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Mein armes Herz…. 23. April, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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wir hatten damals noch keinen Fernseher…. aber die Nachbarn waren nett und luden uns ab und zu ein, besonders schöne oder wichtige Sendungen im Fernsehen mit ihnen gemeinsam anzuschauen. Und so kam ich zu meinen ersten aufregenden Fußballerlebnissen rechtzeitig zur WM in England 1966. (Es war kein Tor!!!)

Welch eine Dramaturgie, wie aufregend und unglaublich spannend und wie toll die Jungs aussahen, die sich da für Deutschland mächtig ins Zeug legten…  Ich muss ja gestehen, dass ich den Franz damals sehr attraktiv fand, aber mein sportliches Herz schlug ganz eindeutig für Hans Tilkowski, den Torhüter!  Und natürlich war ich IMMER für Borussia Dortmund, auch als der Hans Dortmund den Rücken zukehrte….   Da geht es mir wie dem Schreiber dieses Textes, den ich heute entdeckte. Zwar stamme ich auch aus der Gegend von Hagen (und besaß gemeinsam mit meinem Bruder auch so ein Aral-Sammelbuch 🙂  ),    habe aber als (junges) Mädchen   Fußball allenfalls auf der Straße gespielt und bin leider noch niemals im Borussen-Stadion gewesen….   Das ist wirklich schade. Denn heute könnte ich sie gar nicht mehr aushalten, diese Wahnsinnsatmosphäre im Stadion…   (Ich habe einmal meinen Mann zu einem Fußballspiel der 96er gegen den HSV im Niedersachsenstadion begleitet und wäre fast vor Aufregung am Herzkasper  gestorben, wie würde es mir erst in Dortmund gehen?!!!   Ich kann ja nicht einmal via Fernsehen wirklich wichtige Spiele live verfolgen.)

Mein Herz!

Aber was mir heute wirklich Herzschmerzen verursacht, ist das  Verhalten der Bayern, die dem BVB den hoffnungsvollsten Nachwuchs abwarben mit Geld, so viel Geld, dass einem schwindelig wird und dies ausgerechnet zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt in die Medien lancierten.  (Ich bin befangen, ich weiß, und lange nicht so fair wie     Jürgen Klopp!)

Mein armes Herz!

Von Hoeneß habe ich im Gegensatz zu vielen anderen noch nie viel gehalten und es schockt mich keineswegs, dass er sein Geld in der Schweiz bunkert und nun aus Angst vor dem Knast schnell den Notausgang genommen hat. Mag er auch ein herzensguter Sankt Martin sein für alle armseligen Schlucker dieser Welt, seinem Wort kann man nicht trauen!

Wundert sich jemand, wenn ich heute Barca die Daumen drücke?

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Kommentare»

1. Alonso - 23. April, 2013

Selbstverständlich war es kein Tor!!

2. samuel - 24. April, 2013

Aber Götze ist nun mal Bayer und als Bub auch Fan von denen gewesen. Und jetzt sei mal ganz ehrlich, von wenn würdest du dich als Fußballerin lieber trainieren lassen, Kloppi oder Pep? Na also!

Samuel, dessen kleines Jiddenherz einfach für diesen Club da tief im Süden schlägt.

3. just wondering - 24. April, 2013

Hat nicht funktioniert, fürchte ich, das mit dem Daumendrücken …

4. Rika - 24. April, 2013

Ganz ehrlich, Pepe sagt mir gar nichts, aber Kloppi find ich gut!
Irgendwie kann ich es ja auch verstehen, dass es einen Bub aus der Gegend von Memmingen in München besser gefällt als in Dortmund, man ist halt doch ein bisschen heimatgebunden, nicht? Aber der zeitpunkt der Veröffentlichung war denkbar ungünstig und das finde ich wirklich nicht gut!

Tja, das Daumendrücken hat nicht funktioniert…. hoffentlich klappt es damit heute besser 🙂 !

