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Ulrich Sahm hat eine Frage… 31. Juli, 2011

Posted by Rika in aktuell, islam.
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Diese Frage ist so bemerkenswert und gleichzeitig so bezeichnend für die Auseinandersetzung, die in den deutschen Medien, den Parteien, an den Stammtischen und vermutlich auch in vielen Familien mittlerweile um „Terror“ und seine geistigen „Väter“ (besonders beliebt: Sarrazin als Brandstifter) geführt wird, dass ich Ulrich Sahms „Frage“   hier ungekürzt einstelle:

„All die lieben Freunde, von Broder bis Tilman Terrach und viele andere machen sich die Mühe, das 1500 Seiten lange wirre Manifest eines ekelhaften Massenmörders durchzuarbeiten, wohl in der Absicht, daraus ein weltanschauliches Phänomen herauszudistillieren, das uns alle persönlich beunruhigen und betreffen sollte.

Entsprechend der Menge der Postings und Artikel habe ich das Gefühl, als seien dazu schon mehrere Doktorarbeiten geschrieben worden.

Und nun meine Frage: wer von all Gut- oder auch Schlechtmenschen hat eigentlich mit genau der gleichen Intensität und der gleichen persönlichen Betroffenheit die Bekennerbriefe der islamischen Massenmörder, von Osama bin Laden bis hin zu den Bombern in Bagdad, die an manchen Wochenenden Hunderte von Menschen ermordeten, genauso intensiv untersucht?

Ich war erstaunt zu erfahren, dass es angeblich bis vor etwa einem Jahr nicht einmal eine zuverlässige Übersetzung der Hamas-Charta ins Deutsche gab, die für den Tod von über tausend Menschen verantwortlich ist.

Die islamistischen Terroranschläge sind längst zu einem weltweiten Phänomen geworden, von New York über Buenos Aires, Spanien, London bis nach Mumbai. Palästinensischer Terror hat seit Ende der sechziger Jahre die ganze Welt verändert: siehe die Sicherheitsvorkehrungen auf den Flughäfen oder in Deutschland die Maßnahmen vor Synagogen. Aber anstatt sich mit deren Mordlust auseinander zu setzen, wurden deren “Freiheitskampf” verherrlicht.

Niemand redete darüber, dass Deutschland bis 1990 “besetzt” war, und dass sich trotzdem kein Bayer in Polen auf einem Marktplatz sprengte. Juden hatten gewiss viele Gründe, sich an den Deutschen zu rächen, aber wie viele Fälle von tatsächlicher Rache gab es?  Und wenn jemand in Israel Hass gegen Deutschland empüfand, machten Spiegel und andere gleich Titelgeschichten daraus.

Redaktionen bestellten mir Geschichten zu der Bestellung deutscher Pässe an der Botschaft in Tel Aviv von Nachkommen von Deutschen. Die allermeisten wollen den Pass, um billig in Deutschland studieren zu können und für die USA kein teures Visum zu benötigen. Aber was wollten die Redaktionén? Dass “viele” Israelis die Möglichkeit haben, rechtzeitig zu fliehen, ehe Israel zerstört wird. Diese Schlussforderung gilt für einige Tausend von etwa 7,5 Millionen Israelis. Aber das reicht für eine Geschichte.

Und nun hat ein durchgeknallter Norweger ein konfuses Manifest geschrieben, etwa 90 Menschen umgebracht – in Syrien sind es schon weit über 1700, in Ägypten waren es über 800, in Israel über tausend während der Intifada, in Bagdad zählt niemand mehr, in Pakistan und Afghanistan weiß es niemand, die Liste ließe sich beliebig verlängern. Der Norweger erhält in Deutschland mehr Aufmerksamkeit als inzwischen Tausende Tote des “Arabischen Frühlings”. Gibt es eigentlich gar keine Proportionen mehr? Wo bleiben all die tollen Menschenrechtsaktivisten?“

Gefunden habe ich den Text bei achgut.

