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Das schlägt dem Fass den Boden aus! 6. April, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Gestern

– wir hatten gerade lieben Besuch von Freunden …

….  danke an Moni und Lothar für den schönen Besuch und den wunderbaren Frühlingsstrauß –

erreichte uns der Anruf des Anwalts unseres Vertrauens, er fragte irritiert nach, ob denn das Häuschen nun verschoben sei oder nicht, denn es sei ein Brief des Amtsgerichts eingegangen. Der Liebste sprach eine Weile mit dem Anwalt und erstattete uns kurz Bericht, was einige Spekulationen über warum und weshalb nach sich zog.

Die wurden heute durch die Post unseres Anwalts aus dem Weg geräumt, denn die Schreiben, die er uns übermittelte, ließen gar keinen Zweifel daran zu, dass der liebreizende Nachbar ein weiteres Mal das Gericht bemüht hatte mit folgendem Ergebnis:

Beschluss

In dem Zwangsvollstreckungsverfahren“

1. des Herr XXX

2. der Frau YYY  ***

***(das ist die verflossene Lebensgefährtin  des Herrn XXX  und ehemalige Mitinhaberin des nachbarlichen Besitzes in Form von Reihenhaus und Grundstück, aber das war und ist  dem Gericht  wohl noch nicht bekannt)                                                                                                                             Gläubiger

Prozessbevollmächtigte XYZ

gegen

1. Herrn Ehemann Rika

2. Frau Rika                    Schuldner

Prozessbewollmächtige ABC

hat das Amtsgericht (der schönen Stadt) durch den Richter des Amtsgericht (ZZZ) beschlossen:

Die Gläubiger werden auf ihren Antrag ermächtigt, die durch Urteil  (nähere Bezeichnung)

a) den auf das Grundstück der Gläubiger ragenden Teil der Grenzbebauung bestehend aus einem Holzgeräteschuppen nebst lose verglegten Platten zu beseitigen,

b) die auf dem Grundstück der Schuldner befindliche Grenzbebauung, bestehend aus einem Holzgerätehaus dergestalt zu sichern, dass von dem Dach der Bebauung kein Regenwasser auf das Grundstück der Gläubiger abfließt,

auf Kosten der Schuldner vornehmen zu lassen.

2. Die Schuldner haben zu diesem Zwecke das Betreten ihres Grundstücks durch die Gläubiger zu dulden und ihnen Zugang zu verschaffen.

3. die Schuldner werden zugleich verurteilt, an die Gläubiger 1.ooo,oo EUR als geschätzten Kostenvorschuss für die Vornahme der Maßnahme zu zahlen.

4. Die Kosten der Zwangsvollstreckung tragen die Schuldner als Gesamtschuldner.

….

Es folgt eine Begündung, die sich aus dem Urteil ergibt und die ich hier nicht auch noch abschreiben will, die  aber nachvollziehbar und angemessen ist, wenn man davon ausgehen müsste, dass wir den oben genannten Beschlüssen des URTEILS  nicht nachgekommen wären!

Wir sind aber den Beschlüssen nachgekommen!

Das Häuschen wurde „verhoben“
zwar in Abwesenheit des klagenden Nachbarn, aber unter den wachsamen Augen seines ebenfalls in der Reihe wohnenden Vaters, der, so haben einige unserer Freunde damas gesagt, sogar die Aktion fotografierte.

Im Januar herrschte aber noch trostloses Wetter, im Februar und März teilweise sogar noch Frost, sodass wir ohne Schäden für das ohnehin schon leicht beeinträchtigte Häuschen, den Dachüberstand nicht zeitnah entfernen konnten.

Der Liebste schrieb dem Nachbarn nach dem Versetzen des Häuschens einen freundlichen Brief, in welchem er ihm mitteilte, dass die notwendigen Arbeiten auch noch verrichtet würden, teilte seine Hoffnung auf eine Besserung des nachbarschaftlichen Verhältnisses mit und bat  gleichzeitig darum, das Grundstück zum Zweck der „Restarbeiten“  betreten zu dürfen. Die Erlaubnis wurde bis heute nicht erteilt!

