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Das antisemitische Pamphlet eines evangelischen Pfarrers… 16. August, 2011

Posted by Rika in israel.
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macht fassungslos!

Mit scheinbar wissenschaftlich fundierter  Akribie erläutert der fromme Gottesmann seine antiisraelischen und antijüdischen Ansichten und bringt sie unter das evangelische Pfarrersvolk.

Den Link zu diesem Machwerk verdankte ich achgut.

Eine sehr ausführliche und fundierte  Erwiderung  auf die Schmierschrift findet man bei heplev: Teil 1   Teil 2  Teil 3   Danke ihm dafür!!!

Ich selbst werde hier nur einige der denkwürdigsten Passagen zitieren und kurz kommentieren.

So schreibt  Herr Vollmer zur jüdischen Einwanderung:

Die alteingesessene arabische Bevölkerung reagierte mit immer größerem Unmut bis hin zu gewaltsamen Formen des Widerstands auf die jüdischen Einwanderer. Zionisten haben palästinensisches Land in Besitz genommen und geraubt mit dem Ziel, einen jüdischen Staat zu errichten. Palästinensischer Widerstand, auch schlimme Gewaltakte zogen schlimme jüdische Gewaltakte nach sich. Israel stilisierte und stilisiert seine Abwehr gegen den Widerstand der Palästinenser als Kampf gegen den Terrorismus mit dem Recht auf Selbstverteidigung. Hat der Eindringling und Räuber, der der eingesessenen Bevölkerung das Land nimmt und auf deren gewaltsamen Widerstand stößt, ein Recht auf Selbstverteidigung? Die Vergeltungsschläge Israels gegen palästinensische Gewaltakte waren und sind zumeist unverhältnismäßig, besonders der Gazakrieg Dezember 2008/Januar 20

Ganz abgesehen von der völlig verfälschten Darstellung, auf die ich nicht näher eingehen will, macht die Wortwahl des  Pfarrers seine diskriminierenden  Absichten und antisemitischen Ansichten deutlich.  „Eindringlinge und Räuber“ nennt er die jüdischen Einwanderer, und stellt sehr subtil und suggestiv  jegliches Recht der Juden auf Verteidigung des Lebens in Frage. Perfider geht es kaum!

Weder wurde das Land geraubt, noch waren die jüdischen Einwanderer unbotmäßige „Eindringlinge“. Juden kauften Land von  türkischen und arabischen Großgrundbesitzern. Nur so viel zum Geschichtsverständnis des Theologen.

Perfide ist auch der folgende Abschnitt:

Solange der Holocaust die Mehrheit in Israel wesentlich bestimmt, dominiert die Opfermentalität im Selbstverständnis Israels, die das Gebot der Tora »Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägypten gewesen.« (Ex. 22,20; auch Lev. 19,33f) missachtet.

Denn in völliger Verdrehung der Tatsachen zitiert der evangelische Theologe  ausgerechnet jene Stelle aus der Bibel, die wie kaum eine andere in Bezug auf Juden durch Christen vollkommen ignoriert wurde! Ganz zu schweigen von der erklärten Absicht der Hamas und der Fatah, Juden aus „Palästina“ zu vertreiben, was eben nicht nur „Westbank“ und „Gazastreifen“ meint, sondern auch ganz Israel.  „Israel missachtet die Tora“ ist Vollmers unmissverständlicher Vorwurf, wobei er sich selbst widerspricht, wenn er (indirekt) sagt, Araber seien Fremdlinge im Sinne der Tora, gleichzeitig aber  die Juden als „Eindringlinge“ bezeichnet.

