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Leute wie Bettina Marx… 16. Oktober, 2011

Posted by Rika in israel.
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… sind es wohl, denen wir in Deutschland die in zunehmendem Maße „israelkritische“ Einstellung zu „verdanken“ haben.

Ihre giftig-geifernden Kommentare im Deutschlandfunk tragen zweifellos mit dazu bei, dass Israel nicht gerade große Chancen hat, zu den Sympathieträgern der Weltgemeinschaft zu gehören und dass das bisschen Solidarität mit dem –  durch  arabische Selbstmordattentate und einem gezwungenermaßen hohen Verteidigungsaufwand gebeutelten  – kleinen Land inmitten feindlich gesonnener Nachbarn immer mehr schwindet.

Während man der ägyptisch-arabischen  Revolution zujubelt und goldene Zeiten einer blütenreinen Demokratie heraufbeschwört, wird dem einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten von Leuten wie Frau Marx ebendiese Demokratie abgesprochen, wird Rechtsstaatlichkeit in Zweifel gezogen und werden Menschenrechtsverletzungen als Staatsdoktrin behauptet.

Während gute Geschäfte mit dem Iran, der in den letzten Jahren wiederholt zur Vernichtung des Jüdischen Staates aufgerufen hat, keinerlei Anlass zur Kritik bieten und deutsche Journalisten auch  den islamistischen Tendenzen der arabischen Revolution und der allgemeinen Entwicklung in der Region wenig kritische Aufmerksamkeit schenken, schließt man sich gerne mal  Boykottaufrufen gegen Israel an und stellt den Staat immer wieder auf eine Stufe mit Terrorbanden.

So auch  Frau Marx in ihrem Kommentar zur Freilassung Gilad Shalits.

Zwar beteuert auch sie die Freude über die in Aussicht gestellte Freilassung des von Terrorbanden entführten Soldaten und seine baldige Rückkehr nach Israel, sie nimmt aber dieses Ereignis sogleich zum Anlass, wieder einmal gegen Israel in verleumderischer Weise zu hetzen und dabei Tatsachen so zu verdrehen, dass sie in ihr antiisraelisches Propagandakonzept passen.

Ich will hier nur einige ihrer bemerkenswerten Sätze zitieren:

Gilad Shalit also kehrt nach Hause zurück. Aber nicht nur er. Im Austausch gegen ihn werden mehr als 1000 namenlose palästinensische Gefangene aus der Haft entlassen, die außer ihren Familien niemand kennt. Unter ihnen sind 450 sogenannte Sicherheitsgefangene, Männer und Frauen, die wegen terroristischer Aktivitäten zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt wurden. 279 Lebenslängliche, die unter normalen Umständen keine Aussichten auf frühzeitige Entlassung oder Begnadigung gehabt hätten und die zum Teil schon Jahrzehnte inhaftiert waren. Nicht alle dieser jetzt zur Entlassung vorgesehenen Häftlinge haben sich schwerer Verbrechen schuldig gemacht und nicht alle wurden in rechtsstaatlichen fairen Verfahren verurteilt. Unter ihnen gibt es Zivilisten, die unter Bruch des Völkerrechts aus ihrer Heimat im Westjordanland oder dem Gazastreifen nach Israel verschleppt und vor Militärgerichte gestellt wurden. Es gibt solche, die als Minderjährige eingesperrt und wegen Nichtigkeiten verurteilt wurden und andere, die bei den Verhören misshandelt und gefoltert wurden.

 

 

Frau Marx bedient sich einer geradezu genialen Rhetorik: „namenlose palästinensische Gefangene“ heißt es Mitleid erheischend oder  „Sicherheitsgefangene“ verharmlosend, die „wegen terroristischer Aktivitäten“ verurteilt wurden. Dass diese terroristischen Aktivitäten in aller Regel das Leben unschuldiger israelischer Zivilisten forderten, das verschweigt Frau Marx. Und unter „Nichtigkeiten“ versteht sie vermutlich die „harmlosen“ Steinewerfer, deren Anschläge auf Menschen eben nicht „erfolgreich“, sprich, tötlich waren, oder die misslungenen Sprenggürteltransporte, die nur deshalb kein Fiasko anrichteten, weil sie rechtzeitig von Spezialisten erkannt wurden.

Schlimmer noch als diese rhetorischen Spitzfindigkeiten ist ihre subversiv wirkende Gleichstellung von Terroristen mit dem Staat Israel, wenn sie etwa davon berichtet, die Gefangenen seien von israelischen Sicherheitskräften  „verschleppt“ worden – und damit auf die „Verschleppung“ Gilad Shalits durch die Hamas anspielt, ohne sie so zu benennen. Oder ihre bösartige Gleichstellung israelischer Soldaten mit den terroristischen Kämpfern der Hamas, wenn sie etwa sagt:

 

Trotzdem darf, bei aller Freude über die bevorstehende Freilassung, nicht vergessen werden, dass Shalit als Soldat einer Besatzungsarmee in seinem Panzer die völkerrechtswidrige und unmenschliche Blockade des Gazastreifens durchsetzte. Durchsetzen musste, weil seine Regierung dies von ihm verlangte.

Sie unterstellt damit, dass Israels Armee völkerrechtswidrig sei und nicht nur als Besatzer die Araber im Westjordanland und dem Gazastreifen widerrechtlich behandle, sondern auch die eigenen Soldaten zu Menschenrechtsverletzungen missbrauche. Schlimmer kann man kaum noch das Verhältnis von Rechtstaat und Terror auf den Kopf stellen.

Ihre weiteren Aussagen will ich hier nicht ausdrücklich zitieren, wohl aber das Fehlen eines wie auch immer erkennbaren Hinweises auf das Unrecht der Hamas an der eigen Bevölkerung in Frau Marx Kommentar hervorheben.

Von keiner kritischen Anschauung getrübt, die auch nur ansatzweise das mangelnde Bewusstsein für Recht und Menschenrechte in den von „Palästinensern“  regierten Gebieten erkennen lässt, vermittelt Frau Marx einmal mehr die „Grundlagen“ für als „Israelkritik“ getarnten Hass auf Juden und die israelische – jüdische – Gesellschaft.

Ein Armutszeugnis auch für die Berichterstattung des Deutschlandfunks, dem man einmal mehr Objektivität und Sachlichkeit absprechen muss.

Wie man über die Freilassung Gilad Shalits berichten kann, nein muss, zeigt dieser Bericht   von Richard Herzinger:

Israel beweist im Fall Schalit moralische Stärke

Rettung von Leben ist nach jüdischer Ethik der höchste Wert. Durch den hohen Einsatz für den Soldaten Schalit bekennt sich Israel zu seiner Tradition.

Darin heißt es im Fazit:

„Pikuach Nefesh“, die Verpflichtung zur Rettung von Leben, ist eines der höchsten Prinzipien jüdischer Ethik, das über allen religiösen Gesetzen und Vorschriften steht. 

Ziviles Gemeinwesen

Welchen Kontrast bietet ein solches Wertesystem zu den Maximen einer (Un-) Kultur, die den „Märtyrertod“ als oberstes Ideal namentlich für junge Männer propagiert und sich nicht scheut, sie im Namen einer Religion als „Selbstmordattentäter“ zu missbrauchen! Nichts hat diesen Gegensatz so bösartig auf den Punkt gebracht wie die islamistische Parole: „Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod.“ Die israelische Gesellschaft verlangt im Gegensatz dazu von ihren jungen Soldaten nicht, zu Märtyrer für eine höhere, heilige Sache zu werden.

Israel, dem zahllose Kritiker in aller Welt unablässig Kriegslüsternheit unterstellen, ist ungeachtet jahrzehntelanger militärischer Bedrohung und kriegerischer Verwicklung ein im Kern seines Selbstverständnisses zutiefst ziviles Gemeinwesen geblieben, dem martialischer Blut- und Opferkult fremd ist.

Diese Auffassung der israelischen Gesellschaft  ist hierzulande leider weitgehend unbekannt – und würde sich doch am ehesten mit den uns vertrauten Formeln von der Würde des Menschen, die unantastbar sei, decken. Leider werden die geifernden Töne einer Frau Marx viel lieber gehört und aufgenommen als die Worte Richard Herzingers.

Damit das nicht so bleibt,  bitte seinen ganzen Artikel lesen und weitergeben!

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Kommentare»

1. Leute wie Bettina Marx… | Jihad Watch Deutschland - 16. Oktober, 2011

[…] israelischer Soldaten mit den terroristischen Kämpfern der Hamas, wenn sie etwa sagt: Mehr… himmelunderde Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post gefällt. Dieser Eintrag wurde […]

2. A.. Cejp - 16. Oktober, 2011

Es ist so ermüdend, sich jeden Tag und immer wieder mit jener Denk- und Argumentationsweise auseinander zu setzen. Sie umweht einen (dank vieler Medien) mehr oder weniger unterschwellig wie die leise Werbung in Kaufhäuseren. DLF ist da ein besonderer Spezialist, Wahrheit so verdreht zum Ausdruck zu bringen, dass sie als Lüge ankommt.

3. Anton Michael - 3. August, 2013

bei der derzeitigen Politik des Westens und Israels im nahen Osten, wird Israel als jüdischer Staat in 50 Jahren vorhersehbar Geschichte sein. Das mag man bedauern oder nicht. Jedenfalls wird dann der Moment gekommen sein, in dem Deutschland versuchen kann, etwas an den Juden gut zu machen: Aufnahme eines Großteils der dann eine neue Heimat suchenden jüdischen Israelis.

4. Rika - 3. August, 2013

Nein, nein, da bin ich vollkommen beruhigt, Israel wird weder in 50 noch in 100 Jahren Geschichte sein, es wird vielmehr als einziges Land im Nahen Osten eine stabile Gesellschaft und prosperierende Wirtschaft haben…und natürlich wird es eine jüdische Mehrheitsgesellschaft sein. Ich werde es ja leider nicht mehr erleben, weil ich schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel habe, sonst würde ich gerne um eine riesengroße Kiste besten israelischen Weines wetten 🙂


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