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Friedensengel und Wölfe im Schafspelz 11. Januar, 2012

Posted by Rika in israel.
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Frieden braucht die Welt.

Das ist gar keine Frage.

Die Hindernisse für einen wirklichen Frieden sind zahlreich und darum  wage ich  zu behaupten, dass es ihn niemals geben wird, diesen „Frieden für alle“. Wobei ich ausdrücklich unter „Friede“ mehr verstehe, als die Abwesenheit von kaltem oder gar heißem Krieg.

In Deutschland scheint die Mission „Friede“ besonders akribisch betrieben zu werden, wobei die Friedensbringer sich – aus Gründen der Rationalisierung will ich hoffen – auf ein kleines und darum überschaubares Gebiet konzentrieren.

Nein, es ist  darum wohl nicht Somalia, der Sudan  und auch nicht Nigeria, es geht nicht um den Frieden zwischen Nord- und Südkorea und auch nicht um den Frieden zwischen den Drogenbaronen und dem Staat etwa in Mexiko oder Kolumbien, es geht nicht um die Krisenregionen in der ehemaligen UdSSR, nicht um Zypern und auch nicht um Syrien. Unsere deutschen Friedensbringer widmen sich vielmehr mit Hingabe einem ganz speziellen regionalen Konflikt, den sie aber – folgt man ihren Ausführungen – für das Grundübel des Unfriedens weltweit halten.

Die Rede ist von „Palästina“. Wir wir alle wissen, wird „Palästina“ brutalst möglich behandelt: man raubt „palästinensiches“ Land, sperrt seine Bewohner hinter riesengroßen Mauern ein, behindert die Wirtschaft, ja, man versucht sogar, einen „Genozid“ an seinen Bewohnern. Kein Wunder, dass sich die Friedensengel um keinen anderen Konflikt in der Welt kümmern können.

„Palästinas“ herrorischer „Widerstandskampf“ gegen die Bösen wird mit warmen Worten und seltsamen Taten unterstützt, das Morden und Töten geradezu als Allah gewollt hingenommen, die palästinensereigenen Unzulänglichkeiten entschuldigt und den anderen zur Last gelegt, in Anlehnung an Luther und getreu dem Motto: „So leben sie, sie könn‘ nicht anders“.

Es könnte einen das Grausen packen, wenn man die Bemühungen der selbsternannten  Friedensexperten näher betrachtet und unter die Lupe nimmt und man könnte weinen, angesichts der Verschleuderung friedenschaffender Ressourcen durch ständig wiederkehrende Fehlleistungen und vor ohnmächtiger Wut heulen über die intellektuelle Unzurechnungsfähigkeit, denn wie anders soll man ein Verhalten erklären, das die Leute, die sich ausdrücklich als Anti-antisemiten bezeichnen, bar jeder intellektuellen Durchdringung des Problems und ohne jedes Bemühen um Informationen zu der immer gleichen stereotypen Vorsatzformel kommen, derer  man sich  schon in den zurückliegenden Jahrhunderten gern bedient hat: „Die Juden Israelis sind an allem schuld“!

Ob es die wackeren Männer und Frauen des „Aachener Friedenspreises“ sind, die nicht anders können, als gebetsmühlenartig das oben genannte Klischee zu bedienen, oder die theologisch vorgebildete Ministerpräsidentin des schönen Thüringen und ihr Tross in der Regierung, sie verfallen einer propalästinensischen Propaganda und einem alten Judenhasswahn, dass einem die Augen tränen und die Ohren klingeln und das Wort im Halse stecken bleibt.

Zwei, denen zum Glück nicht das Wort im Halse stecken geblieben ist, haben das Vorgehen der Friedensapostel beschrieben – neben vielen anderen, die immer wieder gegen den Irrsinn anschreiben. Ihre Berichte sind mir in den letzten Tagen seit meiner Rückkehr aus dem Skiurlaub aufgefallen. Ich weise darum hier darauf hin:

Frau Lieberknecht und die Leere der Geschichte

Kevin Zdiara

Im letzten Jahr wurden knapp 680 Raketen und Granaten auf Israel geschossen und 20 Israelis, sowie eine britische Touristin von Terroristen ermordet. Das jüngste Opfer war die gerade einmal 3 Monate alte Hadas Fogel, der von ihren palästinensischen Mördern die Kehle aufgeschlitzt wurde.

