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Im Land der Winterhexe… 29. Dezember, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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… Janis waren gestern der Liebste und die beiden „Kleinen“ aus dem Hause Rika, jedenfalls schien es mir so als ich heute Morgen die Bilder anschaute, die sie unterwegs gemacht hatten …

….  verwunschene Gestalten …

….   im  Zauberwald …

… und  Winterwunderland!

Doch was anmutet wie  eine  Landschaft aus den Chroniken von Narnia, ist die unmittelbare Umgebung  des  der Norddeutschen liebsten „Hausbergs“ im Harz, aber eben nicht „der Hausberg“ in Bad Lauterberg, sondern „der Berg“ Norddeutschlands  schlechthin, der BROCKEN, sommers wie winters von eigenartigem Reiz …

Eine zünftige Wanderung auf den Brocken gehört zu einem richtigen Winter einfach dazu! Und so machte sich die Familie gestern früh auf den Weg. Bis „Torfhaus“ ging es mit dem Auto und von da aus weiter zu Fuß durch die wunderbarste Winterlandschaft, die man sich nur denken kann. Auch wenn ich  nicht dabei, kann ich mir doch mühelos vorstellen, wie es den Dreien ergangen ist, habe ich diese Wanderung doch selbst schon unternommen…

Vor einigen Jahren sind wir mit Freunden  an Silvester  von Torfhaus aus zum Brocken und zurück  gewandert … damals passten mir die wintertauglichen Wanderschuhe noch relativ gut, aber auch damals schon machten mir die Füße Probleme… aber das ist ein anderes Thema …

Auch wir wanderten  von Torfhaus hinauf auf den Brocken… auf den Spuren Goethes …  durch den Wald zunächst,

an noch plätschernden Bächen und  an den zum Teil schon zugefrorenen  Kanälen entlang, die in früheren Jahrhunderten von den Bergleuten angelegt worden waren, um u.a. die Wasserkunst in den Bergwerken zu betreiben…

am Graben entlang …

und …

nach einer kleinen Pause

immer stetig dem Ziel entgegen!


Und natürlich begegnet man früher oder später auf dem Weg auch der berühmten Brockenbahn, die zum System der Harzquerbahn gehört und von Wernigerode über  Schierke hinauf auf den Brocken fährt…

… die alten Dampfloks haben ganz augenscheinlich überhaupt kein Problem mit Schnee und Kälte…

… und vermutlich werden auch genug Streckenarbeiter eingesetzt, die die Weichen funktionsfähig halten…

„Bahnhof“ Brocken

Es ist allerdings auch ein ziemlich  teures Vergnügen mit der alten Bahn zu fahren, wobei der Akzent je nach Gemütslage auf „teuer“ oder „Vergnügen“ liegen mag… ich jedenfalls war recht vergnügt und habe es (im Sommer vor zwei Jahren)  sehr, sehr  genossen, mit höllisch schmerzenden Füssen nicht mehr vom Brocken hinab  bis Schierke  laufen zu müssen – teuer hin oder her!

Der Brocken ist ein launischer Berg!

Nicht immer zeigt er sich in strahlendem Sonnenschein…

…und ermöglicht einen Blick fast bis Hamburg, zumindest aber bis knapp  Hannover und Umgebung…

Nach ausgiebiger Rast und kleiner Stärkung geht es  im schon weichen Licht der Spätnachmittagssonne zurück zur Ausgangsstations …

Meine „Drei“ sind gestern ganz erfüllt von den wunderbaren Eindrücken und heil und munter wieder hier gelandet…

und waren nach ein / zwei Saunagängen wieder völlig fit.

Das war mir bei unserer Silvesterwanderung irgendwie doch anders ergangen… ich hatte ziemlich gefroren auf dem Rückweg (zwar mit Skijacke mollig warm bis zu den Oberschenkeln bekleidet, aber dummerweise nur in Jeans und Skisocken und OHNE lange Skiunterhose bis zu den Füßen…), so dass selbst ein heißes Bad zu Hause das Frösteln und Frieren nicht lindern konnte. Außerdem war ich ziemlich müde, wohlig müde, und  legte ich mich deshalb  „nur kurz“ ins Bett, um vor der Silvesterfeier noch ein bisschen zu ruhen… und mochte auch nicht aufstehen, um zu den Freunden zu fahren… nur noch schlafen!

