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Sonnenschein und Frühlingsgefühle… 3. März, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Blau der Himmel und wolkenlos, nahezu windstill draußen vor der Tür und herzerwärmender Sonnenschein.

Da muss man doch einfach mal ein bisschen im Gärtchen rumwerkeln, obwohl es so viel zu werkeln noch gar nicht gibt, außer ein paar vertrocknete Staudenstängel vom letzten Jahr auszurupfen (die lasse ich im Herbst immer für notleidende Tierchen stehen, müssen jetzt aber weg!) und die noch immer in stattlichen Mengen herumliegenden Eichenblätter zusammenzuharken.

Ja, es fühlt sich richtig gut an, da draußen im Gärtchen!

Ich bin in sonnengelber Frühlingslaune!

Ein bisschen mit dem netten Nachbarn zur Linken plauschen über seinen Hund, der so plötzlich verstarb, das Wetter und die Pläne für den Sommer und ganz aktuell auch über den Nachbarn zur Rechten, der immer noch keine Ruhe gibt und trotz der Klageabweisung durch das Landgericht erneut wegen unseres Zauns vor Gericht zieht.  Mein Mann hat  mir den neuerlichen Klagetatbestand  erst vor ein paar Tagen mitgeteilt, obwohl die Klage schon vor einer Weile eintrudelte und unser Anwalt inzwischen auch wieder tätig geworden ist. Er wollte nicht, das ich mich aufrege, aber irgendwann hätte ich es ja ohnehin erfahren… Nun ja!

Angesichts des klagenden Nachbarn  könnte mir ja die Frühlingslaune schnell vergehen, aber ich habe beschlossen, den Nachbarn von jetzt an innerlich unter der Rubrik „Spinner und Zwangsneurotiker“ zu führen. Das macht mir das Leben leichter. Würde ich nämlich nicht an seinem Verstand zweifeln oder an seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit, müsste ich ihn ja ernst nehmen und mich unglaublich über ihn ärgern. Ärger ist aber höchst ungesund und vergällt zudem jedes noch so schöne sonnengelbe Frühlingsgefühl.

Was mir aber ernsthaft Sorge bereitet, ist, dass der spinnerte Nachbar neben seiner Lieblingsfreizeitbeschäftigung (Nachbarn ärgern) im Hauptberuf  einer Tätigkeit nachgeht, die mit  Spinnertsein und Psychokram nicht so wirklich gut kompatibel ist, arbeitet er doch als Lehrer für Sport und katholische Religion im Range eines Studienrates an einem Gymnasium (nicht weit vom blaugelben Möbelhaus) im Norden der Region Hannover,  und ehrlich gesagt, mag ich mir gar nicht vorstellen, wie er mit Schülern und Kollegen umgeht…. zumal ich aus sicherer (mütterlicher) Quelle weiß, dass er sich schon an einigen anderen Schulen zuvor so gemobbt fühlte, dass er gezwungen war, den Ort seines Wirkens bereits mehrfach zu wechseln…

Das mit dem Sport führt offenbar dazu, dass er einen gewissen Wettkampfeifer gegen uns an den Tag legt, getreu dem Vorsatz „Ich klage solange vor Gericht, bis ich  gewinne!“  Und die Kenntnisse, die er seinem Umgang mit der Religion verdankt, führten bislang dazu, dass er  Briefe an uns und die anderen Nachbarn mit Bibelzitaten schmückte, unter anderem verwies er auf Genesis 20, 16 und 17:

„Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen.“ und „Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren.“

Vermutlich will er uns so indirekt der Lüge bezichtigen, und, ja, der Zaun mag ca 2 – 3 cm auf SEINEM Grundstück stehen, weil er sich im Laufe der 28 Jahre seines Bestehens ein wenig in die Richtung des Nachbargartens geneigt hat  und somit dem Tatbestand und der Forderung  des Gebots entsprechen, nicht das Haus des Nächsten zu begehren…

Draußen scheint die Sonne, das Gärtchen ist frühlingshaft schön, die ersten Krokusse, Schneeglöckchen und Gänseblümchen blühen.

Das Leben ist bunt und der Nachbar  verrückt.

PUNKT!

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Kommentare»

1. Das schlägt dem Fass den Boden aus! « himmel und erde - 6. April, 2011

[…] ja, dann steht ja noch die Sache mit dem Zaun    – wieder oder noch –   im Raum,  das Gericht wird darüber im Juni […]

2. Ruhe am Gartenzaun! « himmel und erde - 5. August, 2011

[…] Nachdem wir das Häuschen versetzt, das Dach an des Nachbarn Seite um den Überstand gekürzt und mit einer Regenrinne versehen  und damit den gerichtlich bestätigten Forderungen des klagenden Nachbarn entsprochen hatten, war ja der nette Herr erneut wegen des in erster Instanz zu unseren Gunsten beschieden Zaunes  vor Gericht gezogen. […]


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