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Palästinensische Wiedervereinigung… 28. April, 2011

Posted by Rika in israel.
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Fatah und Hamas haben das Kriegsbeil begraben!“

Jubelt es in nahezu allen Nachrichtenverbreitern nahezu gleichlautend, wobei die Sache mit dem Kriegsbeil durchaus differenziert zu betrachten ist, denn keinesfalls bedeutet die große Versöhnung zwischen den verfeindeten Brüdern, dass sie generell den großen Friedensgesang anstimmen. Friedlich soll es im Nahen Osten auch weiterhin nicht zugehen, folgt man den eher doch verschämten Hinweisen in den entsprechenden Mitteilungen.

Die Fatah, die das Westjordanland kontrolliert, ist für Friedensverhandlungen. Die Islamisten lehnen das Existenzrecht Israels hingegen ab.

Ich bin immer wieder über die Journalisten verwundert, die ungerührt so einen Satz in die Tasten hauen, ohne auch nur ansatzweise dem Gedanken nachzugehen, was es bedeutet, wenn sie schreiben: „Die Islamisten lehnen das Existenzrecht Israels hingegen ab.“ Die gleichen Leute, die diese tiefe Wahrheit mit der größten Gelassenheit aussprechen, bzw. niederschreiben, beschuldigen Israel für das Scheitern der wieuundwievielten Friedensgespräche verantwortlich zu sein.

Denn während  Abbas‘ „gemäßigte“ Fatah zumindest den Schein wahrt und nach außen hin   den Frieden mit Israel anstrebt  (dafür wird sie ja schließlich auch überaus großzügig vom Westen  subventioniert!) hält die Hamas (im fürchterlichen Ghetto von Gaza) am Konzept eines einzigen Palästinas ohne den lästigen Staat der Juden fest (und muss darum und darin weiterhin von den tapferen Blockadebrechern unterstützt werden).

Israel ist demzufolge nicht ganz so euphorisch über den Einigungsprozess wie die Mehrheit der deutschen Berichterstatter, die auch prompt  Israels Ablehnung der Vereinbarung mit deutlich wahrnehmbarer Kritik kurz zur Kenntnis geben.

Etwas detaillierter beschreibt spiegel-online die Gemengelage und macht auch keinen Hehl daraus, wer von den palästinensischen Brüdern den größeren Teil des Kuchens für sich gewonnen hat:

„Für die Hamas bietet die Einigung mit dem international anerkannten Abbas einen Weg aus der diplomatischen Isolation. Vielen Palästinensern in Gaza gibt das Abkommen die Hoffnung, dass die Belagerung nun enden könnte: Als das Übereinkommen bekannt wurde, versammelten sich viele Menschen spontan jubelnd am Platz der Märtyrer.

Ägypten hat einen großen Anteil an der jetzt zustande gekommenen Einigung. „Inhaltlich ist an der Abmachung nicht viel neu. Alle Rahmenbedingungen waren beiden Seiten seit Jahren bekannt“, sagt Saradsch, der die Verhandlungen begleitete. „Aber der Machtwechsel in Kairo veränderte die Atmosphäre. Das alte Regime war der Hamas gegenüber feindlich eingestellt. Die neue Regierung ging auf sie ein.“ Die Fatah sei besorgt gewesen, weil sie mit dem Abtritt Mubaraks ihre wichtigste Schutzmacht verloren hatte.

Abbas machte in dem neuen Abkommen bedeutende Zugeständnisse an die Islamisten. Die Hamas konnte sich in wichtigen Punkten durchsetzen: Angeblich verzichtet Abbas auf die Rückkehr von Fatah-Truppen nach Gaza. Die Hamas wird zudem in der Dachorganisation aller Palästinenser, der Befreiungsbewegung PLO, vertreten sein. „Vorher bestanden Ägypten und die Fatah darauf, dass allein Abbas die neue PLO-Führung aussuchen wird. Jetzt soll ein gemeinsames Komitee diese Führung wählen“, erklärt Saradsch. Die Hamas wird auch nicht, wie vorher gefordert, die Kontrolle über ihre Sicherheitsdienste verlieren.“

(Hervorhebung von mir)

Abbas verliert seine „wichtigste Schutzmacht“ und macht „bedeutende Zugeständnisse“! So ganz nebenbei wird erwähnt, dass sich mit dem Sturz Mubbaraks die Machtverhältnisse im Nahen Osten entscheidend verändert haben und die radikal-islamistischen Kräfte bedeutend an Einfluss gewinnen:

Auch Iran begrüßte die Einigung. „Dies ist ein positiver Schritt, um die historischen Ziele der unterdrückten palästinensischen Nation zu erreichen“, erklärte Außenminister Ali Akbar Salehi laut der Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag.

(Hervorhebung von mir)

Dass mit den „historischen Zielen“ aber keineswegs der Frieden mit Israel gemeint ist oder aus Sicht der Mullahs je gemeint war oder irgendwann gemeint sein könnte, ist dem spiegel nicht einmal eine winzig kleine  Erklärung wert. Er geht darüber hin, als verkündigte Claudia Kleinert vom Wetterdienst, dass es morgen in Hamburg Regen gibt. Dabei sind es doch diese ach, so harmlosen Bemerkungen, über die man so schnell hinweg lesen kann, die aber erklären könnten, warum die israelische Regierung von dem Abkommen nicht begeistert ist und sehr deutlich  macht  –  an die Adresse Abbas gerichtet  -, dass dieser nicht gleichzeitig Frieden mit beiden Seiten machen könne, mit der Hamas, die nach wie vor die Vernichtung Israels anstrebt,  und mit Israel. Abbas spricht – nicht zum ersten Mal – mit gespaltener Zunge. Er behauptet, der Frieden mit der Hamas diene auch dem Frieden mit Israel und weiß doch sehr genau, dass ausgerechnet diese Rechnung niemals aufgehen wird.

Ganz andere Probleme zeigt spiegel-online für die Palästinenser auf:

„Die Palästinenser könnten zudem schon bald negative Folgen der Kooperation zwischen Fatah und Hamas zu spüren bekommen: Bisher war die enge Zusammenarbeit zwischen Israels Armee und den palästinensischen Sicherheitsdiensten Garant für eine Stabilität im Westjordanland, die den Palästinensern ein Wirtschaftswachstum von über sieben Prozent bescherte.“

Dann wäre es vorbei mit einem blühenden Westjordanland …

„Hamas-Anführer Sahar kündigte zudem an, dass beide Seiten hunderte politische Häftlinge freilassen, darunter womöglich auch Attentäter. In diesem Fall wird Israel die für beide Seiten nützliche Kooperation einstellen und zu einer Politik der Konfrontation übergehen. Auch auf diplomatischer Ebene ist unklar, wie die Staatengemeinschaft auf einen Rücktritt von Premier Fajad reagieren wird. Er galt bei den Geberstaaten als Gewährsmann für eine effiziente, friedliche und pro-westliche Staatsführung.“


Es fällt doch nicht schwer sich vorzustellen, was passiert, wenn hunderte politische Häftlinge frei gelassen werden und potentielle Attentäter zu neuen Taten schreiten können.

