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Nun jammern sie… 6. März, 2014

Posted by Rika in aus meinem kramladen, christsein und glaube, familie, gesellschaft, Kinder - Famile, meine persönliche presseschau.
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Der Kirche gehe die Jugend verloren, liest man heute bei idea, und dann folgt eine kurze Zusammenstellung diverser Faktoren, die dazu recherchiert wurden.

Aber konnte man das nicht schon lange kommen sehen?

Was hat denn „die Kirche“ unternommen, wenn ausgerechnet die „Events“, die Jugendliche begeistern,  in den Medien heftigst kritisiert wurden? Nichts, ist mein Eindruck. Was hat „die Kirche“ unternommen, um den Kritikern des „Christivals öffentlich den Wind aus den Segeln zu nehmen? Gar nichts! Vielmehr schweigt „die Kirche“ verschämt wenn gegen christliche Jugendtreffen gewettert wird oder Evangelikale mit Fanatikern gleichgesetzt und zudem in die „rechte Ecke“ gestellt werden. Wer mag sich denn noch zu einem  „lustvollen Christsein“ bekennen, wenn in den Medien und auch von Politikern (Volker Beck ist da zu nennen) gegen junge Christen gehetzt wird?

Glaubt denn „die Kirche“ allen Ernstes, Jugendliche mit sozialdemokratisch angehauchten Parolen oder grünalternativen Schöpfungsbewahrungsappellen in den Sonntagspredigten für das Christsein begeistern zu können? Und meint „die Kirche“, mit  dreimal im Jahr stattfindenden Familiengottesdiensten junge Eltern für engagiertes christliches Alltagsleben werben zu können? Hat nicht schon seit Jahren der Konfirmandenunterricht im Bewusstsein der Jugendlichen in erster Linie dazu zu dienen, den „Wertegewinn“ am Ende in Form von vielen, vielen Talern sicher zu stellen?

Nein, mich wundert das alles gar nicht.

Kirche, die nicht mehr aus dem lebendigen Glauben an Jesus Christus ihre Vitalität und Attraktivität schöpft, wird zu einem bloßen Gutmenschenverein verkommen, das ist so sicher wie das „Amen in der Kirche“!

Nein, und das ist nicht „auch gut so“!!

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Kommentare»

1. theomix - 6. März, 2014

Ich kann in den Statement von Schneider und Bedford-Strohm keinen Jammerton entdecken. Schlimmstenfalls kann man den beiden an einigen Stellen Schönreden vorwerfen. Auch der Bericht von idea ist nüchtern und sachlich.
Der Vorwurf von“ sozialdemokratisch angehauchten Parolen oder grünalternativen Schöpfungsbewahrungsappellen“ kenne ich aus der konservativen Ecke, nun gut. Ich nehme wahr: Das Herz des Protestantismus schlägt an der Basis. Und dort geschieht, was in evangelischen Gemeinden eben so geschieht: ein redliches Ringen, dass die Botschaft ankommt.
Es ist ungewohnt, aber wichtig, aus soziologischer Sicht die Gegenwart (besser vielleicht: das gegenwärtige Bild der Kirche) analysiert zu bekommen. Das hält den Spiegel vor. Gibt keine Rezepte.

2. Rika - 6. März, 2014

Nun ja, jammern ist vielleicht etwas zu sehr zugespitzt formuliert und auch sonst stelle ich mich deiner sachlichen Kritik an meinem Beitrag!
Aber ich habe erlebt, wie die Kirche in den letzten Jahren Weichen gestellt hat, die aus meiner Sicht nicht unbedingt prosperierende Gemeinden zur Folge hatten. Heute Morgen war ich noch ziemlich aufgebracht über den Artikel, vielleicht hätte ich ihn mit etwas mehr Abstand sachlicher formuliert. Außerdem rede ich natürlich von meiner freikirchlichen Warte aus und habe nur mittelbar Einblick in die Personal- und Finanzpolitik der Landeskirche Hannover. Für mich ist eine sehr intensive Kinder- und Jugendarbeit eine unbedingte Notwendigkeit für jede Gemeinde, sei sie nun freikirchlich, evangelisch oder katholisch und es macht mich mehr wütend als traurig wenn ich durch befreundete „Hauptamtliche“ mitkriege, dass „die Kirche“ genau da den Rotstift ansetzt. Und darauf beziehe ich mich auch mit meinem „Jammern“ – siehe Titel des Berichts!
Als ich jung war, hatte der Gedanke zur Bewahrung der Schöpfung wie er in der Kirche verkündet wurde, noch ein Alleinstellungsmerkmal, in der allgemeinen gesellschaftlichen Debatte, das war noch vor der Gründung der Grünen…. ist lange her! Inzwischen ist das aber anders! Gleiches gilt für „soziale Gerechtigkeit“ oder gesellschaftliches Engagement. Sicher ist das immer noch ein Kernthema christlicher Verkündigung – in Anlehnung an die Bergpredigt, z.B., aber dabei darf es doch nicht bleiben! Und wenn ich die Diskussion zum diesjährigen Fasten verfolge, in der die Verwendung bzw. Auslassung typisch „frommer“ Begriffe empfohlen wird, frage ich mich allen Ernstes, was die Kirche denn an wesentlichen Angeboten für die Menschen von heute hat, die nicht genauso gut von Sportvereinen oder politischen Parteien gemacht werden könnten!
Da komm ich nicht mehr mit.
Sollten wir Christen nicht unabhängig vom Zeitgeist in erster Linie Christus „verkündigen“? Und geht nicht immer noch von IHM selbst die Kraft aus, die Menschen auch heute noch anspricht und fasziniert und zum Leben führt?

3. theomix - 6. März, 2014

Danke für den Kommentar zu meinem!
1.: Geht nicht. Der Zeitgeist ist der Kamm, auf dem der Heilige Geist seine Melodien pfeift.
2. Frage: Aber ja.

4. Rika - 7. März, 2014

🙂
Der Heilige Geist pfeift auf dem Kamm….
Nun denn, ich würde ihn zwar ein bisschen anders beschreiben, aber wie heißt es schon in der Bibel: „Der Wind (Geist) weht wo er will!“ Joh. 3,8 …… warum soll er nicht auch durch den „Kamm des Zeitgeists“ kräftig wehen….

Sollte ich ihm das verwehren (wollen)?


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