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Eine spezielle Form des Dschihad… 16. November, 2010

Posted by Rika in islam.
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… erleiden in diesen Wochen Christen im Irak.

Dass der „heilige Krieg“ eigentlich nur ein Synonym für „Anstrengung“ sei und sich vor allem gegen die eigene Trägheit (der Begriff   „innerer Schweinehund“   ist hier wohl fehl am Platze…) richtet und für ein intensives Bemühen steht, die Werte und Wahrheiten des Koran im eigenen Leben umzusetzen, beschwören viele „moderate“ Islamprediger geradezu und wollen uns auch die wohlmeinenden, ungläubigen Sympatisanten der Religion des Friedens glaubhaft machen.

Wie leicht aber aus dem intensiven Bemühen um die   „inneren“  Werte und Wahrheiten des Koran buchstäblich Taten werden, die sich dann nicht mehr auf die eigenen „inneren Anstrengungen“, sprich, „Kriege“ mit sich selbst beziehen und sich vielmehr GEGEN den oder die ANDEREN richtet, erleiden Christen im Irak. Seit Wochen werden Christen gezielt attackiert, werden sie bedroht, angegriffen, ihre Häuser und ihre Existenz zerstört und werden Menschen sogar getötet.

Wie spon berichtet, hat in der vergangenen Nacht ein weiterer schwerer Angriff auf Christen stattgefunden:

Bagdad – Die Täter stürmten in der Nacht zum Dienstag das Haus in Mossul, in dem die christliche Familie lebt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa erschossen die Angreifen dabei drei Brüder, die Nachrichtenagentur DAPD schreibt von zwei Toten. Nach Angaben von Augenzeugen konnten die Täter fliehen. Die Agentur Sumeria News meldete, kurz darauf sei in einem anderen Viertel der Stadt ein Sprengsatz neben dem Haus einer christlichen Familie detoniert. Zwei Passanten seien durch die Explosion schwer verletzt worden.

Dschihad in seiner tiefsten und schrecklichsten Bedeutung:  KRIEG    –  gegen Menschen anderen Glaubens. 600000 Christen sollen NOCH im Irak leben, ein kleine Minderheit inmitten der „Un-Ungläubigen“, die zwar die Barmherzigkeit Allahs rühmen, sie aber selbst nicht zulassen, nicht für die Ungläubigen, nicht für die „Besitzer der Buches“, die doch eigentlich, so wird es immer wieder behauptet, dem speziellen Schutz des Propheten und seiner Anhänger unterstehen – wenn auch zu Konditionen, die schon im Goldenen Zeitalter (in Spanien)  durchaus der Nötigung und Erpressung gleichkamen.

Nein, ich will jetzt keine Vergleich zu christlichen Gräueltaten während der Kreuzzüge und in der nicht ganz so fernen Vergangenheit anstellen!

Es geht um das HEUTE, um unsere Gegenwart und auch Zukunft, um das JETZT, und auch um die Frage, wie Muslime sich generell das Zusammenleben mit Christen vorstellen, wenn Muslime NICHT in der Minderheit sind.

Ein kleiner Einschub sei mir erlaubt:

Am vergangenen Sonntag, eigentlich schon fast Montag, bei „Entweder Broder“ führte die Deutschland-Safari auch nach Duisburg-Marxloh und zu der prächigen Moschee, die man dort  errichtet und 2008 eingeweiht hat, u.a. auch mit Geldern der EU und der BRD. Hieß es noch während der Planungsphase, es sei eine „Begegnungsstätte“ geplant für Muslime und Ungläubige, es sollte ein Zentrum des interkulturellen Dialogs werden, so ist jetzt, nach Fertigstellung des Prachtbaus unter islamischen Hoheitszeichen nicht mehr die Rede von Offenheit und Dialog. Muslime sind unter sich – und das ist offensichtlich so gewollt – und die „ANDEREN“ sind unerwünscht.

Ist es das, was die „Anstrengung“ hervorbringt  – Ausgrenzung der einheimischen Ungläubigen hier in Deutschland und Vertreibung der einheimischen Ungläubigen im Irak?

Christen bilden im Irak eine Minderheit – obwohl sie das Land seit 2000 Jahren besiedeln. Noch eine halbe Million lebt dort, eine weitere halbe Million hat das Land bereits aus Angst vor weiteren Anschlägen verlassen haben. Mit dem Einmarsch der US-Truppen begannen auch die religiösen Auseinandersetzungen.

Es ist gut, dass sich Christen in der ganzen Welt mit ihren irakischen Brüdern und Schwestern solidarisieren, aber wäre es nicht auch an der Zeit, dass hier lebende Muslime, die alle Freiheiten einer modernen, demokratischen Gesellschaft erleben und selbstverständlich auch für sich in Anspruch nehmen, sich dafür stark machen, dass das Morden an Christen im Irak (und anderswo) endlich aufhört?

Und wäre es nicht dringend geboten, dass die Politiker, die sich hierzulande für Muslime stark machen, sich ebenso wortmächtig für die bedrohten Christen einsetzen?

Man kann doch nicht ewig die Kreuzzüge dafür heranziehen, das Unrecht, das Christen widerfährt, zu relativieren!

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Kommentare»

1. jgo8 - 17. November, 2010

Du sagst es!!

2. Chris - 18. November, 2010

Sehr richtige Aussage.
Richtig, man sollte hier lebende Muslime unterstützen. (Ich sage jetzt nicht bevorzugen.) Im gleichen Zuge sollte aber in anderen Ländern auch das Christentum anerkannt und toleriert werden.
Der Islam ist nicht das einzig Wahre, das muss aber aus den Köpfen vieler extremen Muslime (längst nicht alle) verschwinden. Andersrum muss aus den Köpfen der Andersgläubigen der Gedanke verschwinden, dass der Islam böse sei. Erst Extreme Islamisten bringen uns nämlich dazu.

3. Bernd Dahlenburg - 21. November, 2010

Man kann doch nicht ewig die Kreuzzüge dafür heranziehen, das Unrecht, das Christen widerfährt, zu relativieren!

Abgesehen davon, dass allen einigermaßen historisch kundigen Lesern auffallen müsste, dass die Kreuzzüge 400 Jahre nach der Eroberung „Palästinas“ durch die Muslime nicht Aktion, sondern Reaktion bedeuteten, auch wenn die Kreuzritter in Jerusalem wegen ihres schon damals pervertierten eingeimpften Antijudaismus auch alle Juden vor Ort umbrachten (schlimm genug und ein ganz dunkler Fleck auf der christlichen Geschichte!), muss man doch konstatieren, dass dem islamischen Eroberungsgedanken ein ekelhaft-inhärentes Axiom innewohnt:

Es geht (nicht nur) um die „Rückgewinnung“(?) religiös-historischer Stätten des „Ur-Islam“, sondern um deren Inanspruchnahme und Funktionalität als Ausgangsbasis für weitere Beutezüge im Namen des „letzten Propheten“.

Daniel Pipes hat in diesem Zusammenhang die perverse Widersprüchlichkeit des islamischen Anspruchs auf Jerusalem und die daraus folgende politische Forderung, um die es ja letztlich allen islamischen Herrschern geht, in einem hervorragenden Beitrag dokumentiert. Besser kann man es kaum bewerkstelligen.

Herbert Eiteneier hat das Stück vor einigen Jahren übersetzt.

Absolut lesenswert. Und sehr informativ, sowohl was die theologischen als auch die politischen Aspekte betrifft!

http://de.danielpipes.org/93/der-moslemische-anspruch-auf-jerusalem

Beste Grüße
Bernd

4. Joachim - 22. November, 2010

Der christliche Glaube ist ein schwieriger Weg. Wer schnellere Lösungen bevorzugt, fällt schnell auf eine der vielen totalitären Versuchungen herein.

Gott gebe uns immer klare Gedanken!

Ich bete für die Christen im Irak und Ägypten oder auch Nordkorea – dabei bin ich garnicht besonders fromm, aber bei diesen Nachrichten kann man nur noch beten oder Amoklaufen, dann lieber beten.

5. Rika - 22. November, 2010

@ Bernd,
„Abgesehen davon, dass allen einigermaßen historisch kundigen Lesern auffallen müsste, dass die Kreuzzüge 400 Jahre nach der Eroberung „Palästinas“ durch die Muslime nicht Aktion, sondern Reaktion bedeuteten, auch wenn die Kreuzritter in Jerusalem wegen ihres…“

Natürlich müsste das allen einigermaßen Kundigen auffallen, ich denke, es geht für die „Kreuzzuginterpreten“ aber weniger um die religiösen Gründe, als vielmehr um die Abwehr „imperialen Verhaltens“ seitens der europäischen Kreuzzügler im arabischen Raum.
Da Araber (mehrheitlich Moslems) aber im Nahen Osten beheimatet sind, müssen alle „Invasoren“, die, aus welchen Gründen auch immer, im Land „streiten“, die Übeltäter sein. So meine spontane und etwas einfach gestrickte Erklärung für das ansonsten unverständliche Argumentieren derjenigen, die in den christlichen Kreuzügler das Böse ausmachen, vor der gewaltsamen „islamischen Missionierung“ ehedem christlicher Gemeinden im Nahen Osten und in Nordafrike doch allzu gerne die Augen verschließen, von der heutigen Bedrohungslage durch islamische Terroristen ganz abgesehen (habe gerade beim Bügeln D-radio gehört und eine mittelschwere Krise bekommen ob der Argumente mancher Anrufer…) …

Danke für Deine Hinweise und Deinen Link.
Wir können nichts anderes tun als immer wieder auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, auch wenn das eine oft genug vergeblich scheinende Aufklärungsarbeit zu sein scheint.

Danke für Deinen Einsatz!


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