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Evangelikale Fundamentalisten…. 30. Januar, 2014

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft.
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„Jesus wirft nicht mit Steinen!“

sagte ein junger Mann während einer Andacht in meiner Gemeinde. Ausgangspunkt  war die Geschichte der Ehebrecherin, über die im Johannesevangelium berichtet wird:  Eine Ehebrecherin wird von führenden Schriftgelehrten zu Jesus gebracht, ihr Fall dargelegt, der nach dem „Gesetz des Mose“, wie es in dem Text heißt, die Steinigung erfordert.  Von Jesus wird eine Stellungnahme verlangt. Und diese Stellungnahme, so wird im Text geschrieben, könnte für Jesus zu einer Falle werden. Jesus, der offensichtlich die gesamte Situation sofort durchschaut, weicht den Fragestellern aus, er bückt sich und schreibt etwas in den Sand. Doch die Fragesteller geben nicht nach.  Da richtet sich Jesus auf und sagt: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen.“ Er bückt sich wieder und schreibt weiter in den Sand. Die Schriftgelehrten und mit ihnen die, die derselben Ansicht waren, verlassen  die Szene, nur Jesus und die beschuldigte Frau bleiben zurück. Nach einer Weile richtet sich Jesus auf und fragt die Frau, ob keiner sie verurteilt habe. „Nein, Herr, keiner!“ ist ihre Antwort. Jesus sieht sie an und sagte: „Ich verurteile dich auch nicht; du darfst gehen.“

Nachlesen kann man die Geschichte hier: Johannes 8, 1 – 11  Die wörtliche Rede habe ich der „Neuen Genfer Übersetzung“ entnommen.

Was hat diese Geschichte mit den evangelikalen Fundamentalisten zu tun?

Nun, bei idea las ich diesen Eintrag:

Evangelikale in Sachsen haben zu viel Einfluss

Evangelikale haben in der sächsischen Landeskirche zu viel Einfluss. Diese Ansicht vertritt die freie Journalistin Jennifer Stange (Leipzig) in einem ausführlichen Beitrag mit dem Titel „Evangelikale in Sachsen. Ein Bericht“, der im Januar in der Reihe „Weiterdenken“ der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen (Dresden) erschienen ist.

Hier gibt es den ganzen Text.

Ich wollte eine deutliche Stellungnahme zu Jennifer Stange schreiben, weil es mich schon immer gewaltig ärgert, wenn Christen, die ihrem Glauben gemäß leben, so negativ beschrieben werden und man ihren Einfluss auf die Gesellschaft offenbar für so gefährlich erachtet, dass man dagegen angehen muss. In einigen Blogbeiträgen habe ich ja bereits darüber geschrieben.

Doch der erste Satz, der mir nach der Überschrift einfiel, war eben:  Jesus wirft nicht mit Steinen.

Dem Impuls will ich nachgeben.  Ich will nicht mit Steinen werfen auf eine Journalistin, die doch so gar nichts von Jesus verstanden hat, würde sie sonst so über  die Christen schreiben, die dem Wort Jesu vertrauen und versuchen, ihm entsprechend zu leben?

Ich habe etwas von Jesus verstanden. Darum gibt es hier von mir nun kein „Steinewerfen“ in Form einer geharnischten Stellungnahme. Ich begnüge mich damit, den Bericht bei idea zu verlinken und greife nur einen kleinen Absatz auf:

Auch habe er [gemeint ist der CDU-Fraktionsvorsitzende Steffen Flath] sich wiederholt für eine Politik an den Maßstäben der Zehn Gebote ausgesprochen. Das aber sei, so Stange, „für den Fraktionsvorsitzenden einer Volkspartei vermessen.“

Einfügung von mir.

Wenn  die „Zehn Gebote“ als Maßstab gesellschaftlichen Handelns für „vermessen“ gehalten werden, woran, so frage ich mich allen Ernstes, wollen wir uns dann orientieren?

Zur Erinnerung:

Die Zehn Gebote

Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.
Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.
Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Diese „Aufzeichnung“ habe ich aus gestalterischen Gründen hier entnommen. Ich verweise gerne auf die wunderbare Übersetzung Martin Bubers und natürlich auf die eigentliche Quelle,  „Die Bibel“,   Exodus  (2. Mose)  20, 2 – 17 und Deuteronomium ( 5. Mose) 5, 6 – 21

Dass Atheisten mit den ersten drei  Geboten (nach christlicher Zählung) ihre Schwierigkeiten haben und sie darum vermutlich komplett ablehnen, kann ich ja noch verstehen, aber die folgenden Gebote sind doch längst zur Basis unseres gesellschaftlichen Miteinanders geworden. Was ist darum, so frage ich mich, für Jennifer Stange so bedrohlich, wenn sich ein Politiker dafür ausspricht, das Handeln an den Zehn Geboten auszurichten?

Ergänzung:

Die Begründung und kurze Stellungnahme der Heinrich-Böll-Stiftung für den Bericht „Evangelikale in Sachsen“ gibt es hier.

Darin findet sich der  Artikel von Jennifer Stange als Download   – der hat es allerdings in sich, wie ich nach erstem kurzen Einlesen feststellen konnte.

Ergänzung II

Da sich Frau Stange in ihrem Artikel ausdrücklich und überwiegend auf das Buch „Mission Gottesreich: Fundamentalistische Christen in Deutschland“ der Autoren  Lambrecht und Baars beruft, stelle ich hier den Link zu einer Stellungnahme ein,

die Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher geschrieben hat.

