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Kindersegnung… 27. Februar, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, baptisten, christsein und glaube, Kinder - Famile.
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„“Lasst die Kinder zu mir kommen! Wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes.“ sagte  Jesus und er nahm sie in seine Arme und segnete sie.“

Markus 10, 14  und 16 (Elberfelder Übersetzung)

Im Vers davor lesen wir, dass die Kinder zu Jesus gebracht wurden, um sie segnen zu lassen. Wer sie bringt, wird nicht gesagt, aber man kann vermuten, dass es die Eltern und nahen Angehörigen waren, die ihre Kinder segnen lassen wollten.

Am Sonntag feierten wir in meiner Gemeinde „Kindersegnung“.

Bei den Baptisten ist es nicht üblich, bereits Kinder zu taufen, weil „wir Baptisten“    aufgrund der biblischen Aussagen davon ausgehen, dass ein Mensch selbst entscheiden muss, ob er sich taufen lassen will oder nicht, ob er bewusst in die Nachfolge Jesu eintreten  und zu Gott und Gemeinde Jesu gehören will oder nicht, ob er sich zu Jesus bekennt oder nicht. Taufe ist für uns und unserem Verständnis nach kein Sakrament, wie es sie für   evangelische und katholische Christen ist, vielmehr ist die Taufe die Antwort eines Menschen auf Gottes Angebot zum Heil in Jesus Christus und zugleich die Zusage Gottes für den Täufling.  „Auf das Bekenntnis deines Glaubens taufe ich dich….“ spricht der Taufende (es muss kein Pastor sein!) den Täufling an, bevor er die Taufhandlung durch vollständiges Untertauchen vollzieht. Und natürlich hat der Täufling zuvor seinen Glauben vor der versammelten Gemeinde bekannt und die Gemeinde durch ihr lautes „JA“ ihr Einverständnis  erklärt.

Für viele Eltern in evangelisch-freikirchlichen Gemeinden ist es wichtig, dass ihre Kinder von Beginn ihres Lebens an und im Beisein der Gemeinde unter Gottes Schutz und Segen gestellt werden. Und so ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass im Rahmen eines Gottesdienstes Kinder, die in den zurückliegenden Wochen oder Monaten (manchmal auch zwei drei Jahren) geboren wurden, gesegnet werden, getreu dem Wort und  Handeln Jesu.

So war es für mich und unsere ganze Familie eine besondere Freude, dass unsere Enkelkinder am vergangenen Sonntag  gesegnet wurden durch ihre nächsten Verwandten – Onkel und Tante – und den Pastor der Gemeinde.

Und ich musste daran denken, wie wir vor 34 Jahren unser ältestes Kind in  dieser Gemeinde segnen ließen – und die nachfolgenden Geschwister natürlich auch – und wie viel Segen wir als Familie in den zurückliegenden Jahren erfahren haben.

DANK SEI GOTT !

 

 

 

 

Titelt es riesengroß…. 16. Februar, 2013

Posted by Rika in araber, israel.
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Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der syrischen Armee auf dem Golan unweit der Grenze zu Israel wurden Kämpfer verletzt.

Israelische Soldaten leisten Syrern erste Hilfe und bringen die Verletzten in ein Krankenhaus in Safed – ISRAEL .

Ob es sich um Zivilisten, Rebellen oder regimetreue Soldaten handelte und wie ihr Zustand war, konnte die Sprecherin zunächst nicht sagen.

heißt es in dem Bericht bei   spon.

Ist das zu fassen, Soldaten des Apartheidstaates – wie die Kritik freudigen Freunde Israels und der durch Deutschland tourende Autor des „Schambuches“,  Herr Braverman,  Israel zu nennen belieben – helfen vollkommen uneigennützig  „nicht-israelischen“ Menschen, die in Not sind…. Ironie und Zynismus aus!

Ich denke an die Briefschreiberin von Rungholt – in einem ihrer letzten „letters“ schrieb sie, dass eines ihrer Kinder genau dort stationiert ist und es würde mich nicht wundern, wenn ihr Sohn einer derjenigen gewesen wäre, die die Hilfe leisteten – unabhängig von Person, Geschlecht,  Uniform, Staatsbürgerschaft oder Religionszugehörigkeit!

Leider werden das die ARD- und ZDF-Nachrichtenexperten vermutlich nicht in der tagesschau heute berichten… Israelis in Gestalt hilfreicher barmherziger Samariter passen einfach nicht in ihr „Feindbild“…. da gehört das „Siegerfoto“  des Foto-Award schon eher ins Schema, nicht wahr?!

Etikettenschwindel? 14. Februar, 2013

Posted by Rika in araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, israel.
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Neulich bekam ich von einer lieben Freundin eine kurze Mitteilung samt Einladung zu einem Vortrag in dem idyllischen Städtchen Barsinghausen. Die Freundin und ich stehen in einem, sagen wir mal, kreativen Dialog zum Thema Israel – Palästina.

Wir sind nun gar nicht einer Meinung, aber weil wir uns mögen und gegenseitig schätzen, halten wir diese Diskrepanz aus.

Der Vortrag wird von Mark Braverman, USA, gehalten und scheint sich sehr an den Inhalt seines Buches (das ich noch nicht gelesen habe) anzulehnen:

„Verhängnisvolle Scham – Israels Politik und das Schweigen der Christen“

Der Untertitel ist gleichzeitig das Thema des Vortrags.

Als Brief und Einladung hier eintrudelten hatte ich wenig Zeit mich mit beidem zu beschäftigen. Das habe ich inzwischen etappenweise getan.  Dumpf erinnerte ich mich, in irgendeinem Zusammenhang schon mal über Mark Braverman gelesen zu haben und das Suchmaschinchen half mir mit Informationen.

Eine heftige Erkältung zwang mich ins Bett, Braverman und sein Vortrag mussten warten, der Papst trat zurück und in Deutschland war Rosenmontag…. keine Zeit für die „verhängnisvolle Scham“, dafür ein weiterer Betttag…

Heute nun fiel mir der Flyer wieder in die Hände mit folgendem Ankündigungstext:

„…  Als der Psychologe 2006 erstmals Ostjerusalem und die Westbank besucht, erlebt er die brutale Realität der israelischen Besatzung als diametralen Widerspruch zu seinem jüdischen Selbstverständnis. Braverman erkennt,

‚…auf welch fatale Weise sich in Israel die religiösen Traditionen des Bundes, der Auserwählung und der Landverheißung mit einem nationalistischen Eroberungsprojekt verbunden haben‘*

Er fragt:

– Wieso kann sich Israel ungestraft über elementare Menschenrechte und internationales Recht hinwegsetzen?

– Warum dulden Israels Verbündete seine aggressive Siedlungspolitik, die jede Friedensperspektive zunichte macht?

– Warum schweigen die Christen des Westens und ihre Kirchen zu dem schreienden Unrecht, das den Palästinensern unter israelischer Besatzung tagtäglich widerfährt?

Bravermans Erkenntnis:

Indem Christen nach Auschwitz die Idee, das Christentum habe das Judentum als Gottesvolk abgelöst, zu recht revidiert haben, sind sie in eine andere Falle geraten. Denn in der Anerkennung des bleibenden Bundes Gottes mit seinem Volk Israel machen sich christliche Theologen auch die Idee der Landverheißung zu eigen – und werden so stumm gegen das Unrecht.‘*

Die mit * markierten Stellen sind, so sagt es  der Flyer, Zitat vom Klappentext    des Buches. (Die „grün“ markierten Textzeilen habe ich wörtlich übernommen.)

Eine so einseitig kritische Themenvorgabe hat mich dazu gebracht zu fragen, WER hinter dieser Veranstaltung steht.

Das „Bücherhaus am Thie“ wird als Veranstalter genannt  und das „Integrative Forum Hannover e.V“.

„Integratives Forum Hannover“?  „Ist es ein Wesensmerkmal für integratives Verhalten“, so habe ich mich gefragt, „gleich in der Ankündigung einer Veranstaltung einseitige  Schuldzuweisungen in Form von Fragestellungen  einzubringen?“

NEIN!

Das entspricht  – zumindest meinem Verständnis nach – nicht dem, was „integrativ“ sein will.

Die Befragung des kleinen Suchmaschinchens  führte auf diese Seite: if-hannover.net

Klickt man am linken Seitenrand „unsere idee“ an, wird man schnell feststellen, dass es nicht nur um Bienchen geht (wie auf der aktuellen Seite des if), heißt es doch dort:

Frieden in der Gesellschaft und zwischenstaatlich war immer unser Anliegen. 
Die Zerstörungen, die die Zivilgesellschaften im Libanon 2006 traf, und in Gaza zum Jahreswechsel 2008-9, haben uns die Mitverantwortung aller Demokraten deutlich gemacht. Wir haben deshalb die Zusammenarbeit gesucht mit der Friedensbewegung in Israel und mir der jüdischen Friedensbewegung in Deutschland und weltweit.“ (und mit diesen      Freunden, aber das schreiben sie nicht!)

Ah ja! Dementsprechend häufig hat man sich des Nahen Ostens angenommen…

So war auch Peter Bingel, seines Zeichens Theologe und Schulleiter  und   Palästina-Israel-Zeitung-Experte   Vortragender vor dieser ehrenwerten Gesellschaft. Seine Schrift „Lesen Juden und Christen dieselbe Bibel“ kann man eigentlich nur als  antijüdisches Pamphlet bezeichnen und steht damit in gleicher Reihe wie die üble Schmähschrift des Herrn Vollmer, die im deutschen Pfarrerblatt erschienen ist.

Allerdings hat es im  Laufe der Jahre, so kann man es dem Veranstaltungskalender entnehmen, auch viele andere interessante Themen und interessante Referenten gegeben… deshalb würde mein Mann  vermutlich sagen, dass ich wieder statt der Mücke einen Elefanten sehe, denn schließlich bietet das Forum ja ganz wichtige  Vorträge an, beispielsweise kann man sich über die Abdeckung der Mülldeponie in Hannover-Lahe informieren lassen…

NACHTRAG:

Ich habe per Suchmaschine  Kommentare zu Bravermans Buch gefunden, die geradezu euphorisch seinen Thesen zustimmen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob alle Kommentatoren das Buch auch tatsächlich gelesen haben! Sie eint  eine Gemeinsamkeit: Israel steht am Pranger und dank Mark Braverman  werden nun „endlich“ auch die Christen belehrt und aufgerufen, einen Seitenwechsel vorzunehmen. Nicht mehr an der Seite Israels, sondern an der Seite „Palästinas und der Palästinenser“ zu stehen, so scheint es Braverman zu fordern. Das Existenzrechts Israels  wird infrage gestellt und einem binationalen Staat (mit arabisch-muslimischer Mehrheit) das Wort geredet. Braverman ruft zum Boykott israelischer Produkte auf, weil, wie ich es den Kommentaren entnehme, so der Apartheit und Besatzung entgegen getreten werden kann.

Eine Ausnahme unter all den lobend-zustimmenden Texten macht der der Pastorin Hanna Lehming:

Ernstes Thema – quälend inkompetente Behandlung“

ist ihre Stellungnahme zu Bravermans Buch überschrieben. Auch Frau Lehming verschließt keineswegs die Augen vor der konfliktreichen Situation in Israel und den Gebieten, das macht ihre Kritik an Bravermans „Schambuch“ so glaubwürdig.

Ebenfalls kritisch äußert sich Elisabeth Hausen bei Israelnetz zu Buch und Autor:  Undifferenzierter Appell

Sehr lesenswert ist auch diese Stellungnahme: Nein, keine Rückkehr zum Antijudaismus!