Ende März haben der Liebste und sein Sohn dann den Dachüberstand abgesägt und die Regenrinne samt Abfluss angebracht. Wieder unter den kritischen Augen des Vaters, der kam und sich erkundigte, ob denn „der M.“ vorher gefragt worden sei. (Wir dürfen das Grundstück nämlich nur nach vorher schriftlich erbetener Erlaubnis und schriftlich gegebenem Einverständnis betreten!)  Er habe bereits im Januar um die Erlaubnis gebeten, ließe der liebste Gatte den werten Vater des Nachbarn wissen und teilte ihm auch mit, dass er  a) immer noch auf die Erlaubnis warte, nun aber b) auch ohne Erlaubnis  den Gerichtsbeschluss umzusetzen gedächte und c)  er, der Vater, nicht sein   Ansprechpartner in dieser Angelegenheit sei.

Man sieht, es herrscht eitel Freude am Gartenzaun.

Meine heimlich Vermutung und stille Befürchtung, dass der „freundliche Nachbar“   bisher die Erlaubnis schuldig geblieben war, um wieder etwas gegen uns in der Hand zu haben, hat sich wohl bestätigt.

Aber wie dumm muss jemand sein, den Vollzug des Versetzens in Abrede zu stellen, wenn gleich 3 Nachbarn aus der Reihe  und etliche weitere Personen die Aktion bestätigen können?

Ich würde ja gerne ein Bild der munteren Häuschenversetzer hier einfügen, möchte aber nicht ohne zu fragen die lieben Leute einer breiten Öffentlichkeit präsentieren!

Aber nach dem Versetzen wird der Grenzstein unter (dem  quadratischen Stein) freigelegt…

und anschließend die Stelle mit einem Stab markiert:

Der Stab steht dabei vollkommen auf „UNSERER“ Seite.

(Das alles war dem Nachbarn bekannt, bevor er die Zwangsvollstreckung beantragte!)

Übrigens leiten wir das in wahrhaft sturzflutartigen Bächen  sich ergießende eher tröpfelnd bis sparsam ablaufende Regenwasser (zunächst via Auffangeimer) in den Gartenteich. Wenn ich wieder fit bin, werde ich mich um den direkten Zulauf kümmern. Denn der Teich ist MEIN 🙂  Revier! Das walte Hugo!!!

Ach, ja, dann steht ja noch die Sache mit dem Zaun    – wieder oder noch –   im Raum,  das Gericht wird darüber im Juni beschließen, teilte uns unser Anwalt mit gleicher Post mit!

Ach, und auch dies noch:  Der gegnerische Anwalt schrieb uns vor ein paar Wochen einen Brief und beklagt darin, dass wir dem Beschneiden des Überwuchses noch nicht nachgekommen seien. Der liebste Gatte schrieb darauf zurück, dass er den Überwuchs bereits Ende November zurückgeschnitten habe, sollten aber ein paar Zweiglein inzwischen wiederum in des Nachbars Bereich eingedrungen sein, sei er gerne bereit, diese zu entfernen, er müsse aber dazu die Erlaubnis zum Betreten des Grundstücks einholen, die sei ihm bisher nicht erteilt worden! Der Anwalt schrieb zurück und erteilte die Erlaubnis. Daraufhin schnitt der liebste Gatte den unwesentlichen Überwuchs und die Zweige und Äste an der Grenze sehr, sehr gründlich zurück, sodass nun so schnell kein Zweiglein oder Blättchen mehr die Chance hat, den Nachbarn zu provozieren! Ich hatte darauf verzichtet, die Schreiben als unfreundlichen Akt gegen uns zu begreifen und deshalb auch nicht darüber berichtet…..!

Ach, ich müsste auch noch erwähnen, dass der Herr Nachbar nach dem Versetzen des Häuschens uns und den Nachbarn, die uns  geholfen und dabei das Grundstück des Klageführers betreten haben,  jeweils per Einschreiben einen mit Bibelzitaten beschmückten  Brief zukommen ließ, in dem wir des Hausfriedensbruchs bezichtigt wurden und uns strengstens verboten wurde, das Grundstück zu betreten!   Soviel zu seinem Wissen um das Versetzen und dem Antrag auf Zwangsvollstreckung zur Versetzung des Häuschens!!!

Ach,  und dies dann noch zum Schluss:

Das einmal als Holzgeräteschuppen und dann wieder als Holzgerätehaus bezeichnete Streitobjekt ist ein und dasselbe „Gebäude“, unser Gartenhäuschen, wie wir es nennen!

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