Ich kann und will mir an dieser Stelle auch den Hinweis nicht verkneifen, dass es palästinensische Gefangene in palästinensischen Gefängnissen sind! Die Welt, die so gerne mit dem Finger auf Israel zeigt und die Tatsache anprangert, dass Palästinenser in israelischen Gefängnissen einsitzen, hält sich mit Stellungnahmen zu den „politischen“ Insassen palästinensischer Gefängnisse vornehm zurück und vermeidet jede noch so kleine Einmischung  dazu, es ist ihr nämlich vollkommen egal, wer als „Politischer“ in einem Knast des Nahen Ostens schmort, solange es kein israelischer Knast ist!!!

„Die US-Regierung reagierte auf die Ankündigungen zurückhaltend. Jede palästinensische Regierung müsse sich von der Gewalt lossagen, erklärte Regierungssprecher Tommy Vietor in Washington. Der Kongress überprüft jedoch bereits, ob er nun die Budgethilfe an die Palästinenser in der Höhe von 470 Millionen Dollar pro Jahr einstellen wird, weil die Hamas die Rahmenbedingungen des Nahost-Quartetts nicht akzeptiert.“

Glaubt denn irgendeine Regierung der Welt tatsächlich daran, dass sich eine – wie auch immer zusammengesetzte und geartete – „palästinensische Regierung“ von der Gewalt gegen Juden und Israel lossagen wird? Ist tatsächlich irgendein des Denkens fähiger Regierungschef davon überzeugt, dass eine „palästinensische Regierung“ das Existenzrecht Israels als jüdischer Staat anerkennen und garantieren wird?  Genauso gut könnte ich auf der Stelle wieder an den Weihnachtsmann glauben oder daran, dass der Osterhase Eier bringt! Es ist niemandem von den verantwortlichen Palästinenserführern seit der Gründung des Staates Israel auch nur ansatzweise über die Lippen gekommen, dass der Staat Israel eine ganz legitime und unantastbare Daseinsberechtigung an eben dem Ort und der Stelle hat, den / die Israel ausfüllt!!! Was also sollte Hoffnung machen, dass es jetzt oder in den nächsten Monaten oder in vier Jahren oder irgendwann einmal geschieht?

Was erwartet Herr Obama wirklich?

Bisher, so muss man doch mit aller Nüchternheit feststellen, gibt es keinerlei Grund für Jubel und Schulterklopfen über das innerpalästinensische Friedensabkommen.

Die Fußangeln und Fallen sind allzu deutlich jetzt schon sichtbar und leider wohl auch die grobe Richtung der „Friedensbemühungen“. Mag die Konfrontation zwischen Hamas und Fath vorläufig ruhen, langfristig werden sich die „Gemäßigten“ der Fatah gegen die Islamisten nicht behaupten können und  die Aufrüstung der Hamas im Verein mit der Hisbollah gegen Israel geht unvermindert weiter.

Nein, zum Jubeln gibt es wahrhaft keinen Grund…


SPD – völlig bescheuert – schafft sich ab… 27. April, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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Ja anders kann man dieses Affentheater doch nicht bezeichnen!

Als kurz nach dem Erscheinen des Spiegel-Vorabdrucks des  berühmten Abschaffbuches der große Vorsitzende öffentlich verkünden ließ, der Autor des brisanten Werkes sei als SPD-Mitglied nicht länger tragbar, konnte man doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er das Buch selbst gar noch nicht gelesen hatte. Die hohen Damen und Herren der Republik waren sich darin einig, dass das Buch „nicht hilfreich“ sei, Herrn Sarrazin unterstellte man Rassismus der schlimmsten Art, man rückte ihn gar in die Nähe der Nazi-Rassenlehre, allenthalben fanden in den Talk- und Polit-Shows der Öffentlich-Rechtlichen Tribunale statt, die sich geradezu aufgeilten an der Lust, den unbequemen Herrn Sarrazin zur Strecke zu bringen . (Es ist mir wichtig anzumerken, dass ich den Begriff „geil“ in allen seinen Erscheinungsarten zutiefst verachte und so gut wie nie gebrauche, an dieser Stelle scheint er mir aber absolut angebracht!!!)

All die Marktschreier und Kritiker haben aber ganz offensichtlich das Buch allenfalls „überflogen“ und sich kaum die Mühe gemacht, es in Gänze zu lesen. Anders kann man sich das Augenmerk der Kritiker auf die „sarrazin’sche Türkenkritik“ und die „Gene“ doch einfach nicht erklären.

Und weil weder „Gene“ noch „Türkenkritik“ mit dem hehren Programm der SPD kompatibel sind, man darüberhinaus auch mancherlei  menschenverachtendes Gedankengut ausmachte, wurde flugs der Anttrag auf Parteiausschluss gestellt. So schnell schießen die Preussen aber bekanntlich nicht und so zog sich das Prozedere in die Länge. Inzwischen war Herr Sarrazin seines Banker-Postens freiwillig enthoben, das Buch mehr als eine Million mal verkauft und der einfache Mann auf der Straße, der vermutlich auch nicht das Buch gelesen, wohl aber die populistischen Sprüche der Kritiker mitbekommen und sich einen eigenen Reim darauf gemacht hatte, stimmte zur Überraschung nicht nur der Genossen den öffentlich kritisierten Thilo’schen Ansichten weitgehend zu.

Und plötzlich ließ der große Vorsitzende der linken Volkspartei ganz andere Töne verlauten. Man hörte und staunte, dass er Sätze von sich gab, die er fast wörtlich aus dem geschmähten Buch abgekupfert haben könnte,  aus dem Teil des Buches nämlich, der Anregungen zur Lösung drängender gesellschaftlicher Fragen bietet.

Und auch die andere große Volkspartei sah sich genötigt, über Randgruppen, Migranten und Migrationsverweigerer neu nachzudenken.

Man sah Herrn Sarrazin zwar weiterhin überaus kritisch, fand seine Denkanstöße aber immerhin doch so bemerkenswert, dass eine neuerlich geführte politische Debatte just über die von Sarrazin aufgeworfenen Fragen geradezu geboten erschien. (Randgruppen, Migration, Frauenquote, Bildungsinitiative für Kinder aus sozial schwachen Elternhäusern, um nur einige Stichworte zu nennen!)

Etliche Monate und einige Landtagswahlen weiter nun das Verfahren vor der SPD-Schiedskommision mit dem überraschenden Ergebnis, dass das Verfahren  eingestellt wurde.

