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Zur Stärkung der Willkommenskultur…. 22. November, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christenkram, gesellschaft, meine persönliche presseschau.
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…. was auch immer das sein mag, hat die „Arbeiterwohlfahrt“ beschlossen, den sonst üblichen „Weihnachtsbasar“ in einer Kita umzubenennen in „Markt der bunten Vielfalt„.

Das ist kein Aprilscherz – schließlich haben wir gerade man eben November!

Aber Achtung, dies ist eine Glosse, bitterbös!

Willkommen und hereinspaziert, liebe Leute ins Land der bunten Vielfalt. Hier finden Sie alles und alle und  das reichlich! Sorgen Sie sich nicht! Sie dürfen sein wie Sie sind. Anpassung war gestern! Jede Idee ist willkommen, jede Ideologie ist erlaubt, jede Rechtsform ist erwünscht, jede Religion kann ausgeübt werden, nur Christen sind unerwünscht  werden gebeten, sich unsichtbar zu machen und den Mund zu halten, damit sich alle anderen wohl fühlen können.

Deutschland ist ein vollkommen freies Land, frei von eigener Identität, Kultur, Religion, Recht und Geschichte. Hier gähnt abgrundtiefe Leere und wartet nur darauf, von Euch, Ihr lieben Einwanderer gefüllt zu werden. Eure Kultur, Eure Sprache, Eure Religion, Eure Gesetze, Eure Gewohnheiten und Gepflogenheiten, Eure bunte Vielfalt  werden dieses Land endlich, endlich reich und  zu dem machen, was viele, viele gute Menschen schon lange wollen: NICHTDEUTSCHLAND.

Willkommen  also  in NICHTDEUTSCHLAND!

Deutschland war zulange schon Deutschland. Deutschland hat eine überaus unrühmliche Vergangenheit (leider, und das meine ich ganz und gar ernst!) und es ist viel besser, dass es Deutschland nicht mehr länger geben wird. Drum lasst uns alle daran arbeiten, dass aus dem verachtenswerten Deutschland ein liebenswertes Nichtdeutschland als Teil der EU und der großen Weltgemeinschaft wird.

Auch Christen werden darum gebeten,  dem nicht länger im Weg zu stehen und ihre Gottesdienste in Zukunft unter die bewusste interreligiöse, bunte Vielfalt zu stellen, um nicht alle jene zu irritieren, deren religiöse Basis so ganz anders ist, bzw. diejenigen nicht weiter zu behelligen, die auf jegliche Religion dankend verzichten…

So wird auch  die Welt am nichtdeutschen Wesen genesen…..

PS

I.

Hätte die AWO nicht so großartig angekündigt, dass die Umbenennung zum Wohle der Migranten geschieht sondern den Basar einfach nur so benannt, würde ich gar nichts dazu sagen. An meiner alten Schule gab es alle zwei Jahre im November den „Schulbasar“, einfach, weil wir nicht mit all den Adventsbasaren konkurrieren wollten – und auch nicht konnten 😉 und die Vorweihnachtszeit ohnehin reich an besinnlichen Terminen und konsumorientierten Veranstaltungen ist! Außerdem konnten wir so flexibel sein und unseren Basar auch schon mal Ende Oktober öffnen… er war immer gut besucht! 

Niemand in unserer diakonischen Einrichtung hat auch nur den geringsten Einwand gehabt!!! 

II.

Die „Stärkung unserer Willkommenskultur“ könnte doch auch darin bestehen, dass wir den Neuankömmlingen erklären, was es mit „unserer“ Kultur, Religion, Geschichte und Demokratie auf sich hat,  damit sich die „Neuen“ schneller und besser in der neuen Umgebung zurecht finden, ohne jedoch von ihnen  zu verlangen, sie automatisch zu übernehmen. Warum feiern wir Weihnachten und wieso gibt es überall Weihnachts- und / oder Christkindelsmärkte. Wer war der Nikolaus und wieso schleppen wir Tannenbäume in Häuser. Ich glaube, dass das die Migranten viel besser verstehen würden als einfach so zu tun, als gäbe es die ursprünglich christlich geprägten Feste nicht.  Weihnachten als Familienfest mit schöner Dekoration, gutem Essen und überbordendem Kommerz gibt es mittlerweile sogar in völlig „unchristlichen Ländern“ wie Japan oder China, und ausgerechnet in Deutschland sollen wir zugunsten der besseren Verständigung mit anderen Kulturen die Tradition negieren oder sogar ganz darauf verzichten? Ich halte das für den völlig falschen Weg.

