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Beim Bau der Sicherheitsanlage historische Begräbnisstelle entdeckt! 25. Juni, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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Sicherheitsanlage?

Historische Begräbnisstelle?

Moment!

Nein, glauben Sie das jetzt nicht!

Es handelt sich nicht um ein frührömisches Pharaonengrab in der Nähe der  sogenannten „grünen Linie“!

Ich wollte nur mal eine Effekt heischende Überschrift in die Welt setzen.

Die Wirklichkeit ist viel einfacher, kleiner und ganz bescheiden.

Wir haben im Gärtchen doch einen wunderschönen kleinen Teich,  von Muscheln, Fischen, Schnecken und noch unidentifizierten Larven bewohnt und mit allerlei hübsch anzusehendem Grünzeug bewachsen. Die Seerosen blühen trotz der Kälte ganz prächtig und  die vielen anderen Pflänzchen bemühen sich, neben der Seerosenschönheit nicht ganz zu verblassen. Aber das liegt ja nicht nur an den Pflänzchen, sondern vor allem an den Augen des Betrachters.

Unser kleiner Enkel, von dem hier bei mir bisher nur äußerst selten die Rede ist, weil ich ihn aus meinen öffentlichen Ergüssen eigentlich vollkommen raushalten möchte, ist in dem Alter in dem kleine Kinder auf Erkundungstour gehen und die Welt erobern. Er liebt den Teich, die Fische und die kleinen Steine, die am Rand liegen und die er mit lautem Plumps und Platsch ins Wasser wirft. Dabei muss Oma Rika ihn am Schlafittchen packen, damit der kleine Kerl nicht gleich mit im Teich landet, was ihm nichts ausmachen würde – er liebt Wasser und ist es schon seit den ersten Babyschwimmtagen gewohnt -, aber vielleicht nicht so gut bekommen würde, wenn keine Oma, Opa, Mama, Papa, Tante oder Onkel an seiner Seite wäre.

Jetzt, da er den Garten für sich entdeckt – eine Buddelkiste haben wir ihm auch schon unter die Eberesche gestellt -, ist aber an länger währendes  ruhiges Kaffeetrinken auf der Terrasse nicht mehr zu denken. Der kleine Mann will spielen. Das soll er ja auch! Damit er aber seine Welt  – also unser Gärtchen – auch wirklich erkunden und erforschen kann ohne dass immer einer von uns Erwachsenen an seiner Seite ist, mussten wir eine Sicherheitsanlage in Form eines Zauns errichten, der den Jungforscher daran hindert, unverhofft im Gartenteich zu landen — es könnte ihm dabei nämlich schlecht ergehen, was eben nicht nur Gott verhüten möge, sondern  wir verhüten müssen!

Gestern nun haben der liebste Gatte und der älteste Sohn (Vater des kleinen Mannes) mit dem Bau der Sicherheitsanlage begonnen.Dazu mussten zunächst einige der Pflanzen  entfernt werden, die unmittelbar vom Sicherheitszaun betroffen waren. Ich habe sie sehr tiefgründig ausgebuddelt und bin dabei auf ein geheimnisvolle Gebilde gestoßen.

Ein rechteckiges, kastenförmiges Etwas widersetzte sich meiner Ausgrabung. Der Sohn kam zur Hilfe und förderte es schließlich zutage. Das Etwas erwies sich als feinmaschiger Kaninchendraht mit Alufolie umhüllt.Wir rätselten was es mit ihm auf sich haben könnte …  und entdeckten  dann den Schädel eines kleinen Nagetiers. Leider waren wir Ausgräber nicht besonders sorgfältig zu Werke gegangen und der Sarkophag – als solches präsentierte sich das Etwas – war stark beschädigt worden.

Der Sohn konnte sich nicht daran erinnern, seinen Hamster an dieser Stelle beigesetzt zu haben. Bleiben also noch die verschiedenen Meerschweinchen – drei von ihnen hatten wir aber im Ahltener Wald begraben – und die schätzungsweise 35  Rennmäuse, die einmal unser Haus mit Leben erfüllt hatten (wohlverwahrt in etlichen Terrarien), denn der jüngste Spross der Familie hatte einmal zwei „männliche“ Mäuse geschenkt bekommen, die sich auf wundersame Weise vermehrt und vervielfacht hatten…

Ein Telefonat mit dem Jüngsten brachte aber auch keine eindeutige Zuordnung der Grabstelle zu einem der verstorbenen Haustierchen, wenngleich der Jüngste schon meinte, es könne sich bei dem Schädel um die sterblichen Überreste von Jean Luc***, Paulchen oder Betty handeln.

Vorsichtshalber habe ich den Schädel – andere Knochen oder Körperteile ließen sich in der Erde nicht mehr finden – leicht gereinigt und dann einem ausführlichen Erhitzungsprozess in kochendem Wasser unterzogen. Nun liegt er auf weißem Küchenkrepp und wartet auf weitere Untersuchungen.

Im Gärtchen sind noch etliche Begräbnisstellen, aber man soll die Toten ja in Frieden ruhen lassen. Das soll  hier im Gärtchen auch für Mäuse, Hamster und Meerschweinchen gelten.

*** In der virulenten  Star-Trek-Phase erhielten einige Mäuse die Namen der berühmten Besatzungsmitglieder  des Raumschiffs  „Enterprise“…

NACHTRAG

Der Jüngste machte mich auf den Wiki-Eintrag über Rennmäuse aufmerksam, der auch die Aufnahme eines Schädels zeigt.

Gestern, bei hellem Sonnenlicht, habe ich den kleinen Nagerschädel fotografiert und eine ziemliche Übereinstimmung mit dem abgebildeten Schädel bei Wiki entdeckt:

Ist es nicht erstaunlich, dass man sogar die einzelnen Schädelknochen erkennen kann und die feinen Linien, die sie voneinander abgrenzen?  Übrigens fehlt auch „meiner“ Rennmaus einer der Jochbögen, ähnlich der Aufnahme bei Wiki.

Die Zahnleisten, die man am Original nur als winzige Zackenlinie erkennen kann, sind hier in der Aufnahme deutlich sichtbar.  Riesig sind im Verhältnis zu den „Backenzähnen“ die großen  „Hauer“  – Schneidezähne.

Der kleine Mäuseschädel von unten…

„Maus und Maß“

Schade, dass ich kein Bild einer lebenden Rennmaus habe…   Da müsste ich den Jüngsten fragen ….

Wir hatten jedenfalls unsere Freude an den kleinen Hausbewohnern… und auch einiges an Arbeit, der Jüngste jedenfalls, der für Futter und frisches Streu sorgen musste und ab und zu auch mal eine ausgebüchste Maus wieder einfangen, bzw. mit Futter aus ihrem Versteck locken und sie dann zurück in „ihre“ Behausung setzen musste.

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