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Auf ein Neues… 31. Dezember, 2014

Posted by Rika in familie, freunde, gesellschaft.
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und ein gutes und ein glückliches Jahr 2015!

Mit diesem alten irischen Reisesegen wünsche ich Euch allen, die Ihr hier ab und zu lest,  Gottes guten Segen für Euren Weg im neuen Jahr und  zu allem Eurem Tun und Lassen!

„Möge dein Weg
dir freundlich entgegenkommen,
möge der Wind dir den Rücken stärken.
Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der
Regen um dich her die Felder tränken.
Und bis wir beide, du und ich, uns wieder sehen,
möge Gott dich schützend in seiner Hand halten.
Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen.
Deine Wege mögen dich aufwärts führen,
freundliches Wetter begleite deinen Schritt.“

20141853

Das Watt vor Cuxhaven-Duhnen…..  einer meiner Sehnsuchtsorte und „mein Bild“  für einen weiten Horizont….

Ich wünsche Euch   Weite und Freiheit im  Denken, Leben und Handeln….

und mir,  dass ich nicht zu einseitig bin oder engstirnig  werde ….   und mir der Blick über den Tellerrand gelingt und nicht durch Ängste oder Vorurteile verstellt wird.

PEGIDA macht’s nötig… 29. Dezember, 2014

Posted by Rika in gesellschaft, islam, medien, meine persönliche presseschau, politik.
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Ich habe mich (auch) in diesem Jahr verhältnismäßig oft zum Thema Islam geäußert,  und wegen der  PEGIDA-Demonstrationen einerseits und der nicht abreißenden Kritik daran andererseits wird auch der vermutlich letzte oder vorletzte Beitrag bei „himmel und erde“ diese Thematik wieder aufgreifen.

Im Bekannten- und Freundeskreis, ja selbst in der Familie wird durchaus kontrovers diskutiert. Die meisten Menschen meiner unmittelbaren Umgebung schlagen sich auf die Seite der PEGIDA-Kritiker und ich werde per E-Mail  von freundlichen Menschen gebeten, eine Petition gegen „Ausländerfeindlichkeit“ zu unterzeichnen.

Natürlich bin ich gegen Ausländerfeindlichkeit – wie könnte ich auch anders entscheiden -, aber die Petition will und werde ich dennoch nicht unterschreiben, so wenig übrigens, wie ich  den PEDIGA-Unterstützern mittels Unterschrift meine Solidarität bekunden werde.

Das eine hat exakt mit dem anderen zu tun!

P E G I D A  = „Patriotische Europäer Gegen Islamisierung Des Abendlandes“, so die ausführliche Lesart der Kurzform.

Ich bin ganz zweifellos eine Europäerin und ein bisschen patriotisch bin ich auch, wenn man darunter verstehen kann oder will, dass ich Deutschland einfach wunderschön finde – das Land und seine Landschaften nämlich, dasselbe kann ich auch über die europäischen Länder sagen, die ich bisher in meinem Leben kennengelernt habe. Ich fühle mich in Deutschland zuhause und genieße es, in Europa die gleichen Freiheiten und demokratischen Rechte wahrnehmen und in Anspruch nehmen zu können, die mir von Kindesbeinen an  vertraut sind. Freiheiten und Rechte, auf die ich nicht verzichten möchte, die mir wert und teuer sind. Die Freiheit, meine Meinung sagen zu können, glauben zu können was ich möchte oder auch nichts oder eben den Glauben zu wechseln,  mit Leuten reden zu können, ohne Sorge zu haben, dafür bestraft zu werden von einer Obrigkeit oder Religionsbehörde, die über allem wacht. Ich bin ein kritischer Geist und darf meine Regierung schelten, den Papst kritisieren, die Bischöfe, Priester, Pastoren, Politiker, ja, sogar  Gott. Das gehört zu meinen Rechten, die mir das Grundgesetz in Deutschland garantiert. Ich kann über Künstler meckern, über Sportler, das Fernsehprogramm und was weiß ich noch. Gleiches gilt  für nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Dass die Kritik nicht immer berechtigt ist und oft auch nicht gerade der feinen englischen Art entspricht – nun ja… wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne. Es gibt allerdings in Deutschland einen Bereich, da sollte man sehr auf seine Worte achten und die Zunge hüten, wenn man sich kritisch zu Personen oder gar Inhalten einer gewissen religiösen Gruppierung äußert, sonst könnte es schnell passieren, dass einem Unheil widerfährt, zumindest aber die Androhung von Unheil.

Und damit bin ich bei dem Buchstaben I in der Kurzform von PEGIDA.

Keine andere Gruppierung – ob politisch oder religiös – in Deutschland und Europa ist so auf den korrekten Umgang mit sich, ihren (religiösen) Persönlichkeiten und den (heiligen) Schriften bedacht, wie die Anhänger des Islam, und natürlich bestimmen sie selbst was korrekt ist und was nicht.  Zwar geht auch Scientology immer mal wieder gegen Kritiker gerichtlich vor, aber zu Morddrohungen von Seiten der Verteidiger der scientologischen Lehre ist es meiner Kenntnis nach bisher nicht gekommen. Auch die Verteidiger des Papsttums erheben schon mal etwas lauter ihre Stimme, wenn der Papst in verunglimpfender Form karikiert wird. Die Zeugen Jehovas können als lästig empfunden werden, wenn sie an der Haustür klingeln und freundlich um ein nettes Gespräch über Gott und die Welt nachfragen, aber haben sie jemals ihre Kritiker bedroht, ihnen gar den Tod angekündigt, wenn man sie und ihre Lehre nicht ernst nimmt? Ich wüsste nicht. Auch die fundamentalistischen Christen gehen bisweilen ganz schön harsch mit der gottlosen Welt ins Gericht, aber finden ihre auf die Ewigkeit bezogenen „Drohpredigten“ im ganz irdischen Leben irgendeine mörderische Entsprechung? (Ja, ja, ich weiß, fundamentalistische Abtreibungsgegner in den USA haben schon mal ein Haus abgefackelt und Ärzte bedroht, aber hier bei uns in Europa haben Christen bisher nicht durch auf Gott sich berufende Gewalttaten von sich reden gemacht.) Ganz anders die Anhänger des Propheten.

Bei achgut sind einige Links eingestellt, die eine  ziemlich deutliche Sprache der Gewalt sprechen, ganz zu schweigen von den täglichen Nachrichten, die man via Internet aus den Krisengebieten dieser Erde erhält, in denen der Islam, beziehungsweise der Koran  die  Messschnur für das gesellschaftliche und / oder politische  Leben ist. Das aber, so scheint mir, ist für viele Menschen hierzulande nicht besonders vertrauenerweckend, selbst wenn unsere Politiker und „their master’s voice“ nicht müde werden zu betonen, der Islam sei friedlich und Boko Haram, ISIS, die Taliban und was sich sonst noch auf dem islamischen Markt der gewalttätigen Möglichkeiten tummeln mag, habe nichts mit dem Islam zu tun, die Leute hätten den Koran entweder gar nicht gelesen, weil sie des Arabischen ja nicht mächtig seien, oder hätten ihn falsch interpretiert. Dabei wird dann auch von solchen Verharmlosern gerne übersehen, dass man den Koran eigentlich  nicht übersetzen und schon gar nicht  interpretieren darf  und dies im Gegenteil vielmehr streng verboten ist, jedenfalls die kritische Interpretation ist strengstens untersagt und diejenigen, die dennoch den einen oder anderen kritischen Einwand wagen, werden mit Todesfatwas bedacht oder in islamisch dominierten Ländern  wegen Despektierlichkeit wider den Propheten und / oder Koran gleich sofort ins Jenseits befördert.  Sollte man da nicht Sorge haben, Gleiches könnte auch in Deutschland und Europa Usus werden, wenn der Islam an Macht und Einfluss weiter zunehme?

Wobei ich bei dem Buchstaben G der Kurzform von PEGIDA bin.

G wie GEGEN!

Ich bin ganz eindeutig gegen eine stärkere Einflussnahme des Islam auf unser gesellschaftliches Zusammenleben, und ich bin sehr entschieden gegen eine Einflussnahme des  Islam auf unser politisches System,  Legislative und  Exekutive, auf Schulen und Hochschulen.  Die Trennung von Kirche und Staat muss auch für die diversen Vertretungen der islamischen Gemeinden und Verbände gelten. Ein jeder Mensch mag seinen Glauben in seinen eigenen vier Wänden so leben, wie er es für richtig hält, eine jede Gemeinde mag ihre Gläubigen hinsichtlich des Glaubens belehren, fördern und schulen. Aber müssen wir in  vermeintlicher Toleranz tatsächlich ein immer größeres und stärkeres Entgegenkommen Muslimen entgegen bringen? Kein Schweinefleisch in Schulen und Mensen, gesetzliche Feiertage für Muslime,   Badetage nur für muslimische Frauen bei gleichzeitiger Schließung teurer Bäder und  viele Vorschläge  Forderungen mehr – damit könnte ich mich ja noch arrangieren, wenn es denn dabei bliebe. Aber mir fällt an dieser Stelle das bekannte Sprichwort vom kleinen Finger ein, den man dem Teufel reicht und der dann prompt die ganze Hand nimmt und schließlich den ganzen Menschen in seiner Gewalt hat. Muslimische Lieder sollten  in Weihnachtsgottesdiensten als Zeichen des friedlichen Miteinander gesungen werden, wurde unlängst von Herrn Mazyeck vorgeschlagen. Singen wir Christen dann Lieder vom „Gottessohn“ in den Moscheen? Hat er das auch vorgeschlagen? Das käme aber doch einer Verleugnung des islamischen Glaubensbekenntnisses gleich, der Schahada: „Aschhadu an laa ilaha illa’Llah wa aschhadu anna Muhammadan rasulu’Llah – Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, …“ , welches „unserem“ christlichen Glaubensbekenntis doch entgegen steht:

„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, …  gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, ….  Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. .“

Wie ich inzwischen unsere Toleranzbereitschaft einschätze, würden einige Christen sogar auf das eigene Glaubensbekenntnis  verzichten und Jesus als „den Christus“ verleugnen, um Muslime nicht in Bedrängnis zu bringen, hört man doch selbst von Theologen solche Sätze wie „Jesus kommt doch auch im Koran vor!“ als Beweis für die identische Gottesoffenbarung, wobei die gleichen Theologen völlig übersehen, dass Jesus im Koran im Range eines untergeordneten Propheten dargestellt wird, der lediglich auf den größeren Mohammed hinweisen darf.

Wenn ich solche Gedanken und Bedenken äußere, könnte man durchaus eine Schnittmenge mit den PEGIDA-Demonstranten vermuten.

Bin ich aber wegen dieser Haltung ausländerfeindlich, wie es pauschal den PEGIDA-Befürwortern vorgeworfen wird?

Ich gehe allerdings davon aus, dass es unter den Demonstranten für PEGIDA auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Leuten gibt, die der NPD nahe stehen und denen man tatsächlich Ausländerfeindlichkeit attestieren könnte. Und eben das ist der Grund, warum ich bei PEGIDA weder mitlaufen noch eine Solidaritätsadresse unterschreiben würde. Und umgekehrt ist die pauschale Verurteilung alle Demonstranten genau der Grund, warum ich keine Petition gegen PEGIDA unterschreiben werde.

Ich habe es ja bereits an anderer Stelle gesagt: Meiner Meinung nach wäre es wichtig, die Bedenken der Menschen, die sich gegen den Islam äußern, anzuhören und ernst zu nehmen und sie eben nicht gleich in Bausch und Bogen zu verdammen.

Dass wir in diesen schrecklichen Tage des wütenden ISIS-Terrors Flüchtlinge aus dem Irak, aus Syrien und den umliegenden Gebieten aufnehmen müssen, steht für mich außer Frage. Aber genauso selbstverständlich erhebe ich die Forderung an diejenigen, die in Deutschland und der EU dauerhaft bleiben wollen, dass sie sich den hier gegebenen politischen und demokratischen Verhältnissen anpassen.  Ich denke auch nicht, dass es in erster Linie die Flüchtlinge sind, die das politische System Europas zugunsten Koran konformer Gesetze verändern wollen. Sie, die Flüchtlinge, sind sicher zunächst einmal froh, dem Grauen entronnen zu sein. Es sind die längst etablierten Muslime, die zunehmend mehr islamische Grundsätze in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben verwirklicht sehen wollen. Das ist es was mir Sorge macht.

Henryk M.Broder hat  einen bemerkenswerten Artikel bei welt-online geschrieben:

Unter der Überschrift „Entwarnung, alles wird gut“ schreibt er unter anderem:

„Die „schleichende Landnahme“, die der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky beschreibt, findet nicht nur in den Schulen und auf den Straßen der „Problemviertel“ statt. Seit über 13 Jahren, genauer: seit dem 11. September 2001, wird der öffentliche Diskurs zu einem erheblichen Teil von einem Thema und seinen vielen Facetten dominiert. Vorbei die Zeiten, da über Dosenpfand, Eigenheimzulage und Pendlerpauschale debattiert wurde.

Heute geht es um die Mängel „unserer Willkommenskultur“, um Ehrenmorde und Intensivtäter, um das Kopftuch im Unterricht und die Burka im Supermarkt, um die Befreiung von Klassenfahrten und Sportunterricht, um Gebetsräume in Schulen, um „kultursensible Pflege“ in Kliniken, um die Grenzen der Meinungsfreiheit, um Respekt vor religiösen Gefühlen.

Eine weitgehend säkulare Gesellschaft, in der sogar die Kirchen das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat bejahen und die Intellektuellen nach wie vor der Ansicht sind, Religionen seien „Opium fürs Volk“, hat ihr Herz für das Religiöse entdeckt, allerdings nur für ein Angebot aus dem großen Supermarkt der Religionen – und zwar ausgerechnet das Angebot, das seine Präsenz im öffentlichen Diskurs der Gewaltbereitschaft verdankt, mit der es immer wieder Respekt einfordert. Dies festzustellen, gilt bereits als „islamophob“, ungeachtet der Tatsache, dass es eben keine „Asien-Konferenz“ beim Innenminister gibt und der „Migrationshintergrund“ der Japaner, die in Düsseldorf leben, nicht einmal wahrgenommen wird.“

Und weiter:

„Natürlich braucht Deutschland Zuwanderung. Natürlich müssen Flüchtlinge aufgenommen werden. Natürlich kann eine Nation, die von der Globalisierung profitiert, sich nicht von der Welt abschotten. Das sind alles Binsen, so selbstverständlich, dass nur noch über das Wie geredet werden muss.

Wenn sich aber eine nationale Einheitsfront formiert, in der die christlichen Kirchen, der Zentralrat der Juden, die Gewerkschaften, das Handwerk, die Arbeitgeber und die üblichen Verdächtigen aus dem Kulturbetrieb Seit an Seit marschieren und alle, die an dieser Prozession nicht teilnehmen wollen, zu Dumpfbacken, Nationalisten, Rassisten, Nazis und einer „Schande für Deutschland“ erklärt werden, dann stimmt irgendetwas nicht mit der gelebten Demokratie in unserem Land.“

Das ist das eigentliche Problem, wir geben unsere demokratischen Rechte zugunsten einer sogenannten „Willkommenskultur“ auf, ungeachtet der Risiken, die eigentlich jetzt schon erkennbar klar zu sehen sind.

PEGIDA ist eine Herausforderung,  zweifellos. Aber die Bewegung ist vielleicht auch eine Chance uns neu dessen bewusst zu werden, welche Werte uns wirklich wichtig und welche unverzichtbar sind. Es ist die Chance zur freien und öffentlichen Debatte, der sich auch die islamischen Verbände ohne die immerzu von ihnen  geforderten Tabus stellen müssen, wenn der gesellschaftliche Konsens über Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Recht und Gesetz gewahrt werden soll.

Wie sehr sich die öffentliche Debatte bereits gewandelt hat, macht dieser Verweis Broders deutlich: SPIEGEL-Leser wussten mehr.

Zu der öffentlichen Diskussion  ist auch dieser Artikel lesenswert: „Die Wahrheit ist zumutbar, auch dem Islam“

Freu dich Erd‘ und Sternenzelt… 24. Dezember, 2014

Posted by Rika in aktuell.
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Mit diesem Lied wünsche ich allen Christen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Danke an faz-net, für Text und Lied!

MEDION Digital Camera

Na, bravo…. 17. Dezember, 2014

Posted by Rika in antisemitismus, araber-"palästinenser", gesellschaft, islam, israel, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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„Aus Verfahrensgründen“ muss nach einem Urteil des europäischen Gerichtshofs die HAMAS von der EU- Terrorliste gestrichen werden, wie die FAZ in einem Artikel heute berichtet.

Manchmal möchte ich an der Justiz verzweifeln, und dann muss ich an den Fingern abzählen, warum ich es  dennoch für sinnvoll halte, an einer unabhängigen Justiz festzuhalten. Meistens reicht dazu ein Finger: Wir im westlichen Europa verdanken unsere demokratischen  Freiheiten, zu denen so wichtige Errungenschaften wie   Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit gehören, (auch) der  unabhängigen und keiner Ideologie untergeordneten Rechtssprechung, ob mir das nun passt , was die Richter so für Recht halten, oder nicht.

Im Fall der Entscheidung zugunsten der HAMAS passt mir das ganz und gar nicht und ein großes Murren überkommt mich, wenn ich solche Sätze lese:

Die von der EU getroffene Entscheidung basiere nicht auf „untersuchten und bestätigten Akten zuständiger Behörden, sondern auf sachlichen Anschuldigungen, die aus der Presse und aus dem Internet stammen“.

Was habe ich darunter zu verstehen?  Heißt das, dass das Gericht keinerlei Untersuchungen zum Terror der HAMAS für seine Entscheidung hinzugezogen, sondern sich auf Presseberichte bezogen hat? Was waren das für Berichte und  zu welchen Sachverhalten? Leider geht das aus dem Bericht der FAZ nicht hervor. Das aber würde mich interessieren, stattdessen nehme ich mit Erstaunen zur Kenntnis, dass

Das Gericht betonte, seine Entscheidung äußere sich nicht wesentlich zu der Frage, ob die Hamas tatsächlich eine terroristische Organisation sei.

Wie das?  Das Wesen einer Organisation wird nicht untersucht für die Entscheidung, ob diese auf die EU-Terrorliste gehört oder nicht?

Und auch die bekannte Zielsetzung der Organisation ist nicht entscheidend für die Richter, die HAMAS von der Terrorliste zu streichen?

Programmatisches Ziel ist die Zerstörung Israels und die Errichtung eines islamischen Staates Palästina von der Mittelmeerküste bis zum Jordanfluss.

Ist der erklärte Wille, einen bestehenden demokratischen Staat zu zerstören nicht Grund genug, diese Organisation auf die EU-Terrorliste zu setzen, zumal die HAMAS durch Reden, Anschläge,  Rakentenbeschuss auf Israel zu keiner Zeit auch nur den geringsten Zweifel an der Ernsthaftigkeit bei der Umsetzung ihrer Willensbekundung aufkommen ließ und lässt, die sie unter Berufung auf Allah und Koran in ihrer Charta   aller Welt mitgeteilt hat?

Und dennoch urteilen die Richter aus „verfahrenstechnischen“ Gründen, sie von der Liste zu streichen?

Ein wunderbarer Propaganda-Sieg der bösartigsten Art.

Und ist es nicht ausgesprochen perfide, dass ausgerechnet ein demokratisch legitimiertes Gericht einer Bande von Terroristen zu diesem Sieg verhilft, die selber das Recht mit Füßen tritt?

Da kann man doch nur noch verzweifeln an Recht und Gerechtigkeit und fühlt sich ausgeliefert einer Macht, die man nicht beeinflussen kann, die aber über Sein und Nichtsein entscheiden kann….

„Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“

Wobei ich die feste Zuversicht habe, dass Gott – im Gegensatz zu Richtern – Gebete erhört.

Möge sich das auch in diesem Fall in letzter Konsequenz herausstellen, selbst wenn die Mühlen sehr langsam mahlen….  um ein anderes Sprichwort zu bemühen.

Keine Angst, sie sind die Guten…. 15. Dezember, 2014

Posted by Rika in gesellschaft, islam, meine persönliche presseschau, politik, terrorismus.
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… und sie wissen was gut ist und noch besser wissen sie natürlich, was schlecht ist.

Rechte Rassisten und Rechtsextreme sind schlecht – und wer wollte dem widersprechen.

Blöd nur, dass ich nach gründlichem Nachdenken über einen Satz, der am Samstag im Deutschlandfunk gefallen ist, nun zu den Schlechten gehöre, weil ich zu den Rechtsextremen sortiert wurde mit meinen „Ressentiments gegen Muslime“, die ich nun einmal nicht verleugnen kann. Wobei es mir vermutlich wenig nutzt, dass ich keine Ressentiments gegen unseren muslimischen Kioskbesitzer hege oder gegen dessen ebenfalls muslimischen Geschäftskollegen von der anderen Straßenseite, der einen Döner-Imbiss betreibt. Auch verspüre ich keinerlei Ressentiments gegen die besten Freundinnen der Lieblingstochter, auch sie Musliminnen. Aber der Kommentator des Deutschlandfunks kennt ja weder die muslimischen Geschäftsleute meines Dorfes, noch die besten Freundinnen der Lieblingstochter und auch nicht meine freundliche Zuneigung zu den Letztgenannten und die gut nachbarschaftliche Beziehung zu den Betreibern von Kiosk und Dönerladen.

Für ihn gilt ganz universal und universell:

Wer ausländerfeindliche Parolen ruft, Ressentiments über Muslime verbreitet, der ist rechtsextrem. Und wer daneben steht und Beifall klatscht, auch.

Wer ab und zu meine Stellungnahmen zum Islam und zu Muslimen hier im Blog liest, kann mir ganz unzweifelhaft attestieren, dass ich Ressentiments über Muslime verbreite, wenn ich mich beispielsweise zu Herrn Mazyek äußere, diesen überaus smarten Herrn, der in jeder Talkshow verkünden darf, Islam sei Frieden und alle die schrecklichen Dinge, die Muslime im Namen Allahs  so anrichten in Gottes schöner Welt, habe nun rein gar nichts mit dem Islam zu tun.

Ich gebe zu, dass ich mich gerade des gleichen Tricks bediene, den der Herr Kommentator – Peter Kapern – auch überaus geschickt angewandt hat, nämlich die Kunst der Differenzierung einfach zu ignorieren. Herr Kapern schert  alles über einen Kamm, bzw. steckt alle islamkritischen Leute in einen Sack, nämlich in den der fremdenfeindlichen Rechtsextremen. Ich wiederum habe den Satz aus dem Kontext seines Kommentars gerissen und konzentriere mich nur auf diese eine Aussage, wobei ich mir allerdings dessen bewusst bin, dass es einer gründlichen Differenzierung bedarf,  das Phänomen PEGIDA, das Herr Kapern kommentiert, zu beschreiben wie andererseits den oben zitierten Satz  zu hinterfragen.

Zum Thema PEGIDA, das ich nicht weiter vertiefen will,  verlinke ich ich hier  folgende Artikel:

Roland Tichy, Die Schweigsamen und das Lärmen der Medien

Boris T. Kaiser, Ängste, diffuse

Thomas Baader, Im Namen der Algebra

Alle Links über „die Achse des Guten

Zu „ausländerfeindlichen Parolen“ will ich hier auch  nicht Stellung nehmen, es gibt sie und das ist schlimm genug, ich schreibe zu der Frage, die „mich“ betrifft:

Hege ich Ressentiments gegen Muslime?

Nein und Ja!

Nein, wenn man unter „Ressentiment hegen“ versteht, dass Bedenken oder Vorbehalte ohne einen gegebenen Anlass bestehen und verbreitet werden.

Ja, wenn unter „Ressentiment hegen“ verstanden wird, dass das Verhalten muslimischer Zeitgenossen Anlass zu Besorgnis und Vorbehalten gibt. Ja, in diesem Sinn hege ich Ressentiments gegen Muslime.

Meine Bedenken und Vorbehalte beziehen sich zum einen auf die bestehenden, sogenannten Parallelgesellschaften, die es zweifellos gibt,  und deren Probleme mehr oder weniger offen zutage treten und genauso mehr oder weniger offen von muslimischen Interessenvertretern und Verbänden entweder schlicht verharmlost, oder, wenn Verharmlosen nicht mehr möglich ist, der Mehrheitsgesellschaft, also uns allen, angelastet werden. Dabei werden sie (Verbände und Interessenvertreter)  nach Kräften von Politikern  und Medien unterstützt – aus Gründen, sie sich mir bis heute nicht wirklich erschließen. Natürlich könnte ich Mutmaßungen anstellen über die Beweggründe wie etwa  „Wahrung der öffentlichen Sicherheit“  oder die schöne, leider immer öfter selbst von intelligenten Menschen völlig falsch verstandene  Floskel „nie wieder“, die beinhaltet, dass in Deutschland nie wieder Menschen aufgrund ihrer Abstammung oder Religionszugehörigkeit oder Herkunft ausgegrenzt werden, wobei geflissentlich übersehen wird, dass im Fall muslimisch-türkischer  Parallelgesellschaften  „die Ausgrenzung“ allzu häufig von den vermeintlich betroffenen „Opfern“ selbst betrieben wird, bestens unterstützt von  Herrn Erdogan, der seine „Landsleute“ mit deutschem Pass dazu auffordert, ja nicht zu vergessen, dass sie Türken sind und sie eindringlich davor warnt, sich zu „assimilieren“, womit Herr Erdogan aber exakt das meint, was wir unter „Integration“ verstehen.

Meine Bedenken werden gestützt von Muslimen, die selbst kritisch mit ihren Glaubensgenossen umgehen, wie beispielsweise   Necla Kelek ,  Seyran Ates  oder   Hamed Abdel-Samad, um nur diese bekannten Protagonisten zu nennen,    die aber in der öffentlichen Debatte nur wenig Gehör finden oder gar ganz als inkompetent bezeichnet werden, wie es etwa die SZ tat  in Bezug auf Hamed Abdel- Samad und dessen Einlassungen zum Zusammenhang zwischen Islam und Faschismus.

Meine Bedenken richten sich  vor allem  gegen den Islam als pseudoreligiöse Basis dessen, was in der muslimischen Welt gesellschaftlicher und politischer Standard ist, also das Verständnis von Religions- und Meinungsfreiheit, die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen, die fehlende Toleranz in mehrheitlich  muslimischen Staaten gegenüber anderen Religionen, das Verbot der Konversion, das Gebot des andauernden Dschihad, der eben nicht nur als geistliche Übung oder Kontemplation verstanden wird, sondern dessen gewalttätige Dimensionen Länder wie Irak, Syrien, Nigeria, Sudan, Pakistan, Afghanistan  erschüttern,  um nur die aktuellen Krisenherde zu nennen.

Die Terroranschläge vom 11. September, die ausdrücklich im Namen des Islam, ja, im Namen Allahs begangen wurden, haben erstmals mein bis dahin naives Bild von der Religion der Muslime erschüttert. Al Quaida, Boko Haram und neuerdings ISIS sorgen nicht dafür, dass mein Misstrauen gegenüber dem Islam geringer wird. Eine immer wieder vorgenommene Differenzierung in  „islamistische Ausprägung des Islam“ und Islam halte ich für „Sand-in-die-Augen-der-Ungläubigen-streuen“, ganz im Sinne der schon seit Jahren in Deutschland und Europa aktiv operierenden Muslimbruderschaft.  Die offen ausgesprochene Androhung islamischer Führer gegenüber Israel, die Juden ins Meer zu treiben, Israel von der Landkarte zu tilgen oder aus den Geschichtsbücher aus zu radieren,  die unverhohlene  Aufforderung in der Charta der Hamas an jeden Muslim dieser Welt, sich am Kampf gegen Israel zu beteiligen als „heilige Pflicht eines jeden Muslims“, tut ein Übriges, mich an der Friedfertigkeit des Islam und seiner führenden Vertreter zweifeln zu lassen, nicht zu vergessen das Verhalten muslimischer Demonstranten und deutscher Ordnungshüter in Deutschland während des Gaza-Konflikts: Unbehelligt von den anwesenden Polizisten durften sie Parolen brüllen, die an schlimmste Zeiten der Nazi-Herrschaft erinnerten – „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ war dabei sicher die schrecklichste Forderung, aber auch „Kindermörder Israel“ ist ja nun nicht gerade als Friedensappell zu verstehen, als welchen aber die Organisatoren der Demonstrationen diese verstanden wissen wollten!

Und selbst wenn gar keine Gewalt im Spiel sein sollte, wirft der absolute  Machtanspruch des Islam doch einige nachdenkliche Fragen auf. Ein simples Beispiel mag das verdeutlichen: Wir besuchten während unserer letzten Türkeireise unter anderem auch den alten Bischofssitz des bis heute verehrten Nikolaus von Myra, der heutige Name der Stadt ist Demre. Die ehemalige Basilika ist erst in den letzten Jahrzehnten aus dem Schlamm des Demre-Flusses ausgegraben und sorgfältig restauriert worden. Sie ist ein eindrucksvolles Zeugnis christlichen Lebens in Kleinasien vor der Invasion muslimischer Eroberer.  Allzu viel Aufmerksamkeit wollen die Türken den frühen Christen aber nicht widmen, den wenigen gegenwärtigen aber auch nicht. So findet sich in dem angegliederten Museum  nicht ein einziges „christliches“ Buch, dafür aber jede Menge Koran-Ausgaben und Bücher, die sich mit dem Leben und Wirken Mohammeds beschäftigen.  Es sind diese „Kleinigkeiten“, die meine Besorgnis befördern.  In jeder (christlichen) Buchhandlung Hannovers kann ich Korane erwerben und andere „muslimische Religionsliteratur“, aber im Museum der Basilika des weltberühmten Nikolaus findet sich nichts Christliches, wohl aber jede Menge Kitsch in den umgebenden Andenkenläden… Nikoläuse aller Art.

Wenn also der Herr Kapern  meint,  Ressentiments gegen Muslime seien rechtsextrem,  OHNE auch nur im geringsten erkennen zu geben, dass es berechtigte Gründe für Befürchtungen und Vorbehalte gibt oder doch zumindest geben kann, trägt er zu eben dieser Verstörung der Menschen bei, die es zu Hause nicht länger in ihren Sesseln hält und die meinen, auf die Straße gehen zu müssen, um ihr Unbehagen, das sie ja nicht erst seit dem Herbst dieses Jahres empfinden, in irgendeiner Form  Ausdruck zu verleihen. Es ist mir unbegreiflich, dass die Politiker immer noch nicht diejenigen ernst nehmen, die sich mit den oben genannten Befürchtungen plagen und sie stattdessen in eine Ecke stellen, in die die meisten von ihnen nicht gehören. Bedenken gegen den Islam zu hegen pauschal mit Ausländerfeindlichkeit gleich zu setzen, ist kontraproduktiv und bewirkt eher genau das Phänomen, gegen das gerade in den Talkshows so eindrucksvoll zu Felde gezogen wird. PEGIDA als rechtsextrem zu ächten ändert ja rein gar nichts an der grundsätzlichen Basis für Bedenken, Ängste, Vorbehalte und Vorurteile. Mit „in-die-Ecke-stellen“ erreichten schon die Lehrer früherer Zeiten gar nichts – bzw. allenfalls Frust und Unlust an Schule und Unterricht, auch das „wer-stört,-der-fliegt“ veränderte ja nicht das Verhalten des Störenden, es schaffte nur eine vorübergehende und sicherlich auch trügerische Ruhe in der vom Störenfried befreiten Klasse.

Eigentlich ist es doch ganz einfach, oder?

Man könnte ja zum Beispiel  auch auf diejenigen hören, die nicht einfach nur als Laien, so wie  ich eine bin, über Islam und Muslime reden.  Es gibt sie doch, die wirklichen Fachleute. Gudrun Eussner, selbst vom Fach, stellt das Buch eines Fachmanns vor:    Tilman Nagel,   Angst vor Allah

Am Schluss ihrer Rezension zieht Frau Eussner dieses Resümee:

Sage niemand, er habe es nicht wissen können!

Ich bekomme bei der Lektüre weniger Angst vor Allah als vor unserer Regierung, den Behörden, Institutionen und Organisationen, den Universitäten, Kirchen und Medien. Vor ihnen, die nicht erkennen, nicht erkennen wollen oder, schlimmer, das alles im Grundsätzlichen und in vielen Einzelheiten wissen, aber aus ideologischen und/oder wirtschaftlichen Interessen vorgeben, es wäre nicht so, vor ihnen wird mir angst&bange – und zwar täglich mehr.

Doch  keine Angst, die mich und andere wegen der geäußerten Ressentiments gegen Muslime „rechtsextrem“ nennen, sind ganz sicher die Guten und wenn Gute Gutes sagen oder tun, muss es ja gut sein oder werden….

Der Folterbericht…. 10. Dezember, 2014

Posted by Rika in gesellschaft, medien, meine persönliche presseschau, politik.
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der CIA ist sicherlich ein Dokument des Grauens.

Daran besteht überhaupt kein Zweifel.

Es besteht auch kein Zweifel daran, dass die Praktiken und Methoden öffentlich gemacht werden MÜSSEN.

Was mich aber in der jetzt so lauten Anklage gegen die USA sehr verstört, ist die Tatsache, dass offenbar dieses „Offenlegen“ dazu führt, die USA in Grund und Boden zu verdammen.

Dabei wäre es meiner Meinung nach wichtig hervorzuheben:

DAS ist genau das, was einen Rechtsstaat von einem Unrechtsstaat unterscheidet. Menschen legen den Finger auf die Wunde, benennen das Unrecht, beschreiben die Verstöße gegen die Menschenrechte.

EINSCHUB: In Thüringen haben sie das nur mit Ach und Krach hingekriegt,  Mitglieder der ehemaligen SED  – heute bekannt als „Die Linke“ – mussten zur Beichte getragen werden und viele leben noch heute fröhlich ohne jedes Unrechtsbewusstsein und finden, dass sie ihrem Staat mit Spitzel und Folter gute Dienste geleistet haben, weshalb sie ja auch heute noch prima Politiker abgeben!!! (Einschub Ende)

Glaubt denn irgendein Nachrichtenmann, der jetzt mit großer Pose die USA an den Pranger stellt, dass in China oder Russland, in Iran oder Nordkorea, in Mexiko oder Venezuela nicht gefoltert wird? Und gäbe es einen Bericht über die Verhörmethoden in Deutschland, Frankreich, Schweden oder Italien…. kämen „wir“ da wirklich so viel besser weg?

Wie heißt das schöne Sprichwort: „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Solange  in den meisten Staaten der Welt hinter verschlossenen Türen moderat gefoltert gefoltert und gemordet wird, regt sich niemand – oder kaum jemand –  darüber auf, da wird allenfalls bei Staatsbesuchen von Politikern und bilateralen Gesprächen  sehr allgemein von unveräußerlicher Menschenwürde oder Menschenrechten geredet. Man geht zur Tagesordnung über, was in den meisten Fällen bedeutet, dass die mitgereiste Wirstschaftsdelegation endlich zum eigentlichen Zweck der Reise antreten darf….

Nein, diese Form der öffentlichen Empörung in unseren schönen MSMs ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten. Sie dient auch nicht in erster Linie dem Ziel, die Folter zu ächten, sie bedient ziemlich miese Charaktereigenschaften der Menschen:

Den Splitter im Auge deines Bruders siehst du, dagegen ziehst du zu Felde, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht einmal als störend wahr.

…..

Das mit der Selbstwahrnehmung ist so eine Sache… und so bin ich zwar beschämt, aber doch auch froh, wenn mich jemand auf den Balken in meinem Auge hinweist…

Das Leben auskosten…. 9. Dezember, 2014

Posted by Rika in christsein und glaube, gesellschaft, meditatives.
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… bis zum letzten Atemzug!

Für Leute, die noch ‚im vollen Saft stehen‘ hat dieser Satz vermutlich eine gänzlich andere Bedeutung als die, über die ich schreiben möchte.

In diesem Jahr ist meine Freundin gestorben …

Sie hat das Leben geliebt, ihre Familie, ihren Mann, ihren Beruf, ihre Schüler, ihre Freunde und Kollegen und Karlchen, ihren Hund. Die Krankheit war ihr Feind, so hat sie es manchmal gesagt, nicht aber der Tod.  Das Sterben war für sie der Übergang in ein neues, anderes, ewiges  Leben, auf das sie sich freute, obwohl sie ihr geliebtes irdisches Leben dafür aufgeben musste. Zu keinem Zeitpunkt hat sie auch nur im Ansatz mit dem Gedanken gespielt, das, ihr irdisches  Leben, durch einen gewaltsamen Eingriff selber zu beenden.

„Nein, Rika!“, hat sie sehr entschieden gesagt, „Das ist nicht der richtige Weg!“  Und sie hat dieses Nein durchaus sehr grundsätzlich und nicht nur für das eigene Ende gemeint.

Daran musste ich heute denken, als ich im Besprechungszimmer des ambulanten Hospiz-Dienstes saß und mit der Leiterin sehr ausführlich über meine Motivation und  Einstellung redete, die mich vor nun beinahe 4 Jahren  veranlasst hatte, an einem Kurs für ehrenamtliche  Mitarbeiter  in der Hospiz-Arbeit teilzunehmen. (Mit dem heutigen Gespräch beginnt meine ehrenamtliche Mitarbeit in dem oben genannten Dienst.) Damals lag das Sterben meiner Eltern noch nicht so lange  zurück und ich hatte bei der Begleitung meiner Eltern gemerkt, dass ich vor der Fremdheit des Sterbens keine Angst hatte, nicht davor zurückschreckte. Das mag daran liegen, dass ich selbst noch relativ jung mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert wurde und ich mich aufgrund dieser Erfahrung selber sehr intensiv mit dem Sterben und den damit verbundenen Fragen auseinander gesetzt hatte.  In dem Kurs zur Sterbebegleitung wurden diese eigenen Anteile ebenso thematisiert, wie die Fragen des  Umgangs und der Kommunikation mit den Betroffenen, den Sterbenden und den Angehörigen. Ausführlich wurden wir mit den Belangen der Hospiz-Arbeit ebenso vertraut gemacht, wie mit den Möglichkeiten und Grenzen der Palliativ-Versorgung schwerst kranker Patienten.  Immer und immer wieder ging es um die Würde des Menschen angesichts des Todes und darum, wie das Leben bis zum buchstäblich letzten Atemzug  lebenswert bleibt.

Der Schwerpunkt liegt auf dem Wert, den das Leben eines Menschen (bis zuletzt) hat und auf der Wertschätzung, die dem Sterbenden bis zuletzt zuteil wird durch die, die ihn begleiten – unabhängig davon, ob und wie der betroffene Mensch sich  den  Fragen nach dem Sinn und Ende  des Lebens gestellt hat oder nicht. Wie begegne ich Fragen und Ängsten, wie nehme ich den sterbenden Menschen wahr,  und bin ich mir immer dessen bewusst, dass meine Begleitung wirklich „nur“ eine Begleitung und keine Leitung oder gar Anleitung zum Sterben ist und der Sterbende  selbst letztlich  derjenige ist, der Takt und Rhythmus vorgibt, nach dem ich mich richte, selbst dann noch, wenn keine bewussten „Anweisungen“ mehr an mich gerichtet werden (können)!?

Für mich bedeutet das auch, sehr bewusst den Tod als den Schlusspunkt des irdischen Lebens zu akzeptieren.

Das, den Tod als Schlusspunkt des irdischen Lebens akzeptieren,  tun sicherlich auch diejenigen, die meinen, sie müssten ihrem Leben selbst ein Ende setzen, weil sie befürchten, dem möglichen Schrecken des eigentlichen Endes nicht gewachsen zu sein. In der derzeitigen öffentlichen Debatte um die aktive Sterbehilfe geht es ja nicht darum, dem Tod auszuweichen – der ist so unausweichlich, wie nichts sonst auf dieser Welt -, es geht darum, das Ende selbst bestimmen zu können, weil der Gedanke, es – besser gesagt, das „WIE“ – nicht ertragen zu können, ein unaussprechlicher Schrecken ist.

Diesem angsterfüllten Schrecken vor dem „WIE“  zu begegnen ist meiner Auffassung nach die eigentliche und  sehr wesentliche Aufgabe der öffentlichen Debatte um Sterben und Sterbehilfe.  Statt nach gesetzlichen Wegen der legalisierten Tötung von Todkranken zu fragen, sollte wir verstärkt danach fragen, wie wir das Sterben in Würde erleichtern können und was wir tun können, um noch mehr als bisher die palliative Versorgung Schwerstkranker sicher zu stellen. Diese Aspekte werden meiner Wahrnehmung nach viel zu wenig beachtet – und / oder „lediglich“ im Hinblick auf die Finanzierbarkeit  diskutiert.

Denn machen wir uns nichts vor: Es kostet die Gesellschaft sehr, sehr viel weniger, den Einzelnen das Mittel zu finanzieren, das  den eigenen Tod herbeiführt, als dafür zu sorgen, dass jeder das Leben in Würde und ohne Schmerzen bis zum letzten Atemzug auskosten kann.

Schieben wir die Sterbenden nicht ab!

Nötigen wir sie nicht, ihrem Leben selbst mit Hilfe von Medikamenten ein Ende zu setzen, indem wir sie allein der Angst vor einem bitteren Ende überlassen.

Und für die, die glauben, dass der Tod nicht das Ende, sondern der Übergang in eine neue ewige Wirklichkeit ist, gilt bis heute das Wort des Apostel Paulus:

„Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. “  Philipper 1,21

Meine Eltern und meine Freundin sind in diesem Bewusstsein gestorben….

Das wünsche ich mir auch.

Tradition …. 6. Dezember, 2014

Posted by Rika in christsein und glaube, familie, freunde, meditatives.
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Ist es schon eine Tradition, wenn ich dieses wunderbare Ereignis zum dritten Mal hier verlinke, quasi alle Jahre wieder zum Advent?

Apropos „Alle Jahre wieder“: So beginnt ein bekanntes Weihnachtslied, das in der Adsvent- und Weihnachtszeit alle Jahre wieder gern und viel gesungen wird. Mein Vater konnte das Lied nicht leiden, nicht seiner doch recht einfachen Melodie wegen – mein Vater konnte ohnehin nicht singen -, nein, er fand die Aