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Vergesst endlich die Siedlungen… 13. Januar, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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in euren Argumenten, warum es keinen Frieden geben kann in Nahost!

Nicht, dass man es nicht schon immer gewusst haben könnte und auch weiß, wer mit allen Mitteln  Friedensbemühungen zwischen Israel,  Arabern und Palästinensern zu verhindern sucht, aber ab und zu gerät die Erkenntnis in Vergessenheit oder wird von aktueller „Israelkritik“ mal kurz in die Abstellkammer der Nahostgeschichte verbannt.

Man darf darum gespannt sein, wie lange dieser Bericht,

Hisbollah will Gefolgsmann als Ministerpräsident

Hisbollah ließ die Regierung in Beirut platzen und will nun einen ihr genehmen Ministerpräsidenten. Dieser soll erklärter Gegner Israels und der USA sein.

den man es heute bei zeit online lesen kann, zur Erhellung der ignoranten und / oder unverbesserlichen Experten des Nahostkonflikts beitragen wird.

Im Libanon will die mit Iran verbündete Hisbollah nach dem Sturz der Regierung einen ihr nahestehenden Ministerpräsidenten durchsetzen. Man werde „eine Persönlichkeit nominieren, die sich im nationalen Widerstand gegen Israel und seine Verbündeten hervorgetan hat“, sagte der Vorsitzende der Hisbollah-Fraktion im Parlament, Mohammed Raad.

Hisbollah hat ein Problem mit dem UN-Tribunal, das die Ermordung Rafiq al-Hariris, dem Vater des jetzt gestürzten Ministerpräsidenten, Saad al-Hariri. In dem Tribunal soll die mögliche Beteiligung der Hisbollah an dem Attentat geklärt werden. Dass das den Vertretern der Hisbollah nicht gefällt und auch nicht den Unterstützern der Terrororganisation im benachbarten Syrien, liegt auf der Hand.

Aber alle diese Überlegungen, die bei zeit-online angestellt werden, führen letztlich doch nicht zu der Erkenntnis, dass nicht die Siedlungen das Friedenshindernis darstellen, sondern die „erklärten Gegner Israels“, wie die zeit selbst schreibt. Die Hintertür zur Abstellkammer steht nämlich schon offen:

Dem Libanon könnte eine längere politische Hängepartie bevorstehen. Nach einem komplexen System zur Machtverteilung unter den verschiedenen religiösen Gruppen müsste es sich bei dem neuen Ministerpräsidenten um einen sunnitischen Muslim handeln. Politischen Beobachtern zufolge könnte es schwierig werden, einen glaubwürdigen Kandidaten zu finden. Im Libanon konkurrieren Christen, Schiiten, Sunniten und Drusen um die Macht. Zudem machen mehrere ausländische Staaten ihren Einfluss auf die politischen Gruppen geltend. Saudi-Arabien und die USA unterstützen Hariri, während Hisbollah Rückendeckung von Syrien und Iran erhält.

Wenn die USA argumentativ mit im Spiel ist, sind die Israelkritiker nicht weit. Hisbollah hin oder her. Und wetten, dass ganz schnell wieder die Sprache auf die   Israelis kommt und man damit auch ganz schnell einen Schuldigen hat, der für die angespannte Lage im Nahen Osten verantwortlich zu machen ist …

Und leider wird der doch eher diskrete Hinweis, dass  der Iran  als Hisbollah-Unterstützer kräftig mitmischt, nicht dazu führen, die Bedrohung, die für Israel von den Mullahs ausgeht, wirklich ernst zu nehmen und in der Berichterstattung über den Nahostkonflikt entsprechend deutlich zu benennen.

Siehe auch faz.

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Kommentare»

1. Don Ralfo - 14. Januar, 2011

Das es terroristische, islamistische Kräfte im nahen Osten gibt, die jeden Friedensschluß mit Isreal verhindern wollen ist sattsam bekannt. Auch wenn es viele Israel-Kritiker herunterspielen und nicht wahrhaben wollen. Aber daß man im Umkehrschluß israelisches Unrecht vergessen soll ist ME nicht folgerichtig. Solange Palästinensern Unrecht geschieht und ihnen eigener Grund und Boden gestohlen wird ist auch DIES ein Friedenshindernis. Einseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter sondern fachen den Konflikt nur weiter an. Israel ist kein Heiliger und Palästina kein Teufel.

2. yael1 - 14. Januar, 2011

Rika, ich frage mich sowieso, warum der Westen angeblich in den Siedlungen ein Friedenshinternis sieht, in den fast täglichen Beschüssen Israels mit Raketen dagegen nicht? Es stinkt!

3. Rika - 14. Januar, 2011

„Es stinkt!“

Bis zum Himmel!

Darum dieser Link
http://www.cicero.de/259.php?kol_id=11127
der die „einseitige“ Berichterstattung ein wenig mehr-seitig macht!

@ Don Ralfo,
Es geht nicht um einseitige Schuldzuweisungen, sondern darum das Märchen von den friedensbereiten Palästinensern als das zu entlarven, was es wirklich ist: eine einzige Verschleierung der wirklichen Absichten!
Es mag viele Araber geben, die offen oder heimlich mit Israel und dessen Politik im Reinen sind und die wirklich Frieden wollen und in Israel einen jüdischen Staat sehen und die Berechtigung der Juden anerkennen, einen jüdischen Staat dort zu haben! Aber leider, leider sind die ebenso in der Minderheit wie die Leute hierzulande, die die üblen Machenschaften durchschauen!


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