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Wo bleibt der Aufschrei der Muslime? 8. August, 2014

Posted by Rika in islam, politik, terrorismus.
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fragt der Kommentator  bei welt-online…

Im Irak wütet ein unvorstellbar grausamer muslimischer Mob …. und bitte jetzt nicht wieder das besänftigende „Das hat mit dem Islam nichts zu  tun!“

Wenn die Schlächter  von IS  = „Islamischer Staat“  schon in der Zielsetzung ihres mörderischen Tuns ausdrücklich den Islam ins Spiel bringen, hat das sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun. Es mag ja sein, dass die muslimischen Kämpfer von „Islamischer Staat“  eine etwas extravagante Auslegung des Islam befürworten, aber zu sagen, das habe nichts mit dem Islam zu tun, das kann niemand in unserer Gesellschaft länger als Ausrede der schweigenden muslimischen  Mehrheit gelten lassen, die doch so lautstark gegen Israel gewettert hatte. Das gilt jedoch nicht nur für die Muslime selbst, sondern zumindest im gleichen Maße  auch für ihre Unterstützer und Sympathisanten unter den Nichtmuslimen.  Erst recht gilt das für die Friedensbewegten der Grünen und  Linken***, den Mitläufern in der SPD und den heimlichen Unterstützern von CSU und CDU (wenn die vielleicht auch geringer sind als die der übrigen Parteien), nicht zu reden von den seltsamen Gestalten am sogenannten „rechten Rand der Gesellschaft“.

Ja, es gilt sogar für die christlichen Verbände und Gemeinschaften in unserer Gesellschaft, die viel zu lange dem schrecklichen Wüten stumm zugesehen haben und allenfalls die verfolgten christlichen Brüder und Schwestern in ihre Gebete eingeschlossen haben. Denkt jemand noch an das schön friedliche Bild der Betenden in den vatikanischen Gärten – Papst, Abbas und Peres mit ihrem jeweiligen Gefolge? Und erinnert sich vielleicht auch noch jemand an den Imam, der eine Sure in die öffentlichkeitswirksamen Zeremonie einbrachte, die vorher nicht abgesprochen war?   Sure 2.286:

You are our Guardian and Owner (to Whom We entrust our affairs and on Whom we rely) so help us and grant us victory against the disbelieving people!“ Print

 

„Grant us victory against the disbelieving people“

Kaum jemand hat das kritisch zur Kenntnis genommen und die es taten, wurden rasch in die Ecke der   Islamophoben gedrängt und medial elegant zum Schweigen gebracht.

Vermutlich sollte auch über die Kämpfer von „Islamischer Staat“ mediales Schweigen gebreitet werden, bis deren Untaten so grauenvoll wurden,  dass niemand mehr darüber hinweg sehen konnte. „Grant us victory against the disbelieving people!“   Der „Islamische Staat“ definiert, wer unter „disbelieving people“ fällt, und es sind eben nicht „nur“  Christen oder Yeziden, es sind  sehr,  sehr viele  Muslime – sofern man den Meldungen trauen kann -, die in den Kämpfern des blutigen Kriegszug  auf widerwärtige Weise getötet werden  und natürlich solche, die Widerstand leisten.

Schweigen die Muslime hierzulande deshalb, haben sie Angst? Angst vor den Leuten ihrer friedlichen Religion, die auch in Deutschland zum Kampf aufrufen? Sie – die friedlichen Muslime –   sind doch so viele hier in Deutschland, folgt man den Beteuerungen ihrer Verbände und Freunde, sie müssten doch gegen die wenigen Abweichler aufstehen und laut und vernehmlich sagen „Nein!  Hört auf!“

Doch es bleibt allenthalben ruhig. Kaum ein Gemüt in Europa regt sich auf. Und auch das zeigt die Tragödie im Irak auf brutale Weise. Es kommt in Deutschland und bei seinen Nachbarn nicht auf die Zahl der Opfer an, um aufzuschreien. Es ist entscheidend, um welche Toten es sich handelt.

Sterben einige tausend Palästinenser in einem Krieg, den ihre Führung begonnen hat, treibt es die Menschen auf die Straßen, weil endlich mal wieder gegen Israel gewettert werden kann. Schlachten Araber andere Araber und Kurden zu Zehntausenden ab, sind sie im Begriff einen Völkermord zu begehen, dann ist das hierzulande für viele Zeitgenossen zwar traurig, aber doch weit weg.