Und in diesem Stil geht es munter weiter:

„Krieg und Vertreibung von 1947 bis 1949 waren für die Palästinenser die bisher größte Katastrophe ihrer Geschichte. Sie nennen sie nakba. Nach dem Krieg kontrollierte Israel nicht die ihm zugesprochenen 56, sondern 78% des Mandatsgebiets. Von den 900.000 Palästinensern in diesem Gebiet blieben nur 150.000 zurück. 750.000 Palästinenser ergriffen aus Angst die Flucht oder wurden aus ihren Siedlungen und Häusern gewaltsam vertrieben, …

Kein Wort, dass der Krieg nicht vom Himmel gefallen, sondern von den Arabern unmittelbar nach der Staatsgründung dem neuen Staat Israel erklärt wurde mit der Zielsetzung, die Juden „ins Meer zu treiben“, was von den Arabern nicht als Metapher gedacht war und nur dank ihrer (nicht nur militärischen)  Unzulänglichkeiten trotz zahlenmäßiger Überlegenheit  bis heute ein Traum geblieben ist, denn leider ließen und lassen sich die Juden nicht ins Meer treiben.  Aber natürlich war es die schiere Angst, die die Araber ihre Häuser und Dörfer verlassen ließ, meint  Herr Vollmer.

Ich erspare mir das Zitieren und Kommentieren der weiteren Absätze, die sich mit der Beziehung zwischen Juden und Arabern beschäftigen.

Schlimmer noch als die verfälschte Geschichte und die einseitige und vollkommen kritiklose Parteinahme für die Araber, empfinde ich die „theologischen“ Betrachtungen, die der Theologe anstellt und mit denen er den religiös begründeten Antisemitismus „auf das Trefflichste“ untermauert!

Wir, Christen in Deutschland, können unsere unsägliche Schuld gegenüber der Judenheit nicht dadurch theologisch kompensieren, dass wir nun in der staatlichen Verfasstheit des Volkes Israel ein Zeichen der Treue Gottes sehen, das seinerseits Hunderttausende unschuldige Menschen zu Opfern gemacht hat und noch immer macht. Die Rheinische Synode missachtete die innerbiblische Kritik am Staat (Ri. 9; 1. Sam. 8; Mk. 10,42-44; 12,13-17; 1. Petr. 2,13-17). Indem Israel auch einen König haben und wie die anderen Völker sein will, gibt es seine besondere Berufung, eben nicht wie die anderen Völker zu sein, an Gott zurück. Wie könnte Israel, das seine Existenz der Befreiung aus staatlicher Gewaltherrschaft in Ägypten durch Gott verdankt, seine Identität als ein Staat verwirklichen und sichern wollen?“

Israel, meint der Gotteserklärer, habe seine Berufung an Gott zurück gegeben!

Und weiter:

Die Erklärung der Rheinischen Synode, im Staat Israel ein Zeichen der Treue Gottes zu sehen, war ein theologisch fragwürdiger Versuch, Schuld zu kompensieren. Ein jüdischer Staat ist eben ein Staat, der seine jüdische Identität – die nichtjüdische Bevölkerung ausgrenzend und damit den einen und universalen Gott, der für Juden und Nichtjuden in gleicher Weise da sein will, verleugnend – mit staatlicher Gewalt nach innen und nach außen sichern will.“

Das ist starker Tobak! Der Vorwurf lautet, dass Israel „Gott“ allen anderen Menschen dieser Welt vorenthält zur Sicherung der eigenen jüdischen Identität. Schlimmer kann man theologisch  das Judentum nicht verzerren, den jüdischen Staat nicht diskriminieren. Das ist Antisemitismus der schlimmsten Art.

In ähnlicher Weise argumentiert der Herr Vollmer auch über „das Land“ der Verheißung. Seiner Meinung nach ist die Verbindung von „Land und Volk und Gott“ längst aufgehoben durch die Universalität Gottes.