Wie gesagt, ich habe das Buch nicht gelesen und kann deshalb dazu auch keine eigene Stellungnahme abgeben. Ich kann mich aber angesichts der Informationen mittels Suchmaschine des Eindrucks nicht erwehren, dass Herr Braverman gerade in Deutschland auf offene Häuser, Türen und Ohren trifft – gerade bei Christen –  sich „neu“ mit Israel zu  befassen, nämlich im Geiste des (altbekannten) Antijudaismus im neuen Gewand der Israelkritik,  wie er mit seinem Aufruf zum Boykott  israelischer  jüdischer   Produkte eindrucksvoll vorführt:

Zitat:  „Es muss schlimm sein für Deutsche zu sagen: Kauft nicht bei Juden!. Aber es ist ein überfälliges Projekt. Ihr werdet beschimpft werden, aber es geht nicht ums jüdische Volk, sondern um Jesus. Wir müssen Israel von der Apartheid retten. Das ist unsere Aufgabe.“   Quelle: Offene Kirche Württemberg

(Dass ein amerikanischer Jude Jesus retten möchte, empfinde ich dann schon fast wieder ‚lustig‘, wobei mir  doch das Lachen im Halse stecken bleibt angesichts seiner Rede von dem „palästinensischen Juden Jesus“. Niemand hat zu Lebzeiten Jesu von „Palästina“ geredet.    Nur weil Bethlehem von den „Palästinensern“ als seit den Tagen der Urväter „palästinensisches Land“ reklamiert wird, ist Jesus vermutlich nach Braverman „palästinensischer Jude“, so kann man die Geschichte auch umbiegen, bis sie ins eigene Bild passt!)

Bravermans Buch gibt den antijüdischen / antiisraelischen Tendenzen nicht nur bei den Christen Nahrung und Auftrieb. Und mehr noch als sein Buch sind es die vielen „Lesungen“ auf Einladung der unterschiedlichsten Gruppen von Kirchengemeinden bis zu Muslimorganisationen, die die antiisraelische Stimmung in Deutschland befördern, denn wie man unschwer dem Internet entnehmen kann, hatte er schon im vergangenen Jahr großen Zulauf und verging kaum ein Tag seit Beginn des neuen Jahres, an dem er seine Botschaft nicht unters gläubige Volk brachte und auch die Termine bis Ende März stehen bereits fest. (Siehe zu den antijüdischen / antiisraelischen Tendenzen der Christen die Jerusalemer Erklärung!)

Und etwas zynisch-sarkastisch könnte ich jetzt sagen: Den Verlag, den Buchhandel und den Autor wird es freuen, dass nicht nur die Israelkritiker in diesem Land zunehmen, sondern auch die Gewinne aus Verkauf und Lesung – oder sollte Herr Braverman so uneigennützig sein und seinen Gewinn den „notleidenden Leuten von Gaza“ spenden….?

Neuinterpretation von „fressen…. 11. Februar, 2013

Posted by Rika in aus küche und keller, aus meinem kramladen.
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und gefressen werden“!

Das sollte heute der Text des Tages sein und damit wollte ich auch der rosenmontäglichen Narretei Rechnung tragen!!

Dann aber kam der überraschende Rücktritt des Papstes und zog mich in seinen Bann.

Nun, nachdem sich die erste Aufregung ein wenig gelegt hat, will ich doch noch meinen norddeutschen Cent  zum närrischen Treiben geben.

Und die Hauptrolle spielt in diesem Beitrag dieses nette Kerlchen:

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Blauer Berliner mit Keks! Lecker!

Ich finde, blaue Berliner passen gut in diese verrückte Zeit….

Habt Ihr  da draußen eigentlich mitbekommen welch schrecklicher Frevel in der niedersächsischen Metropole und Landeshauptstadt passiert ist? Angeblich war es ja DAS weltweit meist beachtete Ereignis der letzten Tage vor Schavans Rücktritt:

Der weltberühmte Keks der Firma Bahlsen wurde geklaut!

In einer Nacht und Nebelaktion abmontiert!

Ein Bekennerschreiben gab Auskunft über den Übeltäter:

Das Krümelmonster hatte den Keks geklaut und wollte die Keksfirma auf diese Weise zu wohltätigen Taten animieren, Kekse MIT SCHOKOLADE sollten an bedürftige Kinder verteilt werden.

