jump to navigation

Herr Mazyeck sorgt für Ordnung… 28. März, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, terrorismus.
Tags: , , , , , , , ,
2 comments

Ganz im Sinne der OIC , Islamophobie weltweit zu  ahnden und jedwede kritische Äußerung zum Islam als islamophobe Straftat zu brandmarken, hat nun auch Herr Mazyeck laut darüber nachgedacht, Islamfeindlichkeit zur Straftat zu erklären, zur Begründung heißt es im „Tagesspiegel“:

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) sieht in der Größe des NSU-Umfelds einen Beleg für die Verankerung der Terroristen in der Gesellschaft.

Geht’s noch ein bisschen größer?

Unverschämter hat noch kein anderer die bundesrepublikanische Gesellschaft beleidigend unter  Generalverdacht gestellt!

Deutschland müsse daraus jetzt „anders als nach Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln und Solingen oder auch nach dem Mord an Marwa el-Sherbini, Konsequenzen ziehen und sehr offen über strukturellen Rassismus sprechen“. Nur dann könne man ihn auch bekämpfen. Mazyek forderte als eine Maßnahme, Islamfeindlichkeit zum Straftatbestand zu machen.

Über  Rassismus sollte man in der Tat sprechen, da stimme ich Herrn Mazyeck sogar zu, aber es wird ihn sicher nicht freuen, wenn darunter auch der  Rassismus der Muslime verstanden und näher in Augenschein genommen werden MUSS ! Denn das auch Muslime durchaus mit rassistischen Mustern öffentlich auftreten, kann doch nicht von der Hand gewiesen werden, ich erinnere nur an die Steinewerfer von Hannover. Es waren junge Muslime, die eine jüdische Tanzgruppe bei einem Stadtteilfest mit Steinen attackierten….

„Islamfeindlichkeit“ aber zum Straftatbestand zu erheben, ist dann doch eine Forderung, die mit der Wirklichkeit in unserer Gesellschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. In unserem Staat besteht Religionsfreiheit als einklagbares Recht. Kritik an Religion und religiösen Strukturen muss für alle Religionsgemeinschaften erlaubt sein, so unangenehm  das für die jeweils Betroffenen auch sein mag, man denke nur an die immer wieder aufkommende Kritik an christlichen Fundamentalisten oder an Evangelikalen….!  Im Falle der Muslime und des Islam aber Sonderrechte einzufordern, entspricht in keinster Weise unserem rechtlichen Umgang mit Meinungs- und Religionsfreiheit oder mit Religionsgemeinschaften und deren Anhängern und ist daher zurückzuweisen.

Herr Mazyeck ist ein geschickter und gewiefter Taktierer, der es versteht, unterschwellig die Kritik am Islam hier (unausgesprochen)  mit Antisemitismus auf eine Stufe zu stellen, was absolut unzulässig ist, sowohl was die historischen Tatsachen angeht, wie erst recht in Anbetracht der Ungeheuerlichkeit der Verbrechen der Judenvernichtung durch die deutsche Politik und ihrer vielen Helfershelfer in Volk und Gesellschaft während der Zeit des Nationalsozialismus.

Ich verkneife es mir, hier detaillierter auf die Situation der Christen in islamischen Ländern einzugehen und daraus die Forderung abzuleiten, weltweit die Verunglimpfung der Christen oder  des Christentums als „Straftatbestand“  einzufordern…

Advertisements

Frühlingserwachen…. 28. März, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
Tags: , , , , , , ,
add a comment

… findet zur Zeit nur im Hause statt….

MEDION Digital Camera

(„Frühling“ im HäuschenDas hübsche Federvieh haben uns Freunde mitgebracht, die für ein paar Tage bei uns im Häuschen waren, die Weidenzweige habe ich von einem Bund stibitzt, das auf dem Osterfeuer landen sollte...)

Aber ich will ja nicht über das Wetter meckern, ich kann es ja ohnehin nicht ändern, mich allenfalls den Bedingungen da draußen anpassen so gut es geht.