Aber sie schweigen und mit ihnen schwiegen  bislang  und schweigen  noch immer die Unterstützer ihrer Proteste gegen Israel.

Welcher muslimische Verband in Deutschland hat den Genozid im Irak eigentlich schon verurteilt? Welcher Imam in Köln oder Kopenhagen, Mailand oder München hat schon eine Donnerpredigt gegen die Mordbuben und schwarzen Schafe der eigenen Religion von der Kanzel gelassen?

 

Aber  die Tragödie kann man nicht länger übersehen, nun endlich berichten auch die Medien ausführlicher darüber, nun endlich scheint auch „die Politik“ (oder das, was wir dafür halten) zu reagieren.

 

Und vielleicht begreifen wir endlich auch dies:

Das Töten im Irak zeigt auch: Es geht nicht mehr weiter so in Europa. Es muss Schluss sein mit Mulitkulti, wenn Multikulti bedeutet, auf die europäische Zivilisation zu pfeifen, wenn es heißt, Mord und Totschlag mit Achselzucken hinzunehmen. Es war Dolf Sternberger, der mit Blick auf den Rechtsextremismus schrieb: „Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit.“ Dieser Satz muss heute auch für Islamisten in Deutschland gelten.

 

Mag sein, dass unsere Politiker das langsam in ihr Repertoire aufnehmen, wenn sie von „friedlichem Zusammenleben“  reden und die Auswüchse ausblenden, die ja immer schon sichtbar waren.

Vielleicht folgen sie  im aktuellen Fall  sogar Obamas Beispiel:

Obama, so heißt es in dem oben verlinkten Kommentar, „schickt sich an,  die Christen, Jesiden und Kurden zu schützen“.

Das wird auch Zeit, höchste Zeit!

Und wenn die deutschen Politiker nicht  militärischen Mitteln greifen wollen, so sollten sie endlich die  freundlich -anpassenden, diplomatischen Reden in die Schubladen verbannen,  und  unter anderem Erdogan und seinen Hasstiraden entgegen treten, ihm widersprechen, wenn er gegen Israel hetzt, wenn er offen von einem neuen osmanischen Reich träumt und sich anschickt, dem großen Führer nachzueifern in seiner schrecklichen Rhetorik gegen die Juden.  Das gilt auch für die Führung Syrien, Irans, Katars, Saudi-Arabiens und und und….  Wenn wir unsere freiheitlichen und demokratischen Werte behalten wollen, müssen wir die doppelzüngigen Strategien islamischer Staaten offen legen, statt sie mit einem freundlichen Händeschütteln zu legitimieren.

Ich weiß, das wird nicht gehen…  die schönen Geschäfte einerseits und die finanzielle Abhängigkeit andererseits lassen das nicht zu.

Man könnte es aber versuchen…. in Ansätzen….

 

 

****  Eine schweigt nicht: „Es ist ein regelrechtes  Gemetzel…“        aber Luftangriffe hält sie für falsch…

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Kommentare»

1. sabine - 8. August, 2014

grad durch ein missgeschick meinen kommentar verloren, aber den link wollt ich doch wenigstens setzen:

man wünschte sich das dreimal am tag auf jedem fernsehkanal, damit es wenigstens jeder EINMAL sieht.

2. AMC - 9. August, 2014

Das hast Du sehr gut geschrieben. Hier habe ich noch nicht erlebt, dass kirchlicherseits ein Aufschrei gegen das Gemetzel an den eigenen Glaubensbrüdern erfolgte. Nur in Nebensätzen und in Zeitungsspalten unter: „ferner liefen“ und so verklausuliert, dass man sich seinen Teil denken musste.

3. Wo bleibt der Aufschrei der Muslime? | Notizblog - 17. Dezember, 2014

[…] vom SRF Schweizer Muslime: Wo bleibt der Aufschrei gegen den IS-Terror? oder am Blog himmelunderde Wo bleibt der Aufschrei der Muslime? . Der Artikel in den Salzburger Nachrichten hingegen ist brandneu und wirklich lesenswert, da auf […]


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