Seine fundierten Kenntnisse zum Thema „Evangelikale“ dienen auch in Bezug auf die Darstellung Jennifer Stanges dem besseren Verständnis und räumt mit vielen Fehlinformationen auf.

Mission Gottesreich oder Die Kriminalisierung der Evangelikalen“

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Gedenke… 27. Januar, 2014

Posted by Rika in aktuell.
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MEDION Digital Camera

Eigentlich sollten die Zeiten doch vorbei sein… 26. Januar, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", aus meinem kramladen, gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, politik.
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in denen man seine Abstammung in Deutschland bis zu Ur- Urgroßeltern nachweisen musste.

Nun [holt] der Herr Steinmeier, seines Zeichens Außenminister „zum ersten Mal eine Muslimin ins Auswärtige Amt. Die Deutsch-Palästinenserin Sawsan Chebli kommt aus dem Berliner Innensenat.“

Muslimin, Deutsch-Palästinenserin, keine Kopftuchträgerin, wie wir weiter erfahren, weil das in Deutschland einer Karriere außerhalb der muslimischen Gemeinschaft nicht zuträglich ist…

Aber es kann als Qualitätsmerkmal für eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes nicht schaden, dass man  sich auf die „palästinensische“ Abstammung berufen kann. Zwar ist die Auserkorene in Deutschland geboren, aber ihre Eltern  sind waschechte Palästinenser  Araber. In einem Flüchtlingslager im Libanon haben sie  sich kennen gelernt, so steht es in dem Artikel. 1970 kam der Vater über Ost-Berlin nach Deutschland, also kurz nachdem Herr Arafat aus propagandistischen Gründen beschlossen hatte, die arabischen Brüder und Schwestern, die selbst (anders als er)   oder deren Eltern im britischen Mandatsgebiet „Palästina“ gelebt hatten, zum Volk der „Palästinenser“ zu erheben. Wobei ein wesentliches Merkmal dieser „Palästinenser“ zwingend sein muss, dass sie keinesfalls jüdisch  sind,  obwohl, wie jedermann leicht nachlesen kann, zur Zeit des „britischen Mandatsgebiet Palästina„, sämtliche Bewohner – eben auch alle Juden  – des sandreichen Landstrichs zwischen Mittelmeer und der östlichen Grenze des späteren  (Trans)Jordanien „Palästinenser“ in ihren Ausweis gestempelt bekamen, um zu dokumentieren, dass  sie in dem eben so genannten Landstrich wohnten und verwaltungsmäßig erfasst waren. Aber solche Kleinigkeiten werden der deutschen Öffentlichkeit gerne vorenthalten… geschenkt!  Es hätte sich ja gar nicht gut gemacht für die arabische Propaganda im Kampf gegen die (israelischen)  Juden, wenn auch den Juden der Status „Palästineser“ zuerkannt worden wäre, dann hätte Herr Abbas heutzutage nämlich überhaupt keine Handhabung mehr gegen Juden in „Palästina“. Es mussten also schon „richtige“ Araber, am besten richtige muslimische Araber sein, die als „palästinensisches Volk“  die Geschichte seit 1967 bevölkern…. zur Not konnten es auch christliche Araber sein, wenngleich die natürlich den Makel hatten und haben, nicht zur Umma der Muslime zu gehören. Um diesen Makel wett zu machen, gibt es viele arabische Christen, die in Büchern und Vorträgen die Zugehörigkeit zum palästinensischen Volk beschwören, ihre Verbundenheit mit dem palästinensischen Boden tränenreich beschreiben und Israelis für fremde Eindringlinge in ihr palästinensishes Mutterland halten….  Und natürlich gibt es extrem viele Deutsche, die das alles allzu gerne glauben und darum den Palästinensern Terrorakte als Freiheitskampf zugestehen und es gerne sähen, wenn ganz Palästina endlich judenrein wäre…. Das sagen sie natürlich so nicht und laut schon gar nicht. Sie wollen stattdessen Palästina aus den Händen der Zionisten befreien…. und finden es vollkommen in Ordnung, dass im sogenannten „Westjordanland“ keine Juden wohnen. Die jüdischen Siedlungen werden deshalb auch immer wieder auch von höchsten Regierungskreisen als Friedenshindernis betrachtet und benannt.

Da trifft es sich doch prima, dass es eine in Deutschland geborene  und zum nicht-existierenden palästinensischen Volk gehörende „Deutsch-Palästinenserin, die natürlich auch  der rechtgläubigen Umma angehört,  fastet, betet und kein Schweinefleisch isst, zur Vizesprecherin des Außenministers ernannt wird. Zwar ist das „Existenzrecht Israels“ eine unverzichtbare Formel in den Reden deutscher Regierungschefs bei Reisen nach Israel und an  Gedenktagen, an denen man öffentlich reumütig an die Vernichtung der europäischen Juden „erinnert“ und beteuert, solches nie wieder zuzulassen, aber man tut rein gar nichts, um das „Existenzrecht“  von der arabischen Gesellschaft als unumstößliche Tatsache einzufordern. Das wird mit der Ankündigung dieser Personalentscheidung eindrucksvoll unterstrichen.  

Gleichzeitig,  und das finde ich fast schon  skurril, aber in sich stimmig, wird auch der linke Flügel in der SPD beruhigt, haben doch auch damals, als der Vater der neuen Sprecherin nach Deutschland kam, „Linke“ ihre uneingeschränkte Solidarität mit den arabischen Freunden bekräftigt, die sogar so weit ging, dass radikale Linke der RAF sich in den Ausbildungslagern  der PLO im Terrorkampf ausbilden ließen  und man zur Befreiung der inhaftierten Gesinnungsgenossen  die Lufthansa-Maschine „Landshut“ von Kämpfern der PLO  entführen ließ.  Wenn nun also Herr Steinmeier eine geborene Palästinenserin in seinen Mitarbeiterstab beruft, ist das ein wunderbares Zeichen für die linken Genossen ….

