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Der ehrlose Herr Wulff setzt noch einen drauf…. 4. März, 2012

Posted by Rika in gesellschaft, meine persönliche presseschau.
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Wenn man vielleicht die leise Hoffnung gehegt hatte, Christian Wulff habe aus seinem unglücklichen beschämend desaströsen Umgang mit der (deutschen) Öffentlichkeit in den Spielchen und Ausreden hinsichtlich seiner Amigos und deren Geld auch nur eine Klitzekleinigkeit gelernt und würde vielleicht sogar in bedauernswerter Zurückgezogenheit und Scham mit  Demut auf seinen Hochmut reagieren, sieht man sich leider, leider getäuscht.

Nein, alle diejenigen hingegen, die ihm hinter vorgehaltener Hand eine eisenharte Machtgier verbunden mit einem überaus politisch-gesundem Egoismus attestiert haben, sehen sich bestätigt:

Wulff geht mitnichten in Sack und Asche, nein, er geht in die Offensive:

„Was die haben, will ich auch!“

Schließlich„, so mag er denken, „war ich ein ganz wunderbarer Bundespräsident und nur die blöde Presse hat mich daran gehindert, dass auch noch die nächsten 8 Jahre zu sein. Und weil einem Präsidenten nach einer  oder gar nach zwei Amtszeiten neben dem Ehrensold auch ein Büro und samt Mitarbeiter zusteht, WILL ICH DAS AUCH!!!“

Mich wundert gar nichts mehr, was den netten Schwiegersohndarsteller angeht, weder seine seltsamen Reden, noch sein seltsames Gebaren, und schon gar nicht seine seltsamen Forderungen. Es ist das typische Verhalten eines kleinkarierten Emporkömmlings, und im Gegensatz zu Schröder, seines Zeichens auch Emporkömmling (aber alles andere als kleinkariert),  war Wulff immer ein mieser Schleimer und Absahner.

Ganz ehrlich, da war und ist mir der „Basta-Gerhard“ lieber.

Der hat gesagt, was er denkt und hat gemacht , was er sagt. Basta!

Auch wenn ich seine Basta-Attitüden absolut nicht leiden konnte und auch nicht leiden kann und längst nicht mit allelm einverstanden war oder bin, was Schröder politisch zu verantworten hatte…. von seinem Putin-Job ganz zu schweigen!

Aber wenigstens hat nicht versucht, mir ein X für ein U vorzumachen.

(Wulff war nach außen immer der nette und anständige Junge von nebenan, warum nur sträuben sich mir bei „so netten Jungs“  immer alle Nackenhaare…..?)

Herr Wulff scheint keinerlei Scham zu empfinden, vermutlich sieht er sich und seine Besuche bei Freunden, die merkwürdigen Finanzierungen und alle damit verbundenen Winkelzüge vor dem Niedersächsischen Landtag, wie auch vor den Medienvertretern und der Bevölkerung für völlig rechtens an und kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass irgendjemand daran Anstoß nehmen könnte.

Noch weniger scheint es ihn zu irritieren, dass Menschen es unmoralisch finden,  wenn jetzt sein „Rücktritt“ vergoldet wird durch die lebenslange Zahlung eines „Ehrensolds“.

Dass er mit allem Pomp und militärischen Ehren, den / die die Bundesrepublik zu bieten hat, jetzt auch noch verabschiedet wird, das ist einfach nur noch stil- und geschmacklos.

Aber das hatten wir ja erst neulich, als der smarteste Kopierer der Republik zurückgetreten ist…

ganz ohne Ehre, aber mit viel Klimbim!

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Kommentare»

1. Yael - 5. März, 2012

Der Mann ist scham- und schmerzlos. Mehr muss man zu diesem Typen nicht sagen.

2. Paul - 6. März, 2012

Wulff kleinkariert, ein kleiner mießer Absahner.
Schröder dagegen, großkariert, ein großer miesert Absahner.

Habe neulich eine Sendung im Fernsehen verfolgt über die Oligarchen in Russland mit Putin an der Spitze. 4% Prozent der Gaspromaktien hält Putin und ist damit der größte private Einzelaktionär. Wer ist sein bester Freund? Schröder natürlich. Wann hat er den Gaslieferungsvertrag mit Russland unterschrieben, der Deutschland in eine fatale Abhängigkeit gebracht hat? War es 4 Wochen vor Ablauf der Wahlperiode? Oder waren es nur 14 Tage?

Wer ist inzwischen mehrfacher Millionär?

Ja richtig, dagegen ist Wulff tatsächlich kleinkariert und mies.

Warum wird Wulff eigentlich nicht die Unschuldsvermutung, die jedem Krimminellen zusteht zugestanden?
Warum wartet man nicht das Ende der Ermittlungen und den Urteilsspruch des Gerichtes ab?

Ich lehne Sondergesetze ab. Grundsätzlich und ausnahmslos.

3. Paul - 6. März, 2012

Noch was zu Schröder:
Sein erster Wahlkampf wurde getragen von der Rentenproblematik. Die CDU hatte gerade die Einführung des Demographischen Faktors beschlossen.

Originalton Schröder:
„Ich würde mich schämen der armen Witwe die Rente zu kürzen. Das wird es mit mir nicht geben.“ (Das hat sich bei mir eigebrannt.)
Er kam an die Regierung. Was geschah? Die gerade von der CDU beschlossene Rentenreform wurde rückgängig gemacht.
Was passierte weiter? Wieviele Jahre dauerte es bis die Rentner wieder eine Rentenerhöhung bekamen?
Hat Schröder sich deshalb geschämt?

Jahre später hat die SPD zugegeben, dass die Aufhebung der Rentenreform ein schwerer Fehler war.
Hat sich Schröder geschämt?

„Aber wenigstens hat er nicht versucht mir ein X für ein U vorzumachen.“ ???
Ja wirklich. Er hat es nicht versucht. Er hat es getan!

4. Rika - 6. März, 2012

Paul,
Du hast mich beschämt in meiner vielleicht zu einseitigen Sicht auf Schröder. Und ich muss Dir an einigen Punkten zustimmen.

Was Wulff angeht, so bleibe ich allerdings bei meinem harten Urteil. Das speist sich zum Teil auch aus Erfahrungen, die meine Freundin mit ihm gemacht hat – noch aus sehr frühen Junge Union Zeiten.
Seine intriganten Machtkämpfe, bei denen er buchstäblich über dann „politische Leichen“ ging.

Er war nie der freundliche Herr Wulff, mit einer Ausnahme vielleicht: Er hat sich um seine Mutter und Schwester gekümmert. Dem gilt meine Hochachtung!

Was die Millionen angeht, so warten wir doch einfach mal ab, wie und bei wem Herr Wulff demnächst sein Geld verdient – zu dem Ehrensold, versteht sich – und vor allem: WIEVIEL!

5. Rika - 6. März, 2012

Mit dem „X für ein U“ meinte ich eher, dass Schröder sich niemals als der smarte, nette, junge Mann präsentiert hat. Wer ihn gewählt hat, wusste immer, dass es ihm neben der politischen Macht immer auch um persönliche Macht ging. Er hat sich nie als der dargestellt, der „kein Wässerchen trüben kann“.
Sein berühmtes Rütteln am Zaun des Bundeskanzleramtes in Bonn mag dafür das beste Beispiel sein!

6. Paul - 6. März, 2012

Rika,
das mit „X“ und „U“ habe ich falsch verstanden.
So wie Du das jetzt erläutert hast, stimme ich Dir zu.

Zu Wulff.
In der Bewertung des Bundespräsidenten oder auch des Politikers Wulff sind wir nahe beieinander.
Als Ministerpräsident hat er mich nicht interessiert. Habe ich ihn kaum wahrgenommen. Nur im Zusammenhang mit VW ist er mir mal negativ aufgefallen. Weiss aber nicht mehr, worum es da ging.

Als Bundespräsident wurde er für mich ganz schnell, – um es in der Bloggersprache zu sagen – zum Astloch.
Die Tochter zur Auslandsreise nach Ägypten mitzunehmen war schon abartig. Sie dann auch noch als „Ersatzgattin“ zu präsentieren hat das „Fass zum überlaufen gebracht“.
Sein Ausspruch über den zu Deutschland gehörenden Islam und sein agieren im Zusammenhang mit der Entlassung von Sarrazin hat „den Sack zugebunden“.
„Astloch“ ist da noch wirklich verharmlosend.

Das von Dir über seine Jungpolitikerzeit geschriebene passt mir in dieses Bild.
Das ist die eine Seite der Medaille.

Die andere Seite ist der Umgang mit seinen angeblichen Verfehlungen.

Da habe ich nichts zurückzunehmen. Das ist einfach „unter der Gürtellinie“ und wirft ein bezeichnendes Bild auf unsere Mediendiktatur und flößt mir eher Furcht ein.

Rika, wir beide sind Christen. Du evangelisch und ich katholisch. Wir lesen in der gleichen Bibel.
Über das Wort: „Richte nicht, damit Du nicht gerichtet werdest“, habe ich nachgedacht. Lange habe ich es nicht verstanden.
Jetzt verstehe ich es so.
„Richten“ darf nur derjenige, der dazu berufen ist, der den Sachverstand und das Amt des Richters hat.
„Beurteilen“ darf ich, aber nicht „verurteilen“. Dazu bin ich nicht berechtigt. Wer bin ich denn, dass ich das dürfte?

Ob meine Auslegung theologisch haltbar ist, weiss ich nicht. Das interessiert mich auch nicht.

„Beurteilen“ darf ich alles, aber nicht „verurteilen“.

Rika, daraus ergibt sich für mich, dass wir uns in der Beurteilung von Wolff völlig einig sind.
Nur mangels der Voraussetzungen, es fehlen mir jegliche Rechtskenntnisse und eben auch die Befugnis, kann ich Wulff nicht verurteilen.
Diese Verurteilung durch die Medien und die, ich drücke es mal so aus, blindwütige Masse, stören mich gewaltig.
Sie erschüttern mich und machen mir auch Sorgen.

7. Paul - 7. März, 2012

Rika,
ich will Dich nicht nerven. Wirklich nicht.
Aber gerade habe ich zur Kausa Wulff im Focus von Frau Fietz etwas gefunden, was meiner Meinung entspricht.
Es ist nur besser formuliert, als ich es kann.
Aber schau mal selbst, wenn Du möchtest:
http://www.focus.de/politik/deutschland/fietz-am-freitag/affaere-um-ex-bundespraesident-deutschland-wird-den-ehrensold-fuer-wulff-verkraften_aid_719950.html

Ach so, noch was.
Gerade im Fernsehen gehört:
Wulff stellt höhere Ansprüche an den Zapfenstreich als alle seine Vorgänger.
Die Ehrenkompanie soll seinem Wunsch entsprechend vier(!) Musikstücke spielen.
Alle anderen wollten nur drei(!) gespielt haben.
Das habe ich wirklich gehört. Im ZDF, das von von meinen Gebühren finanziert wird.
Das war im ZDF keine Satire! Nicht etwa „Neues aus der Anstalt“.

Sind die noch zu retten? Ich sage: „Nein.“

8. Rika - 7. März, 2012

Paul,

das, was Du über „Be“- und „Ver“urteilung schreibst, würde ich genauso unterschreiben.

Und was die Medien angeht, so denke ich, haben sie ihren „Gewinnvorteil“ aus der Causa Wulff voll ausgeschöpft.

Hinsichtlich des Eifers, den sie dabei an den Tag legen, bieten sie mir aber (leider) auch einen Spiegel für meine eigene Energie…. 😉


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