 

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Kalte Füße… ? 18. November, 2013

Posted by Rika in araber, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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Gestern erst las ich von der unverbrüchlichen Freundschaft und  Treue Hollandes zu Israel, an dessen Seite er fest stehe und alles tun werde, um den Frieden zu gewährleisten…

„Toll“, dachte ich, „das ist ja mal ne Stellungnahme, die man in Europa nicht alle Tage hört.“

Heute stehe ich in meiner Küche, das Radio informiert so leise vor sich hin, während ich meinem Gatten (und mir natürlich auch) das Mittagessen zubereite.

PENG!!!

Mit lautem Knall zerplatzt die hübsch glänzende Seifenblase von ewiger Treue und Freundschaft zwischen Hollande und Israel!

Der super-super-raffinierte Lügenteufel schlägt wieder zu.

„Siedlungen, Siedlungen, Siedlungen“, tönt es aus dem Radio.

Gemeint sind aber nicht die arabischen Siedlungen in Israel, (könnte man zur Abwechselung doch auch mal kritisch hinterfragen, was ich hiermit aber nicht tun will, ist nur ein kleines Gedankenspiel… mmmhm) sondern der Wohnungsbau in bereits bestehenden jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria – auch Westbank, Westjordanland oder „Palästina“ genannt. Das, das „Westbank-Palästina“,  jedoch nur für westliche und vor allem gänzlich tumbe Menschen, denn wenn Araber unter sich sind und von „Palästina“ sprechen, meinen sie das Gebiet vom Mittel- bis zum Toten Meer, von Rosh-Hanikra bis Eilat und überhaupt alles Land was jemals unter der rein geografisch gemeinten Zuordnung Palästina genannt wurde.

Einen „Staat Palästina“ oder gar ein „palästinensisches Volk“ hat es jedoch niemals im Laufe der Geschichte gegeben, weder zu Zeiten der Römer, noch in  der Zeit der arabisch-muslimischen Eroberungen unter Mohammed und seinen Nachfolgern und erst recht nicht während der Herrschaft der Osmanen. Das ist zwar historisch belegt, interessiert die Araber jedoch nicht,  viele Israel-Kritiker hierzulande allerdings auch nicht sonderlich.

Israel, seit 1948   völkerrechtlich als eigenständiger, jüdischer Staat anerkannt, findet sich jedoch nicht auf der Landkarte im Amtszimmer des „Präsidenten“ Abbas und auch nicht in den Schulbüchern der arabischen und „palästinensischen“ Schulkinder.

Israel gibt es gar nicht in der arabischen Welt, nur Gebilde, Zionisten und Juden böse Israelis, die „Palästina“ besetzt halten.

Herr Hollande ist zur Teestunde bei Herrn Abbas und was sagt der Kerl? „Die Siedlungen verhindern den Friedensprozess! Ich  fordere Israel auf, den Siedlungsbau sofort einzustellen.“

Fast wäre mir das Messer entglitten, in meiner Küche…., nicht vor Schreck, denn eigentlich kenne ich das ja schon, nein, vor – sagen wir mal – Ohnmacht!

Denn da haben wir mal wieder den üblichen Sermon.

Natürlich ist in Frankreich und auch sonst auf der Welt außerhalb Groß-Arabiens niemand in der Lage, Arabisch zu verstehen. Deshalb ist man geradezu gezwungen die alte Litanei von den Frieden verhindernden „Siedlungen“ bis zum Sankt Nimmerleinstag  nachzuplappern. Kann ja kein Mensch verstehen, was in der Charta der Hamas steht oder im Grundsatzprogramm der PLO. Ist ja auch egal, dass Herr Abbas den feigen Mördern und Terroristen, die Dank Herrn Obama aus israelischen Gefängnissen zugunsten der Friedensverhandlungen entlassen werden mussten einen triumphalen Empfang bereitete, sie herzte und küsste, und die arabische Gemeinschaft beschwor, nicht müde zu werden im Kampf gegen Israel. Das nenne ich Vertrauen bildende Maßnahmen, die gewiss die israelische Gesellschaft von der Lauterkeit, Herzensgüte und Friedensbereitschaft der Herren Abbas und Konsorten überzeugte, zumal auf diese großartige Willkommensparty  prompt Attentate auf israelische Bürger folgten…

Das wusste Herr Hollande vermutlich genauso wenig, wie unser Bundespräsident, der Herrn Abbas erst vor ein paar Wochen die Hände schüttelte….

