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Was hätte ich nicht alles lesen können… 5. Februar, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, meine persönliche presseschau.
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…. während der Zeit auf der Wiese.

Nun meine ich mit meinem Seufzer keineswegs Bücher (die gibt es auch auf der Wiese, bzw. werden im Extrakoffer mitgeschleppt), nein, ich meine die zahlreichen und ausführlichen Informationen zum Zeitgeschehen, die mir das Internet zur Verfügung stellt.  Denn es ist schon bemerkenswert, wie sehr ich mich inzwischen an die „alternative Berichterstattung“ zu aktuellen Themen gewöhnt habe.  Radio, Fernsehen und mein Heimatblättchen, das auch auf die Wiese geliefert wird (zu meinem Leidwesen nicht immer pünktlich am Tag seines Erscheinens!) bieten doch nur den allgemeinen medialen Konsens zu Mursi, Brüderle, Mali, Israel, Syrien und all den anderen  Neuigkeiten, die von den Agenturen und ihren Abnehmern in den Redaktionen für berichtenswert gehalten werden. Manchmal hätte ich doch gerne gewusst, was andere Leute als die Fuzzis vom Fernsehen und die Schreiberlinge der HAZ über die Ereignisse denken. (Entschuldigung, ‚Fuzzi‘ hätte ich eigentlich nicht schreiben sollen, das ist ehrabschneidend und nicht nett… mir aber kommen die Damen und Herren Nachrichtenmoderatoren oft so vor…. nun, ja…!)

Besser wäre es vermutlich für mich, auf der Wiese weder Nachrichten zu sehen, noch Zeitung zu lesen und mich einfach nur dem angenehmen Nichtstun hinzugeben, gelegentliche Spaziergänge zu unternehmen, alle mitgeschleppten Bücher zu lesen, Musik zu hören, kleine Handarbeiten zu verrichten oder auf der Wiese Ordnung zu schaffen und dabei dem Wind zu lauschen, die Möwen zu beobachten und die Seele baumeln zu lassen…  Ich gebe ja zu, dass das ohnehin meine Hauptbeschäftigungen auf der Wiese sind, aber Nachrichten sehe ich eben auch.

Und dabei – bei den Nachrichten – kam mir u.a.  der Gedanke, dass Frau Merkel und der Herr Gauck beim nächsten Staatsbesuch aus Ländern, die auf Israel nicht so gut zu sprechen sind, doch mit den hohen Gästen dem Mahnmal vor ihrer Haustür einen Besuch abstatten  oder sich mit ihnen in der „Topographie des Terrors“ umsehen könnten, statt ihnen „militärische Ehren“ angedeihen zu lassen.  Militärtheater haben die Herren doch zu Hause genug. Herrn Mursi würde ich explizit empfehlen, das jüdische Museum anzuschauen und dabei ins Staunen zu geraten über den kulturellen Reichtum, zu dem die seiner Meinung nach „Abkömmlinge von Affen und Schweinen“   fähig waren…. und immer noch sind! Nach Israel wird er ja sicher nicht reisen wollen, um sich dort vor Ort anzusehen, was eine moderne, demokratische und aufgeschlossene jüdische Gesellschaft so alles auf die Beine stellt.  Er hätte sich in Berlin  auch gut über die Shoa informieren können, die sein derzeitiger Gast in Ägypten so hartnäckig leugnet.

Überhaupt ist das schon ein starkes Gespann, der Herr Mursi (Morsi, wie es wohl richtiger geschrieben werden müsste?) und sein iranischer Mitspieler im Lieblingsplanspiel der islamischen Staatenlenker: Landkarten radieren und Geschichtsbücher per Löschen  auf den islamisch genehmen Stand bringen.  „Juden endlösen“ nannten die Nazis das und sprachen von Vernichten, was die etwas weniger blumige Beschreibung für (Aus)Löschen und (Aus)Radieren ist, aber die gleiche Zielsetzung bedeutet. Doch angesichts leerer Kassen wird sich der Herr Mursimorsi hüten, seine antijüdischen Gedanken und Planspiele öffentlich zu äußern, schließlich ist der Westen noch nicht genug entchristlicht, um sich die Lesart islamischer Weltvorstellungen zueigen gemacht zu haben, auch hat er die Schreckensherrschaft der Nazis noch nicht gänzlich vergessen, so dass es weder in Deutschland und Europa noch in Amerika geboten erscheint, regierungsamtlich gegen Israel und Juden zu hetzen. Herr Morsimursi wird darum, weil er die vielen Milliarden Dollar und Euro für seine Macht in Ägypten so dringend braucht, seinen Mund fest zu halten, dafür die Hände aber umso bettelnder öffnen!

Bei Zettel kann man wunderbar gut nachlesen, wie zwar nicht „das ganze Amerika“ (die USA), wohl aber ihr Präsident ein Süppchen zusammenbraute, das dem Herrn Mursi so überaus bekömmlich war und ist, wobei noch nicht feststeht, wer sonst noch in die Suppe spucken oder sich auch  gerne am Kochen beteiligen  würde…

Zu den tausend anderen Themen der Nachrichten will ich mich hier nicht auch noch  äußern, obwohl mir zum Thema Sexismus  (Brüderle und Medien) eine Menge einfiel. Seit der Zeit, als ich als Junglehrerin die damals ebenfalls noch junge „Emma“ demonstrativ auf den Lehrerzimmertisch legte, so dass den älteren Herren des Kollegiums die Augen schier aus dem Kopf zu fallen schien und Münder offen standen, beschäftige ich mich mit dem Thema und hätte auch jetzt viel zu schreiben….  (Die beiden jungen Kollegen waren damals fortschrittlich links und das hielt ich geradezu automatisch für frauenfreundlich-emanzipatorisch  und alles andere als sexistisch, dass das keineswegs so war, ging mir aber erst ein bisschen später auf  –   wie man sich doch täuschen konnte !!!)

So bleibe ich jetzt lieber mit meinen Gedanken und Erinnerungen noch ein bisschen bei der Wiese ….

Als wir auf der Wiese ankamen, hatten wir im Häuschen  -1° C  und am Priel schwammen noch die Eisschollen in der auflaufenden Flut…

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Es ist unglaublich beeindruckend zu erleben, wie das Wasser mit unwiderstehlicher Kraft unter und über dem Eis bei  Flut langsam höher und höher steigt, den kleinen Strand erreicht… und  – wie im Sommer –  vollkommen bedeckt!

Bild0179

Nur wenige Minuten nach dieser Aufnahme hat das Wasser den Spülsaum (vorne im Bild)  erreicht….!

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Natürlich wird die Slipanlage in den Wintermonaten gar nicht genutzt, aber auch die Krabbenkutter fahren bei Eisgang nicht raus, die Krabben – der Granat – haben Ruhe vor den Fischern 😉

Nach zwei Tagen war das Eis allerdings getaut und so gab es  wieder frische Krabben bei „unserem“ Krabbenhändler!

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Eine neue Erfahrung für mich: Eigentlich gehört Glühwein zum Skiurlaub oder auf den Weihnachtsmarkt  ( bei sehr kaltem Winterwetter trinke ich ihn auch schon mal am heimischen Kamin)

Der Liebste hatte die Idee, Glühwein am Steg zu trinken und den Sonnenuntergang zu betrachten – und da wir unsere Skianzüge vorsorglich mitgenommen hatten und auch eine warme Decke über den kalten Steinen lag, konnten wir beides, Glühwein und Sonnenuntergang,  wunderbar genießen!

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