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Beim Bau der Sicherheitsanlage historische Begräbnisstelle entdeckt! 25. Juni, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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Sicherheitsanlage?

Historische Begräbnisstelle?

Moment!

Nein, glauben Sie das jetzt nicht!

Es handelt sich nicht um ein frührömisches Pharaonengrab in der Nähe der  sogenannten „grünen Linie“!

Ich wollte nur mal eine Effekt heischende Überschrift in die Welt setzen.

Die Wirklichkeit ist viel einfacher, kleiner und ganz bescheiden.

Wir haben im Gärtchen doch einen wunderschönen kleinen Teich,  von Muscheln, Fischen, Schnecken und noch unidentifizierten Larven bewohnt und mit allerlei hübsch anzusehendem Grünzeug bewachsen. Die Seerosen blühen trotz der Kälte ganz prächtig und  die vielen anderen Pflänzchen bemühen sich, neben der Seerosenschönheit nicht ganz zu verblassen. Aber das liegt ja nicht nur an den Pflänzchen, sondern vor allem an den Augen des Betrachters.

Unser kleiner Enkel, von dem hier bei mir bisher nur äußerst selten die Rede ist, weil ich ihn aus meinen öffentlichen Ergüssen eigentlich vollkommen raushalten möchte, ist in dem Alter in dem kleine Kinder auf Erkundungstour gehen und die Welt erobern. Er liebt den Teich, die Fische und die kleinen Steine, die am Rand liegen und die er mit lautem Plumps und Platsch ins Wasser wirft. Dabei muss Oma Rika ihn am Schlafittchen packen, damit der kleine Kerl nicht gleich mit im Teich landet, was ihm nichts ausmachen würde – er liebt Wasser und ist es schon seit den ersten Babyschwimmtagen gewohnt -, aber vielleicht nicht so gut bekommen würde, wenn keine Oma, Opa, Mama, Papa, Tante oder Onkel an seiner Seite wäre.

Jetzt, da er den Garten für sich entdeckt – eine Buddelkiste haben wir ihm auch schon unter die Eberesche gestellt -, ist aber an länger währendes  ruhiges Kaffeetrinken auf der Terrasse nicht mehr zu denken. Der kleine Mann will spielen. Das soll er ja auch! Damit er aber seine Welt  – also unser Gärtchen – auch wirklich erkunden und erforschen kann ohne dass immer einer von uns Erwachsenen an seiner Seite ist, mussten wir eine Sicherheitsanlage in Form eines Zauns errichten, der den Jungforscher daran hindert, unverhofft im Gartenteich zu landen — es könnte ihm dabei nämlich schlecht ergehen, was eben nicht nur Gott verhüten möge, sondern  wir verhüten müssen!

Gestern nun haben der liebste Gatte und der älteste Sohn (Vater des kleinen Mannes) mit dem Bau der Sicherheitsanlage begonnen.Dazu mussten zunächst einige der Pflanzen  entfernt werden, die unmittelbar vom Sicherheitszaun betroffen waren. Ich habe sie sehr tiefgründig ausgebuddelt und bin dabei auf ein geheimnisvolle Gebilde gestoßen.

Ein rechteckiges, kastenförmiges Etwas widersetzte sich meiner Ausgrabung. Der Sohn kam zur Hilfe und förderte es schließlich zutage. Das Etwas erwies sich als feinmaschiger Kaninchendraht mit Alufolie umhüllt.Wir rätselten was es mit ihm auf sich haben könnte …  und entdeckten  dann den Schädel eines kleinen Nagetiers. Leider waren wir Ausgräber nicht besonders sorgfältig zu Werke gegangen und der Sarkophag – als solches präsentierte sich das Etwas – war stark beschädigt worden.

Der Sohn konnte sich nicht daran erinnern, seinen Hamster an dieser Stelle beigesetzt zu haben. Bleiben also noch die verschiedenen Meerschweinchen – drei von ihnen hatten wir aber im Ahltener Wald begraben – und die schätzungsweise 35  Rennmäuse, die einmal unser Haus mit Leben erfüllt hatten (wohlverwahrt in etlichen Terrarien), denn der jüngste Spross der Familie hatte einmal zwei „männliche“ Mäuse geschenkt bekommen, die sich auf wundersame Weise vermehrt und vervielfacht hatten…

Ein Telefonat mit dem Jüngsten brachte aber auch keine eindeutige Zuordnung der Grabstelle zu einem der verstorbenen Haustierchen, wenngleich der Jüngste schon meinte, es könne sich bei dem Schädel um die sterblichen Überreste von Jean Luc***, Paulchen oder Betty handeln.

Vorsichtshalber habe ich den Schädel – andere Knochen oder Körperteile ließen sich in der Erde nicht mehr finden – leicht gereinigt und dann einem ausführlichen Erhitzungsprozess in kochendem Wasser unterzogen. Nun liegt er auf weißem Küchenkrepp und wartet auf weitere Untersuchungen.

Im Gärtchen sind noch etliche Begräbnisstellen, aber man soll die Toten ja in Frieden ruhen lassen. Das soll  hier im Gärtchen auch für Mäuse, Hamster und Meerschweinchen gelten.

*** In der virulenten  Star-Trek-Phase erhielten einige Mäuse die Namen der berühmten Besatzungsmitglieder  des Raumschiffs  „Enterprise“…

NACHTRAG

Der Jüngste machte mich auf den Wiki-Eintrag über Rennmäuse aufmerksam, der auch die Aufnahme eines Schädels zeigt.

Gestern, bei hellem Sonnenlicht, habe ich den kleinen Nagerschädel fotografiert und eine ziemliche Übereinstimmung mit dem abgebildeten Schädel bei Wiki entdeckt:

Ist es nicht erstaunlich, dass man sogar die einzelnen Schädelknochen erkennen kann und die feinen Linien, die sie voneinander abgrenzen?  Übrigens fehlt auch „meiner“ Rennmaus einer der Jochbögen, ähnlich der Aufnahme bei Wiki.