Ich wurde erst wieder wach, als der Liebste mit einem Glas Sekt in der Hand neben meinem Bett stand, um mit mir auf das neue Jahr anzustoßen!

Er war extra etwas früher bei den Freunden  losgefahren…

Das ging mir wieder durch den Kopf als ich die Bilder heute anschaute…

Und falls ich nicht mehr dazu kommen sollte, hier rechtzeitig zum Jahreswechsel zu schreiben (man kann ja nie wissen), wünsche ich allen einen …

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GUTEN RUTSCH … !

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„Nicht „Islamophobie“ ist der Antisemitismus von heute“ 28. Dezember, 2010

Posted by Rika in islam, judentum, meine persönliche presseschau.
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schreibt Richard Herzinger in einem bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel:

Europa lässt sich von Judenhassern täuschen“ bei Welt Online.

Bemerkenswert ist dieser Beitrag deshalb, weil ein Artikel, der sich mit diesem Thema beschäftigt a) überhaupt publiziert wird und b) in seltener Offenheit ein Phänomen anspricht, das alle diejenigen auf die Straßen und Plätze treiben müsste, die  riesengroße Schilder, wie  „Wehret den Anfängen“ oder „Das darf sich niemals wiederholen“ vor sich hertragen, an den entsprechenden Gedenktagen die von Betroffenheit triefenden Reden halten und sich gern mit großen Kränzen an den Mahnmalen ablichten lassen, geläuterte Deutsche und gute Demokraten allesamt.

Die Berichte aus den Niederlanden, wo sich Juden, die – etwa weil sie eine Kippa tragen –, als solche zu erkennen sind, in der Metropole Amsterdam kaum noch auf die Straße trauen und jüdische Gottesdienste zum Teil nicht mehr in der Synagoge, sondern in unauffälligeren Privathäusern abgehalten werden, um Angriffen arabisch- und türkischstämmiger Jugendlicher zu entgehen, haben es auf keine Titelseite einer deutschen Zeitung und nicht unter die Topmeldungen der

Unsere Politiker und Medienleute  stellen sich mutig an die Seite der neuen, vom „neuen Antismitismus“ betroffenen Opfer und distanzieren sich lauthals und öffentlichkeitswirksam von Islamkritikern, die sie gerne in die Ecke der Rassisten und Islamophoben stellen, ohne genauer zu beschreiben, was und wen sie konkret damit eigentlich meinen.

Geflissentlich übersehen die Schützer der „neuen Opfer“ die Tatsache, dass die „neuen Opfer“ gewaltsam gegen die „alten Opfer“ des Antisemitismus vorgehen. Gegen die, meiner Meinung nach,  einzigen Opfer eines latent immer schon vorhandenen und nun neuerlich und virulent aufblühenden Antisemitismus in Deutschland und Europa.

An den jüdischen Bürgern europäischer Länder reagieren junge Muslime ihre Gewaltphantasien gegen den verhassten „Zionismus“ ab, die von arabischer, türkischer und iranischer Propaganda oder Satellitensender oder durch islamistische Propagandisten vor Ort verstärkt werden. Der „traditionelle“ rechtsextreme Antisemitismus, der als Bodensatz in ganz Europa präsent, durch seine unmittelbare Nähe zum Nationalsozialismus jedoch gesellschaftlich verpönt ist, hat damit einen unverhofften Zuwachs erfahren.

Antisemitismus richtete sich damals  und richtet sich heute wieder ausschließlich gegen JUDEN.

Antijüdischen Aggressionen geben sich heute mit dem Vorwand, auf der Seite vermeintlich hilfloser Opfer des „Zionismus“ zu stehen, einen Tarnanstrich, von dem sich große Teile der europäischen Öffentlichkeit offenbar nur zu gerne täuschen lassen. Dass sich „antizionistische“ Judenhasser gerade in skandinavischen Ländern wie Schweden und Norwegen ermutigt fühlen, ist kein Zufall.

