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Bin Laden – und die vielköpfige Hydra… 2. Mai, 2011

Posted by Rika in islam.
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Sie haben ihn also zuletzt doch noch besiegt, den Mann, den sie für die Zerstörung des World-Trade-Centers und den Tod so vieler Menschen verantwortlich machen:  Osama Bin Laden

Laut Medienberichten – hier stellvertretend spon – wurde der Chef der Terrororganisation al Qaida in einer spektakulären Aktion von amerikanischen Elitesoldaten getötet.

Damit ist das Terrornetzwerk al Qaida zwar seiner wichtigsten Symbolfigur entledigt worden, aber das Netzwerk selbst ist dadurch keineswegs ernsthaft beschädigt oder gar zerstört. Denn ähnlich wie der Hydra der griechischen Mythologie wachsen al Qaida bei jedem Verlust eines „Kopfes“ immer neue „Köpfe“ nach, sogar  hier im wohlmeinenden liberalen Deutschland.  Hydra konnte erst besiegt werden, als Herakles  den neunten,  unsterblichen,   Kopf der Schlange vom Rumpf trennte und ihn unter einem schweren Felsen  begrub, sodass ihm keine neuen Köpfe entspringen konnten.

Die Frage nach dem  „wer“ des unsterblichen Hauptes der „Hydra al Qaida“ wird indes nicht mit dem Namen eines Menschen beantwortet, wenngleich manche Kommentatoren Bin Laden dafür hielten. Das unsterbliche Haupt   al Qaidas  ist die Ideologie, die das Ungeheuer lenkt und immer neue Ungeheuer hervorbringt. Ungeheuer,  die immer wieder zu furchtbaren, grausamen Terroranschlägen aufrührerisch aufrufen, die alle Menschen im Namen der Hydra knechten,  misshandeln, unterdrücken und sogar vernichten , die sich ihrer Ideologie nicht gehorsam unterwerfen.

Das neunte Haupt der „Hydra al Qaida“  ist der  (militante)  Islam.

Dieses Haupt der Hydra abzuschlagen und unter einem Felsen zu begraben, wird nicht mit militärischen Mitteln gelingen. Dazu bedarf es vor allem der Kraft der Überzeugung menschlichen Geistes gegen die Hybris einer pseudoreligiösen Ideologie.

Es ist aber leider nicht erkennbar, dass die Hydra des 21. Jahrhunderts  leicht zu besiegen sein wird – weder mit den Mittel des Verstandes und der Argumente, noch mit Waffen  – , vielmehr müssen wir befürchten, dass ihren Köpfen überall auf der Welt neue Köpfe entspringen und Unheil und Schrecken verbreiten.

Die Schlange mit Demutsgebärden von ihrem Unwesen abzuhalten – wie es vielfach heute in Deutschland und Europa allzu eil- wie leichtfertig praktiziert wird -, war aber schon in der griechischen Antike kein probates Mittel. Es gilt vielmehr, ihr in allen ihren Formen entschlossen entgegen zu treten und ihre vielen, Verderben bringende Häupter mit dem „Feuer“ (der Aufklärung)  auszubrennen – um im Bild der griechischen Sage zu bleiben.

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