Im deutschen Nahost-Diskurs werden diese Fakten schlicht ignoriert. Sie werden mit der Lupe nach Protestnoten und Reaktionen von Seiten der deutschen Politik hierzu suchen müssen. Die deutsche Empörungsindustrie in Berlin wird weder diese Morde an Juden als…“ Bitte weiterlesen

Und:

Waschzwang statt Katharsis

Nathan Waszawski

Wenn ultra-orthodoxe Juden das Unrecht in die eigene Hand nehmen, um jüdische Kinder zu ängstigen und jüdische Frauen zu belästigen, dann demonstrieren säkulare und orthodoxe Juden gemeinsam gegen die erbärmliche Ideologie der Fundamentalisten.
Wenn deutsche Pazifisten gegen Antisemiten in den eigenen Reihen vorgehen, dann suchen sie einen Sündenbock und finden ihn in Juden und in Israel. …“   Bitte weiterlesen

Mir macht es Angst, dass  heutzutage ausgerechnet evangelische Theologen immer noch nicht in der Lage sind, die durch Luther eingefärbte Brille des Antijudaismus ablegen zu können. Frau Lieberknecht ist ja nicht die erste Theologin, die meint, sie müsse „Palästina“ vor den Israelis Juden retten. Ich erinnere mich mit Entsetzen an den von vielen so angesehenen Bischof Huber, der bei seiner Reise durch das „Heilige Land“ schon in seinem benutzten Kartenmaterial auf „Israel verzichtete“ und, darauf angesprochen, mit einer überaus fadenscheinigen Erklärung den Tatbestand begründete. Ich denke mit Scham an die zahllosen Kirchengemeinden, die mit Freuden immer wieder die „Friedenstaube“ Frau Sumaya Farhat-Naser einladen, die vorgibt, als Christin für den Frieden in Nahost einzutreten, aber in ihren Büchern und Vorträgen nichts anderes tut, als Israel an den Pranger der  Unmenschlichkeit zu stellen. Es entsetzt mich, wenn ich immer wieder erlebe, dass Christen in vermeintlicher Solidarität „mit verfolgten Brüdern und Schwestern“ das Kairos-Palästina-Pamphlet als Grundlage für eine ernsthafte Diskussion über den Nahostkonflikt und das Land / den Staat  „Palästina“ benennen und nicht in der Lage sind, den perfiden „christlich“ (meiner Meinung nach ausdrücklich NICHT BIBLISCH)  begründeten Antijudaismus, der geradezu schreiend in dem Papier zum Ausdruck kommt, zu erfassen. Ich finde es unglaublich, wenn christliche „Pilger“ sich der „verfolgten“ Palästinenser annehmen, aber nicht mit einer Silbe in der Lage sind, die Bedrohung Israels, die Terrorangriffe, die Morde und die unverhohlenen Aussagen zur Vernichtung des jüdischen Staates zur Sprache zu bringen.

Und es füllt mich mit großer Angst und Sorge, dass sich der Satz:

Was sich aber zu verändern scheint, ist, dass man mittlerweile auf die früher noch übliche formelhafte Verdammung des palästinensischen Terrors vollständig verzichtet.“

auch in Gesprächen in meinem unmittelbaren Umfeld immer mehr zu bewahrheiten scheint und wir nicht mehr weit davon entfernt sind, bis auch das von Gedenktagsrednern viel beschworene „Existenzrecht Israels“,  sich nicht nur als Formel in feierlichen Reden  sondern auch in der „politischen Alltagsarbeit“ aufgelöst haben wird und deutsche Politiker sich nicht mehr einsetzen werden für einen  freien, demokratischen  und jüdischen Staat Israel, sondern in geschwurbelten Worten von Ein- oder Zweistaatenlösungen faseln werden, in denen sie Israel als eigener Staat untergehen lassen würden.

Hoffen, wünschen, beten und arbeiten (schreiben) wir dafür, dass ISRAEL  lebe in Frieden und sicheren Grenzen!

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