Warum es allerdings  Frau Chebli selbst wichtig ist, ihre „palästinensische Abstammung“ zu betonen und auf ihre religiösen Rituale hinzuweisen, ist mir angesichts des von ihr geäußerten: „Mein Traum ist, dass jeder in diesem Land beurteilt wird nach dem, was er kann – nicht nach seinem Hintergrund.“  äußerst schleierhaft. Ohne den ausdrücklichen Hinweis auf die deutsch-palästinensische „Abstammung“ wäre die Bekanntgabe doch eine reine Formsache, so aber wird sie gleichsam „geadelt“… „Seht her, wir tun etwas für die deutsch-palästinensische Völkerverständigung!“ Natürlich darf auch die diskrete Betonung der Religionszugehörigkeit nicht fehlen, die ist wichtig für die hier lebenden Muslime und soll ihnen vermutlich zeigen, dass der Islam nicht nur zu Deutschland gehört, sondern inzwischen auch in der Regierung angekommen ist. Ein politisch aktiver Mensch, der seine christliche Religionszugehörigkeit als Qualitätsmerkmal einbringt, indem er etwa betont, sonntags in die Kirche zu gehen, zu beten und an das zu glauben, was in der Bibel steht, findet doch allenfalls nur noch in Bayern Anerkennung und muss ansonsten beweisen, dass er modern, weltaufgeschlossen und in jeder Hinsicht tolerant ist.

Kann es sein, dass es eben doch in diesem Land wieder wichtig ist, dass man die „richtige“ Abstammung hat und „muslimisch“ und  „Deutsch-Palästinenserin“ oder „Deutsch-Türke“ dem neuen „Dress-Code“ entspricht????

PS

Ich weise auch gerne darauf hin, dass selbst 1970 noch der „Spiegel“ keine Palästinenser kannte und ausschließlich von Arabern sprach, wenn er über den Konflikt zwischen Arabern und Israel berichtete. Selbst Uri Avnery, der  Kritiker israelischer Politik und Sachwalter der Araber, sprach in seinen frühen Schriften    ausschließlich von „Arabern“.  Wer mag, kann das Suchmaschinchen bedienen,  ich will seine Schriften hier nicht verlinken.

Nun tagen sie also… 22. Januar, 2014

Posted by Rika in araber, gesellschaft, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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Der Friede muss doch kommen!

Das Morden ein Ende haben!

Aber wie soll das geschehen?

So viele Analysen, Meinungen, Strategien, Positionen, Täter, Mitläufer, Opfer…

Wem sollte es nicht grauen angesichts der Toten, der Verwundeten, der Verfolgten, der Geflüchteten, des Leidens und Hassens, der mörderischen Orgie in Syrien, die kein Ende nimmt.

Wann begann es und wie?

Gab es einen Plan – und wenn ja, wer heckte ihn aus?

Wer verspricht sich einen Gewinn – gleichgültig, zu welchem Preis?

Gibt es irgendeinen Menschen auf diesem Planeten, der die Übersicht behalten hat, der das zersplitterte und so fürchterlich erscheinende Puzzle wieder zusammenfügen  könnte zu einem Sinn gebenden Bild –  ganz und gar uneigennützig und ohne Vorteile und Profit für irgendeine der Parteien, die so ausweglos ineinander verstrickt sind in dieses Unheil, um nach der Diagnose die „Heilbehandlung“ einleiten zu können?

Wem kann ich trauen in diesem Krieg – dem ganz realen Krieg in Syrien, dem medialen Krieg um die Deutungshoheit, dem Krieg der „Bilder“, die mich erschüttern und mich mal auf die  eine,  mal auf die andere Seite ziehen, hin und her im Kampf um Mitleid, Verständnis, Beistand?

Das Leiden der Menschen geht mir zu Herzen.

Die Ausweglosigkeit erfüllt mich mit heilloser Ohnmacht.

Ich kann mir kein Urteil erlauben, weil ich mir kein eigenes Bild machen kann…. ich sehe nur Splitter, statt eines Bildes einen Zerrspiegel der Wirklichkeit.

Die Medien zeigen zerbombte Wohnviertel, zerstörte Häuser – und Menschen, die in dieser grauenhaften Öde wie aus dem Ei gepellt und völlig unversehrt herumlaufen, Frauen schön bemalt und bekleidet wie in  Tausend-und-einer-Nacht stehen in einer Reihe um Lebensmittel an, um sie herum nichts als Staub und Trümmer! Andere in Szenen zeigen Jugendliche, fast noch Kinder in abgerissener Kleidung – auf der Suche   nach Nahrung,  interpretiert der Berichterstatter. Stimmt das? Weiß er das genau?  Der Präsident des DeutschenRoten Kreuzes berichtet aus Damaskus über Probleme vor der traumhaften Kulisse wunderschöner Häuser und gepflegter Palmengärten. „Man hört nichts vom Krieg!“ sagt er noch…  und wenige Kilometer weiter Schutt und Asche und Kampf…   Menschen sind auf der Flucht, hausen in unvorstellbar erbärmlichen Zuständen… andere triumphieren in martialischer Pose und unter dem Zeichen  islamistischer Einheiten….   Ist das absurdes Theater? 

Ich traue den Bilder nicht mehr. Zu viele Berichterstatter  haben Bilder manipuliert, um „ihre“ Botschaft an den Mann zu bringen, von der Berichterstattung aus Israel kenne ich das. Da werden wichtige Details einfach weggelassen, um die Aussage des Fotos zu verändern. Die pro-palästinensische Propaganda beherrscht das perfekt!

Und doch gibt es diesen Krieg, die Toten, die Trümmer…

Ich durchschaue das nicht… nicht die Lage, nicht die politischen Verflechtungen, nicht die Berichterstattung.

Doch ich bezweifle ganz entschieden, dass die Berichterstatter ein sehr viel besseres, weil klareres Bild haben als ich, ja, ich bezweifele, dass die Politiker, die nun in  Montreux beraten, mehr erkennen als verzerrte Abbilder der Realität. Ich befürchte, dass jeder, der sich des Konflikts annimmt nur zu „seiner“ selektiven Wahrnehmung fähig ist – und dabei mehr oder weniger bewusst und gezielt nur das Süppchen kochen will, das ihm genießbar erscheint….  „Viele Köche aber“, so mahnte schon mein Großvater, „verderben den Brei.“  Sie, die da verhandeln, müssen ihn ja nicht auslöffeln…. den bitter galligen Brei des Leidens…

 

Ob sie sich auch diese Gedanken machen….?

Roberta… 18. Januar, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Vor einem Jahr tauchte auf der Wiese hinter dem Deich ein kleines Kaninchen auf, weiß mit hell-ocker farbigen Flecken. Ganz offensichtlich keines der Kaninchen, die seit je her im freien Gelände leben, am Deich aber nichts zu suchen haben und darum gejagt werden.

MEDION Digital Camera

Wir rätselten, woher das Tier wohl kam. Hatte es sein Besitzer vielleicht ausgesetzt, weil die Pflege ihm zu langweilig geworden war? War es gar das gleiche Tier, das schon im Jahr zu vor gesichtet worden war und von dem wir gedacht hatten , dass es den sehr kalten Winter unmöglich hatte überstehen können in der freien Wildbahn? Sah es aber nicht doch ein bisschen anders aus, heller nämlich? Fragen über Fragen!

Das Kaninchen war überaus zutraulich,

MEDION Digital Camera

 

 

ließ sich von uns nicht stören, hoppelte allenfalls ein paar Meter zur Seite wenn wir ihm zu dicht auf die Pelle rückten, erkundete nicht nur die Wiese ….

Foto

…  und lag am liebsten unter unserem Auto!  Mittlerweile frisst es mir die Möhren aus der Hand… aber dazu komme ich später. Erst mal der Reihe nach.

Das damals noch namenlose Kaninchen fraß   aber nicht nur das zarte Grün, das auf der Wiese reichlich vorhanden ist in Form von allen nur denkbaren Wiesenkräutern und Blümchen, nein, es nagte auch mit größtem Eifer an den noch dünnen Zweigen der Büsche und Bäumchen, die wir im Laufe der letzten Jahre angepflanzt hatten, um die Wiese ein bisschen abwechselungsreicher zu gestalten.  Wir fanden das nicht nett, wenngleich wir natürlich einsahen, dass sich das Kaninchen absolut artgerecht verhält. Aber musste es ausgerechnet auf unserer Wiese seinen Lebensunterhalt artgerecht erknabbern? Ich muss hier allerdings gestehen, dass es zwar seinen absoluten Lebensmittelpunkt auf unsere Wiese hatte (und hat), nicht nur dort fraß und und Zweige benagte, auch die Nachbarwiesen samt Büschen und Bäumchen  wurden nicht verschont. Das freute die Nachbarn ganz und gar nicht. Und so dauerte es auch nicht lange nach dem Auftauchen des Kaninchens auf unseren Wiesen,  bis sich der Unmut der Nachbarn immer mehr verdichtete und die ersten Pläne zur Vertreibung des Tierchens geschmiedet wurden, wobei einfangen und ins Tierheim bringen noch die am weitesten „humane“ Idee war…

Doch das Tier war schlau, weder ließ es sich fangen, noch geriet es in gefährliche Situationen, im Gegenteil, es fand ganz offensichtlich einen wilden Verbündeten in der Wiesenrunde. Denn eines Tages wurde es mit einem überaus zauberhaften, kleinen, weißen Knäuel gesichtet, das sich als winziges Kaninchenkind entpuppte.

Kaninchen mit Jungem

Den Nachbarn gefiel das gar nicht, obschon sie zugeben mussten, dass die beiden sehr possierlich waren…

Uns gefielen die neuen Mitbewohner und den Kindern unserer Wiesengäste sowieso…

Freunde von uns sind  schon seit vielen Jahren Bewohner einer Wiese hinter dem Deich und ebenso aus dem Hannöverschen wie wir und so erzählten wir ihnen natürlich auch vom Auftauchen des Kaninchens. Das heißt, der Meinige erzählte es dem Freund beim gemeinsamen Sportabend. Der verzog das Gesicht zu einem seltsamen Lächeln, druckste eine Weile herum  und beschloss dann, ein Geheimnis preis zu geben, nicht ohne sich allerdings das Versprechen geben zu lassen, es keinesfalls  den Wiesennachbarn weiter zu erzählen.

Ein Jahr lang, so erzählte der Freund, hatte ein ausgebüxtes Kaninchen seinen Garten hier im Hannöverschen unsicher gemacht, hatte sich an Tulpen und Narzissen gütig getan, die jungen Triebe von Weinreben probiert, die zarten Sprösslinge der Gemüsepflanzen nicht verschmäht und überhaupt alles angeknabbert, was vor seine Kaninchennase gekommen und als essbar identifiziert worden war. Fast ein Jahr lang hatten er und seine Frau sich über das freche Ding geärgert, dann war es ihnen gelungen, das Tier einzufangen und der durchaus bekannten jungen Besitzerin wieder zukommen zu lassen. Aber wie es so geht und wie Kinder so sind, ob mit Absicht oder aus Nachlässigkeit, das junge Mädchen hatte die Stalltür nicht richtig verschlossen und das inzwischen an die Freiheit gewohnte Tier, hatte die Chance ergriffen und schnell das Weite gesucht und war, wie man es sicher schon vermutet, wieder im Garten der Freunde gelandet. Die wollten aber nicht wieder ein Jahr mit Kaninchenfrust verbringen und beschlossen, das Tier erneut einzufangen und zu ihrer Wiese am Meer zu bringen, denn auf ihrer Wiese am Meer, so dachten sie, könne das Tier ja ruhig seinem angeborenen Tatendrang nachgehen, ohne allzu viel Unheil anzurichten und Unmut zu erregen. Gesagt getan. Am ersten Tag blieb das Kaninchen auch brav auf der Wiese der Freunde, doch dann entschloss es sich, die Gegend zu inspizieren und in Erfahrung zu bringen, ob es noch andere  lohnende Wiesen gebe.  Und so landete es bei uns. Denn unsere Wiese ist wirklich noch eine Wiese und kein gepflegter Rasen wie bei allen anderen Wiesennachbarn.  Und die jungen Triebe der diversen Büsche gefielen dem Kaninchen auch sehr gut. Es blieb bei uns –  bis heute und macht lediglich nach wie vor ein paar kleine Ausflüge auf die Nachbarwiesen.

Der Freund verriet uns auch, dass das Kaninchen  den schönen Namen „Roberta“ hat, so hatte es das Mädchen genannt, dem Roberta entwischt war.

Roberta geht es gut auf unserer Wiese und auch die Nachbarn haben inzwischen ihren Frieden mit ihr gemacht und in einem Aushang dazu aufgerufen, dem Kaninchen Heimrecht zu gewähren und auf eine Kaninchenjagd zu verzichten.

Das kleine weiße Knäuel ist nun fast genauso groß wie Roberta und hat darüberhinaus noch einen kleinen Bruder bekommen, jedenfalls vermuten wir, dass das kleine braune Kaninchen, das auch schon dem Knäuel-Stadium entwachsen ist, ein Männchen sein muss. Die drei sind bisher gut durch den Winter gekommen. Als wir in der ersten Januarwoche auf der Wiese waren lag Roberta schon kurz nach unserer Ankunft wieder unter unserem Auto.  Sie bleibt dort auch sitzen wenn wir losfahren. Offensichtlich hat sie schnell gelernt, dass sie weder von uns noch von unserem Auto Unbill für ihr Leben zu befürchten hat, obwohl ich ihr regelmäßig mit dem Kochtopf drohe, wenn ich sie dabei erwische, dass sie die Zweige der noch jungen Büsche abknabbert….  Doch diese Drohung nimmt sie einfach nicht ernst! Würde sie mir sonst die Möhren aus der Hand fressen? Es kann aber auch sein, dass sie einfach mit dem Begriff „Kochtopf“ nichts anzufangen weiß und meine Drohungen als freundliche Kommunikation und liebevolle Zuwendung begreift, der sie ihrerseits mit Zutraulichkeit begegnet.  Überhaupt scheint sie ausgesprochen anhänglich zu sein, von unseren hannöverschen Freunden lässt sie sich sogar streicheln, wenn sich die drei auf der Straße begegnen…

Wo sie sich   am liebsten aufhält, wenn das Auto nicht da ist, wird wohl ihr kleines Geheimnis bleiben. Wir vermuten aber, dass sie es unter unserem Holzstapel sehr gemütlich findet…Ihre Kinder treiben sich nun auf eigenen Pfoten und Wegen in der Wiesensiedlung herum…

MEDION Digital CameraI

Könnte ich eine kleine Bitte an Roberta richten, würde ich sie fragen, ob sie nicht mit ihrer Kaninchensippe die Maulwürfe vergraulen könnte, die unsere Wiese untertunneln und mit ihren Erdarbeiten in eine Hügellandschaft verwandeln….

Aber das ist ein anderes Thema!

ARD – Fehlinformation ist ihre Stärke… 14. Januar, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Man könnte  die Abkürzung ARD, die für „Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland“ steht auch genauso gut als Kürzel für „Allgemeine  Rechthaberische Desinformation“ verstehen, jedenfalls wenn es um die Berichterstattung aus oder über Israel  geht.

Schon lange frage ich mich, in wessen Interesse diese Form der Nachrichten steht, wer coacht  die Damen und Herren Moderatoren für ihre oft hanebüchenen Anmoderationen der Nachrichten über der Deutschen liebstes (man könnte angesichts der Intensität und  Quantität auch sagen ‚einziges‘) Krisengebiet dieser Welt? Wer steckt hinter den Journalisten, die über Israel, seine Gesellschaft, Politik und Regierung schreiben, als sei das Land der Inbegriff von Unfreiheit, Rassismus und Kriegstreiberei?  Wem dient diese Berichterstattung?