Wer aber glaubte, damit habe die Causa Sarrazin nun ein, wenn schon nicht glückliches, so aber doch endgültiges Ende gefunden, sieht sich getäuscht. Jezt geht das Theater erst richtig los.

Genossen sind „persönlich beleidigt“, erklären ihren Austritt, Landesverbandsvorsitzende fordern weitere Maßnahmen, werden laut und machen einen Affentanz, dass es den einfachen Bürger nur noch grausen kann.

Die SPD, so scheint es, ist mit sich selbst alles andere als im Reinen. Hängt sich an der Sarrazin-Frage derartig auf, dass sie sich schier selbst entmachtet und lähmt,  sie kann – so muss es dem Betrachter vorkommen – weder mit noch ohne Sarrazin glaubhaft „SPD“ sein.

Wozu dann überhaupt noch SPD? Mögen die linken Genossen doch gleich die Linke wählen, die linksliberalen die Grünen, die wertkonservativen die CDU, der Wirtschaftsflügel die FDP und alle Treuherzigen  die Bibeltreuen Christen.

Die SPD schafft sich gerade ab.

Das aber liegt ganz bestimmt nicht am „Abschaffbuch“ des Thilo Sarrazin!

Wenn überhaupt das Buch eine Rolle in diesem Schmierentheater spielt, dann doch die, dass man vor knapp einen Jahr mit allzu großer Bereitwilligkeit in  die begeisterte Thilo-Sarrazin-Kritik der Nicht-SPD-Wähler und Parteien eingestimmt hat und das positive Potential des Buches  zur dringend nötigen gesellschaftlichen Debatte dem Moloch „Meinungshoheit“ geopfert hat.

Etwas mehr Achtsamkeit auf das, was ein alter – wenn auch bisweilen aufmüpfiger – Genosse sagt, hätte der SPD im vorigen Jahr gut angestanden und ihr damit das jetzige Hickhack erspart.

Erdogan unbeirrt weiter auf seinem Weg… 20. April, 2011

Posted by Rika in islam.
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Was soll man dazu noch sagen?

Wozu soll ich mich aufregen?

Es wird sich nichts ändern!

Vor allem, er wird sich nicht ändern. Im Gegenteil. Jeder Schritt den er macht, alles was er oder seine Regierung tut, zeigt, dass er unbeirrbar an der eingeschlagenen Linie festhält, die Türkei immer weiter weg von Europa zu positionieren und sie  – neben dem Iran  – (wieder) zu einer einflußreichen  Führungsmacht im vorderen Orient  zu machen. Dabei, so scheint es, bereitet es ihm ein geradezu teuflisches Vergnügen, die europäisch-westlichen,   politischen und ethischen Standards (in diesem Fall)  nicht nur zu ignorieren, sondern sich ihnen vollkommen entgegengesetzt zu verhalten.

In der faz lesen wir heute:

Mit der Abrissbirne gegen Versöhnung

Das Urteil des Tayyip Erdogan: Der türkische Ministerpräsident lässt an der armenischen Grenze ein Friedensdenkmal des Künstlers Mehmet Aksoy zerstören, das für die Annäherung zwischen den beiden Völkern steht.

Die Autorin, Karen Krüger, bemüht einen ebenso faktisch falschen wie auch völlig  absurd erscheinenden Vergleich (siehe Beginn ihres Beitrags), um die Ungeheuerlichkeit des erdoganschen Vorgehens heraus zu stellen. Dabei hätte es dieses Vergleichs doch  gar nicht bedurft.

Jedenfalls nicht in Deutschland, das in den Jahren seit dem Zweiten Weltkrieg mit der Arbeit der „Vergangenheitsbewältigung“ zu kämpfen hat, wobei ich hier klarstellen will, dass man seine Vergangenheit nicht „bewältigen“ kann, weil man das Geschehene nicht rückgängig machen, die Taten nicht ungeschehen, die Toten nicht wieder lebendig und das für immer Verlorene   nicht wieder erschaffen kann. Bestenfalls kann man sich der Vergangenheit stellen, sich anschauen, was man getan hat, die Motive erforschen, die zu den Taten führten, die Umstände betrachten, die dazu beigetragen haben, dass es zu dem kam, was man „zu bewältigen hat“: Unrecht, Verbrechen, Mord, Gräuel, Gewalt.  Das gilt, meiner Meinung nach, für den Einzelnen, wie für ein ganzes Volk. Im Fall Deutschland geht es um die Verantwortung des Staates und seiner Bürger für den  millionenfachen  Tod in Folge des von Deutschland angezettelten Krieges, für Zerstörung und Vernichtung, vor allem aber geht es im Fall Deutschland um den Genozid,  von Deutschen geplant und begangen an den europäischen Juden.

Man kann sein ethisches und moralisches Versagen eingestehen, man kann sich der Schuld bewusst werden und sie annehmen, man kann um Vergebung bitten (ohne das Recht darauf zu haben, dass sie gewährt wird), man kann die finanziellen Lasten, die den Opfern aus der Katastrophe erwuchsen, mit finanziellen Mitteln zu lindern versuchen, man kann Reparationskosten übenehmen, man kann die ehemals als „Feinde“ geächteten und auch  so behandelten rehabilitieren:

Nicht sie haben den Krieg angezettelt, wir waren es. Nicht sie haben die Welt ins Unglück gestürzt, wir waren es. Nicht sie waren moralisch verwerflich, wir waren es.

Und man kann darum bitten, dass Versöhnung geschieht. Kein schnelles „Vergeben und Vergessen“, nein, ein Aufeinander-Zugehen angesichts der Verbrechen.

Das braucht Zeit und Entschlossenheit – und auch Mut.

Dieser Prozess ist in Deutschland mühsam und langsam in Gang gekommen, er dauert an und wird auch hoffentlich weiter andauern und nicht in Vergessenheit geraten, wenn die letzten Veteranen des Krieges, die letzten Zeugen des Mordens gestorben sein werden.

Mahnmale können in so einem Prozess hilfreich sein.

Das dachte vermutlich auch der Künstler Mehmet Aksoy, der ein Mahnmal errichtet hatte, das an den blutigen Konflikt zwischen Türken und Armeniern erinnert, an die Tragödie des armenischen Volkes, an dem ein – von den Türken begangen –    entsetzlich grausamer Genozid verübt wurde.