Oder weiß Herr Hollande das alles, aber er hat ganz einfach kalte Füße bekommen in Herrn Abbas‘  Gegenwart und angesichts der Tatsache, dass er zu Hause in Frankreich nicht wenige Probleme mit den arabisch stämmigen Bürgern hat… 

Denn dass er, Herr Hollande, aber neben dem „Siedlungsbau“ nun auch noch das Rückkehrrecht anspricht ….

 Er forderte mit Blick auf ein Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge aus dem israelisch-arabischen Krieg von 1948, es müssten „realistische Lösungen“ gefunden werden. Neben der künftigen Grenzziehung, israelischen Sicherheitsbedürfnissen und der Zukunft Ostjerusalems ist die Flüchtlingsfrage ein weiteres Kernthema der laufenden Friedensverhandlungen.

bezeugt in herausragender Weise die unverbrüchliche Treue und Freundschaft zu Israel   den arabischen Freunden ….

Der Fanclub des Herrn Todenhöfer… 12. November, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, israel, terrorismus.
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Ich möchte ihm ja so gerne glauben, dem Herrn Todenhöfer, dass er Frieden und nichts als Frieden für die Welt im Allgemeinen, Afghanistan im Speziellen  und den nahen Osten im Besonderen will.

Herr Todenhöfer jubelt auf seiner Facebook-Seite:

Frieden mit Iran ist endlich greifbar nahe.

Ach, wäre es doch so, wie würde ich mich freuen!

Die Menschen in der Region könnten aufatmen, keine von Iran unterstützten Terroraktionen mehr gegen Israel, die Hisbollah würde ihre Waffen einmotten, in Syrien könnte der Weg des Friedens angebahnt werden, Israel, das von Iran so gehasste und geschmähte „Gebilde“ könnte endlich in Ruhe vor sich hin existieren….

Aber Halt,  Herr Todenhöfer hat einen Einwand, ein Friedenshindernis ist auch in greifbarer Nähe. Allerdings nicht auf Seiten des Iran, wie Herr Todenhöfer erkannt hat. Nicht die Demonstrationen, die die Bevölkerung Irans unter Anführung ihrer politischen und religiösen Eliten alljährlich veranstalten, bei denen sie ihre hasserfüllten Rufe anstimmen „Tod Israel, Tod Amerika“, entsprechende Banner und Schilder in die Höhe recken und amerikanische und israelische Fahnen verbrennen,  könnten noch ein Friedenshindernis sein, nein, der Herr Netanjahu, so meint Herr Todenhöfer, könnte den schönen Plan noch vermasseln, weswegen er ihm dringend rät:

Bitte schweigen, Herr Netanjahu

Den lieben Freunden seiner Facebook-Seite teilt er auch gleich mit, warum Herr Netanjahu zu schweigen habe:

Die Vorschläge Irans, deren Grundstruktur ich kenne, sind ausgewogen und fair. Ich sage das, obwohl ich dem iranischen System kritisch gegenüberstehe.

Herr Todenhöfer kennt aber sicher auch  die Grundstruktur des Iran selbst. Er weiß daher natürlich auch, das Schwule an Baukränen aufgehängt werden, Frauen mit der Steinigung bedroht sind, wenn man sie beim Ehebruch erwischt, Christen ausgepeitscht werden, weil sie ihrer religiösen Tradition gemäß beim Abendmahl Wein trinken, Frauen nicht die gleichen Rechte haben wie Männer und zu Wahlen nur solche Parteien bzw. Kandidaten zugelassen sind, die das Wohlwollen der obersten Religionsbehörde  genießen. Er weiß, das kritische Zeitungen so gut wie gar nicht erlaubt sind und die Berichterstattung in den Medien einer strengen Zensur unterliegen. Deshalb steht er ja „dem iranischen System kritisch gegenüber“.  Wie aber drückt sich diese kritische Haltung aus? Das verschweigt Herr Todenhöfer seinen „lieben Freunden“, dafür teilt er umso ausführlicher mit, warum  der Schwarze Peter bei den Israelis und ihrem Premier liegt:

Dass Netanjahu jetzt mit einem verbalen Trommelfeuer alles unternimmt, um Frieden mit Iran zu verhindern, überrascht nicht. Im Konflikt mit den Palästinensern macht er leider das Gleiche. Er scheint kein Freund von Verhandlungen und von Friedensschlüssen zu sein.

