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Schmerzhaft traurige Realität… 3. Januar, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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Das Jahr 2011 steht für viele* Christen unter der Jahreslosung:

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“

Römer 12, 21

Niemand konnte ahnen, dass ausgerechnet in der Nacht des Jahreswechsels diese biblische Aufforderung für viele Menschen zu einer schier unlösbaren Aufgabe werden sollte, nicht nur für die betroffenen Familienangehörigen und Gemeindemitglieder der durch das Selbstmordattentat getöteten und verletzten Christen in Ägypten. Auch bei vielen Nichtbetroffenen regt sich neben Mitleiden, Trauer und  Verständnislosigkeit auch zunehmend  Unmut, sogar Wut angesichts der gewalttätigen Angriffe auf Christen  im Irak, in Pakistan, in Afghanistan, in Nigeria, im Sudan und den vielen, vielen Ländern, in denen Christen in der Minderheit sind.

„Überwinde das Böse mit Gutem!“

Mir fällt es nicht  so leicht in den Schoß, mich an die Ermahnungen des Apostels Paulus zu halten. Ich bin ein impulsiver Mensch und neige dazu, schnell und manchmal unbesonnen zu reagieren, dabei Vorurteilen nachzugeben und meine Erwiderungen auf „Böses“ oft genug scharf und angriffslustig zu formulieren.

Das Böse mit Gutem zu überwinden, stellt sich nicht quasi als Gottesgeschenk von selbst ein. Es setzt eine persönliche Entscheidung voraus, ein Festhaltenwollen an Jesus selbst, der mit seinem Leben dafür eingetreten ist und die Menschen bis heute auffordert, in seine Nachfolge zu treten und dabei auch  „ihr Kreuz“ auf sich zu nehmen.

„Mache mich zu einem Werkzeug DEINES Friedens!“, bittet Franz von Assisi in seinem berühmten Friedensgebet.

Daran musste ich denken, als ich von dem Attentat hörte und dann mehr darüber las und in den Nachrichten auch sah. Diese Jahreslosung! Ausgerechnet diese Jahreslosung und dann das!

Daran musste ich auch denken, als ich heute in der Zeitung las, dass junge Muslime in Kairo mit aus Pappe selbstgefertigten Kreuzen sich in die Demonstrationen der Christen einreihten, die für  Religionsfreiheit und Sicherheit auch gerade für die Christen in Ägypten auf die Straße gingen…  und über junge Christen las, die die Muslime nicht in ihren Reihen dulden wollten.

Daran muss ich denken, wenn ich mir die Situation auch hier in Deutschland vor Augen halte.

HERR, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens … in diesem Jahr, an meinem Platz, in meiner Zeit, damit ich nicht vom Bösen überwunden werde, sondern das Böse mit Gutem überwinden kann.

*  „viele“

Es sind vor allem Christen in Deutschland, für die die Jahreslosung so etwas wie das „geistliche Motto“ eines jeden Jahres bedeutet. Mehr dazu hier.

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Kommentare»

1. donralfo - 3. Januar, 2011

kann ich sehr gut nachempfinden. Mir geht es sehr ähnlich bei dem Thema. Danke fürs aufschreiben!

2. Rika - 4. Januar, 2011

Und plötzlich ist es ganz nah:
http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Region/Boerde-und-Burgdorfer-Land/Lehrte/Terrordrohung-gegen-koptische-Gemeinde-in-Lehrte-Ahlten

„Islamistische Terroristen rufen im Internet zu Angriffen auf Kirchen der koptischen Christen in Deutschland auf. Wie das niedersächsische Innenministerium bestätigte, wird dabei explizit die koptische Gemeinde in Lehrte-Ahlten als mögliches Ziel benannt.“

Nur ein paar Straßen von mir entfernt…

Da muss man doch was tun!
Ich muss was tun!

3. Rika - 4. Januar, 2011

Ausnahmsweise brachte die HAZ heute einen sehr guten Kommentar.
Hier
http://www.haz.de/Nachrichten/Meinung/Uebersicht/Duesteres-Bild

kannn man ihn lesen.

(Ich bin inzwischen tätig geworden… mal sehen, wie es ausgeht!)

4. donralfo - 4. Januar, 2011

Ich lese die HAZ täglich. Mir ist schon aufgefallen, daß das Thema „Christenverfolgung“ seit ca. einem Jahr dort immer wieder aufgegriffen wird, nachdem es zuvor totgeschwiegen oder stark relativiert wurde. Früher hieß es bsw. in Artikeln immer lapidar so in etwa: „In Nigeria gab es bei Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems 100 Tote“ während man bei Menschenrechtsorganisationen nachlesen konnte, daß christliche Kichen angezündet oder Christen brutal gejagt wurden.
Der Ton in der HAZ hat sich auffallend geändert. Ist es ein neuer Redakteur? Oder hat sich die Politik der Zeitung insgesamt geändert?
Sind sie etwa zur Vernunft gekommen? Die Interna würden mich schon ziemlich interessieren. 🙂


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