Ist doch toll, oder???

Inzwischen ist der vergoldete Keks wieder aufgetaucht – am  Ross vorm Schloss! Vorm Welfenschloss, um genau zu sein, das heute der UNI (mit gleichnamigem Keks –Namen)  einen repräsentativen Raum gibt!

Die Geschichte hat bei uns im hannöverschen Umland viel Interesse und klammheimliche Freude ausgelöst – und ganz offensichtlich auch die kreative Ader des Bäckers meines Vertrauens inspiriert, denn er hat das herrliche Krümelmonster mit Keks kreiert!

Zum Fressen gut!

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Passend zur Narrenzeit müsste ich eigentlich auch die ansprechende Verkleidung samt Narrenkappe  präsentieren, ich habe darauf verzichtet, nicht nur, weil ich beides nicht im Hause habe, sondern auch, weil ich ganz, ganz blöde erkältet bin und mich nur mühsam auf den Beinen halten kann… sieht man mir doch an, oder, so gammlig, unfrisiert und ohne jede jugendliche Frische und Schönheit???

(Bitte das Mitgefühl im Kommentarbereich zum Ausdruck bringen!)

Der beste Ehemann, der auch den Krümel vom Bäcker geholt hat, lockte mich mit selbigem und Kaffee vom Krankenlager ins Wohnzimmer …. rechtzeitig, bevor die blaue Stunde beginnt…

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Ein Rücktritt in Würde und Demut… 11. Februar, 2013

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, meine persönliche presseschau.
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Ich ‚kenne‘  den Papst nicht wirklich; als evangelische Christin sind mir  das Papsttum, die Rituale und viele „Gewissheiten“  der katholischen Kirche fremd, und selbstverständlich gelten für mich weder die „Unfehlbarkeit des Papstes“, noch  die  Inanspruchnahme des Pontifex „Stellvertreter Christi auf Erden“ zu sein, noch irgendwelche Dogmen bezüglich der Person Marias, der Mutter Jesu.  Ich bin als freikirchliche Christin für die strikte Trennung von Kirche und Staat und habe Schwierigkeiten mit den hierarchischen Strukturen von Bischöfen und Oberhirten, gleich welcher Denomination.

Viele Menschen hadern mit der katholischen Kirche und ihrem obersten Vertreter. Von außen betrachtet erscheinen mit viele der Kritikpunkte berechtigt, aber ich bin nicht diejenige, die dazu Stellung nehmen MUSS, das obliegt doch eher den katholischen Christen selbst.

Wenn ich irgendetwas über Benedikt XVI. sage, geschieht das in völliger geistlicher und rechtlicher Unabhängigkeit einer evangelisch-freikirchlichen Christin. (hier, z.B.)

Man hat den Papst viel gescholten (auch ich),  mir aber hat er an einem Punkt aus der Seele gesprochen:

Mit seinem klaren Bekenntnis zu Jesus Christus.

Das hat mich beeindruckt. Nun könnte man meinen, das sei ja das mindeste, was man von einem kirchlichen Anführer erwarten könne, sich klar zu Christus zu bekennen. Dass das aber noch lange nicht zwangsläufig so ist, kann man in vielen Reden und Predigten prominenter Christenführer  erleben. Die mischen sich ins Tagesgeschäft der Politik ein, besser als mancher Politiker und lassen den „lieben Gott einen guten Mann sein“. Doch auch auf der unteren Ebene der hohen Geistlichkeit finden sich immer wieder ganz ausgezeichnete Politiker. Da bringen es Pastorinnen, Pastoren und Pfarrer fertig, das „Wort zum Sonntag“ zu sprechen, ohne die Worte „Gott“ oder „Jesus“ auch nur ein einziges Mal zu erwähnen, geschweige denn, die „frohe Botschaft des Evangeliums“ weiterzusagen, was meiner Meinung nach doch der Sinn eines Wortes zum Sonntag sein sollte….!  Politische und sozialkritische  Phrasen zu gesellschaftlichem Miteinander  hören wir doch an jedem x-beliebigen Tag mehr als uns manchmal lieb ist – und der Sonntag ist nun einmal ein „christliches Ding“ und kein Tag wie jeder andere, auch wenn manche Politiker ihn am liebsten als „christlich“ geprägten Tag abschaffen würden und stattdessen einen zusätzlichen „Freitag“ etablieren würden, frei von allen Beschränkungen, die das Sonntagsgebot so mit sich bringt. „Du sollst den Feiertag heiligen“ ist doch schon längst nicht mehr das Motto, das den meisten von uns zum Sonntag einfällt!

Zurück zu Benedikt:

Ebenso klar und überzeugend wie sein Christusbekenntnis ist nun sein Eingeständnis, aus Altersgründen den hohen Anforderungen seines Amtes nicht mehr gewachsen zu sein. Das bewundere ich. Das verdient Anerkennung und Hochachtung. (Das Wort Respekt will ich an dieser Stelle ausdrücklich nicht verwenden, mit ihm wird zu viel Schindluder getrieben, für alles und jedes….!)

Hier der Wortlaut seiner Erklärung zum Rücktritt, den ich von der ARD übernommen habe:

Papst Benedikt XVI. hat vor den versammelten Kardinälen in Vatikanstadt folgende Erklärung verlesen:

Liebe Mitbrüder!

Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch, um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.

Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.

Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so dass ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muss.

Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.“

(Quelle: Radio Vatikan)

Ich wünsche dem scheidenden Papst Gottes Segen und Frieden für die letzte Wegstrecke seiner irdischen Zeit.

NACHTRAG:

Eine sehr einfühlsame Würdigung schreibt Mattias Matussek bei spiegel-online

Aufgelesen…. 10. Februar, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Um Bio- Lebensmittel geht es in dem Artikel der HAZ  und darum, dass die (heimischen) Bio-Bauern die Nachfrage kaum noch decken können.

Auf die bioideologische Basis will ich hier nicht eingehen, ich gehöre nicht zu den absolut überzeugten Biogemüseessern, eher halte ich es mit der alten Weisheit, von jedem (Angebot der Grundnahrungsmittel ) etwas und in Maßen; da kann Bio dabei sein, muss aber nicht.

Natürlich habe ich mich schon immer gefragt, wie es überhaupt möglich wäre, die Bevölkerung mit den gesunden Erzeugnissen der Land-, Fleisch- und Fischwirtschaft zu versorgen…. Ich halte die ausschließliche Versorgung mit Bioprodukten schlicht für unmöglich.

Aber Not macht bekanntlich erfinderisch und so berichtet dann die HAZ auch ganz stolz:

 Auf der vergangenen „Biofach“ wählten die aus aller Welt kommenden Fachbesucher ein „Zweinutzenhuhn“ zur besten Neuheit. Diese Züchtung eignet sich sowohl als Legehuhn als auch zur Mast, liefert also Eier und Fleisch.

Das war in früheren Jahren auch so, erst wurden die Eier der Legehennen verspeist und irgendwann landeten die Hühner dann im Kochtopf – als Suppenhuhn zumeist, aber auch zu leckerem Frikassee taugten die Hennen noch.  Das Zweinutzenhuhn ist aber vermutlich nicht identisch mit der Eierlieferantin früherer Zeiten, es scheint doch eher um grossstalltaugliche Hühner zu gehen. Wie auch immer, ich kann dem sogar zustimmen, nachdenklich macht mich aber die Schlussfolgerung des  Autors:

Das bedeutet, dass die männlichen Brüder der Legehennen nicht mehr – wie bislang millionenfach üblich – getötet werden, weil es für sie keine Verwendung gibt.

 

Soll das heißen, dass die Zweinutzenhühner zu biologisch-dynamischen Zwittern mutiert wurden, also nun auch Hahn und Henne in einem sind?

Was passiert mit den männlichen Küken, die es ja immer noch gibt, wenn man nicht von Zwitterhühnhähnen ausgeht.

Oder werden die kleinen Hähne doch so gepäppelt, dass sie respektable Brathähnchen werden?

Wenn doch nicht, dann landen sie vermutlich  millionenfach gleich bei den Zoos und Tierhandlungen als biodnamisches Futter für Eulen und sonstiges Getier…. oder in den Futtermittelherstellungsbetrieben….  streng biologisch, natürlich!  

 

Darüber denke ich nun nicht mehr so genau nach.

 

 

 

Was hätte ich nicht alles lesen können… 5. Februar, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, meine persönliche presseschau.
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…. während der Zeit auf der Wiese.

Nun meine ich mit meinem Seufzer keineswegs Bücher (die gibt es auch auf der Wiese, bzw. werden im Extrakoffer mitgeschleppt), nein, ich meine die zahlreichen und ausführlichen Informationen zum Zeitgeschehen, die mir das Internet zur Verfügung stellt.  Denn es ist schon bemerkenswert, wie sehr ich mich inzwischen an die „alternative Berichterstattung“ zu aktuellen Themen gewöhnt habe.  Radio, Fernsehen und mein Heimatblättchen, das auch auf die Wiese geliefert wird (zu meinem Leidwesen nicht immer pünktlich am Tag seines Erscheinens!) bieten doch nur den allgemeinen medialen Konsens zu Mursi, Brüderle, Mali, Israel, Syrien und all den anderen  Neuigkeiten, die von den Agenturen und ihren Abnehmern in den Redaktionen für berichtenswert gehalten werden. Manchmal hätte ich doch gerne gewusst, was andere Leute als die Fuzzis vom Fernsehen und die Schreiberlinge der HAZ über die Ereignisse denken. (Entschuldigung, ‚Fuzzi‘ hätte ich eigentlich nicht schreiben sollen, das ist ehrabschneidend und nicht nett… mir aber kommen die Damen und Herren Nachrichtenmoderatoren oft so vor…. nun, ja…!)

Besser wäre es vermutlich für mich, auf der Wiese weder Nachrichten zu sehen, noch Zeitung zu lesen und mich einfach nur dem angenehmen Nichtstun hinzugeben, gelegentliche Spaziergänge zu unternehmen, alle mitgeschleppten Bücher zu lesen, Musik zu hören, kleine Handarbeiten zu verrichten oder auf der Wiese Ordnung zu schaffen und dabei dem Wind zu lauschen, die Möwen zu beobachten und die Seele baumeln zu lassen…  Ich gebe ja zu, dass das ohnehin meine Hauptbeschäftigungen auf der Wiese sind, aber Nachrichten sehe ich eben auch.

Und dabei – bei den Nachrichten – kam mir u.a.  der Gedanke, dass Frau Merkel und der Herr Gauck beim nächsten Staatsbesuch aus Ländern, die auf Israel nicht so gut zu sprechen sind, doch mit den hohen Gästen dem Mahnmal vor ihrer Haustür einen Besuch abstatten  oder sich mit ihnen in der „Topographie des Terrors“ umsehen könnten, statt ihnen „militärische Ehren“ angedeihen zu lassen.  Militärtheater haben die Herren doch zu Hause genug. Herrn Mursi würde ich explizit empfehlen, das jüdische Museum anzuschauen und dabei ins Staunen zu geraten über den kulturellen Reichtum, zu dem die seiner Meinung nach „Abkömmlinge von Affen und Schweinen“   fähig waren…. und immer noch sind! Nach Israel wird er ja sicher nicht reisen wollen, um sich dort vor Ort anzusehen, was eine moderne, demokratische und aufgeschlossene jüdische Gesellschaft so alles auf die Beine stellt.  Er hätte sich in Berlin  auch gut über die Shoa informieren können, die sein derzeitiger Gast in Ägypten so hartnäckig leugnet.