Nein, Netanjahu sei kein Freund von Verhandlungen, meint Herr Todenhöfer. Dabei ist es ihm wohl völlig entgangen, dass Herr Netanjahu, um eben solche Verhandlungen führen zu können, Schwerverbrecher, Mörder und Terroristen freigelassen hat, schweren Herzens, denke ich, sich dem Druck der USA beugend und unter großem Protest vieler Israelis. Doch das nimmt Jürgen Todenhöfer der Einfachheit halber nicht zur Kenntnis, er müsste ja dann ein wenig an seinem Weltbild arbeiten… das zu revidieren, wäre aber eine zu große Zumutung, lieber redet er deshalb mit gespaltener Zunge, wenn er sagt:

Doch seine Polemik gegen einen Ausgleich mit Iran liegt nicht im Interesse Israels. Es ist nicht gut für Israel, in einer Welt von Feinden zu leben. Egal, was der Falke Netanjahu dazu sagt. 18 Jahre lang hat er die iranische Bombe für übermorgen angekündigt. Seine Glaubwürdigkeit in dieser Frage liegt nahe Null. Wie die des Hirtenjungen in der berühmten Parabel vom bösen Wolf.

Nein, es ist der Tat nicht gut, in einer Welt von Feinden zu leben… Wer aber schürt die Feindschaft gegen Israel? Nach Todenhöfers Logik ist es der Ministerpräsident, der sein Land vor einem durchaus wahrscheinlichen Angriff des Iran schützen will, indem er den Westen dazu auffordert, nicht auf die „moderaten“, aber falschen Töne einzugehen. Er, Todenhöfer, bestreitet jedoch nicht nur die Glaubwürdigkeit Netanjahus, sondern damit auch die hohe Bedrohungslage in der sich Israel permanent befindet. Für mich klingt es daher wie Hohn, wenn er aus vermeintlicher Sorge um Israel Herrn Netanjahu auffordert zu schweigen:

Deshalb: Bitte schweigen, Herr Netanjahu! Auch im Interesse Israels, dessen Existenzrecht ich ausdrücklich bejahe. Wie das anderer Länder und Völker.

Und geradezu ad absurdum geführt wird seine Sorge um Israel, dessen Existenzrecht er ja ausdrücklich bejaht, wenn er den anti-israelisch pöbelnden „lieben Freunden“auf seiner Seite eine Plattform bietet, genau das, das Existenzrecht Israels nämlich, grundsätzlich in Frage zu stellen und Israel die Rolle des Schurken zuzuweisen. Das lässt er ganz im Zeichen des Friedens mit Iran zu, er greift nicht ein, wenn purer Israelhass gepostet wird, er weist die Antisemiten nicht in ihre Schranken!

Nein Herr Todenhöfer, mit diesem Fanclub ist ihr Geschwätz von Frieden noch weniger wert, als die Küchenabfälle in meiner Mülltonne.

Bitte schweigen, Herr Todenhöfer, um des Friedens willen….

Wer gute Nerven und einen leeren Magen hat, kann sich ja die Kommentare unter seiner Nachricht an die „lieben Freunde“ zu Gemüte führen… ich will hier den Hetzern und Hassern keinen Platz einräumen!

Ach, ja, entdeckt habe ich die Horrorseite, weil achgut darüber berichtet!

Reden… 9. November, 2013

Posted by Rika in gesellschaft, meine persönliche presseschau.
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werden heute gehalten zur Erinnerung, zur Mahnung an die Pogromnacht vor 75 Jahren

Zeitzeugen reden über ihre Erfahrung

Menschen „reden“ in  Kommentaren zu Nachrichten

Politiker reden über Nahost    … einseitig

Die Kommentare unter den Nachrichten und die Stellungnahmen der Politiker zu Israel ….

