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Jerusalem…. 29. März, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", islam, israel, judentum, meine persönliche presseschau.
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Wieso, so frage ich jetzt einfach mal ganz provokativ, wird Jerusalem immer als die Stadt der drei monotheistischen Religionen bezeichnet?

Vollkommen unstrittig ist doch, dass Jerusalem seit 3000 Jahren das Zentrum des Judentums ist.

Vollkommen unstrittig ist auch, dass das Christentum in Jerusalem seinen Anfang nahm.

Aber wieso der Islam?

Weil Araber  Moscheen gebaut haben nachdem sie Jerusalem erobert hatten und ihnen dabei einfiel, dass Mohammed die Geschichte seines nächtlichen Ritts erträumt hatte und ein angeblicher Abdruck eines Hufes den Felsen ziert, auf dem der Felsendom errichtet wurde?

Wie jedermann weiß, nahm der Islam seinen Anfang in Saudi-Arabien. Das Zentrum des Islam ist Mekka. Jerusalem wird nicht einmal im Koran erwähnt, geschweige denn eine besondere Stellung zugesprochen. Erst nach der gewaltsamen Eroberung der Stadt wurde auf dem Gelände des vormalig heiligsten Ortes der Juden eine Moschee errichtet, ganz im Zeichen der Eroberer: „Seht her, hier herrschen wir jetzt!“ Mit Islam hat Jerusalem nur insofern etwas zu tun, als Islam ja bekanntlich „Unterwerfung“ bedeutet, und das haben die Eroberer den Bewohnern  – Christen und Juden –  Jerusalems ganz schnell beigebracht. Daran konnten auch die zur Befreiung Jerusalems herbei geeilten christlichen Heere nur vorübergehend etwas ändern. Aber man nimmt es ihnen – den christlichen Heeren und ihren Befehlshabern – bis heute übel, dass sie überhaupt den Versuch gewagt haben. Die „Kreuzzüge“ gelten nach wie vor als fürchterliches Verbrechen, wohingegen die endgültige Unterwerfung der Stadt und des Unlands sowie  die gewaltsame Eroberung des gesamten vormals christlichen  östlichen und südlichen Mittelmeerraums unter den Islam als vollkommen „normal“ erachtet wird.

Übrigens gilt diese Prämisse – Islam ist das normale Herrschaftssystem im Nahen Osten – bis heute, könnte sich sonst die EU so vehement dafür einsetzen, dass Jerusalem geteilt wird und den Palästinensern das Recht eingeräumt wird, dort die Hauptstadt ihres in Planung befindlichen Palästinenserstaates****  zu errichten, wohingegen kein einziger europäischer Staat Jerusalem als Hauptstadt des bereits bestehenden jüdischen Staates Israels anerkennt und man beinahe  stillschweigend zusieht, dass die Palästinenser die jüdische Geschichte und Verbundenheit Jerusalems mit dem jüdischen Volk leugnen?! Erinnert sich noch jemand an die Olympischen Sommerspiele in London und an den Einmarsch der „palästinensischen Mannschaft“ mit ihrer „Hauptstadt“    (Ost) Jerusalem?

Wieso ich heute so wenig differenziert und ohne große Angabe von weiteren Quellen darüber schreibe? Weil mich dieser nur mäßig kritische Bericht bei israelnetz zutiefst verärgert!

 

 

*** Wobei die EU sich ja immer noch dem Trugschluss hingibt (und die meisten anderen Befürworter eines Palästinenserstaates gleich mit), dass sich dieses Gebilde auf den Bereich von Judäa und Samaria  (von Israel-FreundenKritikern  meistens als „Westbank“ bezeichnet) beschränken wird. Die Araber sehen das jedoch ganz anders, sie meinen mit dem Staat  „Palästina“  das ganze Gebiet vom „Meer bis zum Fluss“…. und dann wäre das mit der palästinensischen Hauptstadt Jerusalem ja auch wieder irgendwie stimmig….  Ironie aus!

 

 

 

 

 

 

Auf den Punkt gebracht… 26. März, 2014

Posted by Rika in araber-"palästinenser", islam, israel, politik.
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… von Ulrich Sahm:

 

„Anerkennung Israels als Staat des jüdischen Volkes“ ist der neueste Knackpunkt bei den israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen. Premier Netanjahu will damit ein „Ende des Konflikts“ erreichen. Für Palästinenser ist die Forderung untragbar, weil sie ihrem „Narrativ“ ein Ende setzt: Anspruch auf das ganze Land, Rückkehrrecht für Flüchtlinge, der Vorstellung, dass Israel ein künstlicher Kreuzfahrerstaat sei und im Gebiet der islamischen „Ummah“ nichts zu suchen habe.

