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Was unsere Zeitungen verschweigen… 9. Oktober, 2012

Posted by Rika in gesellschaft, israel.
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und auch im ZDF oder in der ARD wohl nicht berichtet wird:

Das Konzert eines  Kibbuz-Chores zugunsten des Jüdischen Nationalfonds wurde massiv von pro-palästinensischen „Aktivisten“ gestört.

Den ganzen Bericht liefert Ulrich Sahm auf n-tv.

Hier ein Auszug:

„Eine Gruppe von etwa 20 pro-palästinensischen Aktivisten hat ein Konzert des israelischen Givatron-Kibbuz-Chores gestört. Sie trugen roten T-Shirts mit der Aufschrift „Viva Palästina“ und provozierten mit lauten Schreien, Spruchbändern und hoch gehaltenen Plakaten. Videoaufnahmen belegen, dass die Störer auch handgreiflich wurden. Das Konzert hatte der Jüdische Nationalfond organisiert, um Spenden zu sammeln.

Die Aktivisten, darunter Palästinenser, Iraner, ein Spanier und zwei Israelis riefen auf Englisch: „Vom (Jordan-) Fluss und bis zum (Mittel-) Meer wird Palästina frei sein.“ Auf einem Spruchband bezichtigten sie den Jüdischen Nationalfond der „ethnischen Säuberung“.

Der Jüdische Nationalfond – 1901 gegründet und in Israel „Keren Kajemet LeIsrael“ genannt –  sammelt weltweit Gelder und ist federführend bei der Wiederaufforstung Israels. Der JNF ist die größte israelische Umwelt-Organisation. Sie kümmert sich um die Reinhaltung von Wasser, kämpft gegen die Wüstenbildung und führt erzieherische Projekte durch.“

(Hervorhebung von mir)

Es ist schon bemerkenswert, dass von Jerusalem aus die deutsche Öffentlichkeit informiert wird, während hier das große Schweigen im Blätterwald herrscht.

Mich wundert es allerdings gar nicht mehr, dass die deutschen Medien diesen Vorfall als nicht erwähnenswert betrachten. So wenig wie sie es wert befinden, den nahezu täglichen Raketenbeschuss zu registrieren und / oder zu erwähnen, dass dabei Menschen zu Schaden kommen, Kinder traumatisiert werden, die Lebensqualität derjenigen, die unter dem Terror leiden, sehr, sehr beeinträchtigt ist. Wenn sich allerdings Israel zu Wehr setzt und die Angreifer seinerseits angreift, dann ist das Geschrei groß.

Wäre aber – sagen wir – eine Veranstaltung eines  Moscheevereins durch Sprechchöre und Spruchbänder gestört worden, hätte es mit Sicherheit ein riesiges Medientamtam gegeben! Vermutlich hätte die Bundeskanzlerin persönlich Abbitte leisten müssen bei den Beleidigten…

(Jüdische) Veranstaltungen, die sich auf Israel beziehen, darf man aber stören hierzulande, weil Israel, wie Sie alle wissen, ein rassistischer Terrorstaat ohne Recht und Gesetz ist und die Störer mit ihren Aktionen den Freiheitskampf der Unterdrückten unterstützen…. Dabei spielt es auch gar keine Rolle, dass nur eine Minderheit der arabischen Israelis es vorziehen würde, in einem Palästinenserstaat zu leben. Die Mehrheit weiß Recht und Gesetzt und die sozialen Errungenschaften des Staates Israel zu schätzen.

Ein kleines Detail des Berichts finde ich erwähnenswert:

„Auf Facebook bezeichnet sich die Gruppe als „Linksextremistische Politische Organisation“ und wurde nach eigenen Angaben am 10. September 2012 gegründet.“

Ich sehe darin bestätigt, dass linker Antisemitismus dem rechten in NICHTS nachsteht. Im Gegenteil, es sind die gleichen menschenverachtenden Ansichten die die Linken wie die Rechten in einer ungenießbaren rot-braunen Ideologie vereint- und  analog zu Loriots großartigem Sketch würde ich sagen: Mit einer  deutlichen Annäherung zu  Grün … siehe Roth, Ströbele und Konsorten!

Wobei es doch eigentlich ins „grün-rote Konzept“ gehört, die Umwelt zu schützen. Aber in Israel ist das alles ganz anders zu sehen, da dient der Umweltschutz der Unterdrückung der „Palästinenser“ und deshalb kann man eine Veranstaltung, die dem Schutz der Natur und der Umwelt dienen soll, getrost als „rassistisch und imperialistisch“ verschreien und darum stören. Es sei aber überhaupt kein Antisemitismus auf diese Weise „Kritik an Israel“ zu üben…

Hoch lebe unsere freie Berichterstattung – so sie denn stattfindet….

Einen Videomitschnitt kann man hier ansehen.

NACHTRAG

Wes Geistes Kind die „Aktivisten“ sind, geben sie in ihrem Internetauftritt selbst preis. Den Hinweis auf dieses Aktionsbündnis gibt der Vorsitzende von ILI,   Sacha Stawski,  bei facebook.

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Kommentare»

1. Paul - 9. Oktober, 2012

Schade, dass diese Salonterroristen keine Kommentarmöglichkeit auf ihrer Seite haben. Denen hätte ich aber was reingeschrieben, das kannst Du mir glauben, liebe Rika.
Ich bin nur froh, dass ich nicht auf dieser Veranstaltung war. Ich wäre nicht so ruhig und zurückhaltend geblieben.


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