Bert Brecht mutmaßte, der Schoss sei fruchtbar noch aus dem das kroch….

Der neunte November neunzehnhundertachtunddreißig war nicht der Anfang, der lag weit davor,  er war „nur“ der Auftakt zum Schlimmsten….

 

Liebe HAZ, was machst du da…? 8. November, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen, meine persönliche presseschau.
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Ich bin vor ziemlich genau 35 Jahren mit meinem Mann in das schöne Hannover gekommen. Wir sind damit beide keine gebürtigen Hannoveraner, nicht einmal gebürtige Niedersachsen. Unsere Kenntnisse der Geschichte Hannovers resultieren aus den mageren Informationen im Geschichtsunterricht und dem, was wir im Laufe der Zeit via Zeitung, Magazinen, Museen und Büchern so mitbekommen haben. Wir beide also, mein Mann und ich, hegen nicht den geringsten Groll gegen andere niedersächsische Städte, warum auch.

Aber vermutlich gibt es ihn, den Groll gegen eine Stadt, und seit ein Fußballverein besagter Stadt den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat, wird er mit großem Tamtam in den heimatlichen Käseblättchen – der HAZ und der NP – beschrieen und beschrieben. Kaum eine Woche verging seither, ohne dass in irgendeiner Form der ewigen Feindschaft zwischen den beiden Städten in besagten Käseblättchen gehuldigt wurde, ja, anders kann man es nicht mehr nennen – Huldigung der Feindschaft zwischen Hannover und Braunschweig.

Und seit ca drei Wochen vergeht kaum ein Tag, an dem NICHT darüber geschrieben würde – findet doch heute das große Derby zwischen Hannover 96 und den Braunschweiger Löwen im ehemaligen Niedersachsenstadion statt. Von möglichen Ausschreitungen wird gemunkelt, von großer Polizeipräsenz ist die Rede, die Fan-Aktivitäten werden überwacht, die Kneipenwirte in der Innenstadt fürchten um ihr Mobiliar und die Geschäftsleute um ihre Schaufenster, der Bierausschank im Stadion wird gänzlich alkoholfrei sein (gar nicht so schlecht!!! 😉 ) – weiß die HAZ zu berichten,  die Oberbürgermeister beider Städte werden Händchen haltend abgelichtet wie weiland Kohl und Mitterand über den Gräbern von Verdun.

Sag mal, HAZ, geht’s noch?

Was fällt dir eigentlich ein, ein Fußballspiel derart zum Kriegsereignis hochzujubeln?

Bist du dir nicht darüber im Klaren, dass erst deine völlig überzogene Berichterstattung die Stimmung erzeugt, die du mit größt möglicher Falschheit beklagst. Wenn Scheiben zu Bruch gehen, Menschen sich gegenseitig Schaden zufügen, die Polizisten massiv eingreifen sollten, dann ist das nicht in erster Linie der sogenannten Feindschaft zwischen Braunschweig und Hannover geschuldet, sondern deiner überaus dämlichen, um nicht zu sagen überaus verwerflichen Berichterstattung und vorbereitender Stimmungsmache für ein Fußballspiel.

In Hannover leben nämlich inzwischen mindestens soviel Zugewanderte wie seit Generationen Ansässige und die haben bisher gar nichts, nicht das Geringste mitbekommen von ewiger Rivalität und haben auch nicht das leiseste Interesse daran! Und schon gar nicht ist es angebracht angesichts der Tatsache, dass wir in Deutschland seit 1918 die Monarchie abgeschafft haben, immer noch mit den alten fürstlichen Spitzfindigkeiten hausieren zu gehen und Zwistigkeiten  ans Tageslicht zu zerren, die Jahrhunderte her sind. Das wäre vielleicht in einem Oberseminar für niedersächsische Geschichte angebracht, allenfalls noch im Geschichtsunterricht der Sek. I,   aber es ist absolut lächerlich diese in einen Zusammenhang mit einem Fußballspiel zweier Bundesligisten zu stellen, zumal bei dem Spiel kaum ein Spieler auflaufen wird, der auf eine lupenreine und generationenlange  hannöversche oder braunschweigische Vergangenheit stolz sein könnte, ganz abgesehen davon, dass diese Art von Stolz spätestens seit Adolfszeiten  eine höchst zweifelhafte Angelegenheit wäre und ist!

