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Die unschuldigen Muslime… 18. September, 2012

Posted by Rika in gesellschaft, islam.
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…. und die Meinungsfreiheit.

(Ich habe den „Filmtitel“ ein wenig modifiziert, auch im Hinblick darauf, dass nach dem Verständnis der meisten deutschen Magazine die Muslime vollkommen unschuldig an den Aufständen, Brandschatzungen, Gewaltorgien und Morden sind!)

Ich will doch noch einmal auf das Thema  „beleidigte Gefühle“ zurückkommen.

Kanzler, Innenminister und viele freundlich gesinnte Menschen, denen an der Unversehrtheit der leicht zu beleidigenden Gefühle einer verhältnismäßig kleinen Bevölkerungsgruppe in Deutschland  mehr gelegen ist als an der Meinungsfreiheit,  überlegen allen Ernstes die  „FILM“ genannten Videoschnipsel zu verbieten, bzw. deren Aufführung in Deutschland zu untersagen.

Der „Film“ könnte zu Straßenschlachten und Massendemonstrationen führen, warnte  Herr Mazyek . (Schön übrigens, wie „welt“ mit der deutschen Sprache umgeht, man beachte den Untertitel: „Der Zentralrat der Muslime in Deutschland plädiert für ein Aufführungsverbot des islamfeindlichen Schmähvideos. Dadurch könne der öffentliche Frieden gefährdet werden!“ Hervorhebung von mir.   Durch das Aufführungsverbot kann der öffentliche Frieden gefährdet werden… Tja, wenn das so ist...)

Straßenschlachten und Massendemonstrationen sind wirklich unschön, besonders für die Polizei, die sich dann wieder zwischen die Kämpfenden werfen muss, wobei ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann, wer außer den leicht zu Beleidigenden wegen dieses blöden „Films“ auf die Straße gehen will, um Kämpfe zu veranstalten. Irgendwelche Leute haben zwar angekündigt, den „Film“ in einem Kino zeigen zu wollen, aber wollen sie sich darum auch prügeln?

Vermutlich nicht.

Und da liegt doch der Hase im Pfeffer!

Ganz sicher soll der Film nicht außerhalb eines Gebäudes auf einer Großleinwand in belebten Innenstädten gezeigt werden, oder?  Es bleibt also der Mehrheit der Menschen verborgen, was in dem Kino abgeht. Und keine Menschenseele wird gezwungen, sich ein weder künstlerisch noch inhaltlich wertvolles Machwerk anzuschauen. Niemand muss sich beleidigenden Bildern aussetzen. Kein einziger Moslem wird etwas von dem „Film“ zu Gesicht bekommen, wenn er es nicht will.

Wozu dann also die ganze Aufregung und Androhung von Straßenschlachten?

Weil ein Film, der sich mit einem Propheten beschäftigt,  überhaupt existiert???

Leute regen sich darüber auf, dass es einen Film gibt und deshalb soll die Aufführung verboten werden, obwohl kein Mensch gezwungen wird, das „Meisterstück der Filmkunst“ anzuschauen?

Das kann doch nicht sein!

Es kann nicht sein, dass Bücher, Filme, Bilder verboten werden, weil andere, die nicht gezwungener Maßen Bücher lesen, Filme anschauen oder Bilder betrachten MÜSSEN mit dem Inhalt der jeweiligen Erzeugnisse nicht einverstanden sind.

Aber, so argumentieren die „Filmkritiker“, der „Film“ wurde ja gemacht, umzu provozieren.

Ja, und?

Wieviele Kunstwerke werden produziert um zu provozieren?

Wieviele Theaterstücke werden aufgeführt, um zu provozieren?

Wieviele Bücher werden geschrieben, um zu provozieren?

Solange es nicht um die Religion des Friedens geht, sind alle Provokationen in diesem Land erlaubt, werden schlechte Theaterstücke aufgeführt, nervige Lieder gesungen, unsinnge Bücher geschrieben, miserable Fernsehshows produziert.

Ich gebe zu, dass ich mich auch schon oft genug geärgert habe und auch wirklich schon heftig beleidigt war, das geht mir bei manchem Spiegelartikel so und auch bei mancher Karikatur, ganz abgesehen davon, dass z.B. Sendungen wie die von  Herr Bohlen eine ständige Beleidigung meines zarten und empfindsamen Gemüts wären, würde ich ihnen auch nur eine Minute meiner Aufmerksamkeit widmen. Mach ich nicht. Zum Glück gibt es, anders als in der Orwellschen Vorstellugn von 1984, einen Schalter, mit dem ich mir nicht genehme Filme, Shows, Songs usw. einfach – schwupps – abstellen kann.

Und Bücher, von denen ich ahne, dass sie meinen Seelenfrieden auf das empfindlichste stören könnten, lese ich einfach nicht, von kaufen gar nicht erst zu reden.  Es sei denn, ich will mich bewusst mit einem schwierigen Thema auseinandersetzen… aber dann laufe ich nicht wegen des Inhalts auf die Straße und zettel einen Aufstand an. Das auch gilt für Theaterstücke oder Kinofilme.

Wo, also, ist das Problem?

Sollen sie doch den „Film“ zeigen.  Er spricht für sich selbst und auch für die Macher, die ihn gefertigt haben.

Und es spricht für unsere freie, demokratische und tolerante Gesellschaftsordnung, dass wir solche und ähnliche „Kunstwerke“ ertragen.

Würden wir sie verbieten, wäre es mit unserer Freiheit bald vorbei.

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