Israels Premier Benjamin Netanjahu fordert die Palästinenser auf, Israel als „Staat des jüdischen Volkes“ anzuerkennen.

 

Das, was doch eigentlich mit der etwas schwammigen Formel „Existenzrecht Israels“ gemeint ist, scheint aber nicht allen Akteuren und  Beobachtern des Friedensprozesses klar zu sein. Dabei ist Israel doch explizit als Staat des jüdischen Volkes gegründet und aufgebaut worden.

Sowie Abbas den „Staat des jüdischen Volkes“ anerkennt, müsste er zustimmen, dass Israel nicht gleichzeitig der Staat des palästinensischen Volkes sein könne. Rund 5 Millionen palästinensische Flüchtlinge in Libanon, Syrien, Jordanien und in den Autonomiegebieten müssten auf ihr vermeintlich im Völkerrecht verankertes „Recht auf Rückkehr“ verzichten. Die Flüchtlinge und ihre Kindeskinder könnten bestenfalls in den künftigen palästinensischen Staat ziehen, was Abbas jedoch ablehnt. Sonst hätte er längst die in seinem Herrschaftsbereich in Flüchtlingslagern lebenden Palästinenser voll integriert. Sie werden bis heute von der UNWRA (UNO-Flüchtlingshilfe-Organisation, die exklusiv für die palästinensischen Flüchtlinge zuständig ist) mit Nahrungsmitteln versorgt und schicken ihre Kinder in UNO-Schulen.

 

Dabei betreffen die Verhandlungen um die „Identität“ Israels als jüdischem Staat, wie Ulrich Sahm klar macht, nicht nur die politischen Verhältnisse, er weist gleichzeitig darauf hin, dass im Selbstverständnis des Islam kein Land aufgegeben, bzw. dauerhaft unter „nichtislamische Herrschaft“ gestellt werden darf, das jemals zu muslimischen Ummah gehört hat:

Netanjahus Forderung beinhaltet ein weiteres Element, das Abbas keinesfalls akzeptieren kann: das Ende des Konflikts. Gemäss palästinensischer Vorstellung sollen auch nach der Unterzeichnung eines Friedensvertrages ihre Ansprüche auf Jaffo, Haifa, Ramle oder Lod gelten. Hinzu kommt ein islamischer Glaubenssatz, gegen den Abbas keinesfalls verstossen darf, wenn er sich nicht alle Sympathien in der arabisch/islamischen Welt verspielen will: Alles Land, das jemals vom Islam „befreit“ worden ist, darf niemals mehr an „Ungläubige“ zurückfallen. Das gilt für Spanien, den Balkan und erst recht für Israel.

 

Wie sehr die Tücke im Detail steckt beschreibt Ulrich Sahm, wie immer völlig frei von unangemessener Polemik .

Den ganzen Text gibt es bei audiatur .

 

 

Für das Leben… 25. März, 2014

Posted by Rika in familie, gesellschaft, meine persönliche presseschau.
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… zu demonstrieren kann ganz schönen Unmut hervorrufen.

Das jedenfalls mussten einige wenige Demonstranten erfahren, die in Münster für das Leben ungeborener Kinder eintraten und sich gegen Abtreibungen stark machten.

Für „das Leben“  machen sich aber auch diejenigen stark, die anders als die Abtreibungsgegner das uneingeschränkte Recht der Frau auf ein selbstbestimmtes Leben fordern – ein Leben, das vielleicht durch eine Schwangerschaft nicht mehr „lebenswert“ erscheint?

Kann man so Leben gegen Leben aufrechnen?

Als die ersten großen öffentlichen Debatten um die Freigabe des Paragraphen 218   aufbrandeten und prominente Frauen selbstbewusst verkündeten „Ich habe abgetrieben“ oder „Mein Bauch gehört mir!“ war ich selbst eine junge Frau Anfang / Mitte Zwanzig, frisch verheiratet, neu im Job und natürlich unglaublich emanzipiert und aufgeschlossen… so nannte man es damals schon, wenn man zugunsten neuer Ideen oder Denkweisen alte Regeln und Denkmuster nicht nur kritisch hinterfragte, sondern im Überschwang des eigenen modernen Lebensgefühls bereit war diese gleich ganz über Bord zu werfen.