Seit Dienstagnachmittag sind wir zurück vom Häuschen auf der Wiese am Meer…. schön war es, trotz Schnee und Frost und eisigem Wind. So einen starken und kalten Ostwind hatten wir bis dahin noch nicht erlebt „auf unserer Wiese“, er rüttelte am Schornstein und an den Fensterläden, blies durch die feine Ritze an der Terrassentür und ließ das Haus ein bisschen ächzen und stöhnen. Wir waren froh über unseren  Ofen, der unentwegt mit Brennstoff versorgt wurde und Tag und Nacht das Haus und uns schön warm hielt…

Exif_JPEG_PICTURE

Nach einer langen Wanderung bei eisigem Ostwind durch die Salzwiesen vorm Deich, rücke ich ein bisschen näher an den Ofen…

Aber eigentlich, ja eigentlich  hatten wir traumhaftes Wetter, echtes Winterwetter nämlich: strahlenden Sonnenschein und eisige Kälte, nur stand unser Sinn nicht nach Winterpromenade, sondern nach Frühling …

Exif_JPEG_PICTURE

Der aber lässt auch hier im heimischen Dorf auf sich warten…

Heute rieselt es wieder zarte weiße Flocken vom Himmel und im Vogelhäuschen sucht das Eichhörnchen nach Futter …

MEDION Digital Camera

Wann hat es das zuletzt im Hannöverschen gegeben…. Ende März, so kurz vor  Ostern? Ich kann mich nicht erinnern….

Schneeverwehungen im Norden…. 11. März, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
add a comment

Eigentlich wollen wir ja ab morgen  auf der Wiese arbeiten…

 

Exif_JPEG_PICTURE

Aber so (bei Schnee und Sturm) werden wir wohl nur gemütlich vorm Feuer sitzen,  lesen …  Musik hören….  stricken oder nähen (die Nähmaschine kommt mit) …. spielen …. hin und wieder über den Deich spazieren … ein Museum besuchen…  Freunde treffen…

 

Nächste Woche soll sich das Wetter wieder ändern … wir werden sehen…

Bis dann, also!

Allen eine gute Zeit ! !

 

 

Aber ich will doch jetzt nicht in den Skiurlaub…. 10. März, 2013

Posted by Rika in aktuell.
Tags: , , , , , ,
1 comment so far

Früher, also  ungefähr vor mehr als 15 Jahren, haben wir so kurz vor den Osterferien gehofft und gebangt, dass der Frühling noch ein bisschen auf sich warten lassen würde. Weil früher fuhren wir meistens – wenn Ostern günstig lag – mit „Allemann“ nach Südtirol, zu unserem Lieblingsskiberg und mit uns ungefähr 50 weitere Personen, die sich alle „beim Günter“ zur Skifreizeit trafen. Schön war das und geliebt haben wir die Freizeiten!!!

Das Wetter da draußen würde mich zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen, wenn, ja wenn wir in froher Erwartung winterlichen Skivergnügens wären.

MEDION Digital Camera

Heute, Sonntag, 10. März 2013, 17.14h !

Sind wir aber nicht!

Seit der gute Onkel Willi keine Skifreizeiten mehr anbietet – das Alter -, die Kinder groß und kein Mensch mehr auf die Ferien angewiesen ist, weil ich ja nun auch im glücklichen Ruhestand bin, fahren wir nicht mehr „über Ostern“ in die Berge um Ski zu fahren. Wie oft blühten hier schon die Forsythien, strahlte die Sonne vom blankblauen Himmel und roch es wunderbar nach Frühling…. und wir sehnten uns nach Winterwetter und Schnee und guten Pistenbedingungen!

Auch in Südtirol war oft schon der Winter so gut wie vorbei, unten in den Tälern erfreuten blühende Mandelbäumchen, Narzissen und Tulpen die nicht skifahrenden Gäste, während die Skifahrer spätestens ab Mittag mit sprudelnden Bächlein neben und Matschschnee auf der Piste rechnen mussten…. nicht zu jedermanns Vergnügen, zu meinem jedenfalls nicht. Ich fahre lieber über eine harte Piste als durch Sulzschnee…. das ist auch für meine geschundenen Kniee besser. Rund um Tonis Hütte waren die Wiesen voller zartblauer Krokusse und wer zu lange hemdsärmelig auf der Terrasse saß holte sich einen kräftigen Sonenbrand…

Früher, eben!

Heute schaue ich aus dem Fenster in leise rieselnden Schnee, nur das nicht Weihnachten, sondern Ostern vor der Tür steht. Die ersten Zug- oder Strichvögel, die unsere Eberesche vor gut 10 Tagen angeflogen haben und sich seitdem an den Futterstellen laben, scheinen irritiert zu sein von all dem kalten Weiß um sie herum. Da geht es mir ganz ähnlich!

Mein innerer Kompass steht auf frühlingsfrische Gartenarbeit, Terrasse sommerfein machen und Schalen und Kästen mit Frühlingsblumen füllen.

Nix und nichts da!

Leise rieselt der Schnee (ich sagte es ja schon), still und starr ruht der See (der kleine Gartenteich), weihnachtlich glänzet der Wald (Tanne und Koniferen), freue dich, Ostern wird’s bald….

Verkehrte Welt, Weihnachten schaute ich in einen frühlingsgrünen Garten….

Nun ja, ich will nicht meckern.

All die vielen Familien, die sich jetzt auf Skiferien freuen, werden dankbar und glücklich sein. Es sei ihnen gegönnt.

Und irgendwann, soviel ist gewiss, wird auch bei uns hier die Sonne jeden Schnee vertreiben und die Blumen hervorlocken…

Ich kann warten…. jedenfalls noch ein bisschen!

„Frauen reagieren immer auf Tschiller….“ 9. März, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
Tags: , , , , , , , , ,
add a comment

heißt es in dem hübschen Artikel über den neuen Tatortmitarbeiter in Hamburg.

„Stimmt!“ kann ich da nur sagen.

Ich werde meine Abneigung  gegen den neuen Mitarbeiter pflegen, besser gesagt das Vorurteil gegen dessen Darsteller,  und Herrn Tschiller und den Tatort einfach ignorieren….

Geh ich halt in die Sauna, morgen, oder lese einen Krimi oder guck ein bisschen DVD oder stricke ein paar Socken…!

Man möge mir verzeihen, aber DEN Tatort und seinen Mitarbeiter werde ich mir nicht antun.

Willkommen in Hamburg“ ist ein solider Actionkrimi mit dem Tiefgang eines Papierbootes.“

Mit Hamburg assoziiere ich  hanseatische Kühle, die Schmidts und Ozeanriesen…  wenig solide  Papierboote ohne Tiefgang werden wohl an warmen, windstillen Sommertagen  von Kindern an Elbe,  Alster und Kanälen zu Wasser gelassen ….    Ein „Tatort“  aber sollte  wenigstens annähernd meiner Intelligenz gewachsen sein – sag ich mal so ganz ohne eitel-falsche  Bescheidenheit  😉 ***

 

MEDION Digital Camera

Strickwerk – eine schöne Alternative!

***   zumindest sollte die Handlung nicht nur meine (Flucht-) Reflexe ansprechen ….  ja, ja, ich gebe ja zu, dass auch schon in der Vergangenheit  Tatort-Folgen ausgesprochen blöd waren …. aber brauchen wir wirklich einen quäkenden  Schimanski-Verschnitt????

Über die Rapper im ‚Feiluftgefängnis‘ von Gaza…. 7. März, 2013

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
Tags: , , , , , , , ,
1 comment so far

schreibt Burkhardt Weitz bei chrismon/evangelisch.de und natürlich darf der kleine Seitenhieb gegen die Israelis, die dieses „Ghetto“ (wie es auch immer wieder gern geschrieben wird)  zu verantworten haben, nicht fehlen.

Zwar räumt Herr Weitz ein, dass neben Israel auch Ägypten die Grenzen dicht hält, aber ansonsten lässt er kaum ein Klischee aus, als da wäre –

– die schreckliche Blockade, die für die Überteuerung der durch die ägyptisch-gazanischen Tunnelsysteme geschleusten Waren schuldhaft zuständig ist,  immerhin beschwört Herr Weitz keine der Blockade geschuldete Hungersnot, was angesichts vieler Berichte über Luxus und überquellenden Märkten auch wenig glaubwürdig wäre….   Aber man höre und staune, Beton darf nicht nach Gaza geliefert werden, weil der „angeblich“  kriegsrelevant sei. Nun kann sich Lieschen Müller zwar vorstellen, dass die Hamas-Kriegsherren zu ihrer Sicherheit Bunker brauchen und dafür den Beton benötigen, Herrn Weitz ist solche Erkenntnis aber noch nicht gekommen, weswegen er wohl dazu neigt, von „angeblich“ zu reden…

