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Nur nicht jammern… 22. Mai, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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und über das Wetter schon gar nicht!

Aber mir ist kalt!

Ich wünsche mir Sonne – und davon recht viel!

Wasser ist auch genug vorhanden im Gärtchen und der Regentonne – man könnte nun auch selber darin ersaufen….

„Schnee in höheren Lagen“, wie ihn die Wettermänner prognostizieren, muss auch nicht mehr sein – und überhaupt, was sind „höhere Lagen“? Zählt ein Nordseedeich schon dazu???

Der Gatte hat die Heizung abgestellt, „Ist doch schon Mai!“ meint er!  Meint er, aber was hat das mit den Temperaturen IM HAUS zu tun??? Dann wird  jetzt eben der Holzvorrat für den nächsten Winter im Kaminofen verheizt… tzzzz!

Die Bauern haben es gut: „Mai kühl und nass, füllt den Bauern Scheun‘ und Fass!“

Der Flieder verduftet im Regen….

Die Eberesche blüht und keine Biene lässt sich bei dem Sauwetter blicken….

„Die Rauchschwalben sind dem Wiesenhaus bisher fern geblieben….“   berichtet der Älteste.  Kein Wunder, bei dem Wetter fliegt ja nicht eine Mücke durch die Gegend und wovon sollen die armen Vögel sich dann ernähren???

Die fünf Heiligen vom Eis hatten doch schon ihren Auftritt…. Miss Sophie beschließt den Reigen am 15. Mai, normalerweise! Haben „die Fünf“ sich heimlich vermehrt und werden jetzt bis zur Schafskälte im Juni auftrumpfen???  Oder halten sie sich an den neuen Kalender, wie wiki vermutet, dann wären sie ja geradezu pünktlich, aber wer hat dann vorher das Wetter verhagelt???

Klimaerwärmung habe ich mir aber ganz anders vorgestellt!

Nein, das ist KEIN JAMMERN! Das ist eine sehr persönliche Auskunft über Gefühls- und Wetterlagen…..

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Neue Lügengeschichte der UNWRA … 15. Mai, 2013

Posted by Rika in araber, gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Dass es immer wieder zu „bedauerlichen Einzelfällen“  im Umgang mit der Legitimation Israels durch die freundlichen Mitarbeiter internationaler oder kirchlicher Organisationen  kommt, ist ja inzwischen hinreichend bekannt.

Ich gebe ja zu, das Land ist klein, geradezu winzig und auf einem nur DIN A 6 oder 7  großem Blatt, das ganz Europa, das Mittelmeer, halb Afrika und halb Asien zeigt, kann es schon mal vorkommen, dass Israel zu einem einzigen dicken Strich geschrumpft werden und der Name im Meer schwimmen muss, allein des Platzes auf dem Papier wegen. Da will ich ja gar nicht kleinlich sein.

Wenn aber einer Mitarbeiterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen anlässlich einer Feierlichkeit eine Karte überreicht wird, auf der ISRAEL nicht mal als dicker Strich vorkommt – und das nicht etwa, weil die Karte die Ausmaße einer Visitenkarte hätte -, man zudem weiß, dass das besagte Flüchtlingshilfswerk sich ausschließlich um die Belange der sogenannten Palästinenser kümmert, dann ist das nicht als Versehen oder bedauerlicher Einzelfall zu betrachten, sondern als gezielte   Provokation  Aktion! So hat es wohl auch Ron Prosor, der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen empfunden und „Beschwerde eingelegt“, wie es in dem    Bericht bei Israelnetz heißt.

Dismorr, die die UNRWA im Libanon leitet, eröffnete am 2. Mai in dem arabischen Land Hilfsprojekte. Nach Angaben der Organisation „Palestinian Media Watch“ (PMW) nahm sie eine Landkarte der östlichen Mittelmeergegend entgegen. Auf dieser sind Länder wie Ägypten und Jordanien eingetragen, nicht aber Israel. Anstatt dessen heißt das ganze Gebiet, in dem Israel und das Westjordanland liegen, „Arabisches Palästina“. Die Karte zeigt auch eine palästinensische Fahne.