Die Zahnleisten, die man am Original nur als winzige Zackenlinie erkennen kann, sind hier in der Aufnahme deutlich sichtbar.  Riesig sind im Verhältnis zu den „Backenzähnen“ die großen  „Hauer“  – Schneidezähne.

Der kleine Mäuseschädel von unten…

„Maus und Maß“

Schade, dass ich kein Bild einer lebenden Rennmaus habe…   Da müsste ich den Jüngsten fragen ….

Wir hatten jedenfalls unsere Freude an den kleinen Hausbewohnern… und auch einiges an Arbeit, der Jüngste jedenfalls, der für Futter und frisches Streu sorgen musste und ab und zu auch mal eine ausgebüchste Maus wieder einfangen, bzw. mit Futter aus ihrem Versteck locken und sie dann zurück in „ihre“ Behausung setzen musste.

Weitersagen, weitersagen, weitersagen… 24. Juni, 2011

Posted by Rika in israel.
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muss man diesen Text.

Er ist vielleicht etwas zu lang, um ihn auswendig zu lernen.

Aber man sollte ihn ausdrucken und immer bei sich tragen und  jedem vorlesen, dem der Satz über die Lippen kommt: „Das (Kritik an Israel) wird man doch wohl noch sagen dürfen!“

 

Selten habe ich eine so wunderbare Argumentation gelesen, die so schlicht, eindringlich und kaum zu widerlegen beschreibt, warum das „das wird man doch noch sagen dürfen“ nichts anderes als Antisemitismus in seiner reinsten Form ist.

Hier der Text, den ich in ganzer Länge hierher kopiere:

„Wer gegen unbefugte Siedler vorgehen will und sich dann allein auf Juden kapriziert, muß sich ob solcher Ausschließlichkeit schon ein paar Fragen gefallen lassen. Denn die Auswahl an möglichen Objekten einer Kampagne umfasst ja mehr als nur diese Gruppe. Es gibt russische Siedler in den baltischen Staaten, die auch nach dem Ende der marxistischen Herrschaft geblieben sind. Es gibt marokkanische Siedler in der West-Sahara, arabische in Irakisch-Kurdistan, türkische in Türkisch-Kurdistan sowie in den Gebieten der Griechen aus Pontos und Westkleinasien. Kurden und Türken siedeln in uraltem Armenierland, Europäer im Amazonasurwald der indigenen Völker, Han-Chinesen in Tibet und Sinkiang. Und selbst muslimische Palästinenser übernehmen einst christlich-arabisch dominierte Dörfer. Verlängern ließe sich diese Liste selbst für Europa und das ohne Erinnerung an italienische, österreichische und deutsche Gebiete, die durch Ausmordung und Vertreibung entleert und dann neu aufgesiedelt wurden. Die in der Tat gut begründbare Ablehnung illegaler Siedler riskiert mithin ihre Konsensfähigkeit, wenn sie nur jüdische in den Fokus nimmt.

Wer gegen die Grausamkeiten bewaffneter Konflikte einschreiten will und sich dafür auf den Palästina-Konflikt mit Stoßrichtung gegen Israel verlegt, sollte sein Ausblenden anderer Feindseligkeiten wenigstens erklären. Unter den 70 bewaffneten Auseinandersetzungen mit mehr als 10.000 Toten seit der Gründung Israels (1948), steht der Palästina-Konflikt an 69. Stelle. Von über 80 Millionen Opfern seit 1948 fordert er in 63 Jahren rund 14.000 – vier Fünftel davon Araber und ein Fünftel Juden. Jeder Umgekommene gibt Grund für Trauer.  Aber wie ist die gemeint, wenn für die 80 Millionen in den übrigen 68 Konflikten mit viel mehr Toten keine Zeit bleibt?

Wer das Leiden von Muslimen lindern will, dann aber nur Menschen in den Palästinensergebieten Hilfe zukommen lässt, sollte darlegen können, warum andere Muslime oder auch nur andere Palästinenser so stiefmütterlich behandelt werden. Ihre Belagerung und Dezimierung etwa im libanesischen Nahr al-Bared im September 2007 hat weder Parteiuntergruppen noch Hilfskonvois beschäftigt. Allein seit der Gründung Israels starben rund 11 Millionen Muslime durch Gewalt. In den Kriegen arabischer Staaten gegen „die Zionisten“ waren es rund 44.000, im engeren Palästina-Konflikt 11.000. Von 200 muslimischen Getöteten verliert einer sein Leben in Kämpfen gegen Juden. Niemandem darf man die Trauer um diese 0,5 Prozent verwehren. Wenn aber die übrigen 99,5 Prozent vergessen werden oder nicht einmal bekannt sind, kann die Frage nach dem Grund der Anteilnahme nur für jene bedauernswerten 0,5 Prozent nicht leicht abgewiesen werden.

Es stimmt schon, dass in Deutschland vor allem Linke – immer wieder aber auch Rechte – durch die Exklusivität ihres Interesses an Konflikt Nummer 69 demonstrieren, dass sie in erster Linie gegen Juden vorgehen wollen und nicht das Leiden der Menschheit als solcher im Blick haben. Doch das „man wird doch wohl Israel kritisieren dürfen“ eint mindestens achtzig Prozent der Bürger im Land und rund drei Viertel der Menschheit. Sie kapriziert sich auf einen von tausend Weltbürgern, denn mehr Israelis gibt es nicht. Und dabei sind Muslime und Christen schon mitgezählt. Ist es wahrscheinlich, dass ein Tausendstel der Menschheit das Problem in sich trägt, dessen Lösung zur Erlösung von Leid und Gewalt führt? Vielleicht kommt man auf diesem noblen Weg schneller voran, wenn gleichzeitig auch die vielen Dutzend anderen Brennpunkte abgearbeitet werden.