– die furchtbare Überbevölkerung , die allerdings so gar nicht zum ebenfalls beliebten Hinweis auf den Völkermord an den Palästinensern passen will, den die Autonomiebehörde so gerne vorwurfsvoll in die Diskussion einbringt,

– der Hinweis auf die Statistik, wonach von den von den 2500 aus Gaza abgefeuerten Raketen lediglich  neun israelische Menschen getötet wurden, die „kaum hörbar kreisenden Drohnen“ aber in nur einem Jahr 24 arabische Menschen in Gaza töteten. Traumatisierte israelische Bewohner  – vor allem  Kinder – im Süden Israels sind einfach kein gutes „Propagandamaterial“ für Journalisten, die mit ihren Berichten Geschäfte machen wollen. Nur ein totes Kind bringt Kasse oder Preise. Und da der israelischen Gesellschaft der Schutz und die Sicherheit ihrer Kinder wichtiger ist, als ein mieser und schmutziger Propagandakrieg, wird sie  auch nicht mit „getöteten Kindern punkten“ und auch nicht punkten wollen –   GOTT sei Dank –  und alles dafür tun, dass Menschen durch arabischen Terror aus Gaza nicht getötet werden …..  den psychischen Schaden der ständigen Raketenangriffe  kann aber auch sie nicht verhindern!!!!

– und natürlich ist die Lage in Gaza zum Verzweifeln,

– und die internationale Gleichgültigkeit groß.

Das aber hält offenbar viele Jugendlichen nicht davon ab, ihr Leben trotz des Mangels,  des „Freiluftgefängnisses“,  der Hamas, der Überbevölkerung, der Drohnen und „des übermächtigen Feindes“ in vollen Zügen zu genießen.

2011 traf der Fotograf Alessandro Gandolfi die beiden, als er Jugendliche im Gaza porträtierte, die von israelischer Blockade, islamistischer Sittenpolizei und internationaler Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend im Gaza die Nase voll haben. Diese Jugendlichen wollen weder Helden in einem sinnlosen Kampf noch wehrlose Opfer eines übermächtigen Feindes sein. Sie wollen ihre Jugend genießen.

Wie  gut, dass es Jugendliche in Gaza gibt, die noch nicht der Hamas-Ideologie verfallen sind, und wie schade, dass nicht das im Fokus des Artikels steht . Diese Jugendlichen sollte man unterstützen, indem man der Hamas den Kampf ansagt, statt ihr  eine strategische Partnerschaft anzubieten und  statt in unseren Medien das immer gleiche Lied von „Freiluftgefängnis“ und Besatzung zu singen.

Israel hält Gaza nicht besetzt.

Es ist die Hamas und es sind ihre Brüder im Geiste des Dschihad, die die Bevölkerung Gazas  „gefangen halten“ in dem ideologischen Gefängnis des islamischen Kampfes gegen Israel , aus dem es kein Entkommen gibt.

Erkenntnisgewinn bei spiegel online? 5. März, 2013

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", islam, israel, meine persönliche presseschau.
Tags: , , , , , , ,
5 comments

Erdogan hat den Zionismus zum Verbrechen gegen die Menschheit erklärt, wie auch bei spiegel online zu lesen war.

Heute nun heißt es bei spon  in einem ergänzenden Artikel folgendermaßen:

Das Nachrichtenportal des arabischen TV-Senders al-Dschasira veröffentlichte einen Kommentar von Khalid Amayreh, einem bekannten palästinensischen Journalisten, der als einer der artikuliertesten Formulierer der These gilt, Zionismus sei Faschismus. Unter dem Titel „Erdogan hat Recht“ schrieb er nun: Erdogan stelle nur das fest, was in der gesamten arabischen Welt als selbstverständlich gelte.

 Der Verfasser zieht einen Vergleich zwischen Israels Siedlungspolitik und der „Lebensraumpolitik“ der Nazis und endet mit dem Satz: „Israel war böse von seiner Zeugung an.“

 …

Das ist ganz klar die Sprache der Dämonisierung, ebenso klar ist, dass der Dämon zerstört werden muss, wenn die Menschheit bessere Tage erleben will. Nun weiß jeder im Nahen Osten, dass dies die allgemeine Sicht der Dinge unter Muslimen ist. Auch in der Türkei.

(Hervorhebung von mir)

Sehr verehrte Damen und Herren Redakteurinnen und Redakteure, können Sie mir angesichts dieser allgemein bekannten  Weisheit und Erkenntnis verraten, warum Sie immer noch in all Ihren netten Artikeln über Israel davon reden, die Siedlungen seien das Hindernis auf dem Weg zum Frieden???

Wenn doch alle wissen im Nahen Osten – und auch die Leute, die für spon dort vor Ort sind und ihre schönen Märchen schreiben -, dass die Muslime der Ansicht sind, Israel müsse vernichtet werden, dann, ja dann schreiben Sie doch in Zukunft bitte wie folgt:

Muslime – Araber wie Türken und auch die Perser im Iran und die Salafisten in Duisburg und Düsseldorf  – sind der Ansicht, dass Israel zerstört werden muss. Deshalb, und nur deshalb wird es keinen Frieden geben können im Nahen Osten! 

Und lassen Sie sich nicht länger von Führern der islamischen Welt durch die doch ebenfalls bekannte Taqiya-Taktik hinters Licht führen, schließlich haben Sie ja heute gezeigt, dass alles nur tarnen und täuschen ist, was die Herren  – in diesem Fall Herr Erdogan – über Israels Existenzrecht und Wege zum Frieden so von sich geben:

Aber dann schließt Akyol mit den Worten, Erdogan spreche im Gegensatz zur gängigen antizionistischen Sichtweise Israel nicht das Existenzrecht ab. Denn er habe dieses Existenzrecht mehrfach anerkannt.

Das stimmt. Aber was Akyol verschweigt: Erdogan hängt einer Denkweise an, die Israels Existenz als moralisches Unrecht betrachtet, während seine Anerkennung des Existenzrechtes Israels pragmatisch ist und nurmehr den politischen Realitäten geschuldet. Sollten die sich eines Tages ändern, wird sich auch Erdogans Anerkennung des Existenzrechts Israels als jüdischer Staat rasch ändern.

Sehen Sie, sehr verehrte Spiegel-Redakteur_innen, es geht doch, sie können es doch.

Bitte in Zukunft berücksichtigen, nicht dass ich nächste Woche wieder irgendetwas von friedenshemmenden Siedlungen lesen muss!

Das würde Frau Roth niemals sagen, 2. März, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau.
Tags: , , , , , ,
add a comment

vermutlich nicht einmal denken:

Erdogans Hassparolen

Diese antiwestliche Türkei gehört nicht in die EU

Antiwestliche Ressentiments sind in der Türkei Normalität. Der neueste antisemitische Fauxpas des Premiers Erdogan geht jedoch zu weit. Sein Doppelspiel darf der Westen nicht länger hinnehmen.

schreibt Clemens Wergin und spricht damit aus, was niemand von Regierung oder Opposition auch nur ansatzweise öffentlich sagen würde und führt weiter aus:

Seit vielen Jahren gibt es in der türkischen Gesellschaft ein starkes antiwestliches Ressentiment. So schreibt etwa der türkische Politologe Ersin Kalaycioglu, die Türkei sei ein Paradebeispiel für den „cultural turn“, den Samuel Huntington in seinem „Clash of Civilizations“ prophezeit hat.

„Eine Resozialisierung der türkischen Öffentlichkeit hat eine neue Mentalität geschaffen, die die religiöse Identität betont, indem sie definiert, wer türkischer Bürger ist, und eine Weltsicht befördert, die durch das Prisma des religiösen Konflikts schaut“, meint Kalaycioglu.

Davor verschließen die offiziellen Stellen der Bundesrepublik fest, ganz fest die Augen und wer es wagt, dieses Thema offen anzusprechen, wird leicht mit dem Bann „islamophob“ zu sein belegt, einem schwerwiegenden Delikt, das Erdogan ja als „Verbrechen gegen die Menschheit“ bezeichnet.

Clemens Wergin schreibt dazu:

Zu dieser Mentalität gehöre die Vorstellung, dass Muslimen überall in der Welt Unrecht durch den Westen widerfahre. „Weite Teile der türkischen Bevölkerung scheinen an ein fast mittelalterliches Weltbild zu glauben“, so Kalaycioglu, „in dem Muslime, Christen und Juden miteinander im Krieg stehen. Sie glauben, dass sie den Islam vor den Angriffen der christlichen Missionare und ihrer jüdischen Alliierten im Nahen Osten und zu Hause beschützen müssen.“ Das sind die Gefühle, an die Erdogan andockt und die er mit seiner islamischen Identitätspolitik noch verstärkt.

Wobei ich nicht davon ausgehe, dass „die Resozialisierung“ der türkischen Öffentlichkeit  zu einer veränderten Mentalität führt oder geführt hat, sondern zu einer bewussten Fokussierung auf die politisch-ideologische Komponente dessen, was bislang ausschließlich als „Religion“ verstanden und behandelt wurde, nämlich den Islam als Gesellschaftsmodell und Grundlage politischen Handelns.

Erdogan hat es verstanden, „religiöse Gefühle“ zu instrumentalisieren und einer faschistisch anmutenden Ideologie und Staatsdokrtin nutzbar zu machen. Wer seine vielen Reden in den letzten Jahren verfolgt hat, konnte diesen Prozess mühelos erkennen. Das zu benennen war aber in Deutschland aus den unterschiedlichsten Gründen politisch nicht erwünscht. Und man kann nur hoffen, dass sich eine breite Mehrheit der Politiker in Deutschland und Europa Clemens Wergins Forderung anschließen wird:

Es ist nun höchste Zeit zu zeigen, dass der Westen Erdogans Doppelspiel nicht mehr mitmacht. Man kann sich nicht einerseits von westlichen Patriot-Raketen gegen Syrien schützen lassen und sich andererseits mit antisemitischen Tönen bei den radikalsten Elementen der arabischen Welt einschmeicheln, so wie es Erdogan es nun wieder getan hat, als er die jüdische Nationalbewegung – den Zionismus – auf eine Stufe mit der massenmordenden Ideologie des Faschismus gestellt hat.

Dabei hat die jüdische Nationalbewegung – bei allen Fehlern, die man ihr wie vielen Nationalbewegungen in der Geschichte anlasten kann– nicht einmal im Ansatz Verheerungen angerichtet wie etwa der türkische Nationalismus. Dessen staatlichen Vertreter weigern sich ja bis heute, den Völkermord an den Armeniern einzugestehen oder sich gar dafür zu entschuldigen. Erdogan sollte sich also hüten, anderen Lektionen erteilen zu wollen.

Bis heute verweigert die türkische Regierung die Aufarbeitung des Verbrechens an den Armeniern und bestreitet energisch das damalige Vorgehen gegen die armenische Bevölkerung der Türkei als Völkermord zu bezeichnen. Der Umgang mit der kurdischen Minderheit in der Türkei spottet jeder Beschreibung dessen, was  „Menschenrecht“ ist, der Schutz der christlichen Minderheit fehlt vollständig. Die antijüdische Propaganda Erdogans ist unüberhörbar, seine verbalen Angriffe gegen Israel können getrost als Volksverhetzung bezeichnet werden.

Und gerade heute wird bekannt, unter welch unsäglichen Bedingungen deutsche Soldaten der Patriot-Einheiten in der Türkei leben müssen und wie alles von Seiten der Türken versucht wird, eine Begegnung zwischen deutschen und türkischen Einheiten zu verhindern. So dass es geradezu geboten ist danach zu fragen, was diese Raketenstellungen eigentlich dort sollen (mir hat sich der Zweck und Nutzen von Anfang an nicht recht erschließen wollen und die Aufklärung durch die Regierungsstellen über Sinn und Ziel waren mehr als dürftig!)  und ob es nicht an der Zeit ist, sie schleunigst wieder in ihre Herkunftsländer abzukommandieren.