„Man braucht keinen Doktor in Geographie zu haben, um zu verstehen, dass eine Karte des Nahen Ostens ohne Israel zutiefst mit Vorurteilen beladen ist“, schrieb Prosor am 14. Mai in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

Israel unterstütze die Arbeit der UNRWA, betont Ron Prosor, vertritt aber die  Ansicht:

Eine Karte entgegenzunehmen, die das Existenzrecht Israels leugne, sei „ungeheuerlich und steht der Integrität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Flüchtlingsorganisation entgegen“.

und verlangt Aufklärung des Vorgangs.

Die UNWRA  machte in ihrer Erwiderung deutlich, dass es sich keinesfalls um eine gezielte Auslöschung Israels von einer Landkarte handelt (da fühlt man sich an den Radiergummi schwingenden Präsidenten des Iran erinnert….), vielmehr handele es sich bei dem Geschenk um eine „Stickarbeit“, die „die Gegend“ vor der Zeit der Gründung des Staates Israel zeige und man möge in Zukunft sich doch genauer informieren, bevor man mit unhaltbaren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gehe…..

Ach so, die Stickarbeit ist somit ein Kunstobjekt, das keinerlei Ansprüche auf Genauigkeit oder politische Gegebenheiten erhebt.

Dann bin ich ja beruhigt. Irgendeine nette Frau wird entweder die Stickarbeit ihrer Urururgroßmutter noch in der Kommodenschublade gehabt und sie aus lauter Dankbarkeit für die uneigennützige Arbeit der UNWRA Miss Dismorr geschenkt haben oder sie nach der alten  ururgroßmütterlichen Vorlage selbst angefertigt haben, weil sie das Erbstück selbst nicht aus der Hand geben wollte.

Mit den Plänen der Hamas, Hisbollah und Fatah, Israel mit Hilfe der   arabischen Nachbarn und mit Unterstützung der muslimischen Freunde von der Landkarte zu tilgen, hat das natürlich rein gar nichts zu tun.  Wie heißt es doch so schön bei Filmen und Romanen: ‚Mögliche Übereinstimmungen mit Personen und Gegebenheiten sind rein zufällig und liegen nicht in der Absicht der Autorin / des Autors.‘

Und so speist uns denn auch  die araberfreundliche UNWRA mit einem neuerlichen Lügenmärchen ab, denn ‚mögliche Übereinstimmungen‘ alter Stickereien mit den Landkarten im Arbeitszimmer des Herrn Abbas    sind keineswegs zufällig, sondern entsprechen exakt den Tagträumen und   konkreten Vorstellungen und Plänen all derjenigen, denen der jüdische Staat schon länger ein Ärgernis ist.

Bitter-trauriges Ende… 15. Mai, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Eigentlich wollte ich das alles ja schamhaft verschweigen, schamhaft deswegen, weil es unsere Schuld ist, dass es zu diesem traurigen Ende kam…

Die Geschichte beginnt schon mit dem strengen Winter 2011 -2012. Irgendwie hatten wir völlig vergessen, die grüne Regentonne am Gartenhäuschen rechtzeitig zu entleeren und umgedreht an die Wand  zu stellen.

Auf Wunsch des „Nachbarn“ –  und nach gerichtlicher Bestätigung dieses Wunsches – hatten wir ja den Dachüberstand des kleinen Häuschens absägen und eine Regenrinne anbringen müssen, damit das nachbarschaftliche Grundstück nicht von „unseren“  Regenmassen überflutet wird. (Die betroffene Dachhälfte misst sehr knappe m², eher weniger!)  Das Regenwasser sammelten wir – genau – in besagter grüner Tonne.

Der Winter war hart und lang und gefror das Wasser von  Maschsee, Gartenteich und Mittellandkanal und eben auch das in der Tonne. Das merkten wir aber erst als das Eis die dünnen grünen Wände der Tonne bersten ließ, zu spät also, um noch irgendetwas retten zu können.

Im vergangenen Sommer sahen wir uns nach einer neuen Regentonne um. Da aber das Gartenhäuschen wirklich nur ein Häuschen ist und  schon die alte grüne Tonne viel zu groß war und neben dem Häuschen geradezu monströs wirkte (sie stammte aus den Zeit, als wir noch Regenwasser vom Hausdach auffingen….. das aber ist ein anderes Thema), wollten wir in gar keinem Fall wieder so ein Monstrum kaufen und fanden nach langem Suchen eine schlichte kleine Tonne (für Abfälle oder Sonstiges vorgesehen) mit einem üblichen Tonnendeckel OHNE Ausschnitt für das Regenrohr….

Der Sommer ging ins Land, die Tonne tat brav ihre Dienste und sammelte Regenwasser, das wir an die Blumen in Kästen, Beeten und Töpfen  verteilten. Aus Schaden klug geworden, leerten wir mit Beginn der kalten Jahreszeit die Tonne und stellten sie erst wieder auf, als auch der letzte Schneesturm über unser Dorf hinweg gezogen war und wieder normaler Regen von Blättern und Dächern rann.

Auch wenn viele Leute sich darüber beschwerten, dass der April viel zu kalt war, ein paar warme Tage bescherte er uns doch, so dass es notwendig wurde, die wenigen Blumen in Kästen und Töpfen zu wässern….

Der Meinige schritt zur Tat – und kam mit schreckensbleichem Gesicht ins Haus: „Rika, es ist etwas ganz Trauriges passiert!“

Ich folgte ihm ins Gärtchen und zur Wassertonne.  Schock! Im Wasser lag am Tonnengrund das Eichhörnchen, das uns noch am Tag zuvor durch sein munteres Klettern im Gärtchen erfreut hatte. Durch unsere Gedankenlosigkeit ist es ertrunken.

Wir hatten einfach den Deckel der Tonne weggelassen, statt ein Loch für das Abflussrohr hineinzubohren. An kleine Tiere, die möglicherweise neugierig über den Rand schauen und dabei ins Wasser fallen würden, hatten wir nicht gedacht. Es tut uns unendlich leid um das possierliche Tierchen. Der Meinige begrub es unter der Konifere  neben der Terrasse….

Natürlich liegt inzwischen der Deckel auf dem Regenfass….

Aber den Nachbarn haben wir noch nicht gebeichtet, dass wir  dafür verantwortlich sind, dass das Eichhörnchen nicht mehr in den Bäumen unserer Gärtchen herumturnt und  auf den Terrassen der Häuser nach den Nüssen sucht, die die freundlichen Bewohner  in immer neuen Verstecken hinterlegen…..  und unserem Enkelkind werden wir die Geschichte wohl auch nicht erzählen….

MEDION Digital Camera

Wie es dem Spiegel gefällt…. 5. Mai, 2013

Posted by Rika in araber, israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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In Syrien sterben Tag für Tag  Menschen!

Was zunächst nach einer Rebellion ganz nach dem Muster des „arabischen Frühlings“ aussah, entwickelte sich mehr und mehr zu einem entsetzlichen Bürgerkrieg mit völlig offenem und ungewissem Ausgang.

Und immer dabei im kriegerischen Geschehen die Medien, die uns mehr oder weniger gut informiert und ausführlich und selbstredend völlig ‚meinungsfrei‘ und neutral im Sinne einer objektiven Berichterstattung darüber Mitteilung machen, wer gegen wen, warum, wo und wozu in diesem Konflikt agiert.  Das Regime Assad müsse nun wie der Pharao in Ägypten endlich das Zepter aus der Hand legen, war da (zunächst) zu hören und natürlich war ‚man‘ auf der Seite der Aufständischen, denn die hatten ja nur das Gute im Sinn, ihre Ziele galt es zu unterstützen. Doch je länger der Krieg dauerte und je mehr bekannt wurde, dass auch die Rebellen keinesfalls nur die „Guten“ sind und ihre Ziele eben nicht unbedingt dem entsprechen, was wir Europäer uns unter demokratischen Verhältnissen mit Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit vorstellen, desto mehr geriet auch die Berichterstattung in die Nähe der vagen Voraussagen. Man konnte in letzter Zeit sogar ernsthafte Besorgnis über die Lage der Christen in Syrien lesen und Forderungen wurden laut, ‚man‘ (die USA und Europa) müsse nun endlich dem Schlachten ein Ende machen, am besten mit Unterstützung aus der Luft. Nur, so war die bange Frage, wen unterstützt ‚man‘ und könnten gleichfalls ins Gespräch gebrachte Lieferungen schwerer Waffen nicht in die falschen Hände geraten? Aber wer ist falsch, wer ist richtig in diesem Krieg?

