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Nichts für Vegetarier… 17. Januar, 2012

Posted by Rika in aus küche und keller.
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und auch nichts für Leute, die dem biodynamischen Kochen mit Leidenschaft frönen, sind viele der sogenannten „Partysuppen“, die aus frischem Gemüse, Fleisch, Gemüse aus der Dose, diversen Soßen und Suppen aus Flaschen und Tüten zusammengebraut werden.

Aber schmackhaft sind sie, diese   (nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten doch eher grauenhaften Zusammenstellungen)  herrlichen Kalorienbomben, die bei keinem größeren Familientreffen oder einem ähnlichen gesellschaftlichen Ereignis, das in den eigenen Vierwänden stattfindet, fehlen sollten. Man kann sie nämlich unglaublich gut vorbereiten, ohne dafür tagelang in der Küche zu stehen, man kann sie nach Belieben und Gutdünken erweitern mit allem „was sich nicht wehrt“, wie ich jene Lebensmittel zu benennen pflege, die man nicht wirklich „braucht“, die aber dennoch ihren Nährwert haben und damit einen guten Beitrag leisten, um viele hungrige Menschen arbeits- und kostengünstig zu sättigen. Schmecken soll es ja schließlich.

Seit knapp drei Jahren habe ich dieses delikate Süppchen in meinen „Fundus“ aufgenommen, sprich in meine Rezeptsammlung für schnelle und leckere Suppen.

Gyrossuppe

Die Internetrecherche ermöglicht es heutzutage, nahezu jedes Gericht detailgenau und personengerecht auf „Rezept“ zu erhalten, wer also neben meinen Angaben (die ich der Schwiegermutter meines Sohnes in erster Linie und meiner Lust am Variieren in zweiter Linie verdanke) weitere Nachforschungen anstellen möchte, mag getrost das Suchmaschinchen  nutzen.

Ich mache es so:

Die Angaben beziehen sich auf einen Personenkreis von 12 Menschen mittleren Alters und mit gemäßigtem Essverhalten. Das ist die Personenzahl, die bei meiner Familie bei einem Familientreffen (mit der jeweiligen Bruder-/Schwager-/Schwägerinfamilie) mindestens zusammenkommt. Ich habe die Suppe auch schon für 20 Personen gekocht und auch nur für 8. Bei weniger als 4 Leuten, könnte ich mir denken, muss man eine Waage benutzen, um die diversen Zutaten dann noch im „richtigen“ Verhaltnis zueinander zusammen zu stellen. Und erfahrungsgemäß schmecken soche Suppen sowieso am besten, wenn man sie für richtig viele Leute in großen Töpfen zusammenbraut! Da man sie ohne Probleme einfrieren und auch wieder auftauen kann, sollte man sie ruhig etwas üppiger vorbereiten als zu knapp.  (Das Suchmaschinchen ermöglicht es, das „Originalrezept“ für jede nur denkbare Personenzahl zu errechnen! Man kann es aber auch ganz leicht mit einem einfachen Dreisatz selbst hinkriegen.)

Zutaten und was man damit macht:

1,5 kg Schweineschnitzel  unter kaltem, fließenden Wasser abspülen und anschließend gut trockentupfen. (Ich nehme dazu ein frisches Küchentuch, manche Leute bevorzugen die angeblich  reißfesten Dinger aus der Werbung für die Papierindustrie.) Die Schnitzel in fingerbreite Streifen schneiden und je nach Größe des Schnitzel  die Streifen nochmals quer halbieren.

3 Knoblauchzehen (wenn die Zehen sehr mickrig sind, lieber 1 – 2 mehr nehmen!) abziehen,  pressen und mit

2 El Gewürzmischung „Gyrosgewürzsalz“ und

6 El Olivenöl vermischen und zu den Schweineschnitzelstreifen geben, alles gut miteinander vermengen und ca 2 – 3 Stunden ruhen lassen. Es empfiehlt sich, dazu  ein verschlossenes Gefäß, das gut in den Kühlschrank passt, zu nehmen.