Es ist der amerikanische Außenminister, der Herrn Erdogan in die Schranken weist, wie im Text weiter ausgeführt wird:

Der neue amerikanische Außenminister John Kerry hat nun sehr deutlich gemacht, dass Erdogans Hassparolen das Verhältnis zum Westen gefährden. Warum eigentlich können sich nicht auch europäische Offizielle einmal zu solch deutlichen Worten aufraffen? Etwa auch darüber, dass Ankara weiter die radikalislamische Terrororganisation Hamas unterstützt, die jeden Friedensschluss mit Israel und dessen Existenzrecht rundheraus ablehnt.

Nein, es ist zu befürchten, dass sich europäische Offizielle zu solchen deutlichen Worten niemals aufraffen werden, da wir in Europa – wohl im Gegensatz zu den Bürgern in den USA – schon seit Jahren mit antiisraelischer Propaganda geblendet und mit pro-palästinensischem Verständnis für jede auch noch so gräulich-barbarische Terrortat der Kämpfer für ein „freies Palästina“ eingelullt und „auf Linie“, auf Hamas-Linie, gebracht werden.

Und so ist auch zu befürchten, dass weder  Frau Roth, noch die Regierenden höchstselbst die Schlussfolgerung Clemens Wergins wohlwollend zur Kenntnis nehmen, geschweige denn seine Forderung  in die Tat umsetzen werden:

Eines jedoch sollte jedem klar sein: Diese Türkei hat in Europa nichts verloren. Es ist schlimm genug, dass Ankara die Nato seit Jahren mit Blockadepolitik lähmt. Es kann nicht im Interesse des Westens sein, einer antiwestlich agierenden Türkei auch noch zu ermöglichen, als Mitglied der EU Vetomacht über die Brüsseler Institutionen zu erlangen.

Der Westen muss Erdogan deutlich machen, dass er für seine antagonistische Politik einen Preis zahlen muss. Ansonsten wird er sich nur weiter radikalisieren.

Quelle:  „Diese antiwestliche Türkei gehört nicht in die EU

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Artikel Daniel Pipes‘ vom 6. Februar 2013 „Verlässt die Türkei den Westen?“  und daraus der bemerkenswerte Satz:

Angesichts dieser Realität ist Erdoğans Türkei kein vertrauenswürdiger Partner des Westens mehr, sondern eher ein Maulwurf in seinem inneren Heiligtum. Wird sie nicht hinausgeworfen, sollte sie zumindest von der NATO suspendiert werden

Wie „sehr“, nein, wie wenig  die Türkei, respektive Erdogans Politikansatz in die westlich orientierte politische Landschaft passt,  machen Sätze  des folgenden Absatzes  deutlich:

5) Mit der Anmerkung „Sind wir mit diesen Ländern nicht in der NATO?“ ging Erdoğan in denselben Äußerungen dazu über festzustellen, dass die Türkei als einziges NATO-Land mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung „falsche Schritte der NATO stoppen würde. So sahen wir solche Schritte wie die Aufnahme Israels in die NATO. Wir verhinderten das. Wir haben unsere eigenen roten Linien. Für uns ist niemals akzeptabel mit Israel in der NATO zu tun zu haben. Mit einer solch grausamen Auffassung gemeinsame Sache zu machen, würde mit unserer Struktur, Geschichte und Kultur in Konflikt stehen.“ Erdoğan behauptet nicht nur, dass er Israel aus der NATO heraushielt, sondern er behauptet auch eine entscheidende Rolle in der NATO zu spielen – etwas, das ich ziemlich glaubwürdig finde.

(Hervorhebung von mir)

Abschließend schreibt Daniel Pipes:

Wenn man Erdoğans Shanghai-Schachzug und Davutoğlus umschriebene Drohung von vor ein paar Tagen, „die Türkei würde einem israelischen Angriff gegen ein muslimisches Land nicht unbeteiligt daneben stehen“, hinzufügt, dann deuten diese Äußerungen auf eine eigensinnige türkische Führung, die das Gefühl hat, sie könne so ziemlich alles sagen und tun, was ihr gefällt. Und das kann sie.

Und das kann sie, weil „der Westen“ sie unbegreiflicher Weise lässt!

Aber vielleicht – so sorge ich mich – ist das für die politisch Verantwortlichen des Westens gar nicht unbegreiflich, weil  sie klammheimlich und unbemerkt von der Öffentlichkeit eine ähnliche, wenn nicht gar die gleiche politische Haltung vertreten… die „Außenministerin“ der EU gab ja mehr als einmal Anlass zu solchen Befürchtungen!