Es hat mich schon immer gestört, wenn Journalisten ihre Worte gezielt so einsetzen, dass ein negativer Gesamteindruck geradezu entstehen MUSS. Es hat mich schon immer geärgert, wenn Fakten, die nicht ins negative Bild von Israel passen, einfach unterschlagen werden – beispielsweise bei der Berichterstattung über die Versorgung des Gaza-Streifen durch Israel, oder dass im aktuellen Krieg in Syrien NICHT berichtet wird, dass israelische Sanitätssoldaten ganz uneigennützig verwundete Syrer, die es bis zur Grenze geschafft haben,  versorgen und sie in israelische Spitäler zur nötigen Weiterbehandlung bringen,  egal, ob syrische Rebellen oder syrische Soldaten.

Es frustriert mich, dass die Berichterstattung dieser wunderbaren Journalisten immer nur die Konflikte zwischen Arabern und Israelis berichten, nicht aber das gut funktionierende Zusammenarbeiten in Israel selbst, aber auch die Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinensern in den Gebieten.Es macht mich sprachlos, mit wie viel Unverfrorenheit  Behauptungen aufgestellt werden, die den Tatsachen nicht entsprechen, beispielsweise bei der immer währenden Berichterstattung über die sogenannten „Siedlungen“.

Das alles ist eine sehr geschickte Manipulation der Deutschen, die  entweder mit Israel zwar nichts am Hut haben, aber gerne auf das vertrauen, was ihnen die Medien erzählen und  so langsam aber sicher eine „kritische Haltung“ entwickeln, weil das mittlerweile ja alle tun,  oder sie betrifft – und bestärkt – die Deutschen,  die über ihre anti-jüdischen Ressentiments noch immer nicht hinweg gekommen sind. Am gefährlichsten ist die mediale Manipulation aber für die Deutschen, die glauben, ihre  – unsere deutsche – Vergangenheit so gut bewältigt  zu haben, dass die „Lehren“, die sie daraus gezogen haben, nun als Forderung an die zu stellen seien, die die gewaltsame Vertreibung und den Versuch der absoluten Ausrottung trotz der Anstrengung, die das deutsche Regime machte, überlebt haben:  Juden und speziell Juden  in Israel nämlich. Aus einem anfänglichen „das machen wir nie wieder“ ist ein „WIR passen auf, das andere so etwas nie wieder machen“, wobei  die „anderen“ aber ausschließlich Juden in Israel sind und  dabei ihnen, den Geläuterten  und Guten in Deutschland aber jeglicher Maßstab für das abhanden gekommen ist, was nie wieder gemacht werden soll. So stellen sie die entsetzlichen Bedingungen des Warschauer Ghettos gerne mit den Lebensverhältnissen in Gaza auf eine Ebene, wohl wissend, dass eben niemand in Gaza  verhungert, und keiner der Bewohner Gazas mit dem Transport in ein Vernichtungslager rechnen muss, wo ihm die „Vernichtung durch Arbeit“ oder der Tod durch Erschießen, Erschlagen oder in den Gaskammern droht. Sie vergleichen die DDR-Mauer, die die DDR-Bürger am Verlassen der DDR hindern sollten  mit den Sicherheitsanlagen in Israel, die die Bürger Israels vor den Terrorangriffen durch feindlich gesinnte arabisch-palästinensische Nachbarn schützen. Sie bezichtigen Israel der Kriegstreiberei  und lassen völlig außer Acht, dass es die Araber sind, die den Juden das Recht in Israel zu leben  streitig machen und mehr als einmal versucht haben, das mit kriegerischen Mitteln umzusetzen. Sie verharmlosen den Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen und bezeichnen jede israelische Gegenwehr als Verbrechen an der Menschlichkeit. Die Reihe ließe sich endlos lang fortsetzen.

Wie manipulativ die Damen und Herren der ARD vorgehen (nicht nur die der ARD, die des ZDF nicht minder), hat sich auch wieder bei der Berichterstattung zum Tode Ariel Scharons gezeigt, ich habe das ja schon anklingen lassen in meinem letzten Beitrag.

Dass man von Manipulation sprechen muss, zeigt ein wunderbarer  Beitrag Ulrich Sahms, der  am Beispiel der Berichterstatter Carsten Kühntopp  und Torsten Teichmann die Machenschaften der Nachrichtenverdreher deutlich macht:

Die Reality-Show der ARD am Grab von Scharon

Ulrich Sahm

Der Tagesspiegel hatte schon vor dem Begräbnis prophezeit: „Viele Israelis werden den Tod des einstigen Regierungschefs allenfalls mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen.“

Tatsächlich wurden über zehntausend schulterzuckende Trauernde mit 150 vom Verteidigungsministerium bereitgestellten Bussen zur Knesset in Jerusalem und anschließend zum Friedhof in der Nähe der Scharonfarm gekarrt, weil Autobahnen und Zufahrtsstraßen für Privatfahrzeuge gesperrt waren.

Auch bei der ARD in Tel Aviv hat der überraschende Tod des 85-Jährigen tiefe emotionale Spuren hinterlassen.

weiterlesen kann man hier : achgut, „Die Reality-Show  der ARD am Grab von Scharon“

Leider sind die heutigen Nachrichtensprecher und Moderatoren der Nachrichtensendungen längst an die Stelle der Hohen Geistlichkeit früherer Jahrhunderte getreten, von der Kanzel ihrer Sendestudios herab verkündigen sie dem Medien-gläubigen Volk die Botschaft der ewigen Wahrheit der Nachrichtenagenturen… und  wie in den finsteren Zeiten des Mittelalters gibt es nur wenige im Volk, die diese verkündete Wahrheit nicht für wahr halten und bare Münze nehmen…

Diese Aufklärung steht noch aus!

Soviel Hass und Häme… 12. Januar, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", gesellschaft, israel, meine persönliche presseschau.
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Verdrehung der Tatsachen und freche Lügen hat es angesichts des Todes eines ausländischen Politikers  in der deutschsprachigen Presse- und Medienlandschaft selten gegeben.

Es kommt mir so vor, als wollten  viele Journalisten noch mal ihr Mütchen kühlen an einem Mann, der in keines ihrer gängigen Schemata zu passen schien, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht eifrig genau die Schemata lastigen Vorurteile in ihren „Nachrufen“ bedienen, die dazu geeignet scheinen, den Toten im nur denkbar schlechtesten Licht erscheinen zu lassen. Selbstverständlich greifen sie in ihren nachtragenden Worten auf die vielen Berichte zurück, die schon bei ihrem ersten Erscheinen durch die pro-palästinensische Brille gefärbt waren  und so – nahezu ungefiltert der arabischen Propaganda entsprechend – über die jeweiligen Ereignisse berichteten.

Schlimmer noch als die Berichterstattung in den (Online-)Medien sind die dort anzutreffenden Kommentare. Überbordender Hass auf einen Mann weitet sich aus, der wie kaum ein anderer politischen und militärischen  Pragmatismus,  Kompromissfähigkeit im Umgang mit den arabischen Friedenswilligen,   wie die Kompromisslosigkeit gegen die erklärten Gegner Israels  gleichermaßen verkörpert.

Ariel Scharon ist tot.

Er starb gestern im Alter von 85 Jahren.

Seiner Familie gilt mein Mitgefühl, seiner Person mein ehrender Respekt vor seiner großen Lebensleistung, die ganz sicher vor dem Hintergrund der realen Erfahrung von Gefahr für jüdisches Leben in einer feindlich gesinnten Umwelt  gesehen werden muss.

Ich verzichte darauf, hier die entsprechenden Links zu den „Nachrufen“ oder zu den widerwärtigen Kommentaren in den sozialen,  arabisch-muslimisch dominierten Netzwerken zu setzen.

Diese Stellungnahmen aber seien hier  verlinkt:

Ulrich Sahm zum Tode Ariel Scharons.  Gefunden bei www.honestly-concerned.org

Claudio Casula: Larger Than Life,   bei „Spirit of Entebbe

„Ariel Scharon ist tot“   von „fidelche“  bei mission impossible

Unsere Nachrichten werden vermutlich dem deutschen Publikum die Freudenfeiern der Palästinenser  zum Tode Ariel Scharons vorenthalten,  hier der Hinweis darauf.  

Silvester verschlafen … 7. Januar, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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und auch danach nicht wirklich wach….

Krank bin ich – deshalb fiel auch die Silvesterfeier mit den Freunden in Kassel aus – , und es fehlt mir auch einfach die Kraft das alles aufzuschreiben, was mir so im Kopf ‚rumgeht angesichts der vielen Nachrichten oder einfach nur so.

Es ist nichts Schlimmes, nur eine blöde Erkältung, die mir einen dumpfen Kopf, Triefnase, nächtliche Hustenattacken und eine große Mattigkeit beschert und mich überwiegend ins Bett, bzw. aufs Sofa  zwingt.

Aber ich bin ja nicht ganz unschuldig an dieser mieslichen Lage, statt in der vergangenen Woche gleich am Montag beim ersten Anzeichen sofort einen Arzt aufzusuchen und mich auf die gute moderne Medizin zu verlassen, habe ich es erst mal mit Hausmittelchen probiert… Schleimlöser, Rotlicht, sanfte Präparate aus der Apotheke. Nichts hat es genutzt. Nun stehe ich etwas belämmert da, denn eigentlich wollen der Liebste und ich am Freitag in den Skiurlaub starten und unser 40-jähriges Kronplatz-Jubiläum vor Ort feiern. Selbst wenn ich bis Freitag dank der guten Medizin wieder beschwerdefrei sein sollte, die vor Weihnachten so mühsam antrainierte Kondition ist komplett dahin…. nix mit Schwung, Kraft und Ausdauer die Pisten erfahren…

„Dumm gelaufen!“, kann ich nur sagen… und „hätte“, „wenn“ und „aber“ verkneife ich mir!

Passt nicht zum ersten Tag des Neuen Jahres… 1. Januar, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", israel, meine persönliche presseschau, terrorismus.
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Am ersten Tag eines neuen Jahres müsste man über all die guten Wünsche für die Lieben, die Freunde, die Menschheit überhaupt schreiben, über den Frieden, den man allen wünscht und das Glück für das Neue Jahr.

Da passt es gar nicht gut, wenn man über ein anderes Thema schreibt,  eines, das bei manchen Leuten schon Pickel auslöst, sobald sie den ersten Satz gelesen haben…  leider, leider weiß ich, dass das so ist. Nun denn, ich nehme die Pickel bei anderen  in kauf, das Stirnrunzeln allemal und auch die Tatsache, dass mich manche für unverbesserlich halten, weil ich immer noch nicht im Mainstream der „kritischen Freunde Israels“ angekommen bin und wie sie „die kritischen Freunde“ (im weiteren Verlauf des Posts „k.F.“ abgekürzt),  den Siedlungsbau für das allergrößte denkbare Friedenshindernis auf Gottes schönem Erdboden halte. Denn der Friede ist ja nach Meinung der „k.F.“  nicht nur in Nahost bedroht, nein, weltweit ist er bedroht, weil die Israelis „Siedlungen“*** bauen und die Palästinenser sich dagegen zur Wehr setzen.

