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Nach einer Woche auf der Wiese… 27. Juli, 2014

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, terrorismus.
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ohne Fernsehnachrichten, Zeitungen oder PC und nur mit dem Smartphone unterwegs, bin ich jetzt wieder in heimischen Gefilden „mit Netz“.

Hatte ich gehofft und geglaubt, die anti-jüdische Stimmungsmache  in Form von „Israelkritik“ sei einer nüchternen und objektiven Berichterstattung gewichen, so habe ich mich darin mehr als getäuscht.  Nach wie vor werden in den Nachrichtensendungen der großen Öffis Berichte und Bilder über  Israel und  Gaza manipuliert, dass mir Hören und Sehen vergeht, durch Weglassen wichtiger Informationen ebenso wie durch einseitige Berichterstattung oder  am PC bearbeitetes „Bildmaterial“.

Da darf gestern Abend im BR ein „geborener Palästinenser“ Bericht erstatten. Er lebt  schon seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland,   natürlich wurde er von Israel vertrieben und er weiß auch  ganz genau, dass Israel ein Apartheidsstaat ist.  Keine Gegenfrage des Interviewer, wie es denn sein kann, dass einer der obersten Richter im „israelischen Apartheidsstaat“ ausgerechnet ein Araber ist, keine Hinweis darauf, dass Araber im Parlament, der Knesset sitzen oder an den Universitäten lehren, in Krankenhäusern als Ärzte mit Israelis zusammen arbeiten, ganz ohne Schilder, ohne die ein Apartheidsstaat doch sonst nicht auskommt: „XXX unerwünscht“ oder  „Für YYY verboten“, wie man sie z.B noch aus den 60er Jahren in USA kennt oder aus Südafrika oder aus dem faschistischen Deutschland, in dem „Juden unerwünscht“ waren und zunächst aus dem öffentlichen Dienst entfernt wurden und  später aus dem ganzen Land…  bis zur Vernichtung der europäischen Juden.

An anderer Stelle wird vom „Völkermord in Gaza“ geredet und so der wirkliche Völkermord an den Juden unter der Herrschaft der Deutschen auf infame Weise relativiert.

Heute berichtete die ARD aus Gaza, der Stadt, die immer wieder  als furchtbares Ghetto, in den letzten Tagen aber immer öfter medial als „platt gemacht“ bezeichnet wird, mit ansehnlichen Bildern von  Trümmern und Bergen aus Schutt garniert. Aber die ARD-Gaza-Bilder von heute zeigen keineswegs die Trümmerlandschaft sondern ein äußerst ansehnliches und hübsches Wohnviertel mit Geschäften und gut gefüllten Marktständen mit allen nur erdenklichen Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. So beklagt ein Händler dann auch nicht die „unaussprechliche Not der Bevölkerung“, nein, er jammert, dass nur die Einheitsregierung im „Palästina“ (gemeint ist Judäa und Samaria, von Kritikern auch „Besetzte Gebiete“ genannt)  Gelder an die Bevölkerung verteilt, die Leute in Gaza aber nichts abbekommen und er, der Händler darum auf seinen schönen Oberhemden sitzen bleibt. Ja, Gaza ist wirklich ein schreckliches Ghetto, „schlimmer als bei Hitler“, wie man auf den Schildern der Demonstrationen gegen Israel zu lesen bekommt.

Wäre ich doch nur auf meiner Wiese geblieben. Dort ärgern uns nur die Wühlmäuse, die die Wiese untertunneln wie die Hamas den Gazastreifen an der Grenze zu Israel …  oder der Maulwurf, der Teile der Wiese in eine Berglandschaft verwandeln möchte….

 

Nein, die Nachrichten sind alles andere als gut. Sie machen ärgerlich und wütend über so viel absichtliche Irreführung der Konsumenten, sie machen traurig über die vielen Toten, über die israelischen Soldaten ebenso wie über die Frauen und Kinder in Gaza, die von den eigenen Herrschenden missbraucht statt geschützt zu werden.

Und es macht fassungslos, dass immer noch die veröffentlichte Meinung in den Medien auf Seiten der Hamas zu stehen scheint, obwohl sie es ist, die eine Feuerpause nach der anderen bricht und gar nicht daran denkt, sich auf Verhandlungen mit Israel einzulassen.

Und noch etwas begreife ich ganz und gar nicht, dass auch Nichtmuslime in Deutschland in den großen antijüdischen Protest gegen Israel mit einstimmen. Es ist psychologisch erklärbar, dass hier lebende  Muslime aller Glaubensrichtungen sich in dem gemeinsamen „Feindbild Israel“ zusammenfinden und gemeinsam protestieren, obgleich die Zahlen der Toten im gegenseitigen muslimischen Bruderkrieg in Syrien und Irak um ein Tausendfaches höher sind. Gegen das Sterben ihrer muslimischen Brüder und Schwestern durch ihre muslimischen Brüder und  (vereinzelt auch) Schwestern sind sie nicht auf die Straße gegangen, haben sie nicht demonstriert, sind sie still geblieben. Sie reagieren jetzt, wo sie gegen Juden hetzen und brüllen können. Aber das deutsche Nichtmuslime, die sich weder dem extrem linken, noch dem rechten Spektrum der Gesellschaft zugehörig fühlen in den Chor der Schreihälse gegen Israel einstimmen, das bringt mich völlig aus der Fassung, selbst unter psychologischen Aspekten kann und will ich das nicht nachvollziehen, zumal es ja nicht die dümmsten Leute sind, die einfach nur als Mitläufer auf die Straße gehen. Nie hätte ich geglaubt, dass sich deutsche Intellektuelle im Jahr 2014 für die hirnlosesten Statements bereit finden würden. Das ist nicht einmal mehr beschämende Naivität, das ist blanker Antisemitismus.

Und immer noch vermisse ich klare Worte unserer Regierenden auf Bundes- und Landesebene und ein wirklich effektives Durchgreifen der Polizei gegen jedwede Form antijüdischer Äußerungen.

Wovor haben sie solche Angst? Vielleicht, dass es hier so zugehen könnte wie in Frankreich oder in Norwegen? Wundern würde mich das nicht, weder die Angst, noch das es zu solchen Zuständen kommen könnte. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben, weil wir  stillschweigend  eine islamisch begründete antisemitische Stimmung unter den Migranten  geduldet haben…

 

Den leisen Stimmen der Vernunft will ich her Raum geben und verlinke darum einige Texte:

Ich, Palästinenserin

 

Man hat gewaltbereite Antisemiten gewähren lassen.

 

Hohle Moralpredigten

 

Verhältnismäßig

 

Ein paar Anmerkungen zur Lage

 

Diese Republik ...

 

Nicht dumm stellen…

 

 

Und natürlich sind die Texte von Ruth     und    Lila    immer lesenswert und informativ!

 

 

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