Ich befürchte, dass die „noch“ mögliche, öffentlich geäußerte kritische Distanz zu der allgemeinen pro-islami[sti]schen Stimmungsmache in den Medien immer stärker unter Druck geraten und darum immer mehr schwinden wird und die „Schere im Kopf“, die von der „fröhlichen“ Multikultigrüngesellschaft auf äußerst subtile Weise in den letzten Jahren  an den Mann, die Frau gebracht und dauerhaft gründlich implantiert wurde, inzwischen irreversibel ihre ganze verheerende Wirksamkeit entfaltet. Gabriel und seine Genossen arbeiten ebenso intensiv an diesem Prozess wie Roth und Özdemir von den Grünen und mit ihnen die vielen Redakteure und Journalisten, die sich das „NIE WIEDER“ auf die Fahnen geschrieben haben und diese munter vor sich her tragen, ohne zu bemerken, dass sie irgendwann den falschen Abzweig genommen haben und ihr ebenfalls implantierter  moralisch-geistiger Navi nur noch den Satz „Bitte folgen!“ beherrscht, abbiegen und umkehren ausgeschlossen!

Ergänzung:

Ein mutiges Interview könnte sich als „Navi“ eignen…. Unbedingt lesen!!!

Ein christlicher Fundamentalist … 26. Juli, 2011

Posted by Rika in aktuell.
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… habe den entsetzlichen Anschlag in Norwegen verübt, ist in den Zeitungen zu lesen.

Alles in mir schreit nach Widerspruch.

Es ist zu furchtbar was dieser Mensch anrichtete, als dass man seine Tat mit „Christ“ in Verbindung gebracht sehen möchte.

Zu entsetzlich sein Vorgehen, als könne er sich auf Christus berufen.

Nein, ich will das nicht hinnehmen.

Das ist kein Handeln im Sinne oder gar im Namen Jesu. Dafür gibt es in den Evangelien von Jesus Christus keine Basis, keine Begründung, keinen Hinweis auf eine irgendwie mögliche Rechtfertigung.

Beim Nachdenken darüber, was und warum ich mich so gegen die Bezeichnung „christlicher Fundamentalist“ im Blick auf den  Massenmörder von Oslo  wehre, muss ich früher oder später aber einräumen, dass in der Vergangenheit viele Verbrechen begangen wurden, deren Rechtfertigung man in der Bibel zu finden glaubte.

Tausende Frauen wurden im Namen Gottes als Hexen verbrannt, Menschen, die ein anderes, ein neues Schriftverständnis hatten, wurden der Häresie angeklagt, wurden gefoltert und gemartert und landeten auf dem Scheiterhaufen oder starben durch Schwert oder Beil eines Henkers.

Für Gott und Vaterland zogen Soldaten in den Krieg.

Ein Führer wurde als Heilsbringer verehrt und gefeiert.

Und durch alle Jahrhunderte hindurch wurden Juden im Namen Jesu verfolgt, beraubt und umgebracht.

Nein, man muss nicht weit schauen um zu sehen, dass im Namen des Christentums ungeheuerliche Verbrechen geschahen.

Das kann und will ich weder ausblenden, noch leugnen oder beschönigen. Das sind Tatsachen mit denen ich als Christin leben muss.Das ist bitter, weil doch die Botschaft Jesu, sein Leben und Sterben missbraucht wird für eine menschenverachtende ideologische Umdeutung dessen, was Jesus  „Reich Gottes“ nennt, von dem er, Jesus,  Zeugnis gibt. Ein Reich, das nicht auf irdische Macht aus ist, das eben  keine Ideologie zur Beherrschung der Menschen oder gar der ganzen Welt ist.

„Liebe deinen Nächsten“ ist die Maxime dieses „Reiches Gottes“ – und niemals meint dies, den Nächsten „aus Liebe“ zu knechten, zu unterdrücken oder gar umzubringen!

Menschen, die das „Fundament“ ihres Handels in der Bibel suchen und finden, werden keine Bomben legen und nicht auf Jugendliche schießen, um auf sich und ihre Botschaft aufmerksam zu machen.

Sie werden sich viel eher zum Gespött der Menschen machen, indem sie auf öffentlichen Plätzen singen, beten und Gott loben – um anderen Menschen das „Reich Gottes“ nahe zu bringen.

So wie auch Jesus seine Botschaft nicht mit dem Schwert verkündigte, sondern auf den Plätzen und in den Häusern und Synagogen mit den Menschen redete, sich ihrer Sorgen und Nöte annahm, sie ernst nahm, heilte und segnete.