Diese Frage konnte bisher nicht mal der Spiegel beantworten.

Das ist für so ein großes und wichtiges Magazin eine überaus ungemütliche Situation, nicht zu wissen, gegen wen man anschreiben muss, oder wem man medial das Händchen halten sollte.

Aus dieser misslichen Lage wurde der Spiegel nun befreit, Israel sei Dank!

Denn die Israelis nahmen ihr Recht auf Selbstverteidigung beherzt wahr und setzten es in die Tat um, indem sie ihre Luftwaffe Ziele in Syrien angreifen ließen, Ziele, die ganz offensichtlich auch der Aufrüstung der Hisbollah an Israels Grenze dienen: Waffentransporte / Waffenlager! Dass es sich bei den Waffen nicht um Steinschleudern handelt, mit denen die kleinen Jungens aus Fatah-Land gerne ihren verhassten jüdischen Gegnern Löcher in den Kopf schießen, ist vermutlich selbst den naivsten Leuten unter uns klar, genauso klar wohl wie die Tatsache, dass auch nicht die Dinger, die bei Spon gerne mal als ‚Silvesterböller aus Gaza‘ beschrieben werden, mit diesem Angriff gemeint waren.

Nein, Israel hat sich gegen „richtige“ Waffen zur Wehr gesetzt, solche, von denen sich der Westen nicht so ganz klar ist, ob es gut sei, wenn sie in die falschen Hände gerieten – und falsch oder gut, wer weiß das schon, s.o.!

Bei Spiegel ist man erleichtert!

Endlich kann man wieder vollkommen zweifelsfrei titeln und berichten:

Nächtlicher Raketenbeschuss: Syrien wertet Luftangriffe aus Israel als Kriegserklärung Zweimal hat Israel in den vergangenen Tagen Syrien mit Raketen angegriffen. Das Regime in Damaskus bezeichnet die Attacken als Kriegserklärung – und kündigt Vergeltung an. Auch Ägypten wertet Israels Handlungen als Aggression, die Angst vor einem großen Krieg in der Region wächst.

„Syrien wertet Luftangriff aus Israel als Kriegserklärung“ Das ist doch eindeutig! Und plötzlich wird aus einem Bürgerkriegsland mit vollkommen unklarer Struktur, was die „Regierung“ betrifft, wieder nur ein  „Syrien erklärt“ – von den Rebellen keine Rede!  Zwar klärt auch der Spiegel darüber auf, dass der, der da erklärt, der „Informationsminister“ der syrischen Regierung ist, wohlgemerkt ein Minister des verhassten Assad-Regimes, das auch der Spiegel so gerne fallen sähe, aber wenn man GEGEN ISRAEL  schreiben kann, verkneift man sich natürlich sämtliche zuvor gemachten Aussagen über die blutige Assad-Diktatur, da zählt nur noch eins: Der gemeinsame Gegner aller  Syrer, Araber, Islamisten und aufrechten Streiter für Menschenrechte und Demokratie in den freien Redaktionen dieser Welt:

ISRAEL

Dass aus Ägypten, dem Musterland der arabischen Rebellion diese Töne kommen….

Unterstützung für Syrien kommt aus Ägypten. Die Regierung in Kairo verurteilte die israelischen Luftangriffe als „Aggression“. Die Angriffe verstießen gegen internationales Recht und bedrohten die Sicherheit und Stabilität in der Region, erklärte das Präsidentenamt. Die Arabische Liga forderte die Vereinten Nationen wegen des Angriffs zum Handeln auf.

