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„Was gesagt werden muss…..“ 22. April, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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meinte der deutsche Dichter in seinem Gedicht gesagt zu haben. Einem Gedicht übrigens, das jeder Vorstellung eines deutschen Gymnasiallehrers von dem, wie und was ein Gedicht zu sein habe, spottet. (Nur um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Das ist nicht meine Erkenntnis, ich habe an einer Förderschule gearbeitet 😉  )

Aber ich schweife ab.

Was aber muss gesagt werden in Bezug auf den Iran und Israel, im Rückblick auf die Geschichte der Judenvernichtung und in Erwiderung des grasslichen Orakels  –  ob in Gedichtform oder in unzerknautschter Prosa?

Dazu  hat der israelische Premierminister  klar und unmissverständlich in einem Interview Stellung bezogen, das er den Journalisten der „Welt am Sonntag“,  Andrea Seibel, Clemens Wergin und Michael Borgstede gegeben hat:

Die Parallele besteht in dem Ruf nach der Zerstörung des jüdischen Volkes. In den 30er-Jahren waren wir ohnmächtig, außer Stande, etwas dagegen zu tun oder zu widersprechen.

Wir hatten keine Vertretung in der Gemeinschaft der Nationen. Heute haben wir sie. Damals ging die Forderung nach unserer Vernichtung von der wahnsinnigen Ideologie einer Herren-Rasse aus, heute geht sie von der wahnsinnigen Ideologie einer Herren-Religion aus.

Heute sind wir in der Lage, uns auch physisch zur Wehr zu setzen – und uns in der öffentlichen Debatte zu verteidigen, wie ich es gerade tue.

und weiter:

Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass sich das iranische Regime unsere Vernichtung zum Ziel gesetzt hat. Es wird mit Sicherheit alles in seiner Macht Stehende tun, um dieses Ziel zu erreichen. Führen Sie sich nur vor Augen, was Teheran schon ohne Atomwaffen alles tut: Man hat uns mit zwei giftigen Fangarmen umklammert – der Hamas in Gaza und der Hisbollah im Libanon.

Die Mullahs beliefern diese Milizen mit Zehntausenden von Raketen, und Tausende davon haben sie schon auf unsere Städte abgefeuert. Sie schaffen immer fortgeschritteneres Kriegsgerät in die Region und entwickeln immer tödlichere Waffen. Und sie machen keinen Hehl aus ihrem Ziel, Israel von der Landkarte zu radieren. Sie sagen auch, dass das nur der erste Schritt ist.

Das ist der Kern der politischen Situation im Nahen Osten:

Die mehr oder weniger offen geplante Vernichtung des jüdischen Staates Israel

Alles andere sind Ablenkungsmanöver und Scheingefechte, die die Gegner Israel anstellen, um von ihren eigentlichen Zielen abzulenken. Nachlesen konnte man diese Zielsetzung schon immer in der Charta der Hamas zum Beispiel oder den Statuten der PLO. Es geht der „Herrenreligion“ eben nicht um eine friedliche Koexistenz von Arabern und Juden in dem Landstrich, der den Römern seinen Namen „Palästina“ zu verdanken hat. Und  es geht den geistlich-politischen Führern dieser Religion eben  nicht um „Siedlungen“ oder um „Besatzung“. Sie sagen es doch unumwunden und immer wieder: Es geht ihnen um die „Befreiung Palästinas“ und darunter verstehen sie die Auslöschung des jüdischen Staates Israel.

Das „Existenzrecht Israels“ ist darum mehr als nur eine leere Worthülse, die in Sonntags- und Gedächtnisreden gern zur Anwendung kommt. Es geht um das Sein oder Nichtsein des jüdischen Staates. Das Existenzrecht Israels anzuerkennen ist nicht mehr und nicht weniger als die schlichte Zusage:

ISRAEL IST EIN JÜDISCHER STAAT UND SEINE DASEINSBERECHTIGUNG IST UNANTASTBAR!

Man mag die Regierung dieses Staates an dem einen oder anderen Punkt für kritikwürdig halten  (und viele Israelis kritisieren ihre Regierung), wie man auch die Bundesregierung oder die britische Regierung oder die französische Regierung  oder die Regierung Brasiliens oder Chinas kritisieren kann, aber im Grundsatz gibt es keinen noch so geringen Zweifel an der Legitimität des jeweiligen Staates an sich!  Und das gilt  für Israel doch genauso! Mögliche Kritik an Israel kann doch besten- und allenfalls an die Regierung gerichtet sein aber doch niemals an den Staat an sich!

Das aber ist genau der heikle Punkt. Viele „Israelkritiker“ nehmen eben nicht Anstoß an der Regierung des Staates, sondern an dem Vorhandensein des Staates an sich  und liegen damit auf einer Linie mit den Mullahs im Iran, der Hamas, der Hisbollah, den Islamisten des arabischen Frühlings und der islamischen Ummah.

Die jahrzehntelange Propaganda der arabisch-islamischen Strategen trägt langsam aber sicher Früchte.

Noch nicht bei den Entscheidungen der (meisten) westlichen Regierungen, aber auch das scheint inzwischen nur noch eine Frage der Zeit zu sein –   liest man nämlich die Kommentare unter dem Interview, kann einem himmelangst werden angesichts der offenen Feindschaft und des Hasses der Netanjahu, Israel und den Juden  entgegenschlägt. Und ich frage mich schon, wann diese bisher schweigenden „Israelkritiker“ sich immer lauter zu Wort melden und von der Regierung entsprechendes Verhalten einfordern. Das gilt nicht nur für die Bundesrepublik, ähnliche Prozesse lassen sich auch in Skaninavien, den Benelux-Ländern, in Frankreich und in Großbritanien beobachten.  Schon früher  haben Menschen diese Haltung der Feindschaft und des Hasses gegen Juden in Handeln (Pogrome) umgesetzt, es war aber bislang der deutschen Regierung „vorbehalten“, dieses Handeln zu einem organisierten und staatlich verordnetem  Morden bis zur geplanten und fast erreichten völligen Ausrottung der Juden voranzutreiben.

Wir alle werden Zeugen, dass  wieder ein Staat verkündet und sich  auch rüstet, Juden und Israel zu vernichten. Ein Staat, der aufgrund seiner geopolitschen Lage durchaus weltweiten Einfluss hat.

Netanjahu beschreibt das so:

In meiner Rede erklärte ich, dass die größte Bedrohung der Menschheit in dem Streben des Iran nach Atomwaffen besteht. Damals runzelten einige Leute die Stirn.

In den Jahren, die seitdem vergangen sind, ist Teheran der Erlangung nuklearer Waffen immer näher und näher gekommen, ohne seine Ideologie zu ändern. Die Welt wird sich drastisch wandeln, wenn der Iran Atomwaffen erlangen sollte: wegen seiner Fähigkeit, die Ölmärkte trocken zu legen, wegen der Fähigkeit, uns anzugreifen, wegen der Ermutigung, die militante Islamisten überall auf der Welt bekämen durch den Eindruck, dass der Lauf der Geschichte sich geändert hat und ihr zurückgebliebener und apokalyptischer Glaube eine Chance hat, zu siegen. Wir würden Terror in einem viel größeren Ausmaß als zuvor erleben.

Noch ordnen die meisten das iranische Säbelrasseln hierzulande unter “ dümmliche Propaganda“  ein und halten die Bedenken Netanjahus und die Sorgen und Ängste von Menschen wie mir für absurde Hirngespinste – oder meinen selbstherrlich und zynisch die Ansichten des israelischen Regierungschefs  sei „zionistische Machtpolitik“ ….

Wie gut aber, dass die Regierung in Israel nicht ihren Kritikern in Deutslchland verpflichtet ist, sondern dass sie vorausschauend und vorbereitet ist und es nicht zulassen wird, dass Juden vernichtet werden, weil sie Juden und / oder Staatbürger Israels sind.

… und gebe Gott, dass ich mich irre und diese Ängste und Sorgen unbegründet sind….

Das ganze Interview mit Benjamin Netanjahu findet sich hier.

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Kommentare»

1. Bernd Dahlenburg - 22. April, 2012

Noch ordnen die meisten das iranische Säbelrasseln hierzulande unter ” dümmliche Propaganda” ein und halten die Bedenken Netanjahus und die Sorgen und Ängste von Menschen wie mir für absurde Hirngespinste – oder meinen selbstherrlich und zynisch die Ansichten des israelischen Regierungschefs sei “zionistische Machtpolitik” ….

Solche oder ähnliche Leserbriefe findet man zuhauf unter dem Original bei Welt Online.

Dieses Land ist nur noch krank.

Angesichts der Tatsache, dass nahezu 70 Prozent der deutschen (und Europäer) Israel für den gefährlichsten Staat der Erde halten, überraschen solche Statements aber auch wieder nicht.

Auf diesem Humus bereiten Jakob Augstein & Co. ihre schäbigen Medien-Offensiven vor.

Ich muss allerdings zugeben, dass mich die zunehmende Verblödung und Desinformiertheit der Mehrheit der Bürger dieses Landes, die mit den antisemitischen Reaktionen einhergeht, mehr und mehr erschreckt, und ich ertappe mich immer häufiger dabei, dass ich mir vorstelle, wie versaut dieses Land in 20 Jahren aussehen wird. Und damit meine ich nicht nur den Antisemitismus.


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