jump to navigation

Sinn entnehmend lesen zu können… 4. März, 2011

Posted by Rika in islam.
Tags: ,
trackback

…sollte man doch eigentlich deutschen Abgeordneten zutrauen! (Das gilt auch für das Hören!)

Offenbar sind aber einige von ihnen dieser notwendigen Fähigkeiten nicht mächtig. Wie anders ist es zu verstehen, dass Frau Künast und Herr Özdemir sich über den gerade erst ernannten Innenminister und seine Bemerkung aufregen?

Die Grünen haben empört auf die Aussage des neuen Innenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) reagiert, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. „Hans-Peter Friedrich ist noch keine 24 Stunden Innenminister, schon beginnt er, das Porzellan zu zerschlagen“, sagte Fraktionschefin Renate Künast .

Was aber hat Herr Friedrich tatsächlich gesagt?

„Dass der Islam zu Deutschland gehört, ist eine Tatsache, die sich auch aus der Historie nirgends belegen lässt.“

Nun, wenn ich mich richtig erinnere an meine Kindheit (Jahrgang 49)  und  Schulzeit, an Geschichts- und Religionsunterricht, ja, selbst an Studium und erste Berufsjahre,  kann ich bei gründlicher Betrachtung diesem Satz nur zustimmen. Man war katholisch oder evangelisch, Sozi oder CDU/FDP-Mitglied,  unverbesserlicher Nazi oder verkappter Kommunist,  68er, RAF-Sympatisant, Atheist oder Sektierer (zu der letzten Kategorie wurden noch in den 60er Jahren Menschen wie ich gezählt, die einer Freikirche angehörten)  Der Islam aber spielte in Deutschland bis in 9/11 keine Rolle (schon gar nicht in der Zeit vor der Wiedervereinigung und  in der DDR!). Weder beeinflusste er ethische und moralische Normen, noch gehörte er zu den religiös-philosophischen Strömungen, die tatsächlich bis ins Bewusstsein der Deutschen vorgedrungen waren.

Wie also hätte er  dann zu Deutschland gehören können?

Dennoch gab es  Menschen in Deutschland, deren Religion der Islam war. Sie waren ebenso deutlich in der Minderheit wie „wir Sektierer“ oder auch   die deutschen Juden  und wurden allenfalls in der Nachbarschaft oder in der Schule als „Mohammedaner“ zur Kenntnis genommen. Das hat sich mit den Jahren seither deutlich geändert. „Wir Sektierer“ sind zwar immer noch eine verschwindend kleine religiöse Minderheit, die „Mohammedaner“  aber als „Muslime“ inzwischen eine deutlich wahrnehmbare ebenso religiöse wie politisch aktive „Minderheit“,  Bürger dieses Landes.

Und das hat der neue Herr Minister wohl auch sehr deutlich gesagt, wenngleich die Medien ihn nicht wörtlich zitieren (jedenfalls habe ich kein entsprechendes Zitat gefunden).

Der CSU-Politiker betont aber, Menschen islamischen Glaubens, die in Deutschland lebten, gehörten als Bürger natürlich zu diesem Land.

Das ist doch die entscheidende Aussage: Muslime gehören als Bürger zu diesem Land. Dass damit auch der Islam mehr und mehr Einfluss gewinnt, ist doch unbetritten.

Darüber, wie diese Einflußnahme aussehen kann, wie groß sie sein wird und wie sehr sich die immer noch mehrheitlich christlich geprägte Gesellschaft verändern muss, wird heftig debattiert und gestritten. Diese Debatte muss endlich  offen geführt werden und geführt werden können, ohne dass Islam-Kritiker  als „rassistisch“ oder „islamophob“ abgestempelt werden.