Die Ruhezeit lässt sich nutzen, um die weiteren frischen Zutaten zu putzen, zu waschen und zu schneiden.

3 große Zwiebeln abziehen, halbieren (vom Nordpol zum Südpol) und in feine Spalten schneiden.

3 rote, 2 grüne und 2 gelbe Paprikaschoten waschen und in fingerbreite und etwa 4 cm langeStreifen schneiden.

Zwiebeln und Paprika können gemeinsam in einem Gefäß kalt gestellt werden.

Das „Originalrezept“ sieht vor, dass das Fleisch nach seiner Ruhepause in einer Pfanne portionsweise angebraten wird und anschließend mit

ca 600 ml Sahne übergossen wird und in  einer weiteren Pause (von ca 12 Stunden) in einem geschlossenen Gefäß marinieren soll. Es schadet aber dem gustatorischen Vergnügen nicht, wenn man aus Zeitgründen diese 12 Stunden (über Nacht am besten) nicht einhält.

Möchte man die Ruhepause in der Sahne einhalten, empfiehlt es sich allerdings, das Putzen und Schneiden des Gemüses erst am Tag der weiteren Verarbeitung vorzunehmen.

Und die sieht so aus:

In einem entsprechend großen Topf das vorbereitete Gemüse (Zwiebeln und Paprika) in Olivenöl andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. (Der Topfboden sollte knapp mit dem Öl bedeckt sein!)

Den Inhalt von 2 Beuteln Zwiebelsuppe „Meisterklasse“  darüber streuen und  ca 1 1/2 l Wasser zugeben, alles zum Kochen bringen und bei geringer Energiezufuhr ca 10 Minuten kochen lassen.

1 Glas Zigeunersoße (500 ml),

1 Glas Chillisoße (500 ml),

1 Glas Champgignons in Scheiben (750 g oder zwei entsprechend kleine Gläser),

2 Ds. Mais und

das vorbereitete Fleisch mit der Sahne zugeben und alles weiter köcheln lassen.

In der köchelnden Suppe 1 Pck Schmelzkäse ohne und 1 Pck Schmelzkäse mit Kräutern (je 200 g ) unter Rühren auflösen.

Heiß servieren.

(Die Zugabe des Wassers kann nach eigenem Belieben variiert werden, ja nachdem wie „flüssig“ die Suppe werden soll.)

Zu dieser köstlichen Schlemmerei isst man am besten Weißbrot oder Fladenbrot.

Das Süppchen schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr gut und / oder lässt sich mit etwas gekochtem Reis zu einer weiteren Mahlzeit aufhübschen…. Ich bin ein Fan der kreativen Resteverwertung!

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Kommentare»

1. Paul - 18. Januar, 2012

Beim lesen dieses Rezepts habe ich einen Magen bekommen so groß wie ein Fußball.
Das ist das untrügliche Zeichen dafür, dass diese Suppe gut schmeckt.
Übrigens, habe ich inzwischen die Fähigkeit entwickelt, nur auf Grund der Rezeptzutaten einschätzen zu können ob es mir schmeckt.
Jetzt muss ich aber aufhören mich mit dieser Suppe gedanklich zu beschäftigen, sonst falle ich sofort vor Hunger „ohnmächtig vom Schemel“. 😀

2. Rika - 18. Januar, 2012

„sonst falle ich sofort vor Hunger „ohnmächtig vom Schemel“.“

Das wäre schade, Paul!

Mach und iss! 🙂 am besten mit vielen netten Leuten! Das Süppchen können auch Leute zubereiten, die vielleicht nicht so viel Übung haben wie ich (Mutter von Vieren und Hauswirtschaftslehrerin im Ruhestand) 😉

3. curioustraveller - 24. Januar, 2012

Wow, da brauchts keine weiteren Gänge mehr! Falls du sonst noch gute Rezepte posten willst, nur zu! Ich probier immer mal gerne was neues aus.


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