Wer aufmerksam „unsere“ Zeitungen und dort vor allem die Kommentare sowohl der Journalisten als auch der Leser liest, muss aber einsehen, dass in Deutschland ähnliche Tendenzen zunehmend Gewicht bekommen, wie sie in den skandinavischen Ländern schon seit Längerem vorherrschen:

Die Dämonisierung Israels zum Alleinschuldigen am Nahostkonflikt ist seit vielen Jahren gerade dort bis zu den höchsten Ebenen der Politik gang und gäbe. Doch selbst noch, als bekannt wurde, dass Lehrer in norwegischen Schulen aus Angst vor den Aggressionen muslimischer Schüler bereits darauf verzichten, im Unterricht den Holocaust anzusprechen, bestritt Norwegens Bildungsministerin kategorisch jeden Zusammenhang zwischen „Israelkritik“ und Antisemitismus.

Wer daher heutzutage behauptet, Türken und Muslime seien Opfer antisemitischer Ideen und Handlungen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, den Holocaust zu relativieren, wenn nicht gar zu negieren.

Dabei müsste inzwischen jedem verantwortlichen europäischen Politiker aufgefallen sein, dass die rituelle Anprangerung Israels zum Einfallstor für die Gewöhnung an einen auf Vernichtung abzielenden Judenhass geworden ist. Schon einmal, im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts, verdichtete sich im Antisemitismus wie in einem Brennglas all jene antimodernen, antidemokratischen und antiemanzipatorischen Ressentiments, die Europa schließlich in die Selbstzerstörung trieben.

Fremdenfeindlichkeit, ja,  Fremdenhass mit Antisemitismus gleichzusetzen ist – wenn ich Richard Herzinger richtig verstehe – nicht nur absolut unzulässig, auch wenn es viele „erlauchte akademische Geister“ gibt, die genau das suggerieren, es ist das Spiel mit einem gefährlichen Feuer, in dem in letzter Konsequenz unsere Freiheit untergehen wird:

Der Antisemitismus aber reicht weit über diese Art von Aversion gegen „das Andere“ hinaus. Er ist eine projektive Verschwörungstheorie über geheime Drahtzieher, die für alles Unglück dieser Welt verantwortlich gemacht werden – und er lässt nicht dadurch nach, dass auf dem gesamten Planeten gerade einmal 14 Millionen Juden übrig geblieben sind. Denn als Antithese zum Aufbruch in die weltliche Moderne, der einst von Europa ausging, nagt er weiter am Kern europäischer aufklärerischer Identität. Nicht „Islamophobie“ ist der Antisemitismus des 21. Jahrhunderts, sondern – der Antisemitismus.

Hervorhebung von mir.

Es mag sarkastisch sein und entsetzlich zynisch klingen, aber es ist eher meiner Ohnmacht geschuldet, wenn ich sage: Wenn wir uns schon nicht der Juden und ihrer sicheren Existenz hier und überall auf der Welt wegen gegen den neuen, alten Antisemitismus zur Wehr setzen, sollten wir es doch wenigstens  um unser aller Wohl und Wehe wegen tun.

Der Weihnachtsbaum… 27. Dezember, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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… hat in diesem Jahr keinerlei Diskussionen, wohl aber ein paar Kommentare  der Art: „Wenn ich so einen Baum gekauft hätte…“ ausgelöst.

Irgendwie hatten wir den richtigen Zeitpunkt zum Kauf des perfekten Baumes verpasst.

Ein perfekter Baum ist hoch gewachsen mit einem kerzengeraden Stamm und zahlreichen, wohl ausgerichteten, kerzentauglichen Zweigen, die sich zur Baumspitze hin verjüngen und so angeordnet sind, dass mindestens 20 Kerzen gefahrlos gleichzeitig brennen können. Der perfekte Baum hat weder schon vor dem Transport geknickte Zweige, noch die Tendenz, bereits beim Aufstellen das Rieseln des Schnees durch seine Nadeln nachzuempfinden. Der perfekte Baum verbreitet Weihnachstsbaumduft im ganzen Haus und ist von Natur aus so schön, dass sich eigentlich der Schmuck erübrigt. Der perfekte Baum löst weder Ehekrisen noch Nervenzusammenbrüche aus, er ist ein Sinnbild für Harmonie und Glückseligkeit.

Leider gibt es den perfekten Baum äußerst selten und leider hatten WIR noch nie das Vergnügen diesem Wunderbaum zu begegnen, geschweige denn, ihn auch zu erstehen und in unserem bescheidenen Wohnzimmer zu beherbergen.

Das führte demzufolge in den vergangenen Jahren zu zahlreichen Diskussionen, Anfragen, ehelichen Verstimmungen und bei mir zu mittelschweren bis schweren Nervenzusammenbrüchen.