Mir gefällt es, dass der neue Minister eine klare Aussage trifft und auf die sonst so beliebte Gleichmacherei verzichtet. Multikulti, sagte die Kanzlerin unlängst, sei gescheitert. Herr Erdogan kritisiert das „christliche Selbstverständnis Europas“  und vertritt gleichzeitig vehement  die Meinung, türkische Kinder (und selbst solche, die als „Deutsche“ hier geboren wurden)  sollten zwar Deutsch lernen, aber bitte doch zuerst Türkisch und vor allem sollten sie Türken bleiben.  Die islamistische Bedrohung ist kein Hirngespinst, wie der aktuelle Anschlag in Frankfurt sehr eindrücklich zeigt – selbst wenn der Attentäter keiner radikal-islamistischen Gruppe angehörte.

Darin wird doch mehr als deutlich, dass der Islam als politisch-religiöses System, welches die „westliche“ (deutsche) Gesellschaft in Worten und Taten  bekämpft, als   „Wertesystem“  nicht wirklich zu Deutschland gehört ( i.S.v. als „Wert an sich“ zu einer gemeinsamen Basis beitragen , auf die sich die Bürger der Bundesrepublik Deutschland mehrheitlich beziehen),   gehören kann und schon gar nicht in seiner radikalen Ausprägung gehören darf! So wie Gewalt zwar in Deutschland zum gesellschaftlicher Erscheinungsbild „gehört“, aber in jeder Form ein Ausschlusskriterium darstellt, das Menschen, die Gewalt anwenden vom gemeinsamen gesellschaftlichen Konsens isoliert, so kann Islamismus allenfalls als „Ausschlusskriterium“  „zu Deutschland gehören“ und keinesfalls als eine legitime Form religiösen Lebens!

Darum ist der  Islam als politisches System  kein Teil Deutschlands und das ist doch sicher nicht nur im Sinne friedlicher Muslime, sondern müsste auch von unseren Damen und Herren Politiker  verstanden und sollte von ihnen geradezu begrüßt und unterstützt werden.

Mit Diskriminierung oder Islamophobie hat das rein gar nichts zu tun… sage ich vorsichtshalber, man kennt ja seine Pappenheimer!

 

NACHTRAG vom 6.3. 2011

So schön beschreibt das Matthias Matussek:

Warum der Minister recht hat

Advertisements

Kommentare»

1. Quincy - 4. März, 2011

Ehrlich gesagt habe ich die Nase voll von unseren Politikern. Hat denn keiner mehr (wie wir hier sagen) „nen Arsch in der Hose“? Und wenn doch, dann wird er fertig gemacht (da gehts dann plötzlich wieder). Lieblingsmethode (trotz der momentanen Probleme in der Welt/Deutschland) scheint zu sein: suche nach den Leichen im Keller deiner politischen Feinde und zieh sie raus (siehe Guttenberg – egal wie man zu ihm steht, was da die Opposition draus gemacht hat wäre eines Tom Glancy Romans würdig gewesen). Und bloss nix negatives über den Islam sagen.

Es ist nunmal so, dass Deutschland mit dem Islam GAR NICHTS ZU TUN HAT. Wir sind ein christlich geprägtes Land. Zwar dank unserer Politiker und der antiautoritären Erziehung mittlerweile Missionsland, kein Wunder, denn Kreuze müssen ab, Islam-Unterricht in den Schulen, Glockenläutverboten und Moscheen an jeder Straßenecke.

DAs kann so nicht weitergehen! Hat unser Land keinen Stolz, fühlt es keine DAnkbarkeit gegenüber Gott für all das Gute das er für uns tut? Fühlen wir uns nur wohl, wenn andere uns schlagen?

Man kann den anderen doch in Freundlichkeit und Liebe entgegentreten, jedoch auch Bestimmt! Jesus ist auch hier unser Vorbild! Der war nämlich keineswegs ein säuselnder Wattebauschschmeißer! Der hat in aller Klarheit Misstände ausgesprochen und notfalls auch mal den ganzen Mist aus dem Tempel rausgeschmissen. Der hat Klartext mit den Pharisäern und vom Weg abgekommenen geredet.

Der Islam darf sich darüber nicht beklagen, er geht mit anderen wesentlich unfreundlicher um…

Sorry, aber wenn ich sowas lese gehen bei mir immer die Pferde durch. Brrr Brauner 😉


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: