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Was dein Bier, äh, deine Hauptstadt ist, bestimme ich! 1. August, 2012

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Man sollte meinen, die oberlehrerhaften deutschen Journalisten, Orientkenner, Politikversteher und Arabersympathisanten würden zumindest noch beurteilen können, wer im eigenen Land die Deutungshoheit hat. Das aber ist, liebe Bloglesegemeinde, eine Fehleinschätzung.

Was wessen Hauptstadt ist bestimmen immer noch WIR!  Wir  (damit meine ich ausdrücklich nicht mich und die geneigten Leser dieser Seite)  die supertollen, politisch korrekten, unbestechlich guten Deutschen!

Jeder Staat der Welt, sollte man denken, hat das unverbriefte und unzerstörbare Recht selbst zu bestimmen, welche Stadt er zu seiner Hauptstadt macht. Deutsche Journalisten billigen dieses Recht sogar Nichtstaaten zu, beispielsweise finden sie es korrekt, wenn Jerusalem zur Hauptstadt Palästinas „gemacht“ wird. So geschehen durch die Medien anlässlich der Olympischen Spiele in London) Dass es weder heute noch gestern oder vorgestern oder vor 150 oder vor 1500 oder vor 3000 Jahren einen Staat Palästina gibt oder gegeben hat, interessiert diese Herrschaften einen Dreck.  Ihnen reicht es, wenn Araber einen Staat Palästina aus der einfachen Tatsache reklamieren, dass die Römer einen Landstrich am Mittelmeer so bezeichneten und diese Bezeichnung der Einfachheit halber und zur besseren  geografischen Orientierung für die Jahrhunderte danach beibehalten wurde, bis, ja bis nach dem Teilungsbeschluss im November 1947 dieser Landstrich zwischen Arabern und Juden aufgeteilt und die Juden ein eigenes Staatswesen mit Namen „Israel“ und der Hauptstadt Jerusalem errichteten, die Araber hingegen lieber  einen Terror und Krieg anzettelten, von dem sie bis heute nicht lassen wollen!

Der frisch gegründete Staat wurde sofort angegriffen  und die Hauptstadt des jüdischen Staates  flugs von den an- und aufsaessigen Arabern bekämpft und erobert, das  Jüdische Viertel der Altstadt dem Erdboden gleich gemacht, Synagogen zerstört, Friedhöfe geschändet und den Juden der Zugang zur Klagemauer und in das Jüdische Viertel des alten Jerusalems verwehrt.

Das änderte aber nichts daran, dass der von den arabischen Kriegstreibern nicht eroberte Teil des jungen Jerusalem gleichwohl die Hauptstadt des Staates Israel war!

Die Staatengemeinschaft allerdings, die allesamt von dem flüssigen Gold aus den arabischen Ölquellenländern abhängig war und bis heute ist, fügte sich dem Druck der arabisch-muslimischen Förderländer und missachtete die ansonsten gültige Weltordnung, wonach ein Staat selbst bestimmt, was seine Hauptstadt ist und verweigerte Jerusalem die Anerkennung als Hauptstadt des jüdischen Staates Israel (wie vermutlich inzwischen dank der unermüdlichen antiisraelischen Propaganda arabisch-muslimischer Staaten viele Ländern dem ganzen Staat die Anerkennung verweigern würden) und erkor Tel Aviv zur Hauptstadt des jüdischen Staates.

Man stelle sich einmal vor, nach der Wiedervereinigung Deutschlands hätten sich, in Anbetracht der faschistischen Untaten und der Gräuel, die von Nazi-Berlin ausgingen, die Anliegerstaaten und die halbe Welt geweigert, Berlin als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen und hätten stattdessen die diplomatischen Vertretungen in Bonn gelassen.

Der Vergleich hinkt???

Etwa weil Berlin ja schon immer Deutschlands Hauptstadt war und man nun ja langsam wieder in den Freundschaftsmodus schalten und die Nazis und ihre Untaten auf dem Grund der Geschichte ruhen lassen sollte?

Nein, ganz bestimmt nicht!

Jerusalem, das weiß doch jedes Kind, das in der Schule nicht nur bei Mathe, sondern auch bei Geschichte und Religion aufgepasst hat, war schon vor 3000 Jahren die Hauptstadt des jüdischen Staates. Zwar wurde sie mehrfach erobert und auch einige Male ziemlich zerstört, aber das ist mit Berlin schließlich auch passiert im letzten Krieg. Und im Gegensatz zu Berlin als Hauptstadt Deutschlands, hat Jerusalem eine verdammt lange Geschichte als jüdische Hauptstadt.

Übrigens war Jerusalem niemals die Hauptstadt eines wie auch immer funktionierenden arabischen Staates. Schon gar nicht eines arabisch-palästinensischen Staates, denn den gab es ja niemals im Laufe der langen Geschichte.

Aber hartnäckig bestehen etliche deutsche Menschen und ihre journalistischen Lautsprecher darauf, dass Jerusalem  die Hauptstadt eines noch zu etablierenden palästinensischen Staates sei. Und andere fordern,  Jerusalem der UN zu unterstellen und als Kulturdenkmal diverser Religionsquellen verstanden und behandelt zu wissen und die Juden dürfen ihre schöne Stadt Tel Aviv als Hauptstadt behalten.

Ist doch ein feiner Deal.

Politisch durchsetzbar vermutlich in nahezu allen Ländern, die mit Juden schon immer Schwierigkeiten hatten …

Und er gefährdet weder den lukrativen Handel mit arabischen und oder islamischen Ländern, noch droht der Ölhahn abgedreht zu werden und auch die vielen Geldgeber und Anteilseigner deutscher Aktiengesellschaften, die ihre Heimat jenseits des Jordan haben, dürften hoch zufrieden sein.

Wir wollen doch die Araber und den Iran nicht vergnatzen!  Unsere Wirtschaft braucht das Öl und braucht die Märkte. Das ist die Rechnung, die aufgehen muss!

Wie gut, dass zumindest Mitt Romney sich von solchen Rechnungen (noch) nicht beeinflussen lässt. Wie sagte er so schön wie zutreffend:

JERUSALEM IST DIE HAUPTSTADT ISRAELS!

Und es macht ihm offenbar gar nichts aus, dass das den deutschen Qualitätsmedienvertretern gar nicht gefällt.

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Kommentare»

1. Totschlagen - 2. August, 2012

Kommentar wegen der Aufforderung zum Töten von Juden, Homosexuellen und Sinti und Roma gelöscht.

2. Totschlagen - 2. August, 2012

Kommentar wegen israelfeindlicher Hetze gelöscht!

3. Yael - 2. August, 2012

Ne Anzeige ist fällig.

4. Rika - 2. August, 2012

Hier ist die e-mail-adresse des „Totschlägers“: toghsujk@yahoo.de

Yael, ja, eine Anzeige ist fällig.
Ich habe die Kommentare hier gelöscht, aber an anderer Stelle gespeichert.

5. just wondering - 3. August, 2012

Über die Jerusalem-Aussage kann man sich ja unterhalten, aber der Rest von Romneys Reise war einfach nur eine Tour der Peinlichkeiten. Davon mal abgesehen, dass Romney durch und durch ein Wirtschaftsmanager ist – und vermutlich auf die finanzielle Potenz seiner jüdischen Wähler schielt. Ich meine, Sprüche dieser Art hat man ja auch von George Bush gehört, bevor er gewählt wurde.

6. Rika - 3. August, 2012

@ „und vermutlich auf die finanzielle Potenz seiner jüdischen Wähler schielt.“

Meinst Du nicht, dass Du damit ein altes Vorurteil bedienst???

Juden als finanziell besonders potent darzustellen und sie damit als „gefährlich“ oder zumindest aber als „besonders“ zu qualifizieren, ist doch spätestens seit Adolf ein sehr beliebtes Mittel, um beim sogenanten „kleinen Mann“ Stimmung gegen sie, die vermeintlichen Großfinanziers des Weltgeschehens, zu machen.
Ganz abgesehen davon, dass nun wahrlich nicht alle Juden Millionäre sind und in den USA erst recht nicht zur Wählerschaft der Republikaner gehören, zeigt doch schon allein die Tatsache, dass weniger als 2 % der Amerikaner Juden sind, wie unsinnig es wäre, ausgerechnet auf diese Wähler zu schielen….

siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Juden_in_den_Vereinigten_Staaten_von_Amerika

Du solltest das noch einmal in Ruhe überdenken…

Was die „Tour der Peinlichkeiten“ angeht, so scheint mir, ist es eher eine Peinlichkeit, die von den Journalisten groß geschrieben wird, die mit den USA und insbesondere mit den Republikanern auf Kriegsfuß stehen, nicht aber ein tatsächlich penliches Verhalten.

Peinllich war es, Herrn Obama den Friedensnobelpreis zu verleihen! Aber das würden die Herren so vermutlich nicht schreiben!

Im Übrigen:
Was ist daran schlecht, wenn ein Präsident auch Ahnung von „Wirtschaft“ hat – gerade in Zeiten wie diesen?
Bemüht nicht auch Frau Merkel gern die „schwäbische Hausfrau“ um klar zu machen, wie wichtig kluge Wirtschaft auch für ein Staatswesen ist? Dass sie gerade dabei ist, die schwäbische Hausfrau in die Abstellkammer zu schieben, ist ein anderes Kapitel! 😉

7. just wondering - 3. August, 2012

Dass Juden die Weltherrschaft anstreben, das Blut von Christenkindern in ihren Mazzen verbacken und die Weltfinanzen kontrollieren, das sind alte und saudämliche Vorurteile. Aber dass es viele jüdische Menschen in den USA gibt, die gut betucht sind (seien es Schauspieler, Politiker, Wirtschaftsfachleute oder Banker) ist eine Tatsache. Sonst würde sich kein Präsident so dermaßen um jüdische Wählergruppen bemühen (das haben alle Präsidenten gemacht) – rein zahlenmäßig sind sie ja auch in den USA, wie du schon sagst, eher eine Minderheit. Muss ja auch nicht schlecht sein; es zeigt ja unterm Strich, dass es sich um intelligente und fleißige Leute handelt (in den meisten Fällen zumindest). Den Verweis auf Adolf halte ich meinerseits für ein Totschlagargument. Ich meine, man sollte das einfach mal sachlich feststellen können, ohne direkt eine „Stürmer“-Karikatur im Hinterkopf zu haben.

Die „Peinlichkeiten“ wurden als solche nicht nur von den Journalisten, sondern auch von politischen Gruppen wahrgenommen – auch von solchen, die traditionell eher USA-freundlich sind. Gerade Großbritanniens konservative Regierung ist sehr – wie soll ich sagen – anbiedernd an die USA. Oder die Solidarnosc in Polen – wenn ich mich so abfällig über Gewerkschaften äußere und über die Reche von Arbeitern, dann kann ich da natürlich keine Punkte machen. Romney ist jemand, der ohne zu Zögern einen Krieg riskieren oder führen würde, um sich global wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen – das hat er schon durchblicken lassen. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn schon ein Republikaner, dann wäre mir der integre Katholik Santorum lieber gewesen – obwohl der sicherlich mit vielen seiner Ansichten noch rechts von Romney steht.

8. Rika - 3. August, 2012

Rolf,
diese „alten und saudämlichen Vorurteile“ sind virulent wie eh und je, vielleicht nicht gerade das „Mazzenbacken“. Leider ist das so und tagtäglich werden neue Geschichten erfunden, die sich prima als Vorurteil eignen.

Ich kenne weder die amerikanischen Verhältnisse besonders gut, noch die Republikaner. Müsste ich in Amerika wählen, würde ich vermutlich den Demokraten meine Stimme geben. Aber das tut hier nichts zur Sache.

Leider gehst Du in Deinen Kommentaren so gut wie gar nicht auf meinen eigentlichen Blogbeitrag ein, sondern kritisierst vor allem meinen letzten Satz und benutzt dazu Stereotype über jüdische Wähler, die Du unmöglich von jüdischen Wählern selbst erfahren haben kannst.

In der Jüdischen Allgemeinen vom 24. Mai findet sich ein Artikel zum Thema : Jüdische Wähler in Amerika. Den kann ich Dir empfehlen, er erscheint mir in jedem Fall authentischer als Deine oder meine Einschätzung hinsichtlich des Wahlverhaltens jüdischer Wähler.

hier der Link:
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13082

Wenn Du ihn aufmerksam liest, wirst Du feststellen, dass es keineswegs das „große Kapital“ ist, das, wenn überhaupt, eine Rolle spielt. Es sind vielmehr die – sehr allgemein gesagt – jüdischen Werte, die eher mit den Demokraten kompatibel zu sein scheinen, als mit den Republikanern.

Es kann natürlich sein, dass Mitt Romney auch diese Wählergruppen für sich gewinnen möchte. Warum auch nicht.
Mindestens genauso einleuchtend fände ich aber die Idee, dass er sich für Israel ins Zeug legt, um die christlichen Gruppen anzusprechen, die eben auch eine pro-israelische Politik vertreten und die scheinen mir eher bei den Republikanern zu finden zu sein….
Aber das ist natürlich nur eine Vermutung, und entbehrt jeglicher (durch mich) überprüfbarer Grundlage. Hätte ich entsprechende Daten, würde ich sie hier auch präsentieren.

Was die Kriegslust des herrn Romney angeht, nun so denke ich, steht die den Gelüsten Obamas wohl in nichts nach…. man sehe nur die Akribie, mit der er auf die Jagd nach Bin Laden ging und verfolge die Gerüchte um den Einsatz der CIA zur Schulung der syrischen oppositionellen Gruppen…

Den Krieg um wirtschaftliche Vorurteile kann man auch ohne Waffen führen. Siehe die berühmte Rede Obamas in Kairo…. wenn ihm das keine wirtschaftlichen Vorteile bei der Zusammenarbeit mit den superpotenten arabischen Scheichs verschafft hat, dann weiß ich nicht, wem er sonst damit imponieren wollte.
Die reine Friedfertigkeit und Menschenfreundlichkeit war sicher nicht der Grund der Rede, dann wohl doch eher das Bedürfnis, für Ruhe an der islamischen Front zu sorgen, umso mehr, als Afghanistan ja zu einem Fiasko erster Güte zu werden drohte…

Dass er für diese Rede den Friedensnobelpreis bekam, halte ich für einen der größten Fehler, den das Kommitee je begangen hat, nur vergleichbar damit, den Preis ausgerechnet an Arafat zu vergeben.

Dem Preis wurde damit seine Würde und seine Wirkung genommen!

9. Jerusalem…. | himmel und erde - 31. März, 2014

[…] einsetzen, dass Jerusalem geteilt wird und den Palästinensern das Recht eingeräumt wird, dort die Hauptstadt ihres in Planung befindlichen Palästinenserstaates****  zu errichten, wohingegen kein einziger […]


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