Und überhaupt:

Es ist nur ein Fußballspiel.

Geht das in deinen bornierten Kopf???

NACHTRAG:

Ein Freund hatte nachgefragt, daher diese zusätzlichen Informationen.

Das letzte Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig war vor 37 Jahren und ging 2 : 0 aus. Vor 37 Jahren waren aber viele der heute durch die Presse  angeheizten Fans noch gar nicht geboren!

Ein interessanter Artikel zum Derby findet sich online bei  Frankfurter Rundschau

Die SZ berichtet so

Das schreibt der Tagesspiegel

Ähnlich lautende Berichte finden sich bei zahlreichen,  online zur Verfügung stehenden Zeitungen und Magazinen.

Ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass die Berichterstattung der HAZ und der Neuen Presse in Hannover wesentlich zur Verschärfung der Stimmung beigetragen hat. Statt der erwünschten Deeskalation immer wieder neue Sticheleien. Hätte man gar nicht über die angeblich so angespannte Situation berichtet, wäre es (vielleicht) ein ganz normales Nordderby geworden, wie eines zwischen Hannover und Bremen oder Hamburg oder Wolfsburg oder (früher) Bielefeld. So aber wurde mit jedem neuen Bericht die Stimmung weiter aufgeheizt. Dass es bei allen Bundesligavereinen durchgeknallte und verrückte Fans gibt, geschenkt! Dass es darüber hinaus sogenannte Fans gibt, die mehr an der Randale als an einem guten (manchmal auch nicht so gutem) Spiel interessiert sind, ist sicher  auch keine neue Erkenntnis.  Aber dass man die ganz normalen Bürger zweier Städte in die „normale“ Konkurrenz rivalisierender Fußballclubs einbezieht und eine Städtefeindschaft im Heimatblättchen beschwört,

das nenne ich verantwortungslos!

Das Gärtchen… mal wieder… 5. November, 2013

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Seit wir das kleine Häuschen auf der Wiese am Meer haben und dort noch viel Arbeit auf uns wartet, ist unser heimisches Gärtchen so ein kleines bisschen vernachlässigt. Doch nicht nur die „Konkurrenz“ am Meer ist Ursache für die nachlassende Fürsorge, auch die Auseinandersetzung mit dem Nachbarn zur Rechten trägt einen großen Teil dazu bei. Mir macht es einfach nicht mehr so viel Freude im Gärtchen rum zu wurschteln  seit das Rankgitter des Nachbarn einerseits die vertraute Optik grundsätzlich verändert hat und uns andererseits dauernd vor Augen führt, dass der Nachbar mit allen Tricks seinen Willen durchsetzt und sich dabei auch nicht scheut, unsere Abwesenheit zu nutzen, um Tatsachen zu schaffen, die sich nur schlecht revidieren lassen. Ich schrieb ja wiederholt darüber.

Wie immer nutzen wir die schönen Oktobertage um das Gärtchen „winterfest und -fein“ zu machen. Die Büsche und Bäume werden gestutzt, verblühte Stauden beschnitten, Blumenzwiebeln in die Erde gebracht und das Gartenmobiliar im kleinen Gartenhäuschen sicher verstaut. So auch in diesem Jahr.

Der liebste Gatte kletterte auf eine sehr hohe Leiter …

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und stutzte die Eberesche so sehr, dass von dem armen Baum kaum noch etwas übrig blieb… auch die Eberesche war hier schon mehrfach Thema 😉  , er stellte die Leiter auch an die Fichte,

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verschwand im dichten Geäst und sägte und machte und tat, dass es ihm eine Lust und mir ein Graus war. Ich stand nämlich am Fuß der Leiter, um nicht zu sagen auf dem Leiterfuß,  und versuchte so gut es ging, das Schwanken ein wenig zu minimieren und dem Gatten das Gefühl der Sicherheit zu suggerieren…. im Ernstfall hätte ich weder die Leiter halten, noch seinen Fall verhindern können. Aber es ging ja alles gut und unten auf dem Rasen türmten sich alsbald die abgesäbelten Äste und Zweige zum Himmel….

