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Religionsfreiheit, ein seltenes Gut… 18. November, 2010

Posted by Rika in aktuell, islam.
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Während man im europäischen Abendland die Religionsfreiheit schon bedroht sieht, wenn – wie beispielsweise in der Schweiz – dem Bau von Minaretten ein Riegel vorgeschoben wird und darum eine laute und heftige Debatte in Medien und Parlamenten ausbricht, von neuem Rassismus gar die Rede ist, scheint  in mehrheitlich muslimischen Ländern der Begriff „Religionsfeiheit“ eher dahingehend interpretiert und ihm auch per Gesetzt Geltung verschafft zu werden, dass ein islamisch dominiertes  Land frei von anderen Religionen zu sein habe.

Die Bürger der von solchermaßen „Religionsfreiheit“  betroffenen Länder sind selbstverständlich auch gehalten, ihr eigenes Leben frei von anderen Religionen zu führen, sprich, ihnen ist es nicht erlaubt, sich mit anderen Religionen außer dem Islam zu befassen, schon gar nicht mit der Religion der Christen, die doch auch zu den „Besitzern des Buches“ gehören.

Während es im europäischen Abendland durchaus möglich ist, seine Religionszugehörigkeit zu wechseln wie die Unterwäsche und man dabei  –   außer dem   möglichen, verbal geäußerten   Missfallen seiner Kirche  –  keinerlei  Unbill zu erwarten hat, riskiert man im islamisch geprägten Religions- und Kulturkreis den Tod, wenn man sich von Allah ab- und dem Gott der Christen zuwendet. (Es soll allerdings auch schon in Europa  Fälle von Todesandrohungen für vom Islam zum Christentum konvertierte Gläubige durch die muslimischen Brüder  gegeben haben und geben.   Allein das sollte auch  den naivsten Allah-ist-Gott-und-Gott-ist-Allah-Interpreten zu denken geben!)

Seltsam aber ist, dass der Bedrohung der Christen in muslimischen Ländern und erst recht der Bedrohung der vom Islam konvertierten Christen durch ihre vormaligen Glaubensgenossen, hierzulande gern mit dem Argument begegnet wird, Christen müssten den islamischen Kulturkreis „respektieren“,  Konversion könne ja nur eine Folge von „unerlaubter“ und darüberhinaus auch ungerechtfertigter Mission sein.   Christliche Mission sei – so  die Grundhaltung, auf der diese Argumentation beruht- das Grundübel schlechthin, das die Christen über die Welt gebracht haben und darum seien die mit dem Tode bedrohten Christen doch mehr oder weniger selber schuld.

Die freie Religionsausübung gilt demzufolge nur für Muslime in christlichen Ländern und Christen haben in muslimischen/islamischen  Ländern schlicht und einfach nichts zu suchen!

Wer sich nicht an diese Regel hält, muss sich nicht wundern, wenn ihm in nichtchristlichen (islamischen)  Ländern aus seinem Glauben buchstäblich der Strick gedreht wird.

Für einen Mann in Afghanistan ist dies die bittere Wirklichkeit:

die persönliche Wahl der Religion oder ein Religionswechsel wird muslimischen Afghanen verwehrt. Der Islam ist Staatsreligion. Obwohl in der Verfassung Religionsfreiheit garantiert wird, ist verboten, was „im Widerspruch zu den Überzeugungen und Vorschriften der heiligen Religion des Islam steht“. Die islamische Rechtsprechung sieht für den „Abfall vom Islam“ (Apostasie) die Todesstrafe vor.

Er hat die Religion des Friedens und der Barmherzigkeit verlassen und sich dem Evangelium von Jesus Christus und damit dem Christentum zugewandt und soll dafür nun sein Leben verlieren.

Der Bericht über den Unglückseligen kann hier nachgelesen werden.

Dem Gebetsaufruf für Said Musa schließe ich mich ausdrücklich an.

Und weil es so „schön“ zeitlich und thematisch „passt“:

Ich hoffe, dass dieses   Plädoyer für Religionsfreiheit (hier in Deutschland und anderswo) nicht nur Parteitagsgesäusel und vorgezogener Wahlkampf ist!