Das Mahnmal soll nicht länger stehen bleiben:

Dort wird seit Anfang der Woche im osttürkischen Kars, das sechzig Kilometer vor der armenischen Grenze entfernt liegt, das „Denkmal der Menschlichkeit“ abgetragen – auf persönlichen Wunsch des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan. Der Abriss ist eine Ohrfeige – nicht nur für den Bildhauer Mehmet Aksoy und den türkischen Kunstbetrieb, sondern vor allem für die armenische Diaspora und das Nachbarland Armenien. Denn ihnen und all jenen Armeniern, die in den Jahren 1915 bis 1917 in Anatolien ermordet worden sind, hat der Bildhauer das Mahnmal gewidmet. Als kleine Sensation hatte man die Errichtung, mit der 2008 im Zuge der türkisch-armenischen Annäherung begonnen worden war, gefeiert: In der Türkei ist der Völkermord an den Armeniern bis heute ein Tabu, doch endlich schien Ankara für eine versöhnliche Geste bereit zu sein, auf die Armenier auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten vergeblich gewartet hatten. Doch offensichtlich hat sich die türkische Regierung das nun anders überlegt. Wichtiger als das Verhältnis zum armenischen Nachbarn sind ihr wohl die Wählerstimmen der türkischen Nationalisten. Sie sieht das Mahnmal als Verrat an der Türkei. Der Bitte des armenischen Präsidenten an Ankara, die Abrissentscheidung noch einmal zu überdenken, wurde nicht entsprochen.

Herr Erdogan höchstselbst hat verfügt, das Mahnmal zu entfernen.

Das Denkmal sei „monströs“ und „abartig“, urteilte er und befahl den sofortigen Abriss. Erdogans nachgereichte, offizielle Begründung entspricht der muslimisch-konservativen Linie seiner Partei, der AKP: Das Mahnmal überschatte die Grabstätte des Sufi-Heiligen Hasan Harakani und eine Moschee. „Es ist undenkbar, dass dieses Ding dort stehenbleibt“, sagte der Ministerpräsident.

In der nachgereichten Begründung mag tatsächlich  die „eigentliche“ Ursache für die Abrissverfügung genannt sein. Sie ist aber keineswegs weniger empörend und beleidigend als die augenscheinlichere Version: Die Türkei erkennt bis heute nicht den Völkermord an den Armeniern als von ihr verübtes Unrecht an, demzufolge kann und darf es auch ein „Friedensmal“, das daran erinnert, nicht geben.

Nicht zuletzt spielt sicher auch die Tatsache  für die Zerstörung des Denkmals eine Rolle, dass die Armenier Christen sind. Denkmäler für getötete und misshandelte Christen in direkter Nachbarschaft zu einer Moschee ist von daher sicher eine zu große Zumutung für muslimische Türken, die den Mord an Christen immer noch tabuisieren.

(Dass ein Mahnmal zum Völkermord  unmöglich die Grabstätte eine Sufi-Heiligen überschatten darf und noch viel weniger eine Moschee, sollten darüberhinaus hierzulande alle sonst so laizistisch gesinnten Menschen bedenken, die kein Problem damit haben, das Großmoscheen in deutschen Städten das Gesicht eines ehemals rein christlichen Stadtteils vollkommen verändern und beherrschen.)

Die Zerstörung des Denkmals passt jedoch in das Bild, das die Türkei im Umgang mit Christen unter Erdogans Führung abliefert. Ich erinnere hier an den Rechtsstreit um das uralte christliche Kloster „Mor Gabriel“, in dem erst vor wenigen Monaten entschieden wurde, dem Kloster die Ländereien abzuerkennen.

Die Solidarität deutscher Politiker mit Mor Gabriel dürften an dem langfristigen Verlust des Klosters wohl nicht mehr viel ändern.

Die politische Situation der Türkei verändert sich weiter.

Erdogan,  soviel ist sicher, hat trotz öffentlich bekundeter Beitrittswilligkeit, aber völlig im Einklang mit inoffiziellen Verlautbarungen,  keinerlei Interesse mehr an einer türkischen EU-Mitgliedschaft.

Dass er dennoch nach außen hin an den Beitrittsforderungen festhält, hat wohl eher mit dem Geschäftssinn der türkischen Regierung zu tun, wie man mit einem Blick auf diesen Bericht unschwer selber feststellen mag:

Türkei erhielt 2009 mehr als eine halbe Milliarde Euro

Eine Studie der euroskeptischen Organisation Open Europe belegt nun, dass weniger als die Hälfte der Gelder aus Brüssel wirklich armen Ländern zugute kommen. So führt die Türkei im Jahr 2009 mit rund 550 Millionen Euro die Rangfolge der Hilfsempfänger an.

// Allerdings sind dabei auch Gelder aus den Töpfen eingerechnet, die Brüssel EU-Kandidaten zur Vorbereitung auf die Mitgliedschaft bereitstellt.

Würde Herr Erdogan ganz offen auf den EU-Beitritt verzichten, könnte er ja auch nicht länger die schöne „Beitrittshilfe“ einstreichen. Und den möchte ich sehen, der freiwillig auf eine halbe Milliarde Euro verzichtet. So verlangt er weiterhin den Beitritt und macht gleichzeitig eine Politik, die sich immer weiter von der EU entfernt.

Ich bin gespannt, wann  das   – außer Herrn Kauder  – auch den zuständigen Verhandlungspartnern in Europa endgültig klar wird und wüsste zu gerne, was Cem und Claudia dazu sagen…

NACHTRAG

 welt-online   berichtet heute, 21. 4. 2011 und schreibt:

So wird die Welt jetzt Zeuge eines barbarischen Akts, der die Türkei auf eine Stufe mit den afghanischen Taliban stellt. Die zerstörten vor zehn Jahren, im März 2001, die 1400 Jahre alten Buddha-Statuen von Bamiyan. Den wegen islamistischer Umtriebe 1998 zu zehn Monaten Gefängnis verurteilten Tayyib Erdogan dürfte dieses Vorbild nicht wirklich beunruhigen.

(Hervorhebung von mir)

Es sollte aber die beunruhigen, die immer noch meinen, die Türkei unter der Führung Erdogans gehöre zu Europa. Und darüberhinaus sollte es denen zu denken geben, die kein Problem damit haben, dass türkische Kinder in Deutschland von Imamen aus der Türkei in diesem islamistischen Sinn erzogen werden.

Kein Zynismus, bittere Realität… 19. April, 2011

Posted by Rika in aktuell.
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Misrata ist nicht Gaza…

… sonst wären Norman Paech, Andreas Buro, Anette Groth, Inge Höger, Rupert Nedeck, Hajo Meyer und all die anderen Degeneraten der Friedensbewegung längst damit beschäftigt, Demos zu organisieren, Resolutionen zu verfassen und Schiffe anzumieten, um den Belagerten zu Hilfe zu kommen. Aber Misrata ist eben nicht Gaza, und da kommt es auf ein paar Hundert tote Zivilisten mehr oder weniger nicht an. Das linksreaktionäre Gutmenschenpack schweigt und bereitet sich auf seinen nächsten Trip in das Getto von Gaza vor, wo es von den regierenden Berufskriminellen sehnsüchtig erwartet wird. Derweil geht das Blutbad in Libyen weiter:

So beginnt ein Beitrag bei „achgut„.