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Wir schafften es vor dem einsetzenden schlechten Wetter und bevor wir zur Wiese aufbrachen, zumindest optisch die Ordnung im Gärtchen wieder herzustellen. Ich müsste das Beet am Gartenzaun noch ein bisschen aufhübschen, aber wie gesagt…. mir fehlt dazu die Lust an der Freude. Mit Recht, wie sich schnell herausstellen sollte.

Montag, am späten Abend,  hatten wir uns zur Wiese aufgemacht, dort den Dienstag, Mittwoch und den halben Donnerstag in tiefer Ruh und süßem Frieden verbracht. Dann war es vorbei mit Ruh und Frieden. Der nette Nachbar rief an und fragte: „Sag mal, Rika, habt ihr Herrn Miesemau (Name frei erfunden!)  erlaubt die Fichte zu beschneiden? Der steht nämlich auf der Leiter und schnippelt am Baum rum, dass man es nicht mit ansehn mag und sein Vater hilft ihm dabei…!“

Nein, das hatten wir nicht.

Wohl hatten wir schon Ende September einen Brief des Nachbarn bekommen, in dem er  den Rückschnitt anmahnte, hatten sich doch wieder ein paar Zweiglein und Blättchen in den Luftraum des Nachbarn begeben. Auch hatte der Nachbar mündlich angefragt, ob wir nicht doch die Fichte fällen wollten, uns sogar seine Hilfe dabei angeboten und uns mit der Ankündigung zu verlocken gesucht, er wolle sich an den Kosten für einen kleinen neuen immergrünen Baum beteiligen. Wir hatten ihm jedoch keine Zusage zur Fällaktion gegeben und uns auch sonst nur sehr zurückhaltend zur Fichte geäußert. Das ist ohnehin ein schwieriges Thema, stammt der Baum doch aus einem schönen Waldgebiet bei Kassel, in dem wir manchmal mit den Eltern spazieren gingen. Bei einem dieser Spaziergänge, unser zweitgeborener Sohn war gerade ein halbes Jahr alt, hatte ich einige Winzlinge von Bäumchen aus der Erde gezupft (sie waren nicht länger als mein Zeigefinger) sie zu Hause in Blumentöpfe gepflanzt und sie gehegt und gepflegt und als sie groß genug waren, im Gärtchen ins Beet gesetzt….  Ein Bäumchen ging ein…. eines wurde vor Jahren zum Weihnachtsbaum, ein Baum steht noch und wird Jahr um Jahr in seinem zum  Himmel strebenden Drang beschnitten. Und wer hier schon länger liest, weiß, dass er eigentlich schon im Februar 2010 gefällt werden sollte, aber die Unverschämtheit, mit der der Nachbar uns das Leben schwer machte, das bis heute verhindert hat. Da ist der liebste Gatte stur, ganz entgegen seiner sonstigen Gewohnheit und seinem nach Harmonie und Friede ausgerichtetem Sinn.

Gestern sind wir von der Wiese zurückgekommen…  besahen uns den Baum und fanden darüberhinaus im Briefkasten ein Schreiben des Nachbarn, überaus höflich und freundlich formuliert, in welchem er uns mitteilte, aus Sorge um die Gesundheit meines Mannes das Kürzen der Zweige übernommen zu haben, hätte doch sein Vater beobachtet, dass es meinem Mann nicht möglich gewesen war, noch mehr abzuschneiden, als er es getan hatte. Auch wiederholte der Nachbar sein Angebot, beim Fällen des Baums zu helfen und sich an den Kosten für einen neuen kleinen Baum (etwa 2 Meter hoch) zu beteiligen.

Was soll ich dazu sagen….?

Hätte der Nachbar nicht mit uns darüber sprechen können, dass er  ALLE  Zweige auf „seiner Seite“ selbst beschneiden will, auch die, die weit über der gerichtlich festgelegten  Marke von 2.50 m wachsen und in seinen Hoheitsbereich ragen? (Die unterhalb der Marke wachsen, bzw. wuchsen, hat der liebste Gatte längst beschnitten!!!) Ja, das hätte er.

Musste er wieder unsere Abwesenheit nutzen, um Fakten zu schaffen? Ich meine nein.

„Der Baum bleibt stehen“, meint der liebste Gatte. Eben deshalb!