Den armen palästinensischen und von Israel unterdrückten Menschen bleibt nämlich nach der internen Logik der „k.F.“  nichts anderes übrig, als sich in heimtückischer auf alle nur mögliche Weise gewaltsam gegen die jüdische Übermacht zur Wehr zu setzen. „Jüdisch“ schreibe ich  übrigens deshalb, weil ja auch Nichtjuden nicht nur Bürger des Staates Israel sind, sondern sogar im israelischen Parlament sitzen und hohe Ämter in der Verwaltung des Landes innehaben. Und da wollen wir doch nicht die arabischen Brüder im Staat Israel gleich mit zu den zu bekämpfenden Feinden der arabischen Palästinenser erklären,  nicht wahr? Das wäre ja widersinnig! Es ist allerdings eine interessante Tatsache, dass die israelischen Araber gar nicht auf den Gedanken kommen, im „Herrschaftsbereich“ des Herrn Abbas, seiner Fatah oder gar der Hamas „siedeln“ zu wollen….

Widersinnig ist allerdings und  erst recht die Forderung Abbas‘ nach einem „judenreinen“ Palästina, schließlich kennen wir doch hierzulande das schöne Sprichwort, „wie du mir, so ich dir“ oder auch „was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“. Also auf gut deutsch, wenn nicht-jüdische Araber in Israel wohnen, dürfen auch nicht-arabische Juden in „Palästina“***³ wohnen – oder so ähnlich.

Dürfen sie aber nicht, nach Meinung der „k.F.“. Dort behindern sie nämlich den Frieden.

Kein Friedenshindernis sind hingegen die Mörder und Verbrechen, die Israel jetzt als Zeichen des guten Willens,  für eine friedliche Zukunft verhandeln und sorgen zu wollen, frei gelassen hat. Damit es nicht so auffällt, warum diese Freigelassenen jemals in israelischen Gefängnissen saßen (nach einem ordentlichen Prozess übrigens und nicht einfach mal nur so auf Verdacht wie die, die Herr Obama eigentlich aus Guantanamo….), spricht man einfach nur von den „Gefangenen“ oder „Verurteilten“, und verschweigt, dass diese „Nicht-Friedenshindernisse“ allesamt verurteilt wurden, weil sie Israelis nach dem Leben trachteten und entsprechend handelten.

Mörder und Totschläger jüdischer Israelis***²  wurden frei gelassen und von den Offiziellen der palästinensischen Selbstverwaltung unter Jubel und Hurra in Empfang genommen, zu Helden erklärt, geherzt und geküsst.

Das muss der wahre Friede sein, nicht wahr?

Friede, der Vertrauen schafft, der den Juden in Israel zeigt, „habt keine Angst, wir wollen in Frieden mit Euch leben!“

Als besonders vertrauensbildende Maßnahme kann man das Statement eines freigelassenen Mörders aus Gaza begreifen, der vor der laufenden Kamera beteuert, er bedaure NICHTS, würde alles noch mal so machen.

Ich habe die Berichterstattung in der ARD gestern Abend in der Tagesschau gesehen und konnte es nicht fassen! Eigentlich hätte der Korrespondent vor Ort mit dem Finger auf diesen Mann zeigen und sagen müssen:

„Das ist das offen erklärte Friedenshindernis für das Zusammenleben zwischen Arabern und Juden im Nahen Osten! Ihr lieben Leute in Deutschland, seht und hört und begreift!“

Hat er nicht gesagt.

Stattdessen erfahren wir im gleichen Beitrag, dass Herr Abbas erst zu Friedensgesprächen bereit ist, wenn auch der letzte verurteilte Mörder und Totschläger frei gekommen ist und  darüber hinaus  darf der Moderator wieder mal fordern, dass Israel den Siedlungsbau einstellt.

Frohes Neues Jahr allerseits!

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*** Siedlungen – hier bei uns in Deutschland ist häufig von „Neubausiedlung“ die Rede, wenn Ortschaften neue Wohnhäuser auf ihrem bisherigen Gebiet errichten.  SO IST DAS BEI DEN „Siedlungen“ AUCH!!! In bereits bestehenden Wohngebieten werden um neue Wohneinheiten gebaut! Aber es macht sich natürlich für die anti-jüdische Propagandamaschine der „k.F.“ viel besser, dies nur sehr verschämt im dritten Nebensatz zu erwähnen und dadurch den Anschein zu erwecken, es würden ständig neue Dörfer und Ortschaften errichtet!

***² Nicht nur jüdische Israelis waren Opfer der Mörder und Totschläger, auch Araber und Palästinenser denen andere Palästinenser vorwarfen, mit Israelis zu kooperieren! Eine besonders perfide Form von „Friedensbereitschaft“, nicht wahr?! Wer mit Israelis kooperiert wird umgebracht.

Ich verweise auf zwei Berichte aus der Bloggerwelt:

Bei „heplev – abseits vom mainstream“  Sehr, sehr problematisch

Beer 7 schreibt: Mörder, keine Freiheitskämper II

***³  Palästina – nachdem uns lange genug Sand in die Augen gestreut wurde durch die wunderbar funktionierende arabisch-palästinensische Propaganda, glauben viele Menschen hierzulande, mit „Palästina“ sei das auch so genannte „Westjordanland“ gemeint. Ausnahmsweise beziehe ich mich in diesem Post auf diese Deutung, allerdings nicht ohne darauf hinzuweisen, dass Herr Abbas nur für „den Westen“ vom „Westjordanland“ als „Palästina“ spricht, für alle anderen Ohren meint er das ganze Gebiet „Vom Fluss bis zum Meer“, also vom Jordan bis zum Mittelmeer, inclusive dem Staatsgebiet Israels!