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Völlig ungerührt… 15. Mai, 2011

Posted by Rika in israel.
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gibt  spiegel-online  die politische Zielrichtung der radikalislamistischen Terrororganisation Hamas wieder:

Die politische Führung der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen nutzt die Gelegenheit, um erneut Israels Existenzrecht in Zweifel zu ziehen. Hamas-Führer Ismail Hanija sprach am Sonntag vor etwa 10.000 Gläubigen nach einem Morgengebet vor der Omari-Moschee in Gaza-Stadt von der Hoffnung auf ein baldiges Ende des „zionistischen Projektes in Palästina“.

Ich nehme noch Wetten darüber an, was der Spiegel mit einem Statement gemacht hätte, das eine israelische Forderung auf das ganze – ehedem  als „Heiliges Land“ bekannte –  jüdische Gebiet beinhaltet (ein rein fiktives Gedankenspiel zur Verdeutlichung der Spiegle-Vorgehensweise!!!).  Uns würden die Ohren klingeln und antiisraelische Parolen und Tiraden um die Köpfe fliegen, dass wir nicht mehr wüssten wer wir sind –  sofern „wir“  zu dem Kreis der Israelfreunde zählen, die übrige vornehme Gesellschaft würde vermutlich in das Gebrüll einstimmen.

Aber die „Hoffnung auf ein baldiges Ende des ‚zionistischen Projektes in Palästine'“ kann man mal eben so weiter reichen wie ein Sahnetörtchen zur Feier des Tages!

Da muss nicht mal ein halbwegs schamvoller Kommentar nachgereicht werden, in dem sich der betreffende Redakteur zumindest formal korrekt beeilt, das Existenzrecht Israels als bindend zu bezeichnen.

Auf die Idee, gerade diese Position der Hamas als größtes Hindernis auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden Israels mit der arabischen  Bevölkerung des Gazastreifens und des Westjordanlandes anzusehen, kommt spiegel-online erst recht nicht. Vielmehr zeichnet man in dem Bericht wieder einmal das Bild der „militärischen Macht Israel“, die auf Leute schiessen lässt,

die versucht haben sollen, von Syrien aus die Grenze nach Israel zu überqueren.

Man bedient sich schon in den ersten Sätzen dieses Berichts des den  Zweifel säenden Konjunktivs, bestreitet damit indirekt das schuldhaftes Vorgehen der arabischen Grenzverletzer. Dass es in der Vergangenheit niemals etwas Gutes bedeutete, wenn arabische Leute ungefragt die Grenze nach Israel verletzten und auf israelisches Gebiet vordrangen, ist den tapferen Berichterstattern keine Silbe wert. Dass Israel seit Jahren von arabischem Terror überzogen wird, genauso wenig.

Stattdessen macht man sich die Nakba-Legende zueigen, indem man wie folgt berichtet:

Die Demonstration ist vermutlich Teil der Gedenkveranstaltungen, mit denen Palästinenser weltweit der Flucht und Vertreibung hunderttausender Araber im Vorfeld und in Folge der israelischen Staatsgründung am 14. Mai 1948 gedenken.

(Hervorhebung von mir)

Dabei bedienen sie sich wieder der höchst wirksamen Methode der Auslassung in der Berichterstattung:

Wie jederman weiß – aber zumindest wissen könnte – erklärten die arabischen Staaten dem gerade neu gegründeten Staat Israel umgehend den Krieg und setzten die Kriegserklärung genauso umgehend in die Tat um. Flucht und Vertreibung passierten nicht infolge der israelischen Staatsgründung, sondern infolge der Kriegserklärung durch die Araber und die damit von den Arabern eingeleiteten Kriegshandlungen.

Wenn heute in Deutschland jemand behaupten würde, das Dritte Reich habe sich gegen die Kriegserklärung der Polen lediglich zur Wehr gesetzt und damit den Zweiten Weltkrieg ausgelöst, würde das im Spiegel (und hoffentlich nicht nur dort!!!)  einen Sturm der Entrüstung auslösen  – völlig zu Recht, wie jeder weiß.

Der gleiche Spiegel jedoch verdreht in Bezug auf  den ersten arabisch-israelischen  Krieg die Tatsachen in unerträglicher  Weise, indem er verschweigt, wer den Krieg begonnen und wer sich verzweifelt gegen die drohende, Existenz vernichtende, Niederlage stemmen musste.

Die Araber (Subjekt) bekämpften (Prädikat) Israel (Objekt)! Damit das auch grammatikalisch vollkommen klar ist! Und noch einmal zum mitdenken:

Israel wurde (immer und immer wieder) von den Arabern bekämpft.

Daran hat sich bis heute nichts geändert und wird sich –  wie der Spiegel selbst so anschaulich wiedergibt – nach dem Willen der Hamas auch nichts ändern.

Der Spiegel ist zu einem antiisraelischen Hetzblatt verkommen!

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Kommentare»

1. BillBrook - 15. Mai, 2011

War er jemals was anderes? Liza hatte zum 60. Geburtstag des Spiegels einen Artikel mit dem Titel „Horst Mahler wird 60“ in dem er gesammelte antisemitische Zitate von Augstein brachte, die sämtlichst auch von mahler hätten kommen können und dann erst am Ende aufklärte, dass es nicht Mahler, sondern Augstein war.

2. jewbedoo - 18. Mai, 2011

Hi, keine Einwände Euer Ehren. Was „Nahost“ im Allgemeinen und Israel im (ganz) Besonderen betrifft, so scheint SPON mittlerweile die völkische Erziehungsfunktion des „Stürmers“ adaptiert zu haben. Gegen Massenpsychose/-hysterie ist freilich kein (German)Kraut(s) gewachsen.

Der guten Ordnung halber, und weil es sich noch nicht überall herumgesprochen/geschrieben hat, sei an dieser Stelle vorsorglich auf einen Vorgang aus dem Hause SPIEGEL verwiesen, der vielleicht erklärt (aber nicht entschuldigt!), warum sich das Sturmgeschütz der deutschen Demokratie so leidenschaftlich an Israel abarbeitet: http://www.profil.at/articles/1119/560/296514/die-flecken-aufdeckermagazins-der-spiegel

(Wer die Print-Ausgabe des SPIEGEL trichterförmig zusammenrollt, kann darin übrigens prima hineinkotzen. Shalom.)


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