Weil er so sehr für sich spricht, gebe ich ihn einfach nur weiter.

Gaddafis Leute gehen mit brutalster Härte gegen das eigene Volk vor, ohne Rücksicht auf die unbewaffneten Frauen, Männer und Kinder, ohne Erbarmen, ohne jedes Maß. Sie gehen neben Krankenhäusern in Stellung, nehmen Kinder als Schutzschilde und schießen von den Dächern auf alle, die sich auf den Straßen befinden.

Die Guten, die Linken, die Grünen und die Anhänger des Propheten schweigen.

Die Nato werde ihre Angriffe auf die Ghadhafi-Truppen fortsetzen, um im Einklang der Uno-Sicherheitsratsresolution 1973 das Leben von Zivilisten zu schützen, erklärte der Chef des Nato-Einsatzes in Libyen, der kanadische General Charles Bouchard. Doch den Nato-Kampfpiloten seien zunehmend die Hände gebunden. Denn ihre schweren Waffen würden die Ghadhafi-Truppen in der Nähe von Spitälern, Schulen und Moscheen aufstellen.

(Hervorhebung von mir)

Die Taktik kennen wir doch!

Schwere Waffen in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und Schulen, Munitionsdepots in Moscheen, das Hauptquartier im Keller eines Krankenhauses!

Das ist die Taktik der Feiglinge von der Hamas (während des Gazakrieges), der Hisbollah (im Libanonkrieg).

Die Araber verstecken sich hinter ihren Frauen und Kindern!“  und nehmen deren Tod in Kauf.

„Wir lieben den Tod so wir  ihr das Leben!“ brüllt Hamas MP Fathi Hamad seinen (israelischen) Feinden entgegen.

Diese Todesliebe wird auch in Libyen im Kampf um die Macht noch viele Opfer fordern.

„Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ sagt Jesus

Johannes 14, 19

HERR, erbarme dich

Pessach… 18. April, 2011

Posted by Rika in judentum.
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Heute beginnt PESSACH  mit dem Sederabend.

Ich wünsche allen jüdischen Leserinnen und Lesern

P E S S A C H   S A M E A C H   V E K A S C H E R

Für alle Interessierte in diesem Jahr ein Hinweis auf die „Jüdische Allgemeine“ mit ihrem Beitrag zu Pessach und auf eine jüdische Info-Seite die viele Informationen zum Judentum und natürlich auch Pessach bietet.

„Israel macht Teenager für Mord an Siedlern verantwortlich…“ 17. April, 2011

Posted by Rika in islam, israel.
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schreibt der Spiegel heute

und es hört sich so an, als sei Israel der Übertäter (wie kann man nur Teenager einen Mord anhängen?) und nicht die arabischen jungen Männer, die kaltblütig die Eltern, ein Baby und zwei weitere Kinder der Familie Fogel in Itamar im Schlaf abschlachteten!

„Israel macht verantwortlich!“

Hätte es aber nicht heißen müssen:

Arabische junge Männer sind für den Tod unschuldiger Menschen verantwortlich!?

„…macht Teenager verantwortlich“,

so als sei da ein „dumme-Jungen-Streich“ passiert, als würden nicht zurechnungsfähige Kinder von der „Staatsmacht Israel“ völlig unangemessen zur Rechenschaft gezogen.

Aber wenn man beim Spiegel schon meint, das „zarte Alter“ der Mörder hervorheben zu müssen, hätte man dann nicht zumindest ebenso auf die Erziehung zum Hass hinweisen müssen, die palästinensische Kinder vom frühesten Alter an „genießen„? Auf die Verantwortung der Eltern, die den Hass der Kinder fördern? Auf die palästinensischen Amtsträger, die Mord an Juden mit lebenslanger Geldzuwendung „belohnen“?

Wir kennen doch alle die Bilder von süßen kleinen Kerlchen im Kampfanzug und in Märtyrerpose. Wir lesen doch immer wieder von Müttern, die sich nichts sehnlicher für ihre kleinen Babies wünschen, als einmal in den heiligen Krieg zu ziehen, ein Dschahid zu werden, einer, der vielen Menschen den Tod bringt. Selbst hier in Deutschland werden doch kleine Jungen bei den alljährlich stattfindenden Demonstrationen zum „Al Kuds-Tag“ stolz in Märtyrerkluft gezeigt.

Und schon die kleinen arabischen  Kinder lernen, dass das Töten von Juden eine legitime Sache ist, die mit Freudenfesten auf den Straßen nicht nur in den palästinensichen Wohngebieten – auch im arabischen Ausland – und mit Süßigkeiten für die Kleinen gefeiert wird.

Nein, das erzählt der Spiegel nicht.  Diesen Zusammenhang stellt er nicht her und darauf  können wir auch in Zukunft lange warten. Nein, der Spiegel bleibt sich und seiner israelkritischen Linie treu. Er will seinen Lesern ganz andere Zusammenhänge zur Rechtfertigung plausibel machen wenn er schreibt:

Den beiden Palästinensern wird vorgeworfen, am Abend des 11. März in die südlich von Nablus gelegene Siedlung Itamar eingedrungen und dort die fünfköpfige jüdische Familie Fogel getötet zu haben. Das jüngste Opfer war ein drei Monate alter Säugling. Das grausame Verbrechen war weltweit verurteilt worden – auch von der gemäßigten Palästinenserführung in Ramallah. Die israelische Regierung reagierte auf die Tat, indem sie den Bau neuer Siedlungen ankündigte.

Israel kündigt neue Siedlungen an.

Der Bau von Siedlungen als „Vergeltungsmaßnahme“!

So einfach strickt sich der Spiegel seine Geschichten. Und Siedlungen, das weiß inzwischen jedes Kind,  ist das gängige Synonym für Unrecht! Gegen Unrecht darf, nein muss Widerstand geleistet werden. Nur die Wahl der Mittel war in diesem Fall nicht ganz angebracht. Ein Baby und Kinder im Schlaf  zu töten ist selbst  israelfeindlichen Propalästinensern hier in Deutschland nur schwer als „legitimer“ Widerstandskampf zu vermittelt.

Der Kampf selbst aber,  das ist der Unterton, der dem Artikel unterlegt ist, der sich  gegen die Besatzungsmacht und erst recht gegen die Siedler und gegen die israelische Regierung richtet, die den Siedlungsbau fördert, dieser Kampf ist absolut legitim.

Und so klingt auch die knappe Beschreibung der Sicherheitsmaßnahme, die Israel nach den Morden verhängt hatte,  im Spiegelartikel eher nach Willkür denn nach Ermittlungsarbeit nach einem Kapitalverbrechen:

Israelische Ermittler hatten unmittelbar nach der Tat eine Ausgangssperre über Awarta verhängt. Anschließend mussten die Bewohner laut Bürgermeister Kais Awad Blut- und Speichelproben sowie Fingerabdrücke abgeben.

