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„Christen beklagen eine Welle der Gewalt“ 8. Juni, 2011

Posted by Rika in islam.
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hat Daniel Alexander Schacht einen Artikel in der Printausgabe der HAZ von heute, 8. Juni 2011 überschrieben.

Die Hanns-Lilje-Stiftung   Hannover hatte gemeinsam mit der EKD „zum Gespräch mit den Kopten“ eingeladen.

Der Artikel bezieht sich auf diese Veranstaltung. Leider ist er über die HAZ-online nicht abrufbar, die Stiftung hat jedoch eine Kopie des Artikels eingestellt, den man auf diese Weise nachlesen kann.

Daniel Alexander Schacht fasst sehr behutsam zusammen was die Gesprächsteilnehmer über die Situation in Ägypten berichten: 

Noha Adel Fahmy: “ Auf dem Tahir-Platz, da trifft sich das neue Ägypten. … Das war der Traum, den wir alle träumten.“

Das war auch der Wunschtraum vieler Menschen in Deutschland: Die Ägypter verjagen ihren  Diktator und sein Regime  –  und etablieren eine Demokratie…

Nihad Nabil Fares: „Heute ist in Ägypten alles anders. … Es gibt große Fortschritte.“  Doch großen Optimismus strahlt auch sie nicht aus.

Die beiden Frauen haben studiert, sie zählen zu Ägyptens Bildungselite. schreibt der Autor und fährt fort:  Aber sie sind auch koptisch-evangelische Christen und gehören damit zu einer diskriminierten Minderheit.

Und während in den ersten Wochen des ägyptischen Frühlings alle Ägypter Kämpfer für Freiheit und Demokratie waren, scheinen sich jetzt (erneut) religiöse Fronten heraus zu bilden, was nicht nur in den Übergriffen auf koptische Kirchen deutlich wird.

Vor allem die gewaltbereiten Salafisten verüben seit Langem Anschläge auf christliche Einrichtungen. Und auch seit dem Ende der Ära von Staatschef Hosni Mubarak sindt die Zahl der Übergriffe auf Klöster, Kirchen und Gläubige nicht, die Welle der Gewalt hat allein 2011 zu Dutzenden von Toten und Hunderten von Verletzten geführt. schreibt Daniel Alexander Schacht und zitiert den koptischen Priester Andrea Zaki: „Früher wurden wir staatlich gegängelt, heute erleben wir eine Diskriminierung direkt aus der ägyptischen Mehrheitsgesellschaft.“

Die in Deutschland übliche Trennung von Kirche und Staat wäre auch für Herrn Zaki vorbildlich für sein LandAllerdings können wir davon nur träumen.“  Für traditionelle Muslime ist die Trennung von Staat und Religion undenkbar: Säkular“ werde mit „antigöttlich“ gleichgesetzt.

Allein die Muslimbrüder sind für die Wahlen im Herbst gut aufgestellt„, sagt Nihad Nabil Fares. … „Ein Drittel meiner Landsleute kann nicht lesen und schreiben – und die übrigen sind großenteils politische Analphabeten:“ Sie befürchtet daher einen Wahlsieg der Muslimbrüder und damit eine Weichenstellung im Sinne des politischen Islam. „Echter Fortschritt braucht eben viel mehr Zeit.“

Noha Adel Fahmy sieht zwar keinen Grund mehr für ein Auswandern in die USA oder die EU, sie sieht die Gestaltung des eigenen Landes im Fokus der Interesses auch der kritischen Geister.  „Aber die bereitet mir große Sorge.

Versöhnlich soll es wohl klingen, wenn Herr Schacht am Ende seines Artikels den Priester Zaki noch einmal zu Wort kommen lässt: Ich setze darauf, dass die schweigende Mehrheit der Ägypter aus moderaten Muslimen besteht.“

Ist das vielleicht doch eher eine Form der Beschwichtigung gegenüber den Muslimen, mehr sogar noch als ‚Wunschdenken‘   oder das berühmte Pfeifen im Wald gegen die eigene Angst?

Ganz sicher entspricht ‚dieser Ausblick‘   der Intention der Veranstalters, heißt es doch über das ‚Gespräch mit den Kopten‘: Das sei „ein ganz wichtiger Brückenschlag„, um den interreligiösen Dialog zum „Friedensfaktor“ im Nahen Osten zu machen, sagt EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte.


Wir Christen üben uns im Brückenschlagen zu einer Religion, die Christen und Juden für Menschen zweiter Klasse hält, die Christen in islamischen Ländern ihre Religionsausübung verweigert, die christliche Konvertiten mit dem Tode bestraft, Christen benachteiligt, Kirchen und christliches Eigentum konfisziert, zerstört, beschlagnahmt.

Ist „Brückenschlagen“ eine angemessene Reaktion auf Zerstörung und Diskriminierung?

Wäre nicht eher Standhalten angesagt, Widerstand gegen die Unterdrücker  oder, um es mit Bonhoeffer zu sagen, „dem Rad in die Speichen fallen“?

Ich verstehe nicht, dass die kirchlichen Verantwortlichen nicht den eigenen Leuten den Rücken stärken in ihrer kritischen Haltung einer radikalen menschenverachtenden Ideologie gegenüber, die man uns als „Religion“ verkauft, dass sie, im Gegenteil, den Islam weiter stark macht – hierzulande ohne jede Not oder Notwendigkeit.

Ich denke darüber nach, ob Jesus das gemeint haben könnte als er seinen Jüngern empfahl, „die zweite Meile mitzugehen“…

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Kommentare»

1. Schaschlik « abseits vom mainstream – heplev - 12. Juni, 2011

[…] Provincial legislators don’t want Christian cabinet member presenting budget – “Christen beklagen eine Welle der Gewalt” – ASIA/PAKISTAN: Christian girls victims of forced conversions to Islam, rapes and forced […]

2. Paul - 13. Juni, 2011

Liebe Rika,
ich wünsche Dir und Deiner Familie noch einen schönen 2. Feiertag.
Bin gerade erst bei Dir vorbeigekommen.
MfG Paul


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