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Nicht antisemitisch per Dekret…. 8. Juli, 2012

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
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So einfach ist es!

Da staunt der Mensch!

Antisemitismus ist nur was für Nichtmuslime, bzw. kommt nur bei diesen bedauernswerten Ungläubigen vor. Das jedenfalls ist die neue Lektion, die die Menschheit in diesen Tagen lernen muss. Der Islam – das wissen wir ja nun schon lange, spätestens aber seit 9 / 11 – ist Frieden und nichts als Frieden. Wer etwas anders vermutet oder gar befürchtet denkt einfach falsch!

Und nun die erfreulich neue Erkenntnis:

Es gibt im Islam keinen Antisemitismus, denn Antisemitismus ist eine Form von Rassismus. Die Verbände stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes.

sagt Herr Kizilkaya, Sprecher des Islamrats, und der muss es ja wissen.

Und weil das Grundgesetz ganz gewiss nicht rassistisch ist, sind alle grundgesetzständigen Muslime eben auch nicht antisemitisch.  Wobei durch den großen Vorsitzenden auch noch schnell geklärt ist, dass Antisemitismus eine Unterabteilung des Rassismus darstellt. Rassismus ist aber grundgesetzwidrig, also  sind die Verbände nicht antisemitisch, denn die stehen ja auf besagtem Grund, meint Herr Kizilkaya mit bestechender Logik.

Man würde ihm ja so gerne glauben…

Was ist aber mit den muslimischen Menschen, die gar keinem Verband angehören? Stehen die dann automatisch auch nicht auf dem Boden des GG und könntem demzufolge doch so ein ganz kleines bisschen ….

Aber eigentlich geht es Herrn Kizilkaya ja auch gar nicht um grundgesetzkonformen Anti-antisemitismus. Es geht ihm um die Gleichstellung der Menschen.  Da liegt nämlich noch Vieles im Argen.

Wir bestehen doch nur auf unserem von der Verfassung garantierten Recht, die Religionsfreiheit in Anspruch zu nehmen. Demokratie ist auch der permanente Austausch unterschiedlicher Rechtsauffassungen. Warum sollen denn nur Muslime von vornherein ihr Grundrechtsverständnis und ihr verfassungsmäßiges Recht aufgeben?

Da müssen die Verbände müssen noch gewaltige Arbeit leisten:

Die Gleichstellung von Mann und Frau ist  nicht gewährleistet.

Frauen haben weniger Rechte als Männer, müssen ihren Männern  zu Diensten sein und sind dem Diktat der Ehre unterworfen und . Mädchen werden gegen ihren Willen verheiratet – auch mit alten Knackern. Die Liebe unter gleichgeschlechtlichen Partner endet oftmals am Baukran und abseits der Ehe unter einem Steinhagel. Unter dem Banner des Propheten dürfen weder Kirchen gebaut werden, noch können interessierte Menschen eine Bibel erwerben oder gar die Religion des Friedens verlassen.

Tja, es sieht trübe aus mit der Gleichstellung der Menschen.

Aber, wie sagt Herr Kizilkaya so schön:

Ich vertraue auf unser Grundgesetz. Trotz all dieser Ungleichbehandlungen schmollen wir aber nicht vor uns hin, sondern sind gerne bereit, mit Politikern wenigstens Kompromisslösungen wie beim Islamunterricht zu erreichen. ….   Ich bleibe daher optimistisch. Historische Vorgänge wie die Verwurzelung einer hierzulande in dieser Form recht neuen Religion brauchen Zeit. In 50 Jahren werden Nichtmuslime und Muslime viel vertrauter miteinander umgehen. Dann werden solche Streifragen keine Rolle mehr spielen – weil Deutschland dann ein erfahrenes Einwanderungsland sein wird.

Ja, die Verwurzelung braucht Zeit – und bis dann irgendwann  die Kleinigkeiten hinsichtlich unterschiedlicher Auffassungen von Demokratie, Freiheit / Religionsfreiheit keine Rolle mehr spielen, weil wir dann ein „erfahrenes Einwanderungsland“, sprich muslimisch ausgerichtet sein werden, arbeiten die Verbände geduldig an der Gleichstellung aller Menschen und vermutlich werden sich genug Helfer finden, die ihnen freudig zur Seite stehen und sie mit Rat und Tat unterstüzen, bis auch die letzte Ungleichheit zwischen Ungläubigen und dem Rest der Welt dem Frieden des Islam gewichen ist…

Lesenswert zur antisemitismusfreien Gleichstellungsforderung auch

Eran Yardenis Überlegungen, der Ali im Wunderland    vermutet…

und der Broder’sche  Blick: Auf Befehl des Mufti – keine Antisemiten im Islam

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