Welch eine Zumutung: Ausgangssperre, Fingerabdrücke, Speichelproben!

Pure Schikane. Man hört den Bürgermeister förmlich jammern!

Der Spiegel hat sich mit dieser „Berichterstattung“  wieder einmal selbst übertroffen. Unüberhörbar ist der kritische Unterton Israel gegenüber, und trotz des überaus grausamen Verbrechens kommt ihm kein Sterbenswörtchen der Kritik an den Mördern und dem mörderischen System des „palästinensischen Befeiungskampfes“ über die Lippen.

Und weil das alles ganz gewiss gar nichts mit „den Palästinensern“   und erst recht nichts mit dem Dschihad-System des  Islam zu tun hat, bietet der Spiegel  den ideologischen Hintergrund zur Tat diesmal  bei der  „marxistischen Volksfront zur Befreiung Palästinas“. Diese Wohltätergruppe wird dabei allerdings nicht nur mit dem Attribut „terroristisch“ belegt, sie wird damit quasi herausgehoben aus dem  übrigen terroristischen palästinensichen Kampf gegen Israel, losgelöst von den Raketen der Hamas, dem Selbstmordattentat am Jerusalemer Busbahnhof, den vielen Anschlägen, die die israelischen  Sicherheitskräfte immer wieder verhindern können, losgelöst auch von den Hasspredigern in den Moscheen, von dem schrecklichen Mord an dem italienischen „Friedensaktivisten“, losgelöst von Hisbollah und den Mullahs im Iran.

Perfider geht es kaum noch!

Grüße aus der Hölle… 15. April, 2011

Posted by Rika in islam.
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Mit barbarischer Grausamkeit haben fanatische  Anhänger der Religion des Friedens klar gemacht, in wessen Dienst sie stehen und wie der Geist heißt, der sie leitet:

Fanatischer Hass und  todbringende Gewalt.

Das Mantra von „Allah der Barmherzige“, das auch die militanten Friedensbringer der einzig wahren Religion herunterbeten,  erweist sich einmal mehr als die große Verblendung und Lüge, hinter die sich die Anhänger des Propheten zurückziehen wenn man sie anspricht auf die Gewalt, die sie im Namen ihres Gottes ausüben, auf die Morde, die sie für die Sache Allahs begehen, auf den Terror , mit dem sie gegen „die Ungläubigen“   wüten.

Sie, die  Mitglieder einer islamistischen Terrorgruppe,  morden einen Menschen,  der sich bewusst und aktiv für die Sache der Palästinenser einsetzt. Sie nutzten ihn als „Spielball“ im Kapf gegen die nicht minder terroristische Bande der Hamas, mit der sie im Clinch liegen zu Durchsetzung einer noch radikaleren islamischen Lebensweise in Gaza.

Es ist grausam und feige zugleich, dass sie sich einen „Ausländer“ aussuchen, um ein Exempel zu statuieren, und gleichzeitig ist es ein Signal an die Welt, dass sie vor nichts und niemandem zurückschrecken, wenn es darum geht, ihre Ziele durchzusetzen.

Es ist erbärmlich was sie bewegt und zutiefst unmenschlich was sie tun.

Niemand, der außer einem Funken Verstand auch noch  einen Rest Empathie für andere Menschen hat und Gefühle wie Mitleid und Erbarmen hegt, kann sich an die Seite der gewalttätigen palästinensischen  Kämpfer stellen, mögen deren Ziele auch für manche hier im Westen erstrebenswert erscheinen. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.

Das gilt auch für die Terrortruppe Hamas und ihre Spießgesellen von der Hisbollah und erst recht  für den schändlichen Antreiber in Teheran.

Dass dieser Mord in Deutschland bisher kein großes Medienecho ausgelöst hat und man auch auf die sonst übliche Litanei der Grünen und Guten vergeblich wartet, liegt übrigens daran, dass es KEIN Israeli war, der gemordet hat. Es ist den Palästinenserfreunden vermutlich etwas peinlich, dass ihre Hätschelkinder in dieser fürchterlichen Art und Weise für Frieden im Nahen Osten zu sorgen gedenken und auch vor freundlichen Ungläubigen nicht Halt machen.

…….

Zum gleichen Thema äußert sich

Claudio Casula

und finden sich Links bei Achgut

Frau Schavans seltsame Schwärmerei… 13. April, 2011

Posted by Rika in islam.
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Annette Schavan

„Am 10. Juni 1955 in Jüchen, Kreis Neuss geboren, wuchs Annette Schavan in Neuss auf und machte dort 1974 Abitur. Von 1974 bis 1980 studierte sie in Bonn und Düsseldorf Erziehungswissenschaft, Philosophie und Katholische Theologie. Sie promovierte 1980 mit einer Arbeit über Gewissensbildung zum Dr. phil. 2009 wurde sie zur Honorarprofessorin für Katholische Theologie an der Freien Universität Berlin ernannt, erhielt die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität in Kairo und wurde zum ordentlichen Mitglied der Klasse I – Philosophie und Kulturhistorische Wissenschaften der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt.“

(Hervorhebung im Text von mir)

Die  Bildungsministerin hat heute wieder einmal gezeigt, dass sie eine außergewöhnliche Frau ist:

„Schavan schwärmt von muslimischer Frömmigkeit“

Ja, so steht es da, nachzulesen bei Welt-online.

Schavan sagte in dem Interview, sie fasziniere am Islam „die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben“. Manche Christen würden bereits „ein Anzeichen von Fundamentalismus“ darin sehen, in der Öffentlichkeit zu beten. „Dass Muslime ihre Religion nicht meinen verstecken zu müssen“, gefalle ihr. Kritik äußerte Schavan an der Tendenz des Islam, die Religion zu politisieren.

Ob sie unter „eigene Frömmigkeit zu leben“ auch die Zwangsverheiratung von Mädchen, die Unterdrückung der Frau, die Orientierung des Rechtssystem am Koran und der Scharia versteht?

Ob sie bei „eigener Frömmigkeit zu leben“ so illustre Gestalten wie den seltsamen „Vogel“ meint oder  islamische Hassprediger und hoffnungsvolle Jungterroristen wie die „Sauerlandgruppe“ oder die „Kofferbomber von Köln“ ?

Interessant ist ihre Bemerkung,  es  gefalle ihr, dass Muslime meinen, ihre Religion nicht verstecken zu müssen. Bei ihrer eigenen „Herkunftsreligion“ sieht sie das „Verstecken“  nämlich eher als eine dringende Notwendigkeit an, jedenfalls was ihre katholisch engagierten Parteifreunde in der CDU betrifft. Im vergangenen Jahr gab sie diese Meinung zum Besten:

„Schavan kritisert Arbeitskreis Engagierter Katholiken“

Im Blick  hatte sie die Freunde in der Partei, denen das christlich-konservative Profil nicht mehr hinreichend deutlich war. Dafür wurde Frau Schavan umso deutlicher:

Christlich ist nicht gleich konservativ, und Katholiken sind keine Minderheit in der CDU: Der Partei-Vizevorsitzenden Annette Schavan behagt der neue katholische Arbeitskreis in der CDU gar nicht.

Frau Schavan hegt wohl die Befürchtung, dass ein Arbeitskreis „Engagierte Katholiken in der CDU“  das Bild der CDU in der Öffentlichkeit beeinträchtigen und damit Wählerstimmen kosten  könnte, denn:

Derzeit bestehe in der Partei die Gefahr, mit dem Begriff „christlich“ inflationär umzugehen. Das „C“ bleibe aber der Kompass der CDU. „Wer eine christliche Seele vor allem als konservative Seele versteht, fügt ihr Schaden zu“, betonte die Bundesbildungsministerin.

(Wobei aus der Satzkonstruktion nicht ganz ersichtlich wird, wer da Schaden nimmt, die CDU oder die „Seele“ 😦  )

Die Ministerin  meint wohl doch die Partei:

Was die Kritiker an der CDU bemängelten, betreffe vielmehr Veränderungen in der Gesellschaft. „Hinter der Kritik steckt die Trauer über diesen gesellschaftlichen Wandel„, sagte Schavan. Anstatt die Parteivorsitzende Angela Merkel (CDU) als Retterin zu rufen, müsse sich die Partei damit auseinandersetzen, wie sie mit den Veränderungen umgehen wolle.

(Hervorhebung von mir)

Als „gesellschaftlichen Wandel“, den die parteiinternen Kritiker  „betrauern“, wie Frau Schavan sagt, wird auch die langsam fortschreitende Islamisierung wahrgenommen, wie aus dem weiteren Text hervorgeht. Und unausgesprochen klingt damit an, dass in einer mehr und mehr säkularen Gesellschaft einerseits und bei der wachsenden Zahl muslimischer Wahlbürger andererseits, die CDU nicht mehr auf die „christliche (Wahl)Mehrheit“, hoffen kann, sondern allenfalls eine „respektable christliche Minderheit“  anspricht. Es wird also Zeit, sich um neue Wähler zu kümmern und da könnten allzu engagierte Christen – noch dazu Katholiken, die im vergangenen Jahr mit erheblichem Vertrauensverlust durch die Missbrauchsfälle zu kämpfen hatten, doch eher hinderlich sein.

Neue Wähler lassen sich aber vielleicht in einem „nicht-christlich-frommen Milleu“ finden und darum wird das „C“ zurückgefahren, zugunsten der „selbstbewusst die eigene Frömmigkeit lebenden“ Muslime.

Die Kehrtwende ist erfolgreich eingeleitet!

Wir wissen ja inzwischen aus berufenem Munde, dass der Islam zu Deutschland gehört. Und damit das auch mit deutscher Gründlichkeit und gemäß deutscher bürokratischer Gepflogenheiten systematisch ausgebaut und  „die selbstbewusste Weise, die eigene Frömmigkeit zu leben“ aufs Trefflichste weiter entwickelt werden kann, soll nach dem Willen der Frau Schavan der Islamunterricht (natürlich auf streng akademisch-wissenschaftlicher Basis) in Zukunft zur schulischen Selbstverständlichkeit werden.

Damit könnte ich ja sogar  einverstanden sein, zumal in Deutschland ausgebildete islamische Religionslehrer, die wie alle Lehrer dem deutschen Staat verpflichtet sein müssten,   an die Stelle der aus der Türkei abgesandten Imame treten könnten. Damit würde die ideologisch-politische Dimension des Islam vermutlich weniger stark betont und ins Gewicht fallen. Das mag auch eine der Überlegungen im Strategiewechsel sein.

Glaubhaft wäre Frau Schavans Vorstoß aber nur dann, würde sie nicht weiterhin von einer „inflationären“ Nutzung des“C“ wie „christlich“ reden und den „selbstbewusst die eigene Frömmigkeit lebenden“ Christen kritisch  entgegentreten.

Denn damit meint sie – so befürchte ich es zumindest – nicht nur das „C“ im Parteinamen, sondern das „C“ als „noch“ gängiges  und geltendes Attribut für die  Beschreibung unseres religiösen und kulturellen Selbstverständnisses:  Wir sind Teil des  „christlichen Abendlandes“.

PS  Was, so frage ich mich ganz nebenbei, ist mit Frau Schavan seit ihrer aktiven „katholischen Zeit“ (siehe Biographie) passiert?

Hat sie die Ehrendoktorwürde der Kairoer Universität möglicherweise in irgendeiner Form als Verpflichtung erlebt?

Hat Wulff möglicherweise als Stimme seiner Kanzlerin den „neuen“ noch unveröffentlichten Kurs derselben erstmalig in der Öffentlichkeit getestet?

Und setzt Frau Schavan lediglich die Kanzlerinnenlinie fort, ohne das diese sich zu genau exponieren muss und hält sie so der Chefin selbst den Rücken für eine mögliche (nochmalige) Kehrtwende frei, falls das mit der Wählergunst doch ins Auge gehen sollte?

Hier darf fröhlich weiter spekuliert werden. Nur eines ist sicher, eine kluge Frau wie Annette Schavan, setzt solche Töne nicht absichtslos und rein aus Versehen in die Welt!

„When will they ever learn…?“ 13. April, 2011

Posted by Rika in israel.
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klagte man  mit dem wohl bekanntesten Antikriegslied „Where have all the flowers gone?“ in den Jahren der Friedensbewegung. Die Frage darauf ist bis heute nicht beantwortet, wie man so leicht mit einem Blick in die Gegenwart der kriegerischen Konflikte dieser Welt erfahren kann.

Und auch die Frage:  „Wann wird man je verstehn?“ in der deutschen Fassung „Sag mir wo die Blumen sind!“ findet bis heute keine Antwort. Dabei geht es nur vordergründig darum zu begreifen wo Blumen, Mädchen, Männer,  Soldaten, Tote und Friedhöfe geblieben sind, eigentlich fragt das Lied danach, wo die Menschen ihren Verstand gelassen haben, ihre Fähigkeit, Zusammenhänge zu durchschauen, die Zeichen der Zeit zu erkennen.