Schöne Aussicht… 14. Juli, 2011

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie.
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Ohne Worte…

Voll daneben… 1. Juli, 2011

Posted by Rika in Allgemein.
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„Wenig souverän“  –  meint Tobias Morchner von der  HAZ    –  sei die Reaktion eines Polizeibeamten auf die Pöbelei eines Schülers gewesen.

Ein Sechstklässler der WRS hat aus dem geöffneten Fenster seines Klassenzimmers einen Beamten der Polizei mit „Bulle“ tituliert. Nun mag man sich ja fragen, was ein Sechstklässler während des Unterrichts am geöffneten Klassenfenster verloren hat und auch, wieso die Englischlehrerin ihr offenbar wichtiges Gespräch mit einem Schüler draußen auf dem Flur führen musste  (und dies beispielsweise nicht in die Pause verlegen konnte)   und darum die Klasse unbeaufsichtigt war.

Man könnte natürlich auch einwenden, dass der Begriff  „Bulle“ für Polizeibeamte heutzutage  beinahe schon zum umgangssprachlichen Inventar gehört, wenngleich jeder Mensch natürlich weiß, dass die Nutzung dieses  „Titels“ von dem so Angesprochenen als Herabwürdigung, zumindest aber als unfein verstanden wird.

Herr Morchner  scheint der Auffassung zu sein, dass der Begriff  ein ganz gebräuchlicher Teil der Jugendsprache ist und demzufolge der ganze Vorgang nicht des Aufhebens wert sei, das sich daraus entwickelte.

Denn als solches schildert er den weiteren Verlauf der Geschichte:

Der als Bulle gescholtene Beamte stürmte in den Klassenraum, sorgte mit einem Faustschlag auf den Tisch für Ruhe und fragte:

„Welches von euch Arschlöchern will eins auf die Fresse?“

um dann sofort klar zu machen:

 „Das ist die Sprachebene, auf der wir uns gerade bewegen!“

Eigentlich ist das eine geniale Reaktion! Die Leute sofort mit ihren eigenen verbalen Unzulänglichkeiten konfrontieren.

„Demonstrare ad oculi“, würde der Lateiner sagen! Oder wir in Westfalen: „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil!“

Aber die zarten Seelen der Schüler können so eine Reaktion nicht verkraften. Die meisten Sechstklässler haben vermutlich keine Probleme damit, in ihrer digitalen Erlebniswelt alle möglichen Gewaltszenarien durchzuspielen, aber ein Polizist „in echt“, mit echten Gefühlen und echter Stimme, da sind sie überfordert.   Sie fühlen sich gar  „beleidigt“, ein Zustand, der üblicherweise gerne von unseren imigrantischen Freunden in Anspruch genommen wird.

Polizist und Lehrerin haben laut Zeitungsbericht die Lage vor Ort klären können, so schien es jedenfalls zunächst.

Doch die „Beleidigten“ stellten einen Strafantrag.

Nicht die Schüler selbst, wie man der Zeitung nach vermuten kann, sondern die (mutmaßlich ebenfalls beleidigten) Eltern. Oder aber die Eltern, die ihrer elterlichen Sorge um die Unversehrtheit ihrer lieben Kleinen nachgehen wollten und dabei eines übersahen:

Zur elterlichen Sorgfalt gehört auch die Erziehung der lieben Kleinen. Und daran scheint es ja zumindest dem Schreier doch im nötigen Umfang zu fehlen. Sonst hätte er

a) nicht seine Schularbeit vernachlässigt und wäre an das geöffnete  Fenster getreten,

b) nicht die Mitschüler durch sein Rufen bei der Arbeit gestört und

c) nicht einen Polizisten mit einem deftigen Schimpfwort belegt.

Diese kleine Episode aus dem deutschen Schulalltag macht auf bemerkenswerte Weise deutlich, wie die Werte der Erziehung inzwischen verrutscht sind und damit auch das Verständnis von Elternschaft.

Ich habe für die Eltern gar kein Verständnis. Statt mit dem eigenen Kind in Ruhe über Verhalten zu reden und  das Gespräch mit der Schule und der Polizei zu suchen, greift man gleich in die Vollen und stellt Strafanzeige.

Und was lernt der pöbelnde Schüler? Papi wird’s schon richten, notfalls mit dem Anwalt.

Immerhin, das Kind hat sich ja wohl entschuldigt.

Die Eltern aber haben für meine Begriffe total versagt.

Eben VOLL DANEBEN!!!