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Das hätte ich ihm nicht zugetraut…. 4. April, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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… dem smarten Freiherrn nämlich, der wegen seiner schludrig plagiierten Doktorarbeit den berühmten Hut an den  Nagel hängen musste.

Aus den USA meldet er sich zu Wort und erteilt Ratschläge an Frau Merkel, wie welt-online berichtet:

In einem Gastbeitrag für das „Wall Street Journal“ fordert der 2011 nach einem Plagiatsskandal um seine Doktorarbeit zurückgetretene CSU-Minister, Berlin müsse sich gedanklich und politisch auf die Möglichkeit einer militärischen Eskalation des Iran-Konfliktes einstellen.  …

Zwar gebe es „gute Gründe“ für die deutsche Ablehnung eines israelischen Präventivschlages gegen iranische Atomanlagen. Aber da Merkel richtigerweise erklärt habe, Israels Sicherheit sei „Teil der deutschen Staatsräson“, bedürfe es einer „breiten Debatte – sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb der obersten deutschen Entscheidungsträger – darüber, was Berlin tun sollte, falls die Diplomatie versagt“.

So etwas hört man in der Bundesrepublik aber gar nicht gerne, nicht nur weil „NIE WIEDER KRIEG“ (mit deutscher Beteiligung) das Mantra schlechthin ist und deutsche Soldaten schon in viel zu vielen Auslandseinsätzen dagegen „verstoßen“ und auch nicht, weil deutsche Firmen ganz wunderbare Geschäfte vor allem auf inoffiziellen Wegen mit dem Iran machen, nein, man hört es nicht so gerne in der deutschen Öffentlichkeit,   weil damit ja das beliebteste,  inoffizielle deutsche Feindbild verloren ginge: ISRAEL !

Die Bundeskanzlerin kann ja gerne erklären, dass das Existenzrecht Israels „deutsche Staatsräson“ sei, Lieschen Müller auf der Straße, vor allem aber Otto Normalverbraucher, der prompt und wortreich die Berichte über Israel in deutschen Medien kommentiert, sieht das ganz, ganz anders. Ein kurzer Blick auf die Kommentare des Artikels macht das deutlich! Israel ist böse, warum sollte man sich für Israel einsetzen, dann doch lieber Partei ergreifen für den „uralten Kulturstaat Persien“!   Vermutlich hat der Pfauenthron in Teheran einen immer noch sehr viel nachhaltiger wirkenden Eindruck hinterlassen, als sich die Yellow-Press das je hat vorstellen können, oder wie ist es sonst zu erklären, dass 30 Jahre brutales Mullah-Regime und schlimmste Menschenrechtsverletzungen den Iran immer noch als sympathisch-demokratischen Staat erscheinen lassen, dem man nichts Böses zutraut, schon gar nicht die Umsetzung der beschriebenen „Ausradierungen“ Israels von Landkarten und aus Geschichtsbüchern  (als hätte es die Verwirklichung der angekündigten Pläne Hitlers in Deutschland nie gegeben), wohl aber Israel für einen Schurkenstaat hält, der die armen Iraner bedroht?

… nach Umfragen sehe eine Mehrheit der deutschen Bürger Israel als einen „aggressiven“ Staat, der seine Interessen ohne Rücksicht auf andere verfolge. „Demografische und generationelle Veränderungen in Deutschland“ gefährdeten „die Unterstützung für den jüdischen Staat“ ebenso wie „kontraproduktive israelische Siedlungsvorhaben“, schreiben die Autoren.

Demografische und generationelle Veränderungen“, welch eine schöne Umschreibung für die Tatsache, dass es in unserer Gesellschaft Bevölkerungsgruppen gibt, die gegen (das jüdische )Israel sind  auch  ohne anerkannte und / oder bekennende Nazis zu sein…. und die langsam aber sicher die Deutungshoheit gewinnen, prächtig unterstützt von deutschen Medien, die sich keine Gelegenheit entgehen lassen, Israel an den Pranger zu stellen, die mit den Terroristen der Hamas paktieren und Herrn Abbas nach dem Mund reden und  ihm, dem Holocaust-Leugner, die (blutbesudelten)  Hände und Füße küssen.

Zwar reden auch Herr zu Guttenberg und sein Co-Autor, Ulf Gartzke,  von den friedenshindernden „Siedlungen“ , vor allem aber nehmen sie den Iran und sein gefährliches Atomprogramme ernst (das ja keineswegs zur Energiesicherung des Iran nötig ist!)  und ziehen daraus den richtigen Schluss:

Die Autoren fordern an erster Stelle ein Berliner Angebot an Israel „zur zivilen und militärischen Unterstützung bei der Verteidigung gegen mögliche Gegenschläge“. Und weiter: „Diese könnten im Angebot der Entsendung medizinischer Gerätschaften oder von Aufklärungsspezialisten für Massenvernichtungswaffen bestehen, oder in der Verstärkung der Marinepräsenz der Bundeswehr im östlichen Mittelmeer.“ Auch die „logistisch herausfordernde“ Stationierung von Patriot-Flugabwehrraketen müsse erwogen werden.

Zudem sollte Berlin im Falle eines israelischen Angriffs auf die iranischen Atomanlagen sofort zu einem sofortigen Waffenstillstand in der Gesamtregion aufrufen, um die iranischen Möglichkeiten zu Gegenschlägen mithilfe von Verbündeten wie den TerrorgruppierungenHamas oder Hisbollah zu reduzieren.

Sicher, die Herren zu Guttenberg und Gartzke zeigen keine wirklichen Lösungen für das „Iran-gegen-Israel-Problem“  und die anhaltende Bedrohungslage auf, die von Iran (nicht nur für Israel) ausgeht, und die Möglichkeiten, die „Berlin“ anzubieten hätte, sind eher bescheiden, aber die öffentliche Erörterung dieser wenigen Möglichkeiten würde sicher dazu beitragen, einerseits die Stimmung zugunsten Israels in der deutschen Öffentlichkeit zu drehen und andererseits den Mullahs und ihrem Gefolge bei Hamas und Hisbollah (und deren Anhängern in Deutschland) klar zu signalisieren, dass Deutschland an der Seite Israels steht –  trotz mancher schönen Geschäfte mit iranischen Partnern.

Es ist längst Zeit für die offene Debatte über die Absichten des Iran und die Verhinderung seiner „Radierungsmaßnahmen“!

Dafür, diese Debatte  angeregt zu haben,  müsste man dem Freiherrn eigentlich dankbar sein…

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Kommentare»

1. Jerrold R. Collier - 24. April, 2013

Es ist immer wieder dasselbe. Ja, natürlich ist Kritik an der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern berechtigt. Das ist der allgemeine Tenor ihrer Kritiker, ob vom Zentralrat der Juden oder den Antideutschen und ihrem Umfeld.


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