Warum, so argumentierte auch ich, sollte es Frauen nicht vom Gesetz erlaubt sein, eine ungewollte Schwangerschaft zu „unterbrechen“?   Ja, das war damals die Redewendung, so als könne man zu einem beliebigen Zeitpunkt die soeben endgültig beendete Schwangerschaft wieder aufnehmen. Aber „Unterbrechen einer Schwangerschaft“ hörte sich eben viel ziviler an als „Tötung eines ungeborenen Kindes“ . Das, so scheint mir, hat sich bis heute nicht wesentlich geändert.

Was sich aber grundsätzlich geändert hat gegenüber den frühen 70-er Jahren als die Diskussionen und Debatten überaus engagiert und leidenschaftlich geführt wurden, ist die deutlich bessere Aufklärung der Heranwachsenden über den Zusammenhang von Geschlechtsverkehr und Schwangerschaft und die Möglichkeiten, ein nicht ins Lebenskonzept passendes Kind durch wirksame Maßnahmen der Verhütung gar nicht erst zu zeugen, sprich, entstehen zu lassen.  Darum sollte meiner Ansicht nach an dieser Stelle mit allem nötigen Nachdruck  Jungen wie Mädchen, (jungen) Männern wie (jungen)  Frauen bereits die Verantwortung für das, was in unserer Gesellschaft „sexuelle Freizügigkeit“  genannt  (und genossen) wird auferlegt werden.

Geändert hat sich  auch die gesellschaftliche Akzeptanz unehelicher oder vorehelicher Schwangerschaften. Waren diese in meiner Kindheit und Jugend noch Anlass für schamhaftes Verschweigen oder Verschwinden aus der Öffentlichkeit und lastete damit auf den betroffenen Frauen und Familien ein mehr oder weniger schwerwiegender Makel, so ist es heute nahezu „normal“, dass Kinder vor der Eheschließung gezeugt werden, junge Leute bewusst zwar auf die Eheschließung, nicht aber auf Kinder verzichten,   oder Kinder in sogenannten Einelternfamilien heranwachsen.

Dennoch ist das Problem ungewollter Schwangerschaften  keinesfalls aus der Welt, besonders nicht für (junge)  Mütter, die ohnehin in schwierigen sozialen und / oder emotionalen Verhältnissen leben.

Und sicher ist auch eine ungeplante Schwangerschaft für eine Frau, die einem attraktiven Beruf nachgeht oder gezwungen ist, ihren Lebensunterhalt alleine zu verdienen, alles andere als ein Wunschkonzert – und so kann sich schon die Frage stellen: „Mein Leben gegen das des nicht gewollten Kindes?“   Leben gegen Leben?

 

Für mich hat sich mein Leben mit der Geburt des ersten unserer vier Kinder grundsätzlich geändert, besser gesagt meine Einstellung zur Beantwortung dieser Frage. So ist für mich aus dem „Leben gegen Leben“ ein beinahe bedingungsloses „Für das Leben des ungeborenen Kindes“ geworden.

„Beinahe bedingungslos“ sage ich.

Denn ich kann mir vorstellen, dass es tatsächlich Konstellationen gibt, die für eine  Frau derartig lebensfeindlich sind, dass ein Schwangerschaftsabbruch als allerletzter Ausweg offen bleiben sollte. Das aber erst, wenn alle anderen Möglichkeiten der Hilfe und der Solidarität ausgeschöpft sind.  Abtreibungen müssen die absoluten Ausnahmen  bleiben, denn, das ist meine tiefe Überzeugung,  mein Bauch gehört zwar mir und ich bin für ihn verantwortlich, aber ich habe nicht grundsätzlich das Recht, über das Leben eines Menschen zu entscheiden. Ich will hier bewusst NICHT meinen Glauben ins Spiel bringen, weil ich unabhängig von jeder Religion und jedem Glauben das Recht auf Leben als das höchste Gut ansehe, mit dem wir in größter Verantwortung umzugehen haben. Das schließt das Recht der Frau auf ein selbstbestimmtes Leben mit ein, vor allem aber gilt es unterschiedslos allen Menschen, deren Leben mit dem Akt der Zeugung beginnt.

 

 

Wie emotionsgeladen und leidenschaftlich die Debatte immer noch geführt wird, zeigen diese      Berichte  über die Demonstration der Abtreibungsgegner in Münster und die Reaktion der Befürworter.