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Kommentare»

1. Bernd Dahlenburg - 19. November, 2010

Liebe Rika,

da ist dir wieder ein ganz hervorragender Beitrag gelungen.

Vom Inhalt abgesehen: du schreibst auch sehr flüssig – und so, dass man gerne weiterliest.

Diese (deine) Bemerkung wäre eigentlich auch einen eigenen Beitrag wert:

Die freie Religionsausübung gilt demzufolge nur für Muslime in christlichen Län-dern..[…])

…weil sie einen Rückschluss auf die hiesige gesellschaftspolitische Verfasstheit impliziert.

Einen eigenen Beitrag wert insbesondere deshalb, weil der Verweis der Linken und Grünen (auch mancher Konservativer in Reihen der FDP und CDU), das Grundrecht auf Religionsfreiheit schließe jegliche Kritik an (religiösen) Minderheiten hier aus, so instrumentalisiert wird, als gäbe es keine Minderheiten, die die Mehrheit nicht terrorisieren würden (hat Broder vor kurze schön formuliert).

Verfassungsterroristen sozusagen, die qua Mehrheitsmeinung sakrosankt bleiben dürfen.

In Wahrheit ist es aber so, dass die deutschen und europäischen islamischen Verbände, die eng mit der OIC (Organisation Islamischer Staaten) verbandelt sind, jegliche Kritik am Islam als „Menschenrechtsverletzung“ ansehen.

Leider kamen sie damit (spätestens) bei der Durban II- Konferenz durch (als Obama nachträglich doch noch einknickte) – auch vorher schon, als der britische Historiker David Littman während einer Konferenz des UN-„Menschenrechtsrates“ niedergemacht wurde.

Ich hatte das (neben anderen Artikeln zu Durban I und II; wie auch Lizas Welt, Heplev u.a.) angesprochen und dokumentiert (will keine Eigenwerbung machen, wirklich nicht).

Der Fall „Littman“ hat sich bis heute aber kaum herumgesprochen. Deshalb hier nur dieser eine sehr wichtige Link dazu:

http://castollux.blogspot.com/2009/12/das-littman-syndrom.html

Eigentlich hatte auch Carlo Schmid schon 1948 die richtigen Worte für antidemokratische Bewegungen gefunden, die unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat mittels dessen verfas-sungsrechtlicher Axiome versuchen aus den Angeln zu heben.

Er formulierte damals zwei epochale Sätze:

„Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft…

Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”

Wenn jeder aufrichtig (irrende) Demokrat und „Friedensfreund“ sich diesen Satz Schmids (SPD!) ab und zu ins Gedächtnis rufen würde, wäre für die politische Hygiene Deutschlands und Europas schon eine Menge getan.

Fazit: Parteien, die Carlo Schmids Postulat tatsächlich in die Tat umsetzen könnten, muss man heute mit der Lupe suchen. Auch in meiner CSU schaltet man mittlerweile fast schon auf Blindflug, auch wenn ich natürlich sehr froh bin, in Bayern geboren zu sein und dort zu leben. Das ist fast schon ein Privileg….

Herzliche Grüße
Und ein schönes Wochenende
Bernd

—————-
P.S.: Nochmals vielen Dank für deine private Zuschrift.

2. markus - 20. November, 2010

Ich schließe mich dem Lob meines Vorredners an.
Du hast das sehr gut auf den Punkt gebracht. 🙂

3. Bernd Dahlenburg - 21. November, 2010

@Markus

einer ist ja schließlich für die Laudatio zuständig 😉

————–
P.S.: freut mich übrigens, dass du ab und zu bei meinen Blogs (besonders bei (HonestReporting Medien Backspin) vorbeischaust!

Wir sind der einzige Blog europaweit, der pro-israelische medienkritische Beiträge aus englischsprachigen Zeitungen übersetzt (Über Medien BackSpin).

Nachtrag:

Mittlerweile gibt es auch Jihad Watch in Deutsch.

