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Erkenntnisgewinn bei spiegel online? 5. März, 2013

Posted by Rika in araber, araber-"palästinenser", islam, israel, meine persönliche presseschau.
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Erdogan hat den Zionismus zum Verbrechen gegen die Menschheit erklärt, wie auch bei spiegel online zu lesen war.

Heute nun heißt es bei spon  in einem ergänzenden Artikel folgendermaßen:

Das Nachrichtenportal des arabischen TV-Senders al-Dschasira veröffentlichte einen Kommentar von Khalid Amayreh, einem bekannten palästinensischen Journalisten, der als einer der artikuliertesten Formulierer der These gilt, Zionismus sei Faschismus. Unter dem Titel „Erdogan hat Recht“ schrieb er nun: Erdogan stelle nur das fest, was in der gesamten arabischen Welt als selbstverständlich gelte.

 Der Verfasser zieht einen Vergleich zwischen Israels Siedlungspolitik und der „Lebensraumpolitik“ der Nazis und endet mit dem Satz: „Israel war böse von seiner Zeugung an.“

 …

Das ist ganz klar die Sprache der Dämonisierung, ebenso klar ist, dass der Dämon zerstört werden muss, wenn die Menschheit bessere Tage erleben will. Nun weiß jeder im Nahen Osten, dass dies die allgemeine Sicht der Dinge unter Muslimen ist. Auch in der Türkei.

(Hervorhebung von mir)

Sehr verehrte Damen und Herren Redakteurinnen und Redakteure, können Sie mir angesichts dieser allgemein bekannten  Weisheit und Erkenntnis verraten, warum Sie immer noch in all Ihren netten Artikeln über Israel davon reden, die Siedlungen seien das Hindernis auf dem Weg zum Frieden???

Wenn doch alle wissen im Nahen Osten – und auch die Leute, die für spon dort vor Ort sind und ihre schönen Märchen schreiben -, dass die Muslime der Ansicht sind, Israel müsse vernichtet werden, dann, ja dann schreiben Sie doch in Zukunft bitte wie folgt:

Muslime – Araber wie Türken und auch die Perser im Iran und die Salafisten in Duisburg und Düsseldorf  – sind der Ansicht, dass Israel zerstört werden muss. Deshalb, und nur deshalb wird es keinen Frieden geben können im Nahen Osten! 

Und lassen Sie sich nicht länger von Führern der islamischen Welt durch die doch ebenfalls bekannte Taqiya-Taktik hinters Licht führen, schließlich haben Sie ja heute gezeigt, dass alles nur tarnen und täuschen ist, was die Herren  – in diesem Fall Herr Erdogan – über Israels Existenzrecht und Wege zum Frieden so von sich geben:

Aber dann schließt Akyol mit den Worten, Erdogan spreche im Gegensatz zur gängigen antizionistischen Sichtweise Israel nicht das Existenzrecht ab. Denn er habe dieses Existenzrecht mehrfach anerkannt.

Das stimmt. Aber was Akyol verschweigt: Erdogan hängt einer Denkweise an, die Israels Existenz als moralisches Unrecht betrachtet, während seine Anerkennung des Existenzrechtes Israels pragmatisch ist und nurmehr den politischen Realitäten geschuldet. Sollten die sich eines Tages ändern, wird sich auch Erdogans Anerkennung des Existenzrechts Israels als jüdischer Staat rasch ändern.

Sehen Sie, sehr verehrte Spiegel-Redakteur_innen, es geht doch, sie können es doch.

Bitte in Zukunft berücksichtigen, nicht dass ich nächste Woche wieder irgendetwas von friedenshemmenden Siedlungen lesen muss!

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Kommentare»

1. julia - 7. März, 2013

Danke, Rika, für deine letzen paar Kommentare…..ich hol mir bei dir und Lila oft Ezzes zum Diskutieren 🙂

2. Rika - 9. März, 2013

Julia, 🙂
Mehr können wir doch nicht tun als immer wieder zu informieren, erklären und diskutieren!
Alles gute Dir!

3. Schaschlik | abseits vom mainstream - heplev - 11. März, 2013

[…] SPIEGEL haben sie etwas festgestellt. Dass der Erkenntnisgewinn zu einer Änderung der Grundhaltung gegenüber Israel führen wird, darf aber bezweifelt […]

4. Zebulon - 11. März, 2013

Das wird den „Spiegel“ aber beeindrucken, wenn er Post von einem rechtsextremistischen Nobody kriegt, der behauptet, „die Muslime“ wollten alle Israel „vernichten“.

Im übrigen ist der landräuberische, mörderische Zionismus in seiner heutigen Form durchaus eine Ideologie, die man mit dem Hitlerfaschismus vergleichen kann.

Fast rührend lächerlich wird es schließlich, wenn der Betreiber dieses ulkigen Blogs den Spiegel ermahnt, nächste Woche nicht „wieder irgendetwas von friedenshemmenden Siedlungen lesen“ zu müssen. Er wird genau das immer wieder in der Presse der demokratischen Welt rund um die Erde zu lesen bekommen. Denn die Siedlungen s i n d das Haupthindernis (wenn auch nicht das einzige) zum Frieden mit den Palästinensern.

5. Rika - 11. März, 2013

Sehr geehrter Herr Zebulon oder sehr geehrte Frau Zebulon oder sehr geehrter Stamm Zebulon,
wobei ich mir bei der letzteren Anrede nicht vorstellen kann, dass Sie für „Zebulon“, also einen der Söhne Jakobs sprechen, aus dem die Stämme Israels hervorgegangen sind.
Dass Sie meinen Blog „ulkig“ finden, geschenkt, hier aber einen „rechtsextremistischen Nobody“ am Werk zu sehen, ist dann doch schon eine ungehörige Unterstellung!
Rechtfertigen will und werde ich aber weder mich, noch meinen Blog, noch den von Ihnen kritisierten Beitrag.
Allein schon Ihre seltsamen Anmerkungen machen mir klar, dass Sie nicht wirklich an einer sachlichen Diskussion interessiert sind, insofern verzichte ich auch darauf, nochmals zum Thema „Zionismus“ oder zu dem von mir aus dem Spiegel-Artikel übernommenen „Muslime wollen Israel vernichten“ Stellung zu nehmen. (Dazu einfach auch nur mal die Charta der Hamas lesen, der Link dazu findet sich in meiner Blogroll)
Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche und pflegen Sie Ihre Meinung!
Mit freundlichen Grüßen
Rika


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