Was, so frage ich mich, läuft hinter der Bühne ab, dass wir staunenden oder auch empörten Zuschauer zwar das Geschehen mitbekommen, nicht aber die Regieanweisung oder das Drehbuch, an dem sich das Drama orientiert. Und einmal mehr möchte ich wissen, wie   in diesem Zusammenhang der präsidiale Ausspruch vom Islam, der zu Deutschland gehöre, zu der [im Verborgenen (?) betriebenen]  Merkel’schen  Politik gehört.

Der Frau Roth ihre Meinung tät mich interessieren…. 1. März, 2013

Posted by Rika in antisemitismus, gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau.
Tags: , , , , , ,
2 comments

Sie liebt ja bekanntlich die Türkei, die Frau Roth und lebt in innigster Harmonie mit den Demokraten aus Teheran. Wir wissen, dass sie sich glühend für alle Entrechteten, Verfolgten, Unterdrückten und Armen dieser Welt einsetzt, für die Rechte im Allgemeinen und die Menschenrechte im Besonderen kämpft und überhaupt ein guter Mensch ist.

Darum täte mich interessieren, was die liebe und gute Frau Roth von der Forderung des Herrn Erdogan hält, Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu geisseln.

Würde sie dem zustimmen?

Vielleicht.

Noch lieber wüsste ich allerdings, wie Frau Roth zu der Aussage des beliebten türkischen Herrschers steht, der Zionismus sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Wird sie dazu Stellung nehmen und wenn ja, wie?

Aber vielleicht flüchtet sie sich ja auch in die Vernebelungstaktik, die ein Sprecher der UN anwandte, wie  Spon   schreibt:

Wenn die Übersetzung der Rede korrekt gewesen sei, „war es nicht nur falsch, sondern widerspricht den Prinzipien der Allianz der Zivilisationen“, sagte der Uno-Sprecher.

Immer diese Probleme mit den Übersetzungen, ständig werden die Aussagen bedeutender Führer der Zivilisation falsch übersetzt, uminterpretiert, missverstanden, beispielsweise wird aus „Israel vernichten“ das harmlose  „Landkarten radieren“ oder „Geschichtsbücher umschreiben“.

Wenn, ja wenn Herr Erdogan gesagt haben sollte….

Als bestünde daran irgendein Zweifel. Schließlich hat Herr Erdogan noch nie zweifelhafte Äußerungen oder missverständliche Statements in Bezug auf Israel abgegeben. Klartext und klare Kante, das ist das , was wir von dem Herrn der Türken kennen.

Umso schwerer wiegt es, dass  die UN nicht ebenso starke Worte findet und herumdruckst und verschwurbelte Aussagen  von sich gibt, die man genauso gut als klammheimliches Verständnis  begreifen könnte.

Aber auch spon agiert äußerst kultursensibel in seiner Berichterstattung, so darf der Hinweis auf die „böse Attacke“ der Israelis auf den mit türkischem Segen ausgesandten „Blockadebrecher“ im Jahr 2010 nicht fehlen und auch die Erklärung zum Zionismus sind nicht geeignet, Erdogans antiisraelische Haltung zu brandmarken. Man nimmt Rücksicht auf die Sensibelchen, die immer so schnell beleidigt sind und denkt vielleicht auch an Herrn Oettinger, der „Europa“ und die Deutschen  ja schon auf Knien gen Bosperus robben sieht, um Erdogan und seine Türken anzuflehen, endlich, endlich der EU beizutreten…

Von einer Reaktion der deutschen Regierung oder der friedensbewegten Opposition liest man bei  spon  (noch?) nichts. Und auch die ARD gibt keine Auskunft darüber, wie Regierung und Opposition auf Erdogan reagieren.

Deshalb, Frau Roth, bitte äußern SIE sich  –  so frei von der Leber weg, wie wir es kennen und „lieben“…. aber bitte, bitte  nicht islamophob, gelle, denn das wäre ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit  und das wollen Sie und wir doch nicht….

 

NACHTRAG:

Inzwischen hat der Außenminister reagiert und Erdogans Aussagen scharf kritisiert. Das wurde aber auch Zeit!!!