So wundert man sich am Ende auch nicht mehr, dass er sich voll und ganz hinter einen arabischen Theologen stellt, der die Forderung aufgestellt hat, „die Theologie zu befreien“:

Naim S. Ateek hat eine sehr beachtenswerte palästinensische Theologie der Befreiung vorgelegt, die auf die Befreiung der Theologie zielt. Die Theologie muss befreit werden aus ihrer nationalreligiösen Gefangenschaft, aus einem partikularen und exklusiven Missverständnis Gottes zugunsten von Israel auf Kosten der Völker, aus der missbräuchlichen Vereinnahmung der Bibel für nationalreligiöse Interessen.30″

Israel, so suggeriert der Pastor,  nimmt für sich ein exklusives Recht auf Gott in Anspruch auf Kosten der Völker. Auch das ist  furchtbarer, „theologisch“ begründeter Antisemitismus. Mich verwundert es nicht, dass der  deutsche Christ Vollmer ohne jegliche kritische Distanz die Ansichten der „palästinensischen Theologie der Befreiung“ nachbetet.

Und er entblödet sich nicht, Ben Gurion durch ein völlig aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat in Misskredit zu bringen.

Schließlich holt er zum großen Rundschlag aus:

Die jüdische nationalreligiöse Rechte und mit ihr viele vermeintlichen christlichen Freunde Israels sind der Auffassung, dass um der Heiligkeit des Landes willen Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts geboten sein können. Sie verleugnen die Universalität Gottes und die Heiligkeit eines jeden Menschen. Gott ist kein Nationalgott und kein Staatsgott. Gott ist der universale Gott, der einen jeden Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, dem ein jeder Mensch heilig ist und der den Frieden aller Menschen und Völker will.

Wo in der vermeintlichen Berufung auf die Bibel auch nur ein einziger Palästinenser verletzt oder gar getötet wird, wird die Bibel missbraucht, das Land zum Götzen und Gott gelästert. …

Die Menschenrechte sind unteilbar. Wo Christen und Christinnen einseitig für Israel und den Staat Israel Partei ergreifen, machen sie Gott zum Parteigänger und Komplizen. „

Herr Vollmer unterstellt nicht nur dem Staat Israel, sich ausdrücklich gegen Gottes eigentliche Absichten (die der Herr Vollmer bestens zu kennen scheint) zu verhalten, sondern wirft auch die Christen mit in den Pfuhl der Verdammnis, die sich an die Seite Israels stellen und dafür gute biblische Gründe ins Feld führen.

Dass arabische Terroristen mit dem bekannten Schlachtruf „Allah ist groß“ ihr mörderisches Tun untermalen, scheint der Protestant Vollmer hingegen nicht zu wissen  oder aber geflissentlich zu „übersehen“, wobei ich an dieser Stelle die Frage anbringen möchte, ob mit der „Universalität Gottes“   Allah ebenso gemeint, bzw. sogar  identisch  ist, was dann doch im Hinblick auf islamische Umtriebe im „Freiheitskampf der Palästinenser“ beachtenswert wäre, von Herrn Vollmer aber eben unbeachtet bleibt.

Ich kenne niemanden (in meiner „christlichen Welt“), der zur Unterdrückung oder gar zum Töten der Palästinenser aufruft, aber ich habe in den letzten Jahren viele, viel zu viele Berichte gelesen und Reportagen gesehen, in denen Juden Opfer fanatischer Palästinenser wurden (die Ermordung fast der ganzen Familie Vogel in Itamar vor wenigen Wochen  war ein besonders grausiges Beispiel) und habe viele, zu viele Videos gesehen, in denen aufgebrachte nichtjüdische Menschen „Tod den Juden“ brüllten – und das nicht nur in arabisch-islamischen Ländern, sondern auch in deutschen Großstädten. In Hannover konnte ich das sogar am hellichten Tage auf dem großen Platz vor der Oper ganz persönlich beobachten!!!

Pfarrer Vollmer meint, dass, wenn Israel bereit sei, das Land mit den Palästinensern zu teilen, es Frieden geben werde.

Er richtet die Aufforderung aber nicht an seine palästinensischen Freunde,  mit einem jüdischen Staat in Frieden zu leben.

Dass dieser Artikel so unkommentiert in einem „christlichen Blatt“ erscheinen konnte und man bisher keine kritische Erwiderung eines Pfarrerkollegen auf dieses antisemitische Schmähwerk lesen konnte, ist ein fast noch größerer Skandal als das Machwerk selbst.

Ich habe an den Vorsitzenden des Pfarrerverbands geschrieben und um eine öffentliche Distanzierung von den „Vollmerschen Thesen“ gebeten.

Ich bitte alle Leserinnen und Leser sich energisch gegen dieses Schriftwerk zu wehren!

Hier kann man es tun:

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf…

Geschäftsstelle des Verbandes

Mainbrücke 16
93264 Altenkunstadt
E-Mail: geschaeftsstelle@pfarrerverband.de


Vorsitzender

Pfarrer Klaus Weber
Mainbrücke 16
93264 Altenkunstadt

Tel.: (09572) 79 05 00
Fax: (09572) 79 05 01
E-Mail: vorsitz@pfarrerverband.de

Pressereferat

Pfarrer Christian Fischer
Friedrich-Naumann-Str. 44
34131 Kassel

Tel.: (0561) 340 70
Fax: (0561) 340 71
E-Mail: pressesprecher@pfarrerverband.de

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Kommentare»

1. Das antisemitische Pamphlet eines evangelischen Pfarrers… | Jihad Watch Deutschland - 16. August, 2011

[…] antiisraelischen und antijüdischen Ansichten und bringt sie unter das evangelische Pfarrersvolk. Mehr… Like this:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde veröffentlicht unter […]

2. Paul - 17. August, 2011

Hallo Rika,
es ist wirklich zum verzweifeln. Immer und immer wieder muss den falschen Darstellungen die Berichtigung entgegengestellt werden. Da verstehe ich, dass Lila auch deswegen schon am verzweifeln ist und langsam müde wird.
Es ist wie beim Kampf gegen den Drachen. Kaum hat man einen Kopf abgeschlagen, wächst sofort wieder einer nach.

In Bezug auf einige Vertreter der Evangelischen Kirche habe ich das Gefühl, dass sie mit ihrer Meinung zu den Juden bei Luther stehen geblieben sind.
Es ist schon ungeheuerlich, was Vollmer schreibt. Das Schlimme, er ist kein Dummer. Er könnte, wenn er wollte, die Wahrheit und die geschichtlichen Vorgänge kennen. Mein Urteil: Er will nicht. Der blanke Judenhass ( das ist mein Sammelbegriff, weil ich die Unterscheidung in verschiedene Kategorien für nicht sinnvoll halte), also der Hass auf die Juden bestimmt sein Denken. Anders kann ich mir seine Darlegungen nicht erklären.

Gott sei Dank gibt es auch andere ev. Pfarrer. Seit einigen Jahren habe ich Kontakt zum Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung e.V., der von evangelischen Pfarrern geleitet wird. Mehrmals im Jahr erscheint ein Rundbrief, der nach Art eines Digest u.a. über die Situation in Nahost informiert. Schon mehrfach haben sich diese Pfarrer über Äußerungen ihrer Kirchenleitungen beklagt. Auch die notwendige Unterstützung ihrer Arbeit läßt wohl viele Wünsche offen.

Es ist schon erstaunlich welchen gesellschaftsübergreifenden Judenhass es in Deutschland gibt. Das geht von ganz Links bis ganz Rechts. Aber auch die Mitte ist davon infiziert. Nach meiner Meinung gibt es nur immer mal wieder mehr oder weniger große Artikulationslücken. Die Denkweise bleibt aber relativ stabil. Ich erschrecke immer wieder, wenn ich, selbst im engsten Bekanntenkreis, ganz unvermutet diesen Judenhass feststellen muss.

Die Juden sind nicht nur das auserwählte Volk Gottes, sondern auch ein viel geprüftes, verleumdetes und verfolgtes Volk.