Kompliment an den Betreiber. Vielicht könnte er zukünftig aber noch ein wenig sachlicher werden ;-)))

http://fredalanmedforth.blogspot.com/2010/11/hamastan-hexenjagd-aktuell.html

Beste Grüße
an dich und Rika
Bernd

4. Rika - 22. November, 2010

Danke Euch für das Lob! 🙂

Ich war in den letzten zwei Tagen sehr mit Familie beschäftigt, deshalb erst jetzt meine Antwort!

Bernd,
Deinen erweiterten „Ansatz“ im ersten Kommentar finde ich sehr bedenkenswert!

Und „kolHakavod“ für Deine Arbeit bei und für HonestReporting Medien Backspin!

Es gleicht der berühmten Sisyphos-arbeit, immer wieder neu gegen die trägen und fehl informierenden Medien anzuschreiben…
DANKE, dass Du das immer wieder tust!

5. Wolfram - 29. November, 2010

Die freie Religionsausübung gilt demzufolge nur für Muslime in christlichen Ländern und Christen haben in muslimischen/islamischen Ländern schlicht und einfach nichts zu suchen!

Äh, o stimmt das ja nun auch nicht:
Die freie Religionsausübung gilt für Gläubige aller Religionen in westlich-aufgeklärt-säkularisierten Ländern. Auch in der Türkei, jedenfalls dem Gesetz nach.. in islamisch geprägten Staaten allerdings nicht.

Zunächst einmal sind die europäischen Länder ausnahmslos keine „christlichen Länder“, da darf man sich nichts vormachen. Zwar gehören oft noch die Mehrheit der Einwohner irgend einer christlichen Kirche an oder nennen sich bei Umfragen christlich, aber das ist Etikettenschwindel, weil sie nicht praktizieren, kein Glaubensleben haben. Die europäischen Länder sind keine christlichen Länder, sie sind vielleicht kulturell christlich geprägt – das ist alles. „Christliche Länder“ pflegen meist übrigens auch keine Religionsfreiheit – und dazu beschränken sie die Ansicht dessen, was „christlich“ ist, meist auf eine einzige christliche Konfession…
Aber die Argumentation „wir dürfen bei denen nicht, also dürfen die bei uns nicht“ kann auch deshalb nicht ziehen, weil wir uns damit auf die Stufe der voraufgeklärten absolutistischen Staaten begeben würden. Frag mal die Protestanten in Frankreich oder Österreich, was ihre Vorfahren mit dem Prinzip Staatsreligion so ausbaden durften… und manche Leute warten eigentlich nur darauf, im Namen der Gleichbehandlung sämtliche religiöse Betätigung zu verbieten, Laizismus als Staatsreligion gewissermaßen.

6. Bea - 5. Dezember, 2010

In der Schweiz gabs im Mai 2008 in Bern eine Kundgebung für 200 Millionen verfolgte Christen. 2009 wurde die Zahle mit 250 Millionen angegeben.Im Oktober 2009 gab ein Bischof aus dem Sudan über Radio Vatikan bekannt Muslime kreuzigen Christen. Mit dem Minarettverbot haben wir gesagt bis hierher und nicht weiter,denn wir wollen den politischen Islam nicht. Mitlerweilen haben die Muslime gemerkt das der Europäische Gerichtshof einen Beschluss des Schweizersouverän nicht auflösen kann (was deren Präsident bereits am 4.12. 2009 sagte) und wollen nun eine Initiative starten zur Auflösung des Verbots.Dies ist eine inakzetable Zwängerei und der Beweis das der Islam uns mit allen Mitteln aufgezwungen werden soll. Der Islam wird Europa erretten Video ( Internet Suche eingeben und ansehen) zeigt klar wie weit die Islamisierung Europas fortgeschritten ist,das dies tatsächlich das Ziel des Islams ist! Die Schweiz die sagte sie wolle den Islam nicht ( ich nehme an damit ist das Minarettverbot gemeint) soll mit dem Schwert bekehrt werden.Die lage ist ernst.


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