Man kann sicher darüber streiten, ob ein Einsatz „Für das Leben“ in dieser Weise sinnvoll ist, und es gehört ganz sicher auch in einem Rechtsstaat dazu, dass die unterschiedlichen Meinungen offen ausgetragen werden können und eine Demonstration mit einer  Gegendemonstration beantwortet wird.  Man kann aber wohl kaum darüber streiten, dass diese Auseinandersetzung mit offenem Visier ausgetragen werden muss. Von daher habe ich gar kein Verständnis für die Leute, die zwar ein unbedingtes Recht auf Abtreibung einfordern und sich gegen die Abtreibungsgegner wenden, sich aber vermummen, um entweder grundsätzlich nicht erkannt zu werden oder im Schutz der Vermummung körperliche Attacken gegen die friedlich demonstrierenden Abtreibungsgegner zu führen.

 

Tja… 19. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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vielleicht sind der Meinige und ich ja doch schon aus dem „richtigen“ Alter in dem man schwungvoll und glücklich die Pisten hinunter saust.

Schwungvoll und glücklich waren wir zwei schon noch und eigentlich auch ganz gut auf den Beinen / Füßen / Skiern unterwegs.

Aber die ollen Sulzschneebuckel hatten wir zwar auf der Rechnung, aber dennoch die Rechnung ohne sie gemacht. Mich erwischte es gleich am ersten Tag nachdem ich voller Wonne und purer Glückseligkeit das schon mehrfach erwähnte Einfahren auf Spitzhorn und Marchner problemlos absolviert hatte.  Im unteren Ruis-Teil  gerieten mir die Ski im dicken Sulz nur kurz übereinander, aber das reichte um mich hinzulegen…. nun ziert ein riesiges tiefrotschwarzblaues  Gemälde meine linke Hüfte. Den Meinigen traf es im unteren Teil der Speikboden-Talabfahrt nachdem er voller Elan und mit Lust und Wonne weiter oben alle Pisten gefahren war. Ihm demolierte im Sturz der Ski die linke Wade, was sein Laufen extrem beeinträchtigte und das Skifahren gänzlich unmöglich machte. (Kein Beinbruch, nur eine fürchterliche  Prellung mit großem Hämatom… blöd genug!)

Da saßen wir zwei dann zunächst etwas bedröppelt und  jeweils linksseitig geschädigt in der schönen Südtiroler Sonne, hatten aber doch das große Glück, dass wir ohne allzu großes Zwicken mit dem Auto die malerische Schnee- und Bergwelt erkundigen konnten…. was wir auch ausführlich taten!

Wieder zurück in Deutschland ist uns die Lust aufs Skifahren keinesfalls vergangen. Wir haben vielmehr beschlossen, es noch einige Jahre zu versuchen… mit Lust und Schwung und Wonne über die Pisten und auch durch die Sulzbuckel, bis wir dann wirklich nicht mehr können….

Ein Gutes hatten die früh erlittenen Blessuren, wir haben Zeit gehabt für die vielen Schönheiten in Stadt und Land, die wir bestimmt nicht zu sehen bekommen hätten, wenn wir jeden Tag Ski gelaufen wären. So war es ein wunderbarer Winterurlaub in herrlicher Landschaft und bei traumhaftem Wetter.

Danke sagen wir dafür und auch dafür, dass wir vor Schlimmerem bewahrt blieben.

 

Die Veilchen blühen schon … 7. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen, familie, Kinder - Famile, Sport.
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… im Gärtchen neben Krokussen und Schneeglöckchen.

Die Sonne scheint, die Vögel lärmen in den Büschen und Bäumen,  es ist Frühling! Unverkennbar!

Und wir fahren in den Schnee.

Das erscheint mir heute irgendwie gar nicht so richtig zu stimmen, viel besser würde es zum Wetter passen auf  die Wiese zu fahren, Blumen zu pflanzen, die Nase in den Wind zu halten und den Maulwurf zu vergraulen, der vermutlich inzwischen seine eifrige Buddeltätigkeit ohne größere Störungen durch menschliche Wesen auf der gesamten Wiese verrichtet…. im Januar fanden wir ja schon eine Hügellandschaft vor….!