In diesem Jahr war alles anders.

Wie gesagt, wir hatten den perfekten Termin für den perfekten Baum verpasst. Und als ich mich mit meinem jüngsten Sohn am vorvorletzten Tag des hiesigen Weihnachtsbaummarktes auf die Suche nach dem, wenn schon nicht perfekten, so doch wenigstens zweitschönsten Baum machte, mussten wir feststellen, dass die Klassifizierung in „schön, schöner am schönsten“ schon lange vorbei war. Es gab nur noch nicht zu klassifizierende Weihnachtsbäume, die unserem Ideal von einem möglichst perfekten Baum in keinster Weise entsprachen, ja,  nicht mal in die Kategorie  „wenigstens annehmbar“ fielen. Dumm, wirklich ganz dumm gelaufen oder um es mit Gorbatschow zu sagen: „Wer zu spät kommt, hat echt das Nachsehen!“

Doch was sollten wir tun?

Wollten wir am Heiligen Abend nicht vor der blanken Festerscheibe sitzen (unsere Weihnachtsbaum steht IMMER vor dem Fenster), mussten wir einfach den einen der ca 13 hässlichen vorhanden Bäume nehmen, der noch am ehesten weihnachtsbaumtauglich schien.

Das Bäumchen wurde eingetütet, bezahlt, auf den Schlitten gebunden, nach Hause transportiert und dort erst einmal im Fahrradhäuschen zwischengelagert. Vorsorglich hatten wir der versammelten Familie schon berichtet, dass es in diesem Jahr leider wieder nichts mit dem perfekten Baum geworden war, in der Hoffnung, dass der befürchtete Spott ausbleiben würde.

Doch als am Donnerstag das Bäumchen ins Haus geholt und in einem dieser modernen, sich selbst regulierenden Weihnachtsbaumständer einen sicheren, wenn auch nicht geraden Stand gefunden hatte, ließ ein klitzekleiner, leiser Spott nicht lange auf sich warten. Und er hatte ja recht, der Spötter. Denn das Bäumchen hätte nie und nimmer, niemals, niemals  Gnade vor meinen Augen gefunden, wenn der liebste Gatte ihn beim Weihnachtsbaumbauern unseres Dorfes erstanden (nicht als Notkauf, selbstverständlich!!!) und nach Hause gebracht hätte. Nun, ja, mit dem Spott konnte ich dann doch gut leben, denn all die anderen betrüblichen Begleiterscheinungen früherer Weihnachtsbaumdebatten blieben einfach aus. Kein Nervenzusammenbruch (den hätte ich ja beinahe  schon beim Kauf erlitten als ich die Auswahl an „perfekten“ Weihnachtsbäumen erblickte…), keine Diskussionen, keine ehelichen Stimmungsschwankungen, nichts dergleichen!

Stattdessen Einigkeit und Harmonie pur: „Kein schöner Baum, kein großer Baum!  Wir werden ihn auf eine Kiste stellen und mit Liebe schmücken!“

Das übernahmen die beiden Söhne, die schon im Hause weilten!

Es beginnt mit der Arbeit an den Kerzenhaltern, denn die  sind zwar sehr schön, aber leider völlig unpraktisch…

…  weil sie für herkömmliche Christbaumkerzen absolut ungeeignet (weil zu weit) und passende Kerzen nicht so leicht erhältlich  sind. Das stellte sich aber erst nach dem Kauf (vor etlichen Jahren) heraus. Sie müssen daher jedes Jahr wieder neu präpariert werden.

Nach verschiedenen Versuchen, Kerzen wackelfrei in den Haltern zu befestigen, haben wir im Laufe der Zeit die folgende Methode entwickelt: Die Kerzen werden unten mit Alufolie umwickelt und so in die Halter gesteckt. Meistens lassen sich 5 – 6 mal neue Kerzen einstecken, bevor der „Folienadapter“ erneuert werden muss…

Das ist leider eine etwas zeitraubende Arbeit.

Danach beginnt das eigentliche Schmücken…

 

Und als er dann so dastand, unser Weihnachtsbaum, leicht gebeugt, ein wenig zerzaust und mit einigen hängenden Zweiglein, doch  mit duftenden Bienenwachskerzen festlich besteckt, mit Stroh- und Holzsternen, roten Kugeln und einigen Figürchen (für den Enkel) behangen und von einem großen Strohstern gekrönt, kam doch das richtige Weihnachtsbaumgefühl auf.

 

Oh, Tannenbaum, oh, Tannenbaum…

Und er duftet, duftet nach Tannen, Wald und Sommer, Weihnachten und Kindheitserinnerungen…

 

 

 

So machen wir das jetzt immer, habe ich mir gedacht.

Kein Stress mehr mit der Suche nach dem perfekten Baum… den gibt es ohnehin nur in meiner seligen Weihnachtsbaumsehnsucht…

„Vom Himmel hoch … 24. Dezember, 2010

Posted by Rika in aktuell, familie.
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… da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär, der guten Mär bring ich so viel, davon ich singen und sagen will!“

Die gute „Mär“ liest sich bei Lukas so:

„Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids!“

Lukas 2, 10 und 11

Ich wünsche allen Menschen eine frohe und schöne Zeit!

GESEGNETE WEIHNACHTEN!

Bescherung: „Mekka“ zum Fest der Christen… 20. Dezember, 2010

Posted by Rika in islam, meine persönliche presseschau.
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Das ist eine wirklich großartige Aktion des Spiegel:

Rechtzeitig zum Christfest überrascht er seine Leserschaft mit einem großartigen Titelbild samt Bericht über die heiligste Stadt der Muslime.

Klasse!

Immerhin muss man als armer Christenmensch noch dankbar dafür sein, dass er nicht, wie in früheren Jahren, in einem sarkastisch-beleidigenden Artikel gegen Gott und Jesus, das Christentum, seine offiziellen Vertreter und die vielen Gläubigen zufelde zieht.

Man könnte es aber auch so lesen:

Weihnachten als christliches Fest zur Erinnerung und Vergegenwärtigung der Geburt Jesu wird schlicht ignoriert.

Damit kommt man auch den vielen Millionen Nichtchristen in diesem Land entgegen, für die die Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus ohnehin vor allem eine Zumutung ist.

Muss es aber ausgerechnet Mekka und der Islam sein mit dem sich die (christliche) Leserschaft in den Tagen vor dem Fest beschäftigt? Oder sind die Redakteure davon ausgegangen, dass die Christen ohnehin wenig Zeit und Muße haben, bei all den Vorbereitungen für das Weihnachstfest auch noch den Spiegel zu lesen und haben deshalb beschlossen, in erster Linie ihrem Bildungsauftrag zu entsprechen und all denen, die mit Christsein ohnehin nichts am Hut haben, interessante Informationen zum Islam zu servieren, die, nach einem ersten und schnellen Überlesen, u.a. auch die Botschaft unters wissbegierige und friedenliebende Volk bringen, dass der Islam vor einer großartigen Erneuerung stehe, denn die Saudis, als Wächter über die Heiligtümer, wollen Mekka gründlich modernisieren  –   und,  ja, Schriftverständnis des Koran soll dabei nicht völlig ausgeschlossen sein…. (Wer’s denn glaubt, mag damit selig werden…)

Ich habe jetzt aber weder Zeit noch Lust, mich intensiver mit dem Spiegel, dem Islam oder dem Ignorieren des Weihnachtsfestes zu befassen.

Ich muss mich jetzt wieder an meine Vorbereitungen fürs CHRISTFEST machen, sollte ich den Artikel doch noch gründlicher gelesen und dabei neue Erkenntnisse gewonnen haben, werden ich darüber berichten.

Bis dahin wünsche ich allen, die hier lesen und die es betrifft, eine stressfreie, schöne und gesegnete

WEIHNACHTSWOCHE !!!

Seltsame Erscheinung in kalter Winternacht… 18. Dezember, 2010

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Spät sind wir zu Bett gegangen, mein Liebster und ich … lange konnte ich nicht einschlafen … tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf und vermischten sich mit traumähnlichen Empfindungen …

Da, plötzlich, ein merkwürdiges, scharrendes, knirschendes Geräusch. Traum, Wirklichkeit? Ich bin wach, hellwach! Das Geräusch nimmt an Intensität zu, wird dann wieder schwächer. Was, um Himmels Willen ist da draußen los, mitten in der Nacht? Die Uhr zeigt 2.58 h!  Ich stehe auf, linse durchs Fenster, sehe einen Schatten im Hof, aber keine reale Person. Doch ein Traum? Müde lege ich mich wieder ins Bett. Es scharrt und knirscht aber immer weiter, unten vor meinem Fenster.

