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„Der Klang der Solidarität ….“ 27. Juni, 2012

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Dem Deutschlandfunk gelingt es immer wieder, Israel in Misskredit zu bringen. Heute war es die Sendung „Corso – Kultur nach 3„. Der Moderator (dessen Name ich leider vergessen habe und nicht im Internet finden kann) wählte als Aufhänger für den „Solidaritäts-Beitrag“ Kerstin Poppendieks die jüngst bekannt gewordene Verweigerung einer Übersetzung  des Romans „Die Farbe Lila“ ins Hebräische durch die Autorin,  Alice Walker, die das mit der Apartheidpolitik Israels begründet. (Vielleicht grassiert gerade das GraSS-Virus unter alternden Dicherinnen und Dichtern:::!)  Offensichtlich, so beeilte  sich der Moderator  zu erklären,  sei es das  Ziel bedeutender Intellektueller und Künstler Israel „künstlerisch zu boykottieren“ und leitete so über zu „Der Klang der Solidarität“:

Zu Zeiten der Rassentrennung in Südafrika galt der kulturelle Boykott als Mittel, politische Veränderung zu fordern. Heute rufen Künstler des Landes zu einem solchen Boykott in Israel auf. Weltstars wie Madonna oder die Red Hot Chili Peppers, die dort auftreten, müssen sich deshalb den Vorwurf anhören, ihnen sei Geld wichtiger als Moral.

Ich weiß ja nicht, welchen Anforderungen die Redakteure und Moderatoren des Deutschlandfunks genügen müssen, zweifellos gehören aber weder politische / geschichtliche Grundkenntnisse noch die Kunst der Recherche zur Grundausbildung der Kerstin Poppendiek. Der verdanken wir nämlich das Pamphlet, mit dem  ordentlich Stimmung gegen Israel gemacht wurde.

Sicher hatten (und hat vermutlich immer noch) die USA ein gravierendes Problem rassistischer Diskriminierung und ganz sicher war Südafrika über viele Jahre ein Apartheidsstaat. Der jüdische  Staat Israel jedoch ist alles andere als ein Apartheidsstaaat.  Alle Staatsbürger Israels genießen die demokratischen Freiheiten eines demokratischen Staates, Araber sind in der Knesset vertreten, Drusen dienen in der Armee, Christen genießen Religionsfreiheit, was man übrigens von den Christen in den Gebieten unter arabischer Selbstverwaltung nicht gerade sagen kann.

Wenn man aber schon im Nahen Osten von Apartheid reden will – oder reden muss – kommt man an den Gebieten unter arabischer Selbstverwaltung nicht vorbei, nur sind diese nicht „Opfer“, sondern Täter:

Juden dürfen in den „Palästinensergebieten“ nicht wohnen, ein Staat „Palästina“, wie er Herrn Abbas vorschwebt, hat „judenrein“ zu sein.  Im Gazastreifen gibt es keine Juden mehr, dafür Raketen aus Gaza auf Juden in Israel,  und die wenigen Christen leiden unter der Knute der Hamas. Der Exodus arabischer Christen aus dem Verwaltungsgebiet der PLO ist dramatisch,  auf der Geburtskirche Jesu weht die Fahne des Propheten , Nichtmuslimen ist das Betreten des Tempelbergs verboten,  Muslime schänden immer wieder das Jakobsgrab und reklamieren Bethlehem als „Weltkulturerbe der ‚Palästinenser“  , inklusive Jesus als ‚palästinensischen Märtyrer‘. Aber das alles ficht die von keinerlei Kenntnissen gesegnete Frau Poppendiek nicht an. Sie stellt muntere Vergleiche zwischen dem Südafrika der Apartheid und Israel an und lässt die „Kenner“ aus Südafrika ausführlich zu Wort kommen, samt einem schrecklichen Lied über Gaza. Leider sieht sich auch der Moderator nicht in der Lage, diesem Unsinn zu widersprechen.

So bleibt einmal mehr der schale Eindruck, dass der Deutschlandfunk eine antiisraelische Position vertritt und jede Gelegenheit nutzt, selbt mit falschen Informationen und Behauuptungen Stimmung gegen Israel zu machen.

Dass es auf dieser Welt ECHTE Krisen und Probleme gibt, denen sich der Deutschlandfunk getrost einmal widmen könnte, scheinen die verantwortlichen Redakteure nicht zu wissen….

Ach, noch ‚was:

Wenn alle jüdischen Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle im Ausgleich zu den propagierten Boykottmaßnahmen NUR noch in Israel auftreten würden, hätten alle übrigen Länder ein erhebliches künstlerisches und wissenschaftliches Defizit zu verkraften.

Kein Wissentransfer von Israel in die übrige Welt, keine Beteiligung jüdischer Künstler am Kulturbetrieb der Institutionen, an denen die lieben Kollegen zum Boykott Israels aufrufen… usw. usw.

Das wäre doch eine eine interessante Variante und eine bedenkenswerte Aktion…….. 🙂

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Kommentare»

1. IWe - 27. Juni, 2012

Bei solchen Auslassungen kommt bei mir gelegentlich der Eindruck auf, daß es hinter der offiziellen noch eine inoffizielle Agenda gibt. A. Walker war mit einem jüdischen Rechtsanwalt verheiratt. Die Ehe wurde geschieden. Über ihre schwierige Kindheit schrieb Rebecca Walker ein Buch: Black, white and Jewish. So einiges klingt da an und kommt mir sehr bekannt vor, wenn Frau Walker sich über die armen, unterdrückten Palästinenser ausläßt.


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