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Neues vom FUSS… 9. Mai, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Am 23. März wurde mein Fuß operiert,

dabei eines der zarten Knöchelchen um zwei keilförmige Knochenteile reduziert, dann wieder zusammengesetzt, mit Schräubchen an einem neu eingebrachten Metallplättchen befestigt, ein weiteres Knöchelchen ebenfalls  ein wenig eingekürzt und mit drei riesigen Nägeln stabilisiert!

Während Metallplatte und Schrauben auch fürderhin meinen Fuß bereichern und stützen, wurden die Nägel heute entfernt. Das war mir im Vorfeld etwas suspekt, weil der kleine Eingriff in „örtlicher Betäubung“ von statten gehen sollte. Bei „örtlicher Betäubung“ muss ich nämlich immer an Zahnarzt denken und dieser Gedanke treibt mir regelmäßig den Angstschweiß auf die Stirn, wobei ich fairerweise sagen  muss, dass meine Zahnärztin eine ganz wunderbare Frau ist und die erste und einzige, die mir kein unüberwindbares Trauma zugefügt hat. (Noch vor wenigen Jahren habe ich immer behauptet, dass ich lieber noch ein weiteres Kind bekäme, als zum Zahnarzt zu gehen….!)

Also die „örtliche Betäubung“ ist auch nicht mehr das, was sie mal gewesen sein  mag. Sie ist nämlich gut, sehr, sehr gut, einfach gut! Knapp unterhalb des Knies wird der Nerv, der für die Schmerzmeldung vom großen Zeh zum Gehirn zuständig ist, temporär außer Funktion gesetzt. Doch nicht nur der Zeh, der gesamte Fuß und das dazu gehörige Bein bis zum Knie ist vollkommen unempfindsam gegen alles was zwickt, zwackt oder schmerzt. Man (in diesem Fall ich) spürt rein gar nichts. Dafür hört und sieht man umso besser. Der nette Chirurg scherzt mit den Schwestern und der Patientin, auf dem Monitor sieht man das Fußinnere, lediglich der eigene Blick auf das Operationsfeld ist leicht verhangen, was aber nicht an einer Bewusstseinstrübung liegt, sondern an einem grünen Tuch, das dekorativ zwischen Bein und Bauch locker über einem eigens dafür angebrachten Gestänge drapiert ist.

Nach relativ kurzer Zeit sind die Nägel entfernt, und als ich meinen Fuß wieder sehe, steckt er in einem dicken, schön weißen Verband. Ich befühle mein Bein – und bin irritiert: Die Hand fühlt eine warme, weiche Oberfläche, das Bein fühlt nichts. Das ist total seltsam! Nicht unangenehm, aber merkwürdig. Unterhalb des Knies existiert mein Bein für meine eigene Körperwahrnehmung praktisch nicht, was auch zu einem höchst komischen Gang führt. Ich muss – wie ein Storch im Salat – das ganze Bein anheben und bewusst wieder aufsetzen und kann, solange die Betäubung anhält, auch nicht ohne Gehilfe gehen.

Der liebste Gatte holt mich nach einer angemessenen Wartezeit nach der Op mit dem Auto heim nach Hause, hilft mir in den schon erwähnten Liegesessel am Fenster…

(ist er nicht hübsch schlank geworden, mein Fuß? So schmal war er seit mindestens 20 Jahren nicht mehr!!!)

… und versorgt mich mit wunderbar frischem Wasser und köstlichem Essen – habe ich gesagt, dass ich seit Mitternacht weder gegessen (das geht ja noch an) noch getrunken habe (und das ist schon weniger gut auszuhalten!)?

Und natürlich sorgt er auch ununterbrochen für die richtige Kühlung ….

Morgen muss ich noch einmal zur Kontrolle zu dem netten Chirurgen und dann beginnt die Physiotherapie. Ich hoffe, dass ich in einigen Wochen wieder durch die Gegend rennen, im Gärtchen arbeiten und Volleyball spielen kann…

Und im nächsten Jahr halte ich es dann mit Miss Sophie: „Same procedure as last year…“

Übrigens: Die Nägel aus dem Zeh durfte ich als Andenken behalten:

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