5. Bernd Dahlenburg - 25. April, 2013

Selbst wenn man Hoeneß „Zocker-Mentalität“ zuschreiben wolle, so hat er doch zumindest…

…seine Steuern in Deutschland zu seinem Vermögen (!) korrekt abgeführt, was von SPON etc. galant verschwiegen wird.

2) es geht um Kapitalertragssteuern, also keine (!) Steuern, die im Inland (Deutschland) generiert worden sind.

3) Uli Hoeneß hat sich zeitlebens für etliche Stiftungen eingesetzt wie z.B. die Dominik-Brunner-Stiftung zum Gedenken eines Mannes, der gegenüber islamistischen Jugendlichen an einem Münchener S-Bahnhof Flagge gezeigt hatte und dafür ermordet wurde. Manche Leute, die heute über Hoeneß lästern, hätten damals wahrscheinlich zugesehen. Und das widert mich besonders an.

Hier der Link zur Stiftung:

http://www.dominik-brunner-stiftung.de/Zivilcourage

Übrigens hat er auch etliche Benefiz-Spiele organisiert, die notleidenden Vereinen wie Borussia Dortmund, St. Pauli, Alemannia Aachen und vielen anderen Zweitliga- und Bundesligavereinen zugute kamen – Vereinen, die nach juristischer Interpretation komplett bankrott waren. Und „bankrott“ heißt immer noch schuldhaft herbeigeführter Konkurs.

Damals hat man Uli Hoeneß gratuliert und in den Himmel gehoben. Komisch, nicht?

14 Jahre war ich alt, als ich mir im Jahr 1967 den FC Bayern zu meinem Lieblingsverein auserkoren hatte. Damals spielte er noch im Grünwalder Stadion und holte gegen die Glasgow Rangers den Europapokal der Pokalsieger.

Das Stadion war zu jener Zeit eine mehr schlecht als recht überdachte Behausung. Viele andere Bundesligavereine hatten zu diesem Zeitpunkt bessere bauliche Voraussetzungen.

Und ein Jahr zuvor (1966) war ich noch (infantiler) Dortmund-„Fan“, weil „Stan“ Libuda die Dortmunder Borussen mit einer verunglückten Flanke zum 2:1 gegen Liverpool geführt hatte.

Zu Bayern tendierte ich später übrigens nicht wegen eines überdimensionierten Olympiastadions in München, das meist nur halb gefüllt war, sondern wegen Beckenbauer, Gerd Müller, Hoeneß und Breitner. Abgesehen davon wurden damals im Vorfeld der WM 1974 viele andere Stadien ebenso ausgebaut (Gelsenkirchen, Hamburg, Köln, Kaiserslautern, Bremen, Stuttgart und Frankfurt), ohne dass in den 1970er- oder 1980er- Jahren ein Hahn nach regionalen oder städtebaulichen Maßnahmen gekräht hätte. So viel zur scheinbar vorteilhaften Infrastruktur der Bayern. Warum haben sie wohl die Allianz-Arena gebaut?

Wenn du mal’ nach Bayern kommst, können wir über einen gemeinsamen Besuch in der Allianz-Arena sprechen. Hoffentlich wird’s dir dann nicht schwindlig 

Was mich und meine pro-Hoeneß-Meinung betrifft:

Natürlich spielte auch eine Rolle, dass ich in Bayern geboren bin (Neu-Ulm; also gerade noch diesseits der Donau, aber seit dem ersten Lebensjahr in Augsburg aufgewachsen) selbst bis zu meinem 20. Lebensjahr beim zweitbesten Augsburger Klub spielte (Schwaben Augsburg) und die Nähe zu München als Ansporn empfand. Nach meiner Bundeswehrzeit spielte ich in der bayerischen Bezirksliga, was damals 5 Ränge unterhalb der Bundesliga entsprach.

Was mich auch an deiner Argumentation ärgert, liebe Rika, ist die Tatsache, dass du so ABSOLUT argumentierst.

Ich freue mich über die Siege der Dortmunder in der CL-Saison wie heute das grandios erkämpfte 4:1 gegen Madrid.

Warum kannst du das für die Bayern nicht ebenso empfinden?

Verstehe ich nicht!

Komm’ mal wieder zurück auf den Teppich, liebe Rika!

6. samuel - 25. April, 2013

Pep = Josep Guardiola
http://de.wikipedia.org/wiki/Josep_Guardiola

Samuel

7. Rika - 25. April, 2013

Ja, Bernd, das waren noch Zeiten, als der Franz und mit ihm Paul Breitner, Ulir Hoeneß, Gerd Müller und Sepp Meier (oder Maier?) aufliefen! Das hat auch mich begeistert, so absolut bin ich nämlich gar nicht. Übrigens fand ich auch die Gladbacher hervorragend zu den Zeiten als Jupp Heynkes oder Günter Netzer mit dem Ball zauberten…. http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/50-jahre/Artikel/beste-mannschaft-der-geschichte-sieger-borussia-moenchengladbach-1970-71-netzer-vogts-heynckes-weisweiler.html

Ganz unbestreitbar hat Hoeneß viele gute Taten verbracht…. aber ebenso unbestreitbar ist doch, dass er auch über „Leichen geht“, wenn es seinem FCB nutzt.

Ich nehme es ihm nicht übel, dass er die Bayern zu einem mächtigen Verein gemacht hat und auch nicht, dass er die besten Spieler zusammenkauft, die er kriegen kann… das würde vermutlich jeder gute Manager so machen, sofern er die nötigen Finanzmittel hat.
Und ganz im Ernst, jeder Weltklassespieler würde doch lieber in München leben, als in Wolfsburg, Gladbach, Dortmund oder sogar Hannover – und Hannover ist wirklich eine schöne Stadt, was man wohl von Dortmund nicht behaupten kann 😉

Nein, ich nehme ihm übel, dass er den Massstab für sein eigenes Handeln aus den Augen verloren hat. Man kann nicht Wasser predigen und selber Wein „saufen“, den Saubermann darstellen und im großen Stil den Staat betuppsen.

Mir fällt zu Hoeneß das Beispiel aus dem Neuen Testament ein, in dem Jesus auf die arme Witwe aufmerksam macht, die sich den armseligen Groschen, den sie „opfert“ vom Munde abgespart hat im Vergleich zu dem Reichen, der sein vermeintlich größeres „Opfer“ aus dem Überfluss gibt.

Übrigens haben die Bayern wenige Stunden vor dem Dortmunde Spiel die Verhandlungen um Lewandowski erneut an den BVB herangetragen. : http://www.spiegel.de/sport/fussball/bayern-muenchen-weiter-bemueht-um-lewandowski-vom-bvb-a-896426.html
Nennst du das fair?

Und hast du gestern die betretene Mine von Oliver Kahn gesehen als Klopp beim Interview sagte, Lewandowski sei auf der Flucht????

8. just wondering - 25. April, 2013

Wow. Kann Oli Kahn eine betretene Miene machen? Das ist mir noch gar nie aufgefallen … 😉 Aber gigantisches Spiel des BVB, Hut ab!

9. Rika - 25. April, 2013

Doch, doch, er schielte so an der Nase runter und – was noch viel unvorstellbarer ist (wenn man bei Olli noch was steigern kann 😉 ), ER HIELT DIE KLAPPE!!!!!
Das ist ihm nicht mal gelungen als Klopp zum Spiel befragt wurde, da konnte der arme Kloppi zwei halbe Sätze sagen, bevor Olli zu seiner minutenlangen Analyse ausholte….

Tja, einmal Titan, immer Titan!
Apropos Titan, das Zeug habe ich seit der OP im Fuß…. 😉


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