und der Spiegel das einfach so unkommentiert weiterreicht ans geduldige Leservolk, verwundert dann schon gar nicht mehr. (Man hätte ja beispielsweise auch sehr dezent – damit die einheimischen und die deutschmigrantischen  Freunde Ägyptens und des Propheten nicht beleidigt werden – also sehr dezent mitteilen können, dass die nach Syrien eingesickerten islamistischen Kämpfer für Allah und den Propheten und ihre Auftraggeber und Hintermänner eine größere Gefahr für die Stabilität in der Region darstellen als alle Israelis zusammen!) Es ist aber viel einfacher, die gebetsmühlenartig vorgebrachte Behauptung der Araber und ihrer Sympathisanten zu vertreten, Israel gefährde den Weltfrieden. Das passt einfach besser ins Konzept des Spiegels und ähnlich motiviert arbeitender Redaktionen.  Der grassliche Dichter und sein Fürsprecher lassen grüßen und die Kirchentagsoberen gleich mit, die zwar die Lügenmärchen der arabischen Christen und ihrer N.- Ausstellung befürworten, für den Frieden im Nahen Osten aber vor allem Israel verantwortlich machen.

Immerhin – und das ist bei spon keine Selbstverständlichkeit – wird auch die israelische Sicht der Dinge mitgeteilt:

 Ein hochrangiger israelischer Verantwortlicher sagte, die Angriffe hätten iranischen Waffenlieferungen für die libanesischeHisbollah-Miliz gegolten. Jerusalem hatte in der Vergangenheit immer wieder klargestellt, Waffenlieferungen aus Syrien an die Hisbollah unter keinen Umständen zu dulden.

Den Artikel kann man nachlesen.

NACHKLAPP:

Etwas differenzierter aber mit ähnlich reißerischer Aufmachung wie bei spon schreibt „welt-online“  über den israelischen Luftangriff auf Ziele in Syrien.  Bei welt-online heißt es:

Israel greift den Iran in Syrien an

Die „Ziele“ des Angriffs werden so beschrieben:

Israelische Sprecher betonten, die Angriffe auf Ziele in und bei Damaskus dienten einzig und allein dazu, eine direkte Bedrohung Israels durch die Aufrüstung der Hisbollah mit chemischen Waffen und Raketen mit größerer Reichweite zu verhindern. Auch israelische Quellen bestätigten inoffiziell den in Syrien gemeldeten Angriff auf ein „wissenschaftliches Forschungszentrum der syrischen Armee“ in Dschamraya bei Damaskus. Genau hier setzten israelische Kampfflugzeuge schon am 30. Januar 2013 einen Raketentransport an die Hisbollah außer Gefecht. In dem Zentrum werden nach westlicher Einschätzung Gas- und Giftsprengköpfe hergestellt.

Der ganze Artikel findet sich hier:

http://www.welt.de/politik/ausland/article115897806/Israel-greift-den-Iran-in-Syrien-an.html

Drösel… drösel… drösel….. 4. Mai, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, meine persönliche presseschau.
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Nein, nein, ein monolithischer Block ist die Christenheit nicht! Aber gucken welchem „Block“ man zugehört (oder welcher Schnittmenge von Blöcken) sollte man schon. Deshalb lohnt es sich bestimmt, solange die eigene zugehörende Befindlichkeit aufzudröseln, bis man weiß wer man ist und wie man tickt und wozu man gehört….

Es ist doch sehr tröstlich zu erfahren, dass nicht alle, die fromm sind, auch fundamentalistisch sind.

Und wie schön zu wissen, dass auch nicht jeder Fundi ein Evangelikaler ist, das zu glauben wäre nämlich ein Vorurteil,  wohingegen es wohl kein Vorurteil zu sein scheint, wenn man behauptet,

„die Fundamentalisten verdunkeln die helle Seite des Glaubens“!

Ja, gibst’s denn so was, einfach den Glauben zu verdunkeln und aus einer „Froh-Botschaft eine Droh-Botschaft“ zu machen. Das machen sie nämlich, die bösen Fundamentalisten

„Je mehr solche Positionen die Wahrnehmung der Öffentlichkeit bestimmen, desto schneller wird die Entchristlichung stattfinden”,

das meint jedenfalls die Frau Kick, glaubt man dem Bericht bei pro über ein Statement der ‚Beauftragten für Weltanschauungsfragen in der Württembergischen Landeskirche‘ zum Thema Fundamentalismus  während des Kirchentages in Hamburg.

Nö, ich glaube das nicht!