Schließlich stehe ich wieder auf …  gehe die Treppe hinunter …  öffne die Haustür  …  sehe eine Person mit Schneeschieber bewaffnet emsig arbeiten … erkenne unseren netten Nachbarn aus dem zweiten Haus.

Er schiebt den Schnee, der vor den Garagen liegt, bis an den Straßenrand.

Mitten in der Nacht!

Ich spreche ihn nicht an – er könnte sich ja erschrecken –  schließe die Haustür, wanke die Treppe hinauf und krieche wieder in mein Bett.

„Senile Bettflucht“,  konstatiert mein Liebster trocken. Wir schließen das Fenster, das Geräusch ist jetzt fast gar nicht mehr zu hören… weiterschlafen!

Gleich  werde ich bei dem  netten Nachbarn klingeln und ihn  bitten, seine nächtlichen Aktivitäten andernorts zu betreiben, ich schlafe nämlich schlecht. Das liegt am Alter!

Aber der Zeitungsbote hat sich heute bestimmt über den blank geräumten Hof gefreut…

Herr Volker Beck mal wieder… 17. Dezember, 2010

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Der Herr Beck wird seinem Ruf als „ChristenReligionsQuerulant“ wieder einmal gerecht.

Er hat laut spon seine Bedenken gegen eine mögliche Rede des Papstes vor dem Parlament geäußert:

Es gebe in der Frage „kein Einvernehmen“ mit seiner Fraktion, sagte Geschäftsführer Beck. „Im Sinne der religiösen Vielfalt“ stelle sich die Frage, welche anderen Religionsgemeinschaften eingeladen werden müssten, vor dem Parlament zu sprechen.

Über diese drängende Frage spekuliert „christianhannover“ in unnachahmlicher Weise  auf dem Blog der „Freunde der offenen Gesellschaft„.

So kann ich mir getrost einen eigenen Kommentar zu Herrn Beck und den Grünen und   seinen Freunden der „Grünen“ ersparen…

Leere… 15. Dezember, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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… und Aufbruch

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Seltsam  wehmütig der Anblick des leer geräumten Zimmers in der wunderschönen Leipziger Wohnung.

Der Blick aus dem Fenster in den verschneiten Hof…

…  ein letztes Mal für uns, die Eltern … und auch ein Abschied für den Jüngsten, der in Zukunft „nur“ noch Gast sein wird in „seiner“ alten WG,   „auf Besuch“ bei Freunden… sein Zimmer ist schon wieder bezogen …

Wir sind dankbar, dass der Umzug in der letzten Woche völlig unproblematisch verlief und sich das Wetter trotzt des Schnees in Leipzig und Hamburg  als umzugsfreundlich erwies …

Für eine Weile wird der  Bruder  nun in der schwesterlichen Wohnung einen behaglichen Unterschlupf haben, bis er eine neue Bleibe in Hamburg gefunden haben wird.  Schön die Vorstellung, dass „die Kleinen“ nach mehr als sieben Jahren  für mehr als nur ein paar Tage (an Wochenenden und zu Feiertagen im Elternhaus) wieder gemeinsam  unter einem Dach leben!

LEERE

Beim Betrachten der Umzugsbilder musste ich an einen Text denken, den ich vor Kurzem im „Anderen Advent“ gelesen hatte:

Vom Nutzen der Leere

Dreißig Speichen treffen die Nabe

Die Leere in der Mitte

macht das Rad

Ton formt man zu einem Krug

Die Leere in der Mitte

macht das Gefäß

Türen und Fenster bricht man in Mauern

Die Leere in der Mitte

macht das Haus

(Laotse)



„… Die Leere in der Mitte macht das Haus“…   auch das Haus unseres Lebens, das wir Menschen nach meinem Verständnis  „füllen“  mit Arbeit und Ruhe, Lachen und Freude, Weinen und Schmerz,  Geselligkeit und Alleinsein, Bedürftigkeit und Fülle, Freunden und Menschen, an denen wir uns reiben, Glauben und Liebe,  mit allem eben was uns ausmacht…

Dass  „Leere“ kein namenloses Vakuum ist, sondern Raum in dem sich Leben entfalten kann, wünsche ich  Allen  – und besonders denen, die in diesen Tagen aufbrechen in ein Neues…

Irgendwie irre… 11. Dezember, 2010

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Ein Mensch kauft vor gut zweieinhalb Jahren ein Haus auf dem Lande.