„Wann wird man je verstehn?“

Das war mein erster Gedanke, nachdem ich die Glosse von David Horovitz  gelesen hatte, die    Liza – in der Übersetzung von Stefan Frank –   in seiner „Welt“ weiterreicht:

Sie haben ihre Armee ebenfalls zurückgezogen. Bis auf den letzten Panzer und den letzten Soldaten. Der Einzige, den wir jetzt hier haben, ist Gilad Schalit. Einige von ihnen dachten, das könnte unsere Begierden befriedigen. Idioten. Sie dachten, die „internationale Gemeinschaft“ würde uns die Hölle heiß machen, wenn wir weiterhin versuchen, sie zu töten. Dummköpfe. Natürlich haben wir nicht daran gedacht, damit aufzuhören, und natürlich hat sich niemand angeschickt, uns aufzuhalten. Wir werden nicht einhalten, bis wir sie alle ganz aus Palästina herausterrorisiert haben. Es ist übrigens nicht so, als würden wir daraus ein Geheimnis machen; das steht ja alles in unserer Charta. Aber, der Himmel steh uns bei, sie sind nicht leicht zu bewegen. Und sie schätzen das Leben. Sogar das unserer Leute.

Hervorhebung von mir.

Die internationale Gemeinschaft hat „die Reihen fest geschlossen“, ganz im Sinne des Wortschöpfers und ist sich einig in der Feindschaft, zumindest aber in der  „kritischen Freundschaft“ zum Staat der Juden.

„Wann wird man je verstehn“, dass das ein verhängnisvoller Irrweg ist?

Wir stellen sicher, dass unsere Kämpfer von Zivilisten nicht zu unterscheiden sind; wir tragen keine Uniformen. Und trotzdem bestehen diese Juden darauf, ihr Feuer zurückzuhalten, bis sie einigermaßen sicher sein können, nur unsere Männer zu töten. Unglaublich. Wir tun alles, was wir können, damit unsere gewöhnlichen Bürger getötet werden, und sie tun alles in ihren Kräften Stehende, um sie nicht zu töten. Was für eine verkehrte Welt ist das? Woher wissen sie überhaupt, wer unsere Kämpfer sind? Denkt mal an die Ressourcen, die sie aufwenden, um sicherzustellen, nicht die falschen Leute zu töten! Gott sei Dank ist der Rest der Welt zu blöd oder zu borniert, um zu kapieren, was los ist; Gott sei Dank haben sie noch nicht spitz gekriegt, dass wir unsere Leute absichtlich in Gefahr bringen und diese Juden ihr Bestes tun, um sie nicht zu verletzen.

(Hervorhebung von mir)

„Wann wird man je verstehn“ was mit der Welt los ist?

Wann wird sie ihre Blindheit ablegen und erkennen, wie sie ticken, denen die demokratischen Gesellschaften dieser Welt  „Verstehen“ über jeden Verstand hinaus entgegenbringen und  Unterstützung durch  propagandistische, ideologisierende, Israel diffamierende Aktionen, zweifelhafte Blockadebrecher und nicht zuletzt  durch finanzielle Mittel zukommen lässt?

Ich schwöre, manchmal fange ich an, mich zu fragen, ob Gott auf ihrer Seite ist. Verrückt, was? Ich weiß nicht, was in mich fährt. Aber schau dir die Indizien an: Dieses Wochenende ist eine unserer Grad-Raketen in der Nähe des Verwaltungsgebäudes eines Kibbuz niedergegangen. Eine andere direkt neben einer Schule in Ofakim. Kein einziges Todesopfer. Am Donnerstag hätten wir einige Minuten früher einen Bus voller Schulkinder nahe dem Kibbuz Sa’ad erwischt. Aber nein, sie sind ausgestiegen, kurz bevor wir dieses gelb leuchtende leichte Ziel getroffen haben, und alles, was es uns brachte, war ein Teenager und der Fahrer.Was? Was sagst du? Die Waffen niederlegen? Die Unverletzlichkeit menschlichen Lebens verinnerlichen? Lächerliches Gewäsch. Als Nächstes wirst du mir erzählen, ich solle mit ihnen Frieden schließen. Anerkennen, dass sie ein Recht haben, hier zu leben. Einen Staat neben dem ihren aufbauen. Unserem Volk eine bessere Zukunft geben. Unser Augenmerk weg von Krieg und Gewalt und hin zu etwas Produktivem richten. Niemals, sage ich dir, nie.

(Hervorhebung von mir)

„Wann wird man je verstehn“, dieses „NIEMALS“  und nicht mehr Israel für das Scheitern des Friedens verantwortlich machen?

Und wann wird man ihnen – der Hamas, der Hisbollah, der Fatah, dem Iran, den eifernden Islamisten und den linken wie rechten Israelhassern  –  das endlich glauben und die Seite wechseln und sich an Israels Seite stellen?

„Wann wird man je verstehn?“

Anteilnahme und Verständnis? 11. April, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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Vor zwei Jahren wurden im Jemen Mitarbeiter einer sozialen Einrichtung   entführt. Die Leichen der drei brutal ermordeten jungen Frauen wurden wenig später gefunden, zwei Töchter der ebenfalls entführten Familie wurden im vergangenen Jahr befreit, von den Eltern und ihrem kleinen Sohn  und einem weiteren männlichen Mitarbeiter (aus Endland) fehlt bis heute jede Spur.

Der Tod – zumindet der beiden deutschen Frauen – löste in Deutschland sehr unterschiedliche  Reaktionen aus. Von Anteilnahme und Mitleid, bis zur Schuldzuweisung, offener Häme und Herabwürdigung der jungen Christinnen war in den Beiträgen der Medien zu der Tragödie zu lesen, und in manchen Kommentaren zu den Berichten fehlte oftmals  jedes  Anzeichen für  schlichte Menschlichkeit, ein Tatbestand, der mich schon damals sehr bewegte.

Dabei war es gerade ihre im christlichen Glauben begründete Menschlichkeit, die die beiden Bibelschülerinnen bewegt hatte, ein Sozialpraktikum an einem Krankenhaus im Jemen zu machen und sich um die Ärmsten der Gesellschaft  zu kümmern.

Knapp zwei Jahre nach dem Tod der Bibelschülerinnen greift ein Film die tragischen Ereignisse noch einmal auf, schildert in den Aussagen der Familie und Freunde die jungen Frauen, ihren Glauben und ihre Motive zu dem Einsatz im Jemen.

Er zeigt aber auch die Trauer der Angehörigen, ihre Fragen und ihre Hoffnung auf Sinn und Trost.

Und wie die Ereignisse selbst, so löst auch der Film unterschiedliche Reaktionen aus, wie man unschwer an den Kommentaren in verschiedenen Foren ablesen kann, auf die ich bei der Suche nach mehr Informationen gestoßen bin. Doch während der Film  Mitgefühl und Verständnis zeigt, lassen das viele der Kommentatoren in den Foren vermissen.  Es zeigt sich immer wieder die gleiche Argumentationskette:

Christen  –  Mission –  verwerflich – selber Schuld – kein Mitleid – kein Verständnis.

Das ist die eigentliche  –  für mich sehr beklemmende –  Erkenntnis meiner Recherche…

Den Film gibt es hier:      Anita und Rita- vom Leben und Sterben …