Überhaupt ist das schon ein starkes Gespann, der Herr Mursi (Morsi, wie es wohl richtiger geschrieben werden müsste?) und sein iranischer Mitspieler im Lieblingsplanspiel der islamischen Staatenlenker: Landkarten radieren und Geschichtsbücher per Löschen  auf den islamisch genehmen Stand bringen.  „Juden endlösen“ nannten die Nazis das und sprachen von Vernichten, was die etwas weniger blumige Beschreibung für (Aus)Löschen und (Aus)Radieren ist, aber die gleiche Zielsetzung bedeutet. Doch angesichts leerer Kassen wird sich der Herr Mursimorsi hüten, seine antijüdischen Gedanken und Planspiele öffentlich zu äußern, schließlich ist der Westen noch nicht genug entchristlicht, um sich die Lesart islamischer Weltvorstellungen zueigen gemacht zu haben, auch hat er die Schreckensherrschaft der Nazis noch nicht gänzlich vergessen, so dass es weder in Deutschland und Europa noch in Amerika geboten erscheint, regierungsamtlich gegen Israel und Juden zu hetzen. Herr Morsimursi wird darum, weil er die vielen Milliarden Dollar und Euro für seine Macht in Ägypten so dringend braucht, seinen Mund fest zu halten, dafür die Hände aber umso bettelnder öffnen!

Bei Zettel kann man wunderbar gut nachlesen, wie zwar nicht „das ganze Amerika“ (die USA), wohl aber ihr Präsident ein Süppchen zusammenbraute, das dem Herrn Mursi so überaus bekömmlich war und ist, wobei noch nicht feststeht, wer sonst noch in die Suppe spucken oder sich auch  gerne am Kochen beteiligen  würde…

Zu den tausend anderen Themen der Nachrichten will ich mich hier nicht auch noch  äußern, obwohl mir zum Thema Sexismus  (Brüderle und Medien) eine Menge einfiel. Seit der Zeit, als ich als Junglehrerin die damals ebenfalls noch junge „Emma“ demonstrativ auf den Lehrerzimmertisch legte, so dass den älteren Herren des Kollegiums die Augen schier aus dem Kopf zu fallen schien und Münder offen standen, beschäftige ich mich mit dem Thema und hätte auch jetzt viel zu schreiben….  (Die beiden jungen Kollegen waren damals fortschrittlich links und das hielt ich geradezu automatisch für frauenfreundlich-emanzipatorisch  und alles andere als sexistisch, dass das keineswegs so war, ging mir aber erst ein bisschen später auf  –   wie man sich doch täuschen konnte !!!)

So bleibe ich jetzt lieber mit meinen Gedanken und Erinnerungen noch ein bisschen bei der Wiese ….

Als wir auf der Wiese ankamen, hatten wir im Häuschen  -1° C  und am Priel schwammen noch die Eisschollen in der auflaufenden Flut…

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Es ist unglaublich beeindruckend zu erleben, wie das Wasser mit unwiderstehlicher Kraft unter und über dem Eis bei  Flut langsam höher und höher steigt, den kleinen Strand erreicht… und  – wie im Sommer –  vollkommen bedeckt!

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Nur wenige Minuten nach dieser Aufnahme hat das Wasser den Spülsaum (vorne im Bild)  erreicht….!

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Natürlich wird die Slipanlage in den Wintermonaten gar nicht genutzt, aber auch die Krabbenkutter fahren bei Eisgang nicht raus, die Krabben – der Granat – haben Ruhe vor den Fischern 😉

Nach zwei Tagen war das Eis allerdings getaut und so gab es  wieder frische Krabben bei „unserem“ Krabbenhändler!

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Eine neue Erfahrung für mich: Eigentlich gehört Glühwein zum Skiurlaub oder auf den Weihnachtsmarkt  ( bei sehr kaltem Winterwetter trinke ich ihn auch schon mal am heimischen Kamin)

Der Liebste hatte die Idee, Glühwein am Steg zu trinken und den Sonnenuntergang zu betrachten – und da wir unsere Skianzüge vorsorglich mitgenommen hatten und auch eine warme Decke über den kalten Steinen lag, konnten wir beides, Glühwein und Sonnenuntergang,  wunderbar genießen!