Meinem Rücken würde allerdings weder Gartenarbeit auf der Wiese noch Skifahren gefallen, zwar kann ich  wieder ein bisschen durch die Gegend laufen und kleinere Tätigkeiten im Haus übernehmen, aber an Skifahren mag ich eher nicht denken, allenfalls könnte ich es auf der Miara versuchen, einer Anfängerpiste, die ein nur ganz leichtes Gefälle hat und ohne größere Herausforderungen zu bewältigen ist. Meine Freunde, denen ich mein Leid klagte, meinten allerdings, so wie sie mich kennen, würde ich ganz bestimmt die Zähne zusammenbeißen und mich von so einem bisschen Zwicken nicht aufhalten lassen und auch die roten Pisten nicht auslassen (schwarze fahre ich mancher Zipperlein wegen nicht mehr). Sie könnten sich diesmal allerdings  täuschen…

Wenn ich  so zurückdenke, haben wir uns auch früher immer wieder mal auf den Weg in den Schnee gemacht wenn und obwohl  hier bei uns schon die Narzissen und Forsythien blühten. Wir sind oft mit den Kindern zur Familien-Ski-Freizeit nach Südtirol gefahren und da die Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern anreisten, war es meistens „um Ostern“, wenn fast alle Schüler (und Lehrer) in Deutschland Ferien hatten. Manchmal lag Ostern schon ziemlich spät im April, dann grünten unten in Bruneck bereits die Bäume, oben auf der Glatze lag nur noch auf den Pisten Schnee und in den Wiesen daneben blühten die wilden Krokusse.   Spätestens ab Mittag wurde der Schnee weich und sulzig, was der Freude der Kinder aber keinen Abbruch tat, mir hingegen auch damals nicht sonderlich behagte. Die jüngeren Kinder bauten nachmittags nach dem Skifahren Buden im Wald, spielten Räuber und Ritter….  oder nahmen am „Kinderprogramm“ teil, wie auch die etwas älteren Kinder  „ihre“ Veranstaltungen hatten. Es waren für die ganze Familie wunderbare, schöne, (beinahe) stressfreie und entspannende Tage!  „Beinahe“ deshalb, weil spätestens um 9.00h die ganze Familie – Vater, Mutter und vier Kinder –  an der Gondelstation zu sein hatte, das war ein ungeschriebenes und ehernes Gesetz! Das hieß, nach dem Frühstück die Skiklamotten anziehen – vorher noch der übliche Gang zur Toilette -, Ski und Stöcke aus dem Skikeller in die Box befördern, Handschuhe, Mütze, Brille, Pass und Skischuhe nicht vergessen, den Rucksack fertig gepackt haben, alle Kinder auf den Sitzen im Auto (mit Kinderrückbank)*** verfrachten, losfahren, einen Parkplatz möglichst nah an der Treppe zur Gondelstation ergattern, Skischuhe anziehen, den beiden „Kleinen“ die Stöcke in die Hand drücken, für uns Eltern die eigenen Ski und die der Jungsbrüder  schultern –  die „Jungsbrüder“ trugen die leichteren Ski  der „Kleinen“  -, losstapfen, keinen dabei verlieren!  An der Gondel warten! Lange warten!   Die Warterei verkürzten wir uns mit Erzählungen der Art „weißt du noch?“, mit Ratespielen oder auch mit lustigen Gesängen, waren doch meistens auch andere Familien aus unserer Gruppe mit uns aufgebrochen.  Manchmal müssten wir die Kinder auch vor allzu rabiaten Dränglern schützen…

Dann wurde irgendwann  eine schnellere Seilbahn gebaut und noch eine zweite und die Warterei verkürzte sich deutlich! Und auch die Kinder wurden groß, konnten ihre Sachen selber tragen und mit unserem  zweiten Auto dank eigenem Führerschein auch schon mal früher oder später losfahren.  

Schön war’s …. und wenn ich so daran denke…..

kriege ich doch Lust auf Schnee, Ski und Pisten!

Die „Kinder“ werden mir fehlen – und angesichts dieser nostalgischen Erinnerungen auch die gute Gemeinschaft in der Freizeit mit Singen, Bibelarbeiten, Doppelkopfrunden, Klönen… und natürlich dem unvermeidlichen „Bunten Abend“!

Der Meinige und ich werden ganz allein unser 40-jähriges Kronplatzjubiläum  trotz und alledem genießen

.

*** Das umfangreiche Gepäck wurde für die An- und Abreise zur Unterkunft in einem Anhänger transportiert, der während der Freizeit auf dem Gelände parkte!

Nun jammern sie… 6. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, familie, gesellschaft, Kinder - Famile, meine persönliche presseschau.
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Der Kirche gehe die Jugend verloren, liest man heute bei idea, und dann folgt eine kurze Zusammenstellung diverser Faktoren, die dazu recherchiert wurden.

Aber konnte man das nicht schon lange kommen sehen?