Eine heitere Seite hat das Ganze übrigens auch. Was man unter dem „Recht auch auf Israelkritik“ Richtung Jerusalem auf den Weg bringt, stammt nämlich fast durchweg aus Recherchen einer schonungslos selbstkritischen israelischen Presse. Wenn aber das von ihr Herausgefunkte mit gehöriger Verspätung lediglich als selbstgerechtes Plagiat zurückkommt, kann sie nichts lernen.“

 

DANK an Gunnar Heinsohn, der den Text verfasst hat. Gefunden habe ich ihn bei achgut!

Menschenwürde – oder der Kuhhandel der Ziegenhirten… 24. Juni, 2011

Posted by Rika in israel.
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Es mag ja im alten Orient Brauch gewesen sein, Menschen im Tauschhandel zu verschachern:

Eine Frau gegen 4 Ziegen und 1 Kamel etwa.

Deshalb müsste es korrekter Weise ja eigentlich „Kamelhandel“ statt Kuhhandel heißen, vermutlich wussten die arabischen Ziegenhirten nämlich bis vor etlichen Jahren nicht einmal, dass es Lebewesen namens „Kuh“ überhaupt gibt. Kühe wurden erst durch  die Zionisten im Heiligen Land populär. Und vermutlich wissen die arabischen Ziegenhirten des schönen Morgenlandes auch nicht, dass der Begriff „Kuhhandel“ für uns Deutsche ein „Ihhh Bähhh“ ist, etwas, was nicht ganz mit rechten Dingen zu geht, Kuhhandel ist irgendwie ziemlich anrüchig, gleichwohl aber in unserem Land immer noch gang und gäbe.

Aber es dürfte den Arabern mit der Kuh-Kamelhandelmentalität ohnehin ziemlich  wurscht sein, was Deutsche von ihrem Geschäftsgebarden halten, wie ihnen ohnehin reichlich schnuppe ist, was die Welt VON ihnen hält, solange sie nur ZU ihnen hält.

Und das tut sie, die Welt!

Die Kamelhandelmentalität der vorderorientalischen, arabischen Ziegenhirten ist nämlich auch heute noch zu bewundern. Ob sie noch Frauen gegen Ziegen und Kamele tauschen – ich weiß es nicht so genau, aber der Handel mit Menschen gehört nach wie vor zu ihrem Geschäft.

Und das funktioniert so:

Man raube einen Menschen, vorzugsweise einen Mann, am besten aber einen Soldaten des zionistischen Feindes, verschleppe ihn in das eigene Stammesgebiet und lege dann seinen Wert fest.

Die gegenwärtige Handelseinheit beträgt:

1  jüdischer Mann gegen 1000 terroristische Ziegenhirten  Araber

Das ist die Zahl der Ziegenhirten  Araber, die in einem Gefängnis des zionistischen Feindes schmoren, weil sie ihrem Freiheitskampf   ihren terroristischen Umtrieben nachgingen und dabei geschnappt wurden.

Da aber die terroristischen Umtriebe der Araber im vorderen Orient von der Welt als „Freiheitskampf“  gegen die Unterdrückung durch Juden, die dem Zionismus huldigen, angesehen und darum auch per se legitim sind (jedenfalls nach Meinung der Leute, die den „Befreiungskampf des palästinensischen Volkes“, wie man die Araber des Gazastreifens  politisch inkorrekt zu nennen pflegt, nach Kräften fördern und unterstützen!), findet sich in der deutschsprachigen Öffentlichkeit kein allzu großes Aufbegehren gegen den Kuhhandel Menschenhandel dieser Art. Vielmehr gibt man sich verwundert darüber, dass die Israelis so gar keine Meinung haben, Mörder und Verbrecher wieder ungestört ihrem blutigen Handwerk nachgehen lassen zu können, weshalb sie bisher das Tauschgeschäft mit den arabischen Ziegenhirten verweigern!

Aus gutem Grund, will ich meinen!

Denn jeder auf diese Weise frei gepresste israelische Mensch vergrößert die Verlockung zu weiteren Verschleppungsaktionen.

Immerhin, Gespräche über die Freilassung des verschleppten Soldaten hat es immer gegeben und gibt es wohl auch immer noch. Sogar auf internationaler Ebene.

So hat das IRK versucht, die „Regierung des Gazastreifens“ zu bewegen, Gilad Shalit frei zu geben.

Vergeblich!

Das IRK hat um ein Lebenszeichen gebeten.

Vergeblich!

Die Terrrorbande der Araber im Gazastreifen  beharrt auf ihrem Kuhhandel

1000 eingesperrte Terroristen gegen einen israelischen Soldaten!

Mir kommt dieser Handel irgendwie bekannt vor.  Die RAF stellte damals ähnliche Forderungen, nur dass sie damals weniger als 1000 eingesperrte Terrorkumpane zu beklagen hatte, es waren vielleicht ein knappes Dutzend.

„Nein!“

hat damals die Bundesregierung gesagt. Auf so einen Handel lassen wir uns nicht ein.

Das Wort „Kuhhandel“ hat sie damals nicht benutzt, aber das wäre er gewesen, wäre er je zustande gekommen.

Damals hat es für einige Menschen sehr schmerzliche Folgen gehabt, dass dieser Handel nicht zustande kam, Folgen, unter denen die Angehörigen der Opfer der RAF bis heute leiden. Und doch gab es keine Alternative.

Die Alternative scheint es auch für Israel nicht zu geben. Das ist für die Angehörigen Gilads Shalits und für viele Menschen in und außerhalb Israels kaum auszuhalten.

