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Wie wahr… 27. Januar, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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Mahnmal und  Erinnerung an die  in der Nazizeit ermordeten Juden Hannovers

 

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Wer über Ahmadinedschad nicht reden will, der sollte über Hitler schweigen. Auch am 27. Januar.

So fasst Henryk M. Broder mit einem Satz zusammen, was man heute zum Holocaust auch sagen muss!

Seinen zornig-sarkastischen Beitrag zum Thema kann man bei weltonline nachlesen!

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Kommentare»

1. Don Ralfo - 28. Januar, 2011

Broder ist KULT! 🙂

2. Barbara - 28. Januar, 2011

Die Art und Weise, in der der „Holocaustgedenktag“ „begangen“ wird, erinnert mich mehr und mehr daran, wie einige/viele Mitmenschen Ostern oder Weihnachten feiern: Mit der Sache, dem eigentlichen Anlaß will ich eigentlich gar nichts zu tun haben, weil ich damit nichts anfangen kann und will, aber ich hänge bunte Eier auf oder schmücke den Baum, und dann freue ich mich eben daran und wundere mich anschließend, weshalb sich gar kein tiefes Gefühl der Freude einstellt. Das muß wohl am Anlaß liegen, denn an mir kann es ja nicht liegen.
Auf den Holocaustgedenktag bezogen: Wir „feiern“, („begehen“) Entsetzen und Betroffenheit, aber mit dem eigentlichen Thema wollen wir eigentlich gar nichts zu tun haben, weil wir damit nichts anfangen können und/oder wollen…
Das eigentliche Thema wäre m. E. dies: „Es bleibt schwierig, die Begriffe „irre“ und „normal“ sauber zu definieren und sie voneinander abzugrenzen. Manfred Lütz ist dazu in der Lage, weil er als Theologe dort ansetzen kann, wo er als Psychiater nicht weiterkommt. Es gibt einen Raum jenseits der Realität, abseits von Fakten, Zahlen und so fundamentalen Einsichten, dass die Basis die Grundlage des Fundaments ist. Alle Versuche zum Beispiel, den Antisemitismus mit den Mitteln der Psychologie, der Soziologie und der Ökonomie zu erklären, sind auf hohem Niveau gescheitert. Bleibt also nur die Sache mit Gott und seinem auserwählten Volk, eine Option, die auch gestandene Atheisten und dialektische Materialisten in den Wahnsinn treibt. Denn: Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch kein von Gott auserwähltes Volk geben. Aber das ist eine ganz andere Geschichte, über die wir uns mal in Ruhe unterhalten müssen, sozusagen von einem Irren zum anderen.
(H.M.B. , der erklärte und sogenannte Agnostiker in http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article12290309/Wenn-der-Wahnsinn-epidemisch-wird-heisst-er-Vernunft.html)
Wer den Holocaustgedenktag nur als Erinnerung an vergangene Verbrechen begeht, ohne über seinen eigenen Anteil (nicht am historischen Verbrechen, sondern an der eigenen Leugnung Gottes) begeht, der wird zwar pressewirksam Kränze niederlegen, aber die Zukunft nicht gewinnen. Denn darum geht es nicht (mehr).

3. Joachim - 28. Januar, 2011

@Barbara: richtig gesagt – volle Zustimmung.

Ich habe auch das Gefühl, dass solche Feiertage eine Pseudoreligion sind: man macht etwas Vodoo-Kult und muss sich nicht wirklich mit den Zusammenhängen des Hasses auf Unschuldige auseinandersetzen. So wird aber eben nicht „den Anfängen“ gewehret.

Aber wenn ich als Düsseldorfer mal ein Kompliment an Hannover richten Will, dann sage ich: „Hannah Arendt wurde in Hannover geboren!“… ich kann allen nur empfehlen, die Texte von Hannah Arendt zu lesen – sie ist mein grösstes Vorbild.


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