Die Auseinandersetzung mit den Arabern in Nahost nimmt m.E. immer mehr die Erscheinungsform eines Religionskrieges an. Jedenfalls führen die Araber ihn so.
Wenn man sich die Charta der Hamas mit dem Koranbezug für jeden Artikel ansieht, muss man jedenfalls zu dieser Auffassung kommen. Sie selbst sagen, dass über den Inhalt dieser Charta nicht verhandelt werden kann, so wie man über den Inhalt des Korans auch nicht verhandeln kann. Sie bringen diese Analogie Koran versus Charta auch dadurch zum Ausdruck, dass es keine authentische Übersetzung der Charta gibt, geben kann. Analog zum Koran, der auch nicht übersetzt werden darf.

Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, kann man für die Lösung des Konfliktes nur schwarz sehen.

3. L. - 18. August, 2011

Interessant ist auch die Verwendung des Ben Gurion Zitates.
Das Zitat ist nämlich kein direktes Zitieren Ben Gurions, sondern eine persönliche Erinnerung Goldmanns, der zum Zeitpunkt der Abfassung seiner Memoiren mit Ben Gurion schon Jahrzehnte schwer verfeindet war. Darauf sollte man hinweisen, wenn man schon fälschlich behauptet, es wäre ein Zitat Ben Gurions.

Und im Goldmann Buch geht es um die von Goldmann vorgeschlagenen Verhandlungsstrategien gegenüber Nasser und der PLO. Und in dem Text von Goldmann werden die Meinungsunterschiede mit Ben Gurion für die Führung der Verhandlungen skizziert.
Es ist also eben kein Beleg dafür das die Israelis die Araber hassen oder eine Einsicht darin gegenüber den Arabern eine Schuld zu haben.
Auf antisemitischen Hetzseiten (altermedia) wird dieses Zitat standardmäßig aus dem Zuammenhang gerissen dargestellt. Sobald der Hinweis auf die Belegstelle erfolgt, wird sofort deutlich, daß damit ein antisemitisches/antiisraelisches Anliegen gar nicht verfolgt werden kann. Und der Originalbeleg stand dem Pfarrer offenbar nicht zur Verfügung ODER er wußte, daß durch den Originalbeleg seine antiisraelische Stoßrichtung vollkommen entwertet wird.

nachzulesen in: http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:David_Ben-Gurion
Ein Diskussionsteilnehmer führt sogar aus, daß Goldmann vermutlich das Zitat völlig frei erfunden hat.

4. heplev - 18. August, 2011
5. Rika - 18. August, 2011

Danke für die umfangreichte Erwiderung. Ich habe auch Teil 3 als Link aufgenommen!

6. Bernd Dahlenburg - 18. August, 2011

Am Wochenende werde ich auch etwas zum Thema beisteuern – aber eher Grundsätzliches zum Verhältnis der Amtskirche gegenüber Israel, weil du und Heplev schon sehr fleißig waren.

Großes Kompliment!

7. Yael - 22. August, 2011

„Da kam eine etwa 50 Jahre alte Frau auf uns zu und fragte, ohne jede Einleitung, ob wir wüssten, wer Judas war. Wir bejahten. Worauf die Frau fragte, ob wir den Plural von Judas wüssten. Wir schauten uns etwas ratlos an. “Juden”, sagte die Frau, “Juden”. Da wurde uns klar, Kyritz liegt nicht nur an der sprichwörtlichen Knatter, es liegt auch mitten in der ehemaligen der DDR, wo sich der Antisemitismus von Luther so erfolgreich mit dem von Marx liiert hat, dass er immer noch nachwirkt. Die Frau, das erfuhren wir später, war früher mal Pastorin in Kyritz. Jetzt knattert sie nur noch. “

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kyritz_an_der_knatter/

8. Rika - 22. August, 2011

Der evangelisch-luthersche Antijudaismus wirkt bis heute nach, was man nicht nur an
Yaels Kommentar
gut ablesen kann, sondern auch an der nicht zu glaubenden Tatsache, dass sich die Kirche auf Eichmanns Seite geschlagen hat und versucht hat, gegen seinen Prozess zu intervenieren, wie man im Spiegel erfährt:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,781429,00.html

„eine grundanständige Gesinnung“ habe der Organisator der Judenvernichtung gehabt, meinte die Kirche noch 1960!!!!

Da wundert es mich auch nicht mehr, dass die Evangelen das sogenannte „Kairos-Papier“ begrüßen und unterstützen:

http://www.oikoumene.org/fileadmin/files/wcc-main/2009pdfs/Kairos%20Palestine_Ger.pdf

Ich habe das ja schon einmal kurz berichtet und auf eine kritischen Kommentar dazu verwiesen, den ich hier auch noch einmal einstelle, denn es gibt sie ja noch, die eigenständig denkenden Theologen innerhalb der EKD.
http://www.compass-infodienst.de/Michael_Volkmann__Das__Kairos-Palaestina-Dokument___Eine_Stellungnahme.8566.0.html

9. Rika - 22. August, 2011

Gerade erst entdeckt:
http://www.pro-medienmagazin.de/politik.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=4347

Da liest sich die „Eichmann-war-grundanständig-Geschichte“ ein ganz klein wenig anders.

Offenbar wollte der Spiegel mal wieder kräftig Stimmung gegen die Kirche machen.

Trotzdem bleibe ich bei meinem Vorwurf, die evangelische Kirche habe eine lutherisch-antisemitische Grundhaltung.

10. Rika - 24. August, 2011

Offensichtlich haben viele Menschen auf den antisemitischen Beitrag reagiert.
Der Vorsitzende des Pfarrerverbandes hat dazu einen Text veröffentlicht:
http://www.pfarrerverband.de/meldungen_1468.htm

Darin heißt es u.a.:
Deutlich weisen wir darauf hin, dass das Deutsche Pfarrerblatt kein Organ einer Kirchenleitung ist. Die veröffentlichten Artikel geben nicht die Position einzelner Landeskirchen oder der EKD wieder.

4) Auf den Beitrag von Vollmer hat es eine große Zahl von Rückmeldungen – zustimmende und ablehnende – gegeben. Sie werden zum Teil schon in der Septemberausgabe des Deutschen Pfarrerblattes veröffentlicht. Wir ermutigen unsere Leser, die Diskussion zu diesem Thema weiterzuführen.

5) Der Vorstand des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland wird sich auf einer Sondersitzung in der nächsten Woche mit dem Thema ausführlich beschäftigen.“

11. STEHEN WIR ZU ISRAEL ! « himmel und erde - 30. August, 2011

[…] Egmond Prill nimmt Bezug auf das antisemitische Pamphlet des Pfarrers  Vollmer, ohne diesen  namentlich zu […]

12. Manfred Weisser - 16. September, 2011

Habe an die verantwortlichen des pfarreverband.de folgendes Gesendet.

Hiermit möchte ich meinem Unmut und grossen Ärger über die Publikation der „ Vollmerschen Thesen „ ZUM Ausdruck bringen.
Wo ist bitte Ihre Verantwortung der reformierten/evangelischen Kirche gegenüber den Menschen, welche die Vollmerschen Thesen
Lesen, aber nicht die Möglichkeit haben dieses zu reflektieren?
Als deutscher evangelischer Christ schäme ich mich, dass Sie als öffentl. Organ solch ein Müll und Dreck unkommentiert auf Ihrer Web-Seite publizieren lassen.
PS. Wenn Sie das glauben, was Sie vorgeben, dann Gnade Ihnen Gott vor welchem Sie es zu verantworten haben.
Doch wahrscheinlich glauben Sie ……..

13. Ehre, wem Ehre gebührt? « himmel und erde - 22. Februar, 2012

[…] erinnere an dieser Stelle exemplarisch an den fürchterlichen Beitrag im Pfarrerblättchen, der von  Kirchenoberen nur sehr, sehr verhalten kritisiert wurde. Da hätte ich doch von den […]

14. Etikettenschwindel? « himmel und erde - 14. Februar, 2013

[…] Pamphlet übelster Sorte bezeichnen und steht damit in gleicher Reihe wie die üble Schmähschrift des Herrn Vollmer, die im deutschen Pfarrerblatt erschienen […]


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