hat das Land bereits aus Angst vor weiteren Anschlägen verlassen haben. Mit dem Einmarsch der US-Truppen begannen auch die religiösen Auseinandersetzungen.

Es ist gut, dass sich Christen in der ganzen Welt mit ihren irakischen Brüdern und Schwestern solidarisieren, aber wäre es nicht auch an der Zeit, dass hier lebende Muslime, die alle Freiheiten einer modernen, demokratischen Gesellschaft erleben und selbstverständlich auch für sich in Anspruch nehmen, sich dafür stark machen, dass das Morden an Christen im Irak (und anderswo) endlich aufhört?

Und wäre es nicht dringend geboten, dass die Politiker, die sich hierzulande für Muslime stark machen, sich ebenso wortmächtig für die bedrohten Christen einsetzen?

Man kann doch nicht ewig die Kreuzzüge dafür heranziehen, das Unrecht, das Christen widerfährt, zu relativieren!

Vom lebenslangen Lernen… 15. November, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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Nein, ich meine nicht das berühmte „man lernt nie aus“, auch nicht das „Leben als Lehrmeister“, nicht einmal die schlichte Tatsache, dass wir, ob wir wollen oder nicht, uns bis an unser Lebensende mit neuen Herausforderungen beschäftigen (müssen) und sei es nur mit so simplen Dingen, wie die Bedienung neu entwickelter Gerätschaften zu lernen, die das Leben angenehmer und leichter machen…

Mir ist in diesen Tagen aus aktuellem Anlass  wieder deutlich bewusst geworden, dass ich fast mein gesamtes Leben mit Schule, Studium und Ausbildung konfrontiert war und immer noch bin und dass das auch nicht aufhören wird…

Meine eigene Schulzeit liegt schon eine kleine Ewigkeit zurück – ich wurde 1956 eingeschult -, es folgte  Studium, Referendariat, Lehrerdasein. Dann die „Kinderpause“ und damit fast sieben Jahre, in denen ich gar nicht mit  Schule beschäftigt war, dafür umso intensiver mit Kindergarten und „Sonntagschule“. Die Einschulung unseres ältesten Kindes brachte „Schule“ wieder auf die „Tagesordnung“ und damit alle „amtlichen“ und ehrenamtlichen Tätigkeiten, die man als engagierte Eltern wahrnimmt, von sanfter Hausaufgabenbegleitung über Elternabende und Schulelternratsarbeit bis zur Organisation von Schulfesten und dem obligatorischen Kuchenbacken für gute Zwecke zugunsten der Klasse/Schule…

Meine „Kinderpause“ dauerte 15 Jahre – Als das jüngste Kind sein erstes Schuljahr glücklich überstanden hatte ging ich selbst in den Schuldienst zurück und arbeitete an „meiner“ Förderschule (nur von einem Krankheitsjahr unterbrochen) bis zum Beginn der Freistellungsphase der Altersteilzeit im Februar dieses Jahres.

Inzwischen haben unsere vier Kinder längst  die eigene Schulzeit beendet und auch Ausbildung und Studium weitgehend erfolgreich abgeschlossen  – „weitgehend“, weil zwar mit dem jüngsten Sohn nun auch das letzte unserer Kinder die „primäre“ Ausbildung, sein Chemiestudium, sozusagen abgeschlossen hat, wenn er  in diesen Tagen seine Masterarbeit  verteidigen wird, der zweite Sohn aber an seine „primäre“ Ausbildung noch ein Studium  der Theologie angehängt hat und das wird er – so Gott will und wir leben – im Jahre 2013 beenden. Und natürlich werden wir  ihn (wie alle seine Geschwister zuvor)  mit regem Interesse bis dahin begleiten…

Dann aber wird unser erstes Enkelkind schon viel Neues im Kindergarten gelernt haben und lernen…

Und vermutlich ab dem Jahr 2015 beginnt  ein neues „Schulkapitel“…

Eben, „lebenslanges Lernen“ – mal ganz anders interpretiert…

Und, ja, man lernt nie aus!

Leere… 15. November, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Die letzten Tage waren irgendwie seltsam …

Keine Lust und keine Idee für einen Eintrag im Blog, nicht mal für einen klitzekleinen. Nichts, gar nichts. Mein Koopf wie leer, dabei gab und gibt es genug Themen, die mich interessieren, anregen, aufregen und die normalerweise hier ihren Niederschlag finden.

Ich sitze an der Zauberkiste, schaue in mein Postfach, stöber in der Bloggerwelt, lese hier und da, habe sogar den einen oderanderen Kommentar geschrieben,  aber gar keinen Drive, selber zu schreiben …   ein „angeschriebener“ Beitrag über Herbstgefühle schlummert in der Warteschleife und ist  schon gar nicht mehr aktuell. (Goldene Blätter, weiter Himmel und so…. )  Die Blätter liegen am Boden und der Himmel ist meistens einheitsgrau, nicht mal ein paar imponierende Wolken, allenfalls milchig-weiße Sonne als „stilbildendes Element“ da draußen… und ein Eichhörnchen, das uns ab und zu aufsucht und die Nüsse stibitzt, die ich ihm unter Blättern und Zweigen verstecke…

Ich bin aber nicht unglücklich über diesen Zustand, der eher etwas mit Entschleunigung und gelassenem Gleichmut zu tun hat als mit Herbstblues … und das ist eine gute Erfahrung!