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Was dennoch zu sagen ist… 17. Januar, 2013

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, gesellschaft.
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Ja, ja, ich weiß, irgendwie werde ich hiermit meinen (guten?) Vorsätzen sehr schnell untreu!
Aber es gibt nun mal Dinge zwischen Himmel und Erde, die beredet werden müssen.

Über den „Weg des Krieges“ soll hier etwas zu lesen sein. Das nämlich ist laut wiki die Bedeutung des Künstlernamens, den sich ein Mann gegeben hat, der wie kein anderer in Deutschland mit seiner Musik Frauen verhöhnt, Schwule beleidigt, gegen Juden hetzt und zur Gewalt aufruft, so dass ich mich schon frage, wieso dieser Mensch mit seinen Songs nicht auf den Index kommt und, was noch gravierender ist, warum man ausgerechnet so einer Person einen Bambi für „gelungene Integration“ verliehen hat. Ich weiß, die Preisverleihung liegt schon etwas länger zurück und damals habe ich mich nicht zu Wort gemeldet – vermutlich, weil ich es gar nicht mitbekommen habe, denn Bambi-Verleihungen interessieren mich nicht sonderlich.
Bushido aber sagt mir was.
Nicht, dass ich seine Musik „kennen“ oder gar mögen würde, mitnichten! Als Fachlehrerin an einer Förderschule kriegt man aber mit, was die „Jungs“ so hören und favorisieren. Unsere Jungs, allesamt aus sehr speziellen sozialen Verhältnissen stammend, liebten Bushido; „liebten“ sage ich, weil ich über einen Zeitraum schreibe, der mehr als drei Jahre zurück liegt, seitdem bin ich im Ruhestand und kann nichts mehr über die gegenwärtige Situation sagen. Bushido war ihr Idol! Ihn verehrten sie, seine Texte kannten sie auswendig, auch wenn sie sonst wenig (auswendig) wussten. Manche Diskussion habe ich mit Schülern darüber geführt. Denn was bei „meinen Jungs“ hängen blieb, war Aufruhr, Gewalt und die Rechtfertigung, Bushido habe das gesagt…

Bushido gilt als Idol (meiner Meinung nach) ohnehin gefährdeter und hoffnungsarmer Jugendlichen. Aber ist er nicht doch das völlig falsche Vorbild eben wegen seiner Texte, seiner Äußerungen, seines Lebensstils, seiner Lebensphilosophie ? – hier gut nachzulesen.

Aktuell ist Bushido mit seiner „Palästina-Darstellung“ in die öffentliche Diskussion geraten, denn die empört den Innenminister, zu Recht, wie ich finde.

Allerdings hat der Innenminister keinen Anstoß daran genommen, dass auch der Herr „Präsident Palästinas“ vor einem Bild poussiert, dass haargenau das gleiche zeigt wie Bushidos Twitter-Profil: Ein ungeteiltes Land „Palästina“ vom Meer bis zum Fluss gänzlich OHNE Israel. Im Gegenteil, Madame Bundeskanzlerin hat den Herrn des erträumten „ungeteilten Palästinas“ höchst persönlich empfangen, die Damen und Herren der SPD streben eine strategische Partnerschaft mit dem Herrn des erträumten „Ungeteilten Palästinas“ an. Niemand kümmert es offenbar, dass schon seit Jahr und Tag in den Schulbüchern arabischer Kinder ein Staat „Israel“ nicht existiert, wohl aber ein „ungeteiltes Palästina“ – pikant daran ist doch, dass diese Schulbücher mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Mitteln der EU finanziert werden, denn, wie Herr Abbas maulend beklagt, ist „Palästina“ absolut pleite; vermutlich werden auch die Lehrer, die mit diesen Schulbüchern arabische Kinder auf eine glänzende Zukunft in einem „befreiten Palästina“ vorbereiten, von der EU finanziert…. Und was sagten die deutschen Politiker und Medien zu der „Kunstausstellung“ der Universität der Westbank mit Bildern der Terrorzutaten? Aber das kümmert unseren Innenminister nicht, für solche Fragen wäre ja auch der Außenminister zuständig, nicht wahr? Unsere Politiker kümmern sich lieber über unbebautes Brachland, das die Israelis demnächst zu bebauen beabsichtigen und damit dem „ungeteilten Palästina“ doch erheblichen Schaden zufügen würden, zumindest aber dem sogenannten „Friedensprozess“, was man wunderbar „den Israelis“ anlasten kann, aber nicht den Initiatoren der Schulbücher, die vermutlich auch in der islamischen Bruderschaft zu finden sein dürften, der Herr Mursi angehört und deren Positionen er so wortmächtig unters arabisch verstehende Volk bringt… !

So kommt mir die Empörung über das Twitter-Profil eines antidemokratischen Hassrappers doch allzu oberflächlich und verlogen vor. Nicht, dass ich die Empörung nicht teilen würde, aber im Gegensatz zu Herrn Friedrich empöre ich mich auch über die Fatah, die Hamas, den Herrn Abbas, über Leute wie den umstrittenen Pastor aus Bethlehem und die christliche Friedenskämpferin Hasspredigerin, die mit ihren Büchern unter deutschen Christen die Ablehnung Israels schürt, wie keine andere! Sie alle betreiben die Delegitimierung Israels als jüdischen Staat und arbeiten zielgerichtet an einem „Großpalästina“.

Wie verlogen die Empörung ist und wie sehr sie die deutsche Realität komplett ausblendet, beschreibt auch Gideon Böss in seinem wunderbaren Beitrag
„Ich mach dich Bambi, Israel“

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Kommentare»

1. Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream – heplev - 20. Januar, 2013

[…] – zurecht – über Herrn Bushido und sein Palästina-Bildchen auf twitter auf. Rika wundert sich (u.a.): Warum gibt es solche Aufregung nicht, wenn ein […]


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