Er ist nett und die Nachbarn freuen sich. Jedoch der Mensch ist nicht ganz glücklich in seinem neuen Dasein, stören ihn doch Büsche und Bäume am Zaun des Nachbarn.

Der Mensch drängt auf das Kürzen, sogar auf das Entfernen der Büsche und Bäume

…  und die Nachbarn fangen an, sich zu wundern über Ton, Forderungen und Umgang… machen freundlich klar, den Baum ohnehin bald fällen zu wollen und erklären, warum das „bald“ etwa gut eineinhalb  Jahre dauern wird.

Der Mensch will aber jetzt, gleich, am besten sofort.

„Nein“ sagen die Nachbarn, „später“.

Nun mag der  Mensch auch das Häuschen nicht länger an „seiner“ Grenze dulden.

Das Häuschen soll verschoben werden  und  am besten sofort!

„Warum?“ fragen die Nachbarn, es stand doch schon da, als der Mensch Haus und Grund  in Augenschein nahm um beides zu kaufen.  Das Häuschen lässt sich nicht einfach  verschieben ohne die Anlage des Gärtchens empfindlich zu beeinträchtigen.

„Das wollen wir nicht!“ sagen also die Nachbarn.

Der Mensch zieht vor Schiedsmann und  Gericht  –   gegen die Büsche, das Häuschen und den Baum.

Schriftstücke wandern hin und her.

So geht es eine Weile.

Dann kommt das Gericht  und besieht sich die Lage, verspricht ein Urteil …

„bald“  …

Es dauert ein wenig.

Die Nachbarn kürzen Büsche und Baum um des Lichts und des lieben Friedens willen…

Der Mensch beschließt, dass auch der Zaun im Wege steht und erweitert die Klage.

Schriftstücke wandern hin und her.

Es dauert ein Weilchen…

Dann kommt das Gericht  und begutachtet die Lage.

Und fällt ein Urteil:

Baum, Büsche und Zaun dürfen bleiben wie und wo sie sind, das Häuschen muss seinen Standort um ein paar Zentimeter verändern und soll eine Dachrinne erhalten, damit der ablaufende Regen nicht das Grundstück des Menschen beschädigt.

„Einverstanden!“ sagen die Nachbarn.

Der Mensch sieht das anders und legt Berufung ein.

Der Zaun MUSS WEG!

Aber das wissen die Nachbarn noch nicht  als sie durch den freundlichen Nachbarn zur Linken – rechtzeitig zum diesjährigen Nikolaustag  – eine unerwartete und überraschende Mitteilung  erhalten noch bevor sie die Berufungsklage in den Händen halten:

Der Mensch bietet seit ein paar Tagen sein Haus auf einer bekannten Internet-Immobilienseite  zum Verkauf an – mit detailierten Erklärungen, Abbildungen und unter seinem vollen Namen.

Aber die Berufungsklage bleibt!

Schließlich muss dem Recht Geltung verschafft werden, koste es, was es wolle.

Irgendwie irre.

Der Mensch tut mir leid…

„Die Mutter aller Krisen…“ 9. Dezember, 2010

Posted by Rika in aktuell, israel.
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… wie Clemens Wergin so herrlich schreibt,

ist, wie wir ja alle wissen, der „Nahostkonflikt“ und, darin eingebettet, vor allem die „Siedlungen“. Das jedenfalls konnte man in den letzten Jahren auf allen Schildern nahöstlicher Friedensdemonstranten wiederfinden, aus so berufenem Mund wie dem unseres Aussenministers vernehmen und vor allem aus Volkes Stimme laut tönend erfahren:

„Wenn die Siedler nicht mehr Siedlungen bauen und im Übrigen ganz aufhören auf ‚palästinensischem Boden‘  zu siedeln, wird Friede einkehren im Heiligen Land.“

„Baustopp“ hieß demzufolge DIE Friedensinitiative schlechthin, verkündet von Herrn Obama und seinen vieltausend willigen Friedensbringern weltweit. Was macht es da schon, dass die Hamas so ihre ganz eigenen Vorstellungen von „Frieden“ im heiligen muslimischen Land hat und den Ungläubigen nicht einen Quadratzentimeter des kostbaren islamischen Bodens überlassen möchte – wie alle Willigen unschwer aus der hier schon oft zitierten Charta der Hamas entnehmen konnten, können und auch in Zukunft können werden. Denn unverbrüchlich wie die Eiger Nordwand steht die Entschlossenheit der Muslimbrüder (aus der die Hamas hervorgegangen ist), Palästina den Palästinensern  „zurück“ zu geben. Denn auch das wissen alle, die  den Frieden mehr lieben als den Krieg und deshalb auf der Seite der „Islam-ist-Frieden-Bekenner“ stehen, dass das Heilige Land seit Urväterzeiten Abraham und seinen islamischen Nachkommen verheißen und gegeben wurde.

(Die Geschichte ließe sich allerdings in der Bibel gut nachforschen, wird aber wohl, außer von Juden, nur noch von einigen spinnerten Christen, vorzugsweise fundamentalistischen Evangelikalen überhaupt und in schöner Regelmäßigkeit gelesen und sogar für bare Münze genommen. Alle anderen Menschen orientieren sich lieber – wenn überhaupt an Heiligen Schriften – doch lieber am Koran, der die Dinge, wenn auch  etwas verändert, so doch RICHTIG darstellt und die Bibel zu einer Fälschung erklärt.  Ich bitte um Entschuldigung für dieses etwas ausufernde Abschweifen in religiöse Gefilde, die natürlich mit dem Nahostkonflikt eigentlich nichts zu tun haben, nicht wahr?)

Zurück also zu den Siedlern und ihren Siedlungen.

Herr Obama hat schweren Herzens einsehen müssen, dass man den israelisch-arabischen Konflikt nicht durch den Abzug der Bagger lösen kann (man kann halt doch nicht! Wäre ja auch irgendwie dann doch zu schön gewesen…),  zudem von einer völlig unvermuteten Seite Sand ins Getriebe der Baustelle geworfen wird in Form der Veröffentlichung der geheimsten Geheimdokumente durch Wikileaks. Ich bin kein Freund von Wikileaks, aber  wenn die Aktionen zu etwas gut sein sollten, dann in diesem Fall!  Ich bin (reichlich inkonsequent) geradezu begeistert von den Enthüllungen, machen diese doch deutlich, dass nicht die Siedler die Mutter aller Krisen sind (wären ja streng genommen auch sehr, sehr viele Mütter), sondern der Herr der Finsternis die größte Bedrohung für den Frieden – nicht nur im Nahen Osten – ist.  (Israelfreunde haben das schon immer gewusst, wurden aber wegen ihres großen „Spinner-Faktors“ an diesem Punkt nicht ernst genommen!)

Das Kräftemessen zwischen dem moderaten arabischen Lager und dem Iran ist die alles beherrschende Ordnungsstruktur in der Region. Der Nahost-Konflikt bildet nur eine kleine Ableitung dieser Verwerfung, weil der Iran die Hamas als Schachfigur benutzt und Israel sich in Sachen iranischer Bombe in einer Interessensgemeinschaft mit vielen arabischen Staaten befindet.

schreibt welt-online, kann es sich aber dennoch nicht verkneifen, ein bedrohlich anmutendes Bild der friedensunwilligen Siedler zur Untermalung des schönen Artikels zu bringen! Ein bisschen Buh gegen Juden muss halt sein …

Für die bundesdeutsche Wirtschaft, die ja weiter fröhlich ihre Geschäfte mit dem Iran betreibt, bedeuten die Wikileaks-Dokumente allerdings  gar kein so gutes Enthüllen. Die „Welt“ online enthält sich allerdings einer Stellungnahme dazu und meint lediglich, dass es schon irgendwie ganz gut wäre, wenn der Palästinenserkonflikt gelöst würde. Eine weitere Beschäftigung damit auf höchster (internationaler) politischer Ebene hält sie aber für Energieverschwendung.

Sollen es die Israelis doch selber richten, könnte man zwischen den Zeilen lesen, in denen nur ganz schlicht von „Friedenspartnern“ die Rede ist…

Zu einer Partnerschaft gehören meiner Meinung nach aber  zwei Seiten, doch solange die Charta der Hamas besteht, muss Israel wohl mit sich selbst darüber verhandeln, wie es Zukunft gestalten wird…