Nicht die Fundamentalisten oder Evangelikalen oder die evangelikalen Fundamentalisten oder die fundamentalistischen Evangelikalen tragen meiner Meinung nach zur „Entchristlichung“ bei, das kriegen die großen Kirchen schon ganz alleine hin. Geht es doch in den großen evangelischen Kirchen schon lange nicht mehr darum, den Glauben an Jesus in den Mittelpunkt zu stellen, wie es wohl bei den „noch nicht  fundamentalistischen Evangelikalen“ so üblich ist

 „Der Hauptstrom der Evangelikalen ist noch nicht fundamentalistisch”, sagte sie. Bei ihnen stehe der Glaube an Jesus im Mittelpunkt, nicht die buchstabengetreue Lesart der Bibel.

und schon gar nicht kommt man auf den Gedanken, die Bibel buchstabengetreu zu lesen !

Einschub: Pfui Deibel aber auch, dass die Leute selber lesen können! Wie war es doch vor Luthers Zeiten noch so bequem, dass die Pfaffen ihren treudoofen Zuhörern erzählen konnten, was in der Bibel steht und vor allem, dass sie ihnen gleichzeitig mitteilen konnten, was sie  zu verstehen und zu glauben hätten. Nun haben sich  aber die Zeiten dank Luther und Buchdruck geändert, nur die  hohe Geistlichkeit und „die Kirche“ meint noch immer vorgeben zu müssen, was das Kirchenvolk glauben darf und was nicht. Und deshalb ist es so extrem hinderlich, dass einige aus dem Volk darauf beharren, die Bibel so zu lesen, wie sie nun einmal geschrieben ist und nicht hinter jedem Satz ein Universum von theologischen Gedankenspielen*** zu vermuten oder gar zu erdenken, die natürlich nur von theologisch versierten Leuten „richtig“ dargelegt werden können.   Ende des Einschub!

Weiter heißt es bei pro

Grundsätzlich sei der Glaube für Fundamentalisten ein Gegenkonzept zu den Verunsicherungen der Moderne. Oft sei er verbunden mit einer „rigiden Sexualmoral und patriarchaler Familienordnung”. Die Bibel werde als Sachbuch wahrgenommen. „Deshalb will der Kreationismus nicht den Schöpfungsglauben thematisieren, sondern als Wissenschaft wahrgenommen werden.”

NATÜRLICH ist Glaube ein Gegenkonzept zu den Verunsicherungen – das war er doch schon immer, nicht nur in unserer heutigen „Moderne! Wann gab es je die perfekte Situation, in der Menschen nicht unter Verunsicherung gelitten hätten, sei es durch die sehr persönliche Situation ihres Lebens, durch eigene Krankheit, den Tod eines geliebten Menschen oder durch äußere notvolle Umstände wie Arbeitslosigkeit, Krieg, schrecklichen Epedemien wie die der Pest,  Verfolgung als Ketzer und Häretiker durch die Kirchen selbst oder Verfolgung durch die atheistische Obrigkeit. Niemals, so wage ich zu behaupten, gab es auch nur ein einziges Jahrhundert nach Jesu Geburt, in dem Menschen nicht darauf angewiesen waren, den Glauben als „Gegenkonzept zu den Verunsicherungen“  ihrer Wirklichkeit für ihr ‚psychisch-seelisches und geistliches Überleben‘ in Anspruch zu nehmen.

Das, genau das aber ist es, was die Kirche heute nicht mehr auf dem Schirm hat! Da bietet man die gleichen Handreichungen zur Bewahrung der Schöpfung an, wie die Grünen, predigt Gerechtigkeit wie die Sozialdemokraten und ist gar manchmal so extrem in der Abwehr moderner Selbstbehauptung gegenüber Terroristen, wie die Linke.

Das braucht der Mensch nicht auch noch in der Kirche zu hören.  Wie es mit der Sexualmoral der Kirche bestellt ist, lesen wir gerade in den Zeitungen zum Thema Missbrauch in der Kirche! Und welchem Ordnungsprinzip ist die EKD vor allem verpflichtet?  Dem der hierarchischen Ordnung, wobei – ich gebe es zu – nicht unbedingt ein Mann an der Spitze zu stehen hat, aber einer / eine die sagt wo’s langgehen soll, eben schon!

Nein, die Fundis lesen die Bibel NICHT  als Sachbuch! Sie lesen sie als „GOTTES WORT“. Das macht den Unterschied zu vielen Lesungen „aus der Bibel“ in den Gottesdiensten der Kirche. Da wird das Wort Gottes als Diskussionsgrundlage angeboten und oft genug missbraucht, als eine Quelle der Weisheit bestenfalls betrachtet, die man nach Belieben und je nach politischen Grundsätzen der Mehrheit in der Gemeinde umbiegen, interpretieren, auslegen und infrage stellen kann, nein MUSS, damit ja nicht der Ruch an einem kleben bleibt, man könne das glauben, was da wörtlich in dieser Bibel steht! Und das Wedeln mit dem Argument, der Kreationismus wolle als Wissenschaft wahrgenommen werden, dient doch eher dazu sich gar nicht erst auf diese Ebene des Denkens begeben zu wollen. (Eigenartigerweise sind es oft die gleichen Leute, die wider den Kreationismus wettern  UND  ihr Heil bei anthroposophischen Heilern und Quacksalbern suchen, Yoga***² und Achtsamkeitsseminaren***² nicht abgeneigt sind und auch an die Edelsteintherapie „glauben“, was wahren biblischen Fundis nie in den Sinn käme!) Ernsthaft diskutieren würden Frau Kick das bestimmt auch nicht wollen, aber gleichzeitig hält sie den Fundamentalisten vor

„Der Fundamentalismus braucht den Gegner, er lebt vom Abgrenzen.” Dialog sei nicht erwünscht, „weder nach außen noch nach innen”.  …   „Der lebendige Gott verschwindet hinter sogenannten objektiven biblischen Wahrheiten.”

Der „lebendige Gott verschwindet“ hinter parteitagsähnlichen Programmen der Kirchen, hinter Wohlfühlandachten ganz ohne IHN,  hinter seltsamen Handreichungen und solchen fürchterlichen Auswüchsen  wie dem „Kairos-Papier“ christlicher Araber an der Spitze des Weltkirchenrats.

Nein. liebe Frau Kick, ihre Aufdröselungen in Evangelikale und Fundamentalisten innerhalb und außerhalb der evangelischen Kirche und ihre Zuschreibungen  gefallen mir ganz und gar nicht.

Da ist es auch gar kein Trost, dass im gleichen Artikel bei pro der Herr Eißler immerhin darauf hinweist, dass christlicher Fundamentalismus nicht zu verwechseln ist mit islamischem.

Da bin ich aber froh!

……

*** Es macht mir durchaus Spaß, mich mit den „Möglichkeiten hinter den Sätzen“ zu beschäftigen und sie faszinieren mich ganz außerordentlich! Aber ich hoffe doch sehr, dass ich dabei niemals den Satz selbst aus den Augen verliere und nicht mehr „wahr“ nehme!!!

***² Ich bin nicht abgeneigt gegen Yoga und Achtsamkeit, aber ich nehme mir die Freiheit die Bibel zu lesen und das zu glauben, was drin steht !!!

Don Camillo und Peppone…. 2. Mai, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, gesellschaft.
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oder   „…suchet der Stadt Bestes!“

Das war der große Bogen, den der evangelische Pastor unseres Dorfes in seiner Predigt spannte, die er in dem ökumenischen Gottesdienst hielt,  mit dem das Fest zum „Ersten Mai“  in unserem Dorf eröffnet wurde. Don Camillo und Peppone streiten und kämpfen um die besten Möglichkeiten zum Wohlergehen der Bürger ihrer Stadt und vermutlich hatten weder der kommunistische Bürgermeister Peppone noch der katholische Kaplan Camillo den alten biblischen Text aus dem Buch Jeremia im Sinn, wenn sie sich um „der Stadt Bestes“ redlich mühten. Selten haben ich eine so gute Predigt dazu gehört, zeit- und bibelgemäß zugleich, verständlich und situationsbezogen auf die Belange unseres Dorfes :  „SUCHET DES DORFES BESTES!“ wie der Pastor das Motto leicht und zutreffend abwandelte.

Ja, das gibt es noch!

Ein Dorf feiert den 1. Mai, der ja auch „Tag der Arbeit“ und dem Gedenken der vielen Kämpfe gewidmet ist, die die Arbeiter für ihre Rechte ausgefochten haben und beginnt die Feierlichkeiten mit einem Open-Air-Gottesdienst, eingeleitet durch den  Diakon der katholischen Kirche „im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“  , –  und ausdrücklich erwünscht von allen Vereinen und Parteien, die sich in unserem Dorf um das Gemeinwohl kümmern.  Der Spielmannszug des Schützenvereins begleitet den Gemeindegesang mit seinem großen Bläserchor und „Pauken und Trompeten“, rings um den Dorfplatz sind Buden aufgebaut für Speis‘, Trank und Spiel, die Alten sitzen auf den bereitgestellten Bänken, die jüngeren stehen in Gruppen zusammen und verfolgen doch Predigt und Gottesdienst, nur  die Kinder vergnügen sich in typischer Kinderart….

Das hat mich schon immer fasziniert:

In meinem Dorf gibt es natürlich die „großen“ Parteien, die Grünen und die Liberalen, aber was zählt, ist nicht die Parteilinie, sondern die Frage, „was nützt unserem Dorf?“!   Manch ein Vertreter der „Großen“, die sich im Wahlkampf vor den „großen“ Wahlen schon mal hierher verirren, mag erstaunt den Kopf darüber schütteln, dass die CDU mit der SPD vor Ort in manchen Fällen besser kann  als mit der CDU  in Berlin – und das gilt auch umgekehrt für die SPD. Die Zusammenarbeit zugunsten des Gemeinwohl funktioniert –  ja, ja, manchmal knirscht es auch und manchmal ist man auch sauer auf den „politischen Gegner“ und es gibt ein bisschen polemisches Gezänk – aber am Ende zählt immer das, was für das Dorf erreicht werden kann und so können sich dann der CDU dominierte Ortsrat und der SPD geführte  Stadtrat beide in dem Erfolg ihrer Aktivitäten für unser Dorf sonnen (das Teil der Stadt ist).

Was wäre aber ein gut funktionierendes Gemeinwesen ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden, vom Sportverein, über Schützenverein, dem Landvolk und  Roten  Kreuz bis zum sehr aktiven Gemeinderat der Kirchen, den Elternbeiräten der beiden Kindergärten und der Grundschule, dem Nabu und der freiwilligen Feuerwehr unterstützt vom THW.   In meinem Dorf machen viele mit!  (Ursprünglich hatte ich „alle“ geschrieben, aber das trifft natürlich nur auf alle Vereine und viele ihrer Mitglieder zu, nicht aber auf alle der ca 4600 Leute, die in meinem Dorf leben.)

„Frau Rika, Sie leben doch auf der Insel der Seeligen!“ sagte vor mehr als 20 der Schulrat zu mir, mit dem ich als Schulelternratsvorsitzende der Grundschule über eine zusätzliche Lehrerstelle für „unsere“ Schule stritt (erfolgreich, aber das lag sicher nicht an mir allein 😉   )!

Das  – Insel der Seeligen – hat sich bis heute nicht geändert.

So waren sogar  kurdische Mitbürger schon während des Gottesdienstes anwesend, sie hätten ja auch erst im Anschuss daran kommen können  (wie etliche der Dorfbewohner, die am Abend und in der Nacht zuvor kräftig in den Mai getanzt hatten  😉  ),  spätestens aber zur Eröffnung der „Fressmeile“, die sie mit ihren kurdischen Leckereien bereicherten! Ihre jungen Mädchen turnen im Sportverein und zeigten gemeinsam mit allen jungen Turnerinnen ihre Künste beim Bodenturnen auf der eigens aufgebauten Riesenmatte! Kopftücher tragen übrigens nur die alten Damen….

Es war ein schönes, vielseitiges und sehr gelungenes Dorffest – und das auch die Sonne ihr Bestes tat, trug sicher zur guten Laune der Anwesenden bei…

Suchet der Stadt Bestes….“   Bei diesem Link handelt es sich zwar nicht um die Predigt des Pastors unseres Dorfes, aber lohnenswert zu lesen ist sie auch!