Die Politiker in Europa hätten vielleicht einen Schlüssel zur Lösung des Problems:

KEINEN EINZIGEN EURO MEHR AN DIE PALÄSTINENSER   ARABER  BIS GILAD SHALIT FREI IST! 

Dieser Grundsatz müsste meiner Vorstellung nach  übrigens alle Araber betreffen, nicht nur die in den sogenannten „besetzten Gebieten“.   Das wäre ein Handel, der der Würde und dem Wert des entführten und gefangenen jungen Mannes entspräche.

Kein unwürdiger Kuhhandel!

Aber das sehen vermutlich nicht viele so in meinem schönen, demokratischen Vaterland, das die Würde des Menschen als  „unantastbar“  grundgesetzlich verbrieft hat und stolz darauf ist, die  Menschenrechte überall zu verteidigen wo sie in Gefahr geraten sind oder drohen, in Gefahr zu geraten.

Immerhin hat heute sogar das d-radio in seinen Nachrichten über die vergeblichen Bemühungen des IRK berichtet. Und auch Greenpeace greift das Thema in einem Bericht auf, der mich zu diesem Beitrag „inspirierte“.

Bei Greenpeace liest es sich so:

Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) haben in den vergangenen fünf Jahren Geheimverhandlungen mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas-Organisation geführt. Ziel sei es gewesen, Zugang zu dem entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit zu bekommen, sagte IKRK-Sprecher Ran Goldstein am Freitag dem israelischen Rundfunk. Zu seinem großen Bedauern habe die radikalislamische Hamas jedoch alle Bitten abgelehnt.

Schalit war am 25. Juni 2006 von militanten Palästinensern in den Gazastreifen verschleppt worden. Während seiner Gefangenschaft durfte er nur drei Briefe, eine Audio- und eine Videobotschaft an seine Familie übermitteln. Seit Anfang Oktober 2009 fehlt jedes Lebenszeichen.

Das IKRK hatte die Hamas deshalb am Donnerstag aufgefordert, Beweise vorzulegen, dass der heute 24-Jährige noch am Leben sei. Die Hamas lehnte auch dies ab. Sie befürchtet, dass Israel mit Hilfe der IKRK-Vertreter den Aufenthaltsort des Entführten ermitteln und ihn dann befreien könnte.

Eine Freilassung Schalits steht derzeit in den Sternen, weil sich Israel und die Hamas nicht auf die Bedingungen für einen Gefangenenaustausch einigen können. Die Hamas verlangt, dass 1000 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden, darunter auch Häftlinge, die wegen Beteiligung an Terroranschlägen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden sind. Dies lehnt die Regierung in Jerusalem ab. #

„Eine Freilassung Schalits steht derzeit in den Sternen, weil sich Israel und die Hamas nicht auf die Bedingungen für einen Gefangenenaustausch einigen können.“

Hört Ihr auch den Vorwurf an Israel?

Israel kann sich nicht mit der Hamas einigen….

Hätte es nicht an Ende des Berichts  heißen müssen:

Die Hamas verletzt in eklatanter Weise die Menschenrechte. Wir fordern sie auf, Gilad Shalit unverzüglich frei zu lassen!

Christen in Deutschland… 23. Juni, 2011

Posted by Rika in islam.
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leben auf einer „Insel der Seligen“ – verglichen mit der Situation der Christen in Ländern mit mehrheitlich „nicht-christlichen Gesellschaften“.

Zwar müssen  auch hierzulande Christen, die ihren Glauben nicht nur im heimischen Wohnzimmer vertreten, manchmal Häme und Spott über sich ergehen lassen, werden immer wieder mal Leute, die sich offen zu Jesus bekennen für Spinner oder „gefährliche“ Fundamentalisten gehalten  (wobei ich nicht leugnen will, dass es Spinner und seltsame Vögel auch unter Christen gibt), aber im Prinzip haben Christen in Deutschland ein feines Leben. Sie können singen, beten, Gottesdienste halten wann immer sie wollen und  wo immer es  möglich ist. Sie müssen nicht befürchten, ihres Glaubens wegen berufliche Nachteile hinnehmen zu müssen, sie werden weder öffentlich geächtet, noch von der Obrigkeit mit Argusaugen bewacht. Sie genießen, wie alle Menschen in diesem Land, ein hohes Maß an  persönlicher Freiheit.

Sie haben sogar die Freiheit, ihren Glauben an den Nagel zu hängen, ihrer Kirche oder Gemeinde den Rücken zu kehren oder die Konfession zu wechseln. Kein Hahn – mit Ausnahme der betroffenen Gemeinde vielleicht – kräht danach und niemand  droht ihnen mit drastischen Folgen für die Aufgabe ihrer Überzeugung oder den Wechsel in eine andere Religion. Natürlich wird ein fürsorglicher Pastor, eine Pastorin mit einem „Ausbrecher“ reden und ihn auf die möglichen „geistlichen Folgen“ seines Tun aufmerksam machen, aber niemand wird ihn vor eine wie immer geartete irdische Gerichtsbarkeit schleppen oder „irdische Strafen“  verlangen und verhängen!

Vor allem aber haben Christen in diesem Land nicht zu befürchten, dass sie von Anhängern anderer Religionen bedrängt, genötigt, unterdrückt, verfolgt, misshandelt oder sogar mit dem Tode bedroht werden.

Im Umkehrschluss gilt das hier bei uns auch für die Anhänger anderer Religionen, die in Ruhe ihren Glauben leben können, ohne von Christen bedrängt und verfolgt zu werden! Selbst das, was manche Leute hierzulande  „aggressive christliche Missionierung“ nennen würden, ist in keinem Fall vergleichbar mit dem, was Christen in nicht-christlichen Ländern von Angehörigen der weltweit wachsenden, großen monotheistischen Weltreligion zu erdulden haben.