Was hat denn „die Kirche“ unternommen, wenn ausgerechnet die „Events“, die Jugendliche begeistern,  in den Medien heftigst kritisiert wurden? Nichts, ist mein Eindruck. Was hat „die Kirche“ unternommen, um den Kritikern des „Christivals öffentlich den Wind aus den Segeln zu nehmen? Gar nichts! Vielmehr schweigt „die Kirche“ verschämt wenn gegen christliche Jugendtreffen gewettert wird oder Evangelikale mit Fanatikern gleichgesetzt und zudem in die „rechte Ecke“ gestellt werden. Wer mag sich denn noch zu einem  „lustvollen Christsein“ bekennen, wenn in den Medien und auch von Politikern (Volker Beck ist da zu nennen) gegen junge Christen gehetzt wird?

Glaubt denn „die Kirche“ allen Ernstes, Jugendliche mit sozialdemokratisch angehauchten Parolen oder grünalternativen Schöpfungsbewahrungsappellen in den Sonntagspredigten für das Christsein begeistern zu können? Und meint „die Kirche“, mit  dreimal im Jahr stattfindenden Familiengottesdiensten junge Eltern für engagiertes christliches Alltagsleben werben zu können? Hat nicht schon seit Jahren der Konfirmandenunterricht im Bewusstsein der Jugendlichen in erster Linie dazu zu dienen, den „Wertegewinn“ am Ende in Form von vielen, vielen Talern sicher zu stellen?

Nein, mich wundert das alles gar nicht.

Kirche, die nicht mehr aus dem lebendigen Glauben an Jesus Christus ihre Vitalität und Attraktivität schöpft, wird zu einem bloßen Gutmenschenverein verkommen, das ist so sicher wie das „Amen in der Kirche“!

Nein, und das ist nicht „auch gut so“!!

Volkskrankheit… 4. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen.
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Ich habe Rücken!

Seit gut einer Woche plagt mich ein stechender Schmerz.

Krumm wie ein altes Weib schleiche ich unter Stöhnen und Seufzen durchs Haus, das Liegen im Bett ist auch keine Alternative und kein Stuhl oder Sessel ist geeignet auch nur einige Stunden darauf zu verbringen. So leide ich alternierend im Liegen, Sitzen oder Schleichen.

Natürlich nehme ich Medikamente!

Das Heizkissen braucht dringend eine Abkühlung, sonst schmort es vermutlich gleich durch!

An Morgengymnastik oder die dringend nötige Körperertüchtigung ist gar nicht zu denken – dabei will ich demnächst den Skiurlaub nachholen, der Anfang Januar wegen schwerer Erkältung ausgefallen ist…

Vermutlich habe ich mir die Plage durch das lange Sitzen im Bus eingehandelt.

Wir haben nämlich eine wunderbare Bildungsreise unternommen, die eigentlich auf die „jung gebliebenen Rentner“ – wie wir sie sind – perfekt zugeschnitten war… Der – den meisten Rentnern eigenen – senilen Bettflucht sei Dank konnten die „Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten“ schon in aller Herrgottsfrühe beginnen und erst am späten Nachmittag enden. Die kleinen Pausen reichten gerade aus, gewisse Bedürfnisse der Reisenden wie auch die der einheimischen Andenkenhändler zu befriedigen, waren aber zu kurz, um die Rückenmuskulatur durch aktive Bewegung fit zu halten und auch die Besichtigungen der antiken Wunderwelten verlangten mehr Standfähigkeit denn ausdauerndes Wandervermögen. So ist das nun mal, aber das wusste ich vorher  und deshalb mecker ich ja auch gar nicht….

Ich jammere nur so ein bisschen vor mich  hin, und da das Jammern ja gar nicht schön ist, wenn es keiner hört, der Liebste sich aber gerade im Fitnessstudio für das Skifahren präpariert, bleibt mir gar nichts anderes übrig als hier ein bisschen rumzugreinen.

Danke fürs Zuhören, bzw. für die (hoffentlich! ) verständnisvolle  Anteilnahme  😉  Ich weiß das zu schätzen.

Damit Ihr, werte Leserinnen und Leser, aber auch ein bisschen was zum Schmunzeln habt, sei Euch diese herrliche Glosse empfohlen, die ich bei Spon  entdeckte und die meine Befindlichkeit aufs Trefflichste wiedergibt:

Wunderläufer Achim Achilles hat Rücken – und alle haben gute Ratschläge:

 

Nur das mit dem Ausschlafen hat bisher nicht funktioniert…. Leider!