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Schafe vor der Nase und Rosen an der Wand… 21. Juni, 2011

Posted by Rika in vermischtes.
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Man kann nicht sagen, dass wir in einem nervtötenden, lärmenden Umfeld leben. Zwar ist die große Stadt nur ein paar Kilometer entfernt und ihr Zentrum lässig in weniger als einer halben Stunde zu erreichen (mit der Bahn in exakt 14 Minuten, mit dem Auto je nach Verkehrslage zwischen 15 und 25 Minuten), aber hier bei uns im Dorf ist es schön friedlich und ruhig. Der Ruhe wegen müssten wir eigentlich keinen Urlaub machen.

Wie ruhig Ruhe aber tatsächlich sein kann, erleben wir in dem kleinen idyllischen Ort an der Nordsee, in dem wir seit Jahren immer wieder Urlaub machen.

Tagsüber hört man ab und zu einen Trecker bei der Arbeit oder das Muhen der Kühe oder das Blöken der Schafe, doch nachts hört man nichts! Gar nichts! Allenfalls den Wind in den Bäumen vorm Haus.  (Wir in unserem Ort am Rande der großen Stadt  hören je nach Windrichtung  von ferne das Brummen der großen Laster auf der A7 oder die ratternden Güterzüge, die unser  Dorf passieren.)

Für ein paar Tage waren wir wieder mal in dem wunderschönen Ferienhaus am Meer. Wir lieben Haus …

… und Landschaft…

Das Land und das Meer!

Hoch aufgelaufene Flut am Siel,  „Fahrrinne“ der Krabbenkutter vom kleinen Hafen zu Watt und Meer.

Meine Idee, Wattwanderungen könnten meinem Fuß gut tun, veranlassten uns ganz spontan zu einem Kurzurlaub im Lieblingsferienhaus, das zu unserem Glück „frei“ war. Dank an die Freunde, die uns ihr wunderschönes Haus immer wieder für erholsame Ferien überlassen.  Die Wanderungen im Watt waren in der Tat richtig gut für meinen Fuß!

In diesem Jahr weidet auf der großen Wiese hinter dem Haus wieder einmal ein Schaf.

Das war auch  in den vergangenen Jahren immer mal so. Warum es nicht bei der großen Herde auf den Salzwiesen  vorm Deich ist, weiß ich nicht zu sagen.

Das Schaf hat zwei junge Lämmer, um die es sich – wie es mit menschlichen Augen betrachtet, erscheint – mit Sorgfalt und Liebe kümmert.

Die Lämmchen ruhen sich am Trog aus. Leider habe ich keine bessere Aufnahme der beiden Lämmer … ich konnte ja nicht ahnen, dass ich sie zu einem Blogeintrag „verwursten“ würde, dann hätte ich mir nämlich die allergrößte Mühe gegeben, die süßen Dinger ordentlich ins Bild zu setzen! Betimmt!!!

Die beiden Jungen sind in dem Alter,  in dem junge Lebewesen vor allem neugierig und voller Tatendrang sind. Und so streifen sie auch schon mal allein durch das hohe Gras der großen Wiese und müssen auf diese Weise entdeckt haben, dass der Zaun zwar große Schafe, nicht aber kleine Lämmer daran hindert, die Weide zu verlassen und das Weite zu suchen. Mutter Schaf mag es aber gar nicht wenn sich die Kleinen aus ihrem Zuständigkeitsbereich entfernen.  Mit lautem Blöken läuft sie über die Wiese, von einem Ende zum anderen und ruft unablässig nach den Lämmern. Die verhalten sich aber mucksmäuschen still, kein Ton! So sehr Frau Schaf auch ruft und lockt, die Kleinen bleiben verschwunden. Endlich, nach stundenlanger Suche (und stundenlangem Geblöke) tauchen sie munter und fidel wieder auf. Mutter Schaf ist zufrieden, gibt noch ein, zwei Töne der Freude von sich – und dann herrscht wieder Stille und ländliche  Ruhe in der kleinen Siedlung hinterm Deich.

Wir zwei,  auf unseren Liegen hinter dem Haus, die Ruhe genießend, lesend oder einem erholsamen  Nickerchen ergeben, betrachten das Schauspiel mit verständnisvoller und wohlwollender Anteilnahme, bangen mit dem Schaf um das Wohlergehen der Kleinen  und reden besänftigend und ermutigend auf Mutter Schaf ein, wenn sie sich auf der Suche nach den Jungen dem Zaun nähert, der ihr Reich von unserem trennt.

Landschaft, Schaf, das Haus und die Rosen an der Wand – das alles machte den Reiz aus dieser Tage in Spieka und trug dazu bei, dass wir uns so sehr wohl fühlten.

Dass das Wetter für ausgelassenes Strandvergnügen weniger geeignet war …

…  und auch Fahrradtouren…

bis auf einen kleinen Ausflug zum Steg

…  wenig verlockend erschienen, störte uns herzlich wenig.

Reichlich Lesestoff und ebenso reichlich Wolle für kreative Einfälle ließen es uns nicht langweilig werden.

Eine Stippvisite der „Hamburger Kinder“, ein Treffen mit der jungen Familie an einem Sonnentag in Duhnen und der gemeinsame Besuch im Zoo am Meer … es war einfach nur schön!

Der Regenbogen –   nach Regen und Sturm nicht nur ein schöner Anblick …

…. ein vollständiger Bogen, den ich mit meiner kleinen Kamera gar nicht vollständig auf EIN Bild bannen kann…

….  erinnert mich (auch jetzt noch und immer wieder)  an die Zusage Gottes für seine Erde,  für uns Menschen, für mich.

Dankbar bin ich für die schöne Auszeit, dankbar auch für mein Zuhause!

Schafe gibt es übrigens auch ganz in der Nähe unseres Hauses, wir hören sie ab und zu blöken!

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Kommentare»

1. GerdEric - 21. Juni, 2011

Einfach immer die schönsten Bilder machen, damit du dich beim Verwursten nicht selöbst anklagen musst 🙂 Beim regenbogen einfach ein paar Schritte zurück gehen, dann klappt das 😉

2. cheerfulcoyote - 22. Juni, 2011

Danke für die Beschreibung. Da bekommt man richtig Reisestimmung. Und da ich jetzt weiß wie es dort ist, kann ich weiterhin Urlaub am Ballermann machen und die ruhige Nordsee den Schafen überlassen;)


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