Man kann es gar nicht oft und laut genug betonen: Das, was uns Christen in Deutschland  selbstverständlich ist, was wir als unser gutes und normales Recht erachten und mehr oder weniger bewusst in Anspruch nehmen, ist für Christen in anderen Teilen der Welt alles andere als selbstverständlich.

Christsein in mehrheitlich muslimischen  Staaten hat  immer auch den Charakter einer Verfolgungssituation.

Zu den Organisationen, die diese Christen im Blick haben und unterstützen, gehört auch „open doors“.

Aktuell berichtet „open doors“ über Christen in Gaza,

deren Situation alles andere als rosig ist. Es ist schon erstaunlich, wie eine verschwindend kleine Minderheit von gerade mal rund 2500 Christen in dem unter der „Regierung“ der islamistisch-terroristischen Hamas stehenden Gazastreifen   als  „Gefahr“ angesehen und darum von der „Regierung“  drangsaliert und bedroht  wird!

Und leider ist es allzu leicht, diese Menschen aus dem Blick zu verlieren, sie gar nicht wahr zu nehmen im Getriebe der allgemeinen Berichterstattung über den „Nahen Osten“. Sie gehen einfach unter.

Doch selbst diejenigen, die ihr Augenmerk auf Gaza  richten und mit dem Befreiungskampf der Palästinenser sympathisieren,  werden  nicht umhin kommen, im Umgang der Hamas mit den arabischen Christen im Gazastreifen eine menschenrechtsverletzende Bedrohungssituation zu erkennen, die es öffentlich zu benennen und zu kritisieren gilt und die selbst niemand der freiheitsliebenden Demokraten, der sich der „palästinensischen Sache“ verschrieben hat, hinnehmen kann. Schon gar nicht in einer Zeit, in der in Deutschland mit großer Begeisterung an der „Demokratiebewegung“ in den arabisch-islamischen Staaten Anteil genommen und darüber berichtet wird.

Wenn sich demnächst wieder die Gaza-Befreiungs-Flotille in Bewegung setzt, um gegen das „zionistische Gebilde“ in den Krieg zu ziehen, wird vermutlich niemand an Bord der Schiffe sein, der die Befreiung der Christen von der Diktatur der Hamas im Sinn hat oder sich wenigstens für die Rechte der Christen in Gaza einsetzt. Die tapferen Seefahrer  werden im Gegenteil einem Terrorregime das Wort reden und sich damit auch gegen die wenden, die  zu den am meisten bedrängten Menschen in Gaza gehören, nur das die Drangsal nicht von Israel ausgeht, gegen das die Flotillen-Teilnehmer  so publikumswirksam kämpfen, sondern von denen, die sie mit ihrer Aktion unterstützen, der terroristischen Hamas und ihren religiös-ideologischen Anhängern und Freunden.

Open doors zieht nicht zur Unterstützung der christlichen Araber im Gazastreifen in den Kampf mit lautem Getöse und markigen Sprüchen.

Open doors bittet um unsere Solidarität und um unsere Gebete:

Gebetsanliegen:

  • Danken Sie Gott für die verbliebenen Christen im Gazastreifen, die sich trotz schwieriger Lebensumstände bemühen, nach vorne zu schauen. Danken Sie für die durchgeführten Schulungen.
  • Beten Sie um Schutz vor Übergriffen auf Kirchen und Hausgruppen.
  • Beten Sie, dass weitere Seminare für Jugendliche stattfinden können. Die Regierung beäugt misstrauisch die Versammlungen von Gemeinden.

Es ist das wenigste was ich tun kann, diese Bitte um Beistand durch Gebet weiter zu geben.

Schafe vor der Nase und Rosen an der Wand… 21. Juni, 2011

Posted by Rika in vermischtes.
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Man kann nicht sagen, dass wir in einem nervtötenden, lärmenden Umfeld leben. Zwar ist die große Stadt nur ein paar Kilometer entfernt und ihr Zentrum lässig in weniger als einer halben Stunde zu erreichen (mit der Bahn in exakt 14 Minuten, mit dem Auto je nach Verkehrslage zwischen 15 und 25 Minuten), aber hier bei uns im Dorf ist es schön friedlich und ruhig. Der Ruhe wegen müssten wir eigentlich keinen Urlaub machen.

Wie ruhig Ruhe aber tatsächlich sein kann, erleben wir in dem kleinen idyllischen Ort an der Nordsee, in dem wir seit Jahren immer wieder Urlaub machen.

Tagsüber hört man ab und zu einen Trecker bei der Arbeit oder das Muhen der Kühe oder das Blöken der Schafe, doch nachts hört man nichts! Gar nichts! Allenfalls den Wind in den Bäumen vorm Haus.  (Wir in unserem Ort am Rande der großen Stadt  hören je nach Windrichtung  von ferne das Brummen der großen Laster auf der A7 oder die ratternden Güterzüge, die unser  Dorf passieren.)

Für ein paar Tage waren wir wieder mal in dem wunderschönen Ferienhaus am Meer. Wir lieben Haus …

… und Landschaft…

Das Land und das Meer!

Hoch aufgelaufene Flut am Siel,  „Fahrrinne“ der Krabbenkutter vom kleinen Hafen zu Watt und Meer.

Meine Idee, Wattwanderungen könnten meinem Fuß gut tun, veranlassten uns ganz spontan zu einem Kurzurlaub im Lieblingsferienhaus, das zu unserem Glück „frei“ war. Dank an die Freunde, die uns ihr wunderschönes Haus immer wieder für erholsame Ferien überlassen.  Die Wanderungen im Watt waren in der Tat richtig gut für meinen Fuß!

In diesem Jahr weidet auf der großen Wiese hinter dem Haus wieder einmal ein Schaf.

Das war auch  in den vergangenen Jahren immer mal so. Warum es nicht bei der großen Herde auf den Salzwiesen  vorm Deich ist, weiß ich nicht zu sagen.

Das Schaf hat zwei junge Lämmer, um die es sich – wie es mit menschlichen Augen betrachtet, erscheint – mit Sorgfalt und Liebe kümmert.

Die Lämmchen ruhen sich am Trog aus. Leider habe ich keine bessere Aufnahme der beiden Lämmer … ich konnte ja nicht ahnen, dass ich sie zu einem Blogeintrag „verwursten“ würde, dann hätte ich mir nämlich die allergrößte Mühe gegeben, die süßen Dinger ordentlich ins Bild zu setzen! Betimmt!!!

Die beiden Jungen sind in dem Alter,  in dem junge Lebewesen vor allem neugierig und voller Tatendrang sind. Und so streifen sie auch schon mal allein durch das hohe Gras der großen Wiese und müssen auf diese Weise entdeckt haben, dass der Zaun zwar große Schafe, nicht aber kleine Lämmer daran hindert, die Weide zu verlassen und das Weite zu suchen. Mutter Schaf mag es aber gar nicht wenn sich die Kleinen aus ihrem Zuständigkeitsbereich entfernen.  Mit lautem Blöken läuft sie über die Wiese, von einem Ende zum anderen und ruft unablässig nach den Lämmern. Die verhalten sich aber mucksmäuschen still, kein Ton! So sehr Frau Schaf auch ruft und lockt, die Kleinen bleiben verschwunden. Endlich, nach stundenlanger Suche (und stundenlangem Geblöke) tauchen sie munter und fidel wieder auf. Mutter Schaf ist zufrieden, gibt noch ein, zwei Töne der Freude von sich – und dann herrscht wieder Stille und ländliche  Ruhe in der kleinen Siedlung hinterm Deich.

Wir zwei,  auf unseren Liegen hinter dem Haus, die Ruhe genießend, lesend oder einem erholsamen  Nickerchen ergeben, betrachten das Schauspiel mit verständnisvoller und wohlwollender Anteilnahme, bangen mit dem Schaf um das Wohlergehen der Kleinen  und reden besänftigend und ermutigend auf Mutter Schaf ein, wenn sie sich auf der Suche nach den Jungen dem Zaun nähert, der ihr Reich von unserem trennt.

Landschaft, Schaf, das Haus und die Rosen an der Wand – das alles machte den Reiz aus dieser Tage in Spieka und trug dazu bei, dass wir uns so sehr wohl fühlten.

Dass das Wetter für ausgelassenes Strandvergnügen weniger geeignet war …

…  und auch Fahrradtouren…

bis auf einen kleinen Ausflug zum Steg

…  wenig verlockend erschienen, störte uns herzlich wenig.

Reichlich Lesestoff und ebenso reichlich Wolle für kreative Einfälle ließen es uns nicht langweilig werden.

Eine Stippvisite der „Hamburger Kinder“, ein Treffen mit der jungen Familie an einem Sonnentag in Duhnen und der gemeinsame Besuch im Zoo am Meer … es war einfach nur schön!

Der Regenbogen –   nach Regen und Sturm nicht nur ein schöner Anblick …

…. ein vollständiger Bogen, den ich mit meiner kleinen Kamera gar nicht vollständig auf EIN Bild bannen kann…

….  erinnert mich (auch jetzt noch und immer wieder)  an die Zusage Gottes für seine Erde,  für uns Menschen, für mich.

Dankbar bin ich für die schöne Auszeit, dankbar auch für mein Zuhause!

Schafe gibt es übrigens auch ganz in der Nähe unseres Hauses, wir hören sie ab und zu blöken!

Pfingsten! 12. Juni, 2011

Posted by Rika in aktuell.
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EIN FROHES UND GESEGNETES

PFINGSTFEST

wünsche ich allen Leserinnen und Lesern, die dem Heiligen Geist auch heute noch trauen und sich von ihm leiten lassen wollen!

Und allen anderen Gästen bei Himmel und Erde wünsche ich ein ruhiges und entspanntes  langes Wochenende, erholsame und schöne Tage!


„Christen beklagen eine Welle der Gewalt“ 8. Juni, 2011

Posted by Rika in islam.
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hat Daniel Alexander Schacht einen Artikel in der Printausgabe der HAZ von heute, 8. Juni 2011 überschrieben.

Die Hanns-Lilje-Stiftung   Hannover hatte gemeinsam mit der EKD „zum Gespräch mit den Kopten“ eingeladen.

Der Artikel bezieht sich auf diese Veranstaltung. Leider ist er über die HAZ-online nicht abrufbar, die Stiftung hat jedoch eine Kopie des Artikels eingestellt, den man auf diese Weise nachlesen kann.

Daniel Alexander Schacht fasst sehr behutsam zusammen was die Gesprächsteilnehmer über die Situation in Ägypten berichten: 

Noha Adel Fahmy: “ Auf dem Tahir-Platz, da trifft sich das neue Ägypten. … Das war der Traum, den wir alle träumten.“

Das war auch der Wunschtraum vieler Menschen in Deutschland: Die Ägypter verjagen ihren  Diktator und sein Regime  –  und etablieren eine Demokratie…

Nihad Nabil Fares: „Heute ist in Ägypten alles anders. … Es gibt große Fortschritte.“  Doch großen Optimismus strahlt auch sie nicht aus.

Die beiden Frauen haben studiert, sie zählen zu Ägyptens Bildungselite. schreibt der Autor und fährt fort:  Aber sie sind auch koptisch-evangelische Christen und gehören damit zu einer diskriminierten Minderheit.

Und während in den ersten Wochen des ägyptischen Frühlings alle Ägypter Kämpfer für Freiheit und Demokratie waren, scheinen sich jetzt (erneut) religiöse Fronten heraus zu bilden, was nicht nur in den Übergriffen auf koptische Kirchen deutlich wird.

Vor allem die gewaltbereiten Salafisten verüben seit Langem Anschläge auf christliche Einrichtungen. Und auch seit dem Ende der Ära von Staatschef Hosni Mubarak sindt die Zahl der Übergriffe auf Klöster, Kirchen und Gläubige nicht, die Welle der Gewalt hat allein 2011 zu Dutzenden von Toten und Hunderten von Verletzten geführt. schreibt Daniel Alexander Schacht und zitiert den koptischen Priester Andrea Zaki: „Früher wurden wir staatlich gegängelt, heute erleben wir eine Diskriminierung direkt aus der ägyptischen Mehrheitsgesellschaft.“

Die in Deutschland übliche Trennung von Kirche und Staat wäre auch für Herrn Zaki vorbildlich für sein LandAllerdings können wir davon nur träumen.“  Für traditionelle Muslime ist die Trennung von Staat und Religion undenkbar: Säkular“ werde mit „antigöttlich“ gleichgesetzt.

Allein die Muslimbrüder sind für die Wahlen im Herbst gut aufgestellt„, sagt Nihad Nabil Fares. … „Ein Drittel meiner Landsleute kann nicht lesen und schreiben – und die übrigen sind großenteils politische Analphabeten:“ Sie befürchtet daher einen Wahlsieg der Muslimbrüder und damit eine Weichenstellung im Sinne des politischen Islam. „Echter Fortschritt braucht eben viel mehr Zeit.“

Noha Adel Fahmy sieht zwar keinen Grund mehr für ein Auswandern in die USA oder die EU, sie sieht die Gestaltung des eigenen Landes im Fokus der Interesses auch der kritischen Geister.  „Aber die bereitet mir große Sorge.

Versöhnlich soll es wohl klingen, wenn Herr Schacht am Ende seines Artikels den Priester Zaki noch einmal zu Wort kommen lässt: Ich setze darauf, dass die schweigende Mehrheit der Ägypter aus moderaten Muslimen besteht.“

Ist das vielleicht doch eher eine Form der Beschwichtigung gegenüber den Muslimen, mehr sogar noch als ‚Wunschdenken‘   oder das berühmte Pfeifen im Wald gegen die eigene Angst?

Ganz sicher entspricht ‚dieser Ausblick‘   der Intention der Veranstalters, heißt es doch über das ‚Gespräch mit den Kopten‘: Das sei „ein ganz wichtiger Brückenschlag„, um den interreligiösen Dialog zum „Friedensfaktor“ im Nahen Osten zu machen, sagt EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte.


Wir Christen üben uns im Brückenschlagen zu einer Religion, die Christen und Juden für Menschen zweiter Klasse hält, die Christen in islamischen Ländern ihre Religionsausübung verweigert, die christliche Konvertiten mit dem Tode bestraft, Christen benachteiligt, Kirchen und christliches Eigentum konfisziert, zerstört, beschlagnahmt.

Ist „Brückenschlagen“ eine angemessene Reaktion auf Zerstörung und Diskriminierung?

Wäre nicht eher Standhalten angesagt, Widerstand gegen die Unterdrücker  oder, um es mit Bonhoeffer zu sagen, „dem Rad in die Speichen fallen“?

Ich verstehe nicht, dass die kirchlichen Verantwortlichen nicht den eigenen Leuten den Rücken stärken in ihrer kritischen Haltung einer radikalen menschenverachtenden Ideologie gegenüber, die man uns als „Religion“ verkauft, dass sie, im Gegenteil, den Islam weiter stark macht – hierzulande ohne jede Not oder Notwendigkeit.

Ich denke darüber nach, ob Jesus das gemeint haben könnte als er seinen Jüngern empfahl, „die zweite Meile mitzugehen“…

Warum noch evangelisch? 6. Juni, 2011

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Und was heißt das überhaupt, evangelisch?

Luther, Zwingli, Calvin …

reformiert, lutherisch, freikirchlich?

Vergesst alles!

Hört auf Margot Schneider!

Hört, was euer Imam sagt!

Nikolaus Schneider betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. „Ein Dialog, der hilft, auch im Fremden das Ebenbild Gottes zu sehen, entspricht Gottes Willen“, so Schneider. Den Absolutheitsanspruch des Christentums relativierte er dabei: „Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis“, so der Ratsvorsitzende.  Als gemeinsame Wahrheitssucher „können Muslime und Christen gemeinsam handeln“, damit soziale Gerechtigkeit möglich werde.

Zu einer gemeinsamen „Spirituellen Revolution“ rief Mustafa Ceric auf. „Das 21. Jahrhundert wird ein spirituelles Jahrhundert sein – oder es wird überhaupt nicht sein.“ Mit Blick auf die Herausforderungen der Zeit schloss sich der Großmufti der Haltung von Margot Käßmann an: „Es gibt keinen gerechten Krieg – nur gerechten Frieden. Es gibt keinen heiligen Krieg – nur heiligen Frieden.“ Auf Klimawandel, atomare Bedrohung und Armut könnten die großen Religionen nur gemeinsam Antworten finden. Die Voraussetzungen dafür seien da: „Wir teilen viele Grundwerte miteinander und glauben an den gleichen Gott“, so Ceric im überfüllten Saal 4 des ICC.

Auf Klimawandel, atomare Bedrohung und Armut müssen die Politiker eine Antwort finden – und wir mit ihnen. Das können wir als Atheisten, Muslime oder Christen tun.

Dabei aber das „Eigene“, das, was mich ausmacht, meine Basis, meinen Glauben, meine tiefste Gewissheit mal eben so einer „spirituellen Revolution“ zu opfern, einer Gleichschaltung anheim zu geben, die in letzter Konsequenz „Ausschaltung“ des Christseins bedeutet, das kann doch nicht die „evangelisch-christliche“  Antwort auf die Fragen unserer Zeit sein!

Wenn das ALLES ist, was „evangelisch“ anzubieten hat, wenn Christus nicht mehr „DER CHRISTUS“ ist, sondern nur noch eine beliebige spirituelle Inspiration, kann die Kirche dicht machen  – und sollte sie sogar!

Das apostolische Glaubensbekenntnis (das mir als freikirchliche Christin ohnehin viel zu formal ist) können die „Evangelen“  dann getrost zu einer  zwar historisch imposanten, aber ansonsten völlig belanglosen Bekenntnisformel  der Protestanten  erklären   degradieren – oder es den Katholiken zur Bewahrung anvertrauen, solange diese noch an der bisher gültigen Botschaft der Evangelien festhalten  oder auch lieber eine unheilige Allianz mit der Religion  Ideologie des Propheten eingehen werden – was Benedikt verhüten möge!

Gott schenke ihm ein langes, ein sehr langes Leben und einen wachen Geist!

Wenn ich Herrn Schneider folge und mich von dem Gedanken verabschiede, die Bibel sei „Wahrheit“, das geoffenbarte Wort Gottes und mich auf den Anspruch des Koran einließe, die letztgültige Offenbarung Gottes zu sein, warum, um des lieben Himmels willen, soll ich dann überhaupt noch Christin sein?

In unserer Zeit ist das doch ohnehin ein Anachronismus. Christsein heute (auf  biblischer Basis) bringt einem den Vorwurf ein, „Evangelikaler“ zu sein oder ein „Fundamentalist“, was beides nicht unbedingt gesellschaftliche Akzeptanz bedeutet…

Besser geht man gleich zu den Grünen, engagiert sich gegen Atomkraft und Bahnhofsumbauten, für Maikäfer und bedrohte Unken, macht sich stark für islamische Zentren und für interreligiöse Toleranz  —   was oftmals die freundliche Umschreibung der Forderung ist, sein eigenes Christsein über Bord und in den Ozean der Beliebigkeit zu werfen.

Warum also noch evangelisch?

In den Leitlinien meiner Gemeinde heißt es zum Stichwort „evangelisch“:

Eigentlich sind wir ganz normal evangelisch. Nicht zuletzt, weil Martin Luther und Johannes Calvin als Reformatoren vor 500 Jahren entdeckt haben, dass nicht Lehrsätze, religiöse Leistung, oder ein besseres Leben entscheidend für den christlichen Glauben sind. Jesus Christus, wie die Bibel ihn bezeugt, ist persönlich erfahrbar. Wer sich ihm anvertraut und im Vertrauen zu Gott lebt, erfährt Sinn, Befreiung und einen neuen Weg mit der Macht des Bösen im eigenen Leben und in dieser Welt umzugehen.

Evangelisch ist evangelisch, weil evangelische Christen sich auf das Evangelium beziehen, auf Jesus Christus, wie ihn die Bibel bezeugt.

Würde ich mich der koranischen Lesart anschließen, wonach   Jesus  Isai  ein großer Prophet (selbstredendn nicht ganz so erhaben wie Mohammed höchstselbst) ist,  wäre das vermutlich sehr tolerant, aber eben nicht mehr „evangelisch“ und schon gar nicht „christlich“.

Warum um alles in der Welt sollen evangelische Christen nicht mehr evangelisch sein, sondern „allgemeine Wahrheitssucher“?

Und wozu brauchen wir noch einen „evangelischen“ Kirchentag wenn sich die Prämissen ändern und Friede, Freude, Grünes im Zentrum des Interesses stehen, anstelle von GOTT, CHRISTUS, biblische Botschaft?

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ sagt Jesus.  (Johannes 14, 6)

Das ist die Basis christlicher Botschaft, christlichen Glaubens, christlicher Existenz.

Das hohe Lied der Freiheit… 5. Juni, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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stimmte Joachim Gauck anläßlich der Verleihung des Börne-Preises in der Frankfurter Paulskirche an.

Während der Rückfahrt von einem wunderschönen Wochenendbesuch bei Freunden in Kassel hörte ich im Radio Auszüge seiner Rede.

Meine spontane Reaktion: Großartig!

Da redet kein freundlicher älterer Herr über die Ideale seiner Jugend, kein Milchbubi erklärt  gesellschaftliche Zustände und keine theologische Ikone  definiert das Gute und Böse dieser Welt, hier und in Afghanistan!

„Wie schade, dass er nicht Präsident unseres Landes geworden ist!“ dachte ich und denke es noch immer!

Den Mitschnitt der Rede gibt es hier.

Hans Riebsamen  schreibt bei faz.net. über die Preisverleihung.

Einen Kommentar von Christian Geyer, ebenfalls bei faz.net., kann man hier lesen.

Wunderbar auch die Laudatio, die Michael Naumann hielt, Auszüge daraus gibt es hier.

Nicht für die Schublade … 3. Juni, 2011

Posted by Rika in islam.
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Nein,

in Schubladen lässt sich Ralph Giordano nicht stecken, obgleich es genug Versuche gibt, ihn  genau darin  zu verordnen. Er lässt sich auch nicht vor fremde Karren spannen und eignet sich auch nicht als Fahnenträger, hinter dem Friedens- oder sonstwie bewegte Massen hinterher zögen, nicht einmal die Rolle des altersweisen Guru ist er bereit zu übernehmen.

Einigen Aktivisten im Kampf gegen alle möglichen Übel dieser Zeit mag das nicht behagen, für mich ist er deshalb umso glaubwürdiger und darum empfehle ich den folgenden Link zum ORIGINAL.

Und weil ich den großen Ralph Giordano weder vor meinen Karren noch in eine meiner ideologisch passenden Schubladen stecken will, widerstehe ich der Versuchung, Passagen seines Textes zu zitieren, in denen „ich mich besonders wiederfinde“.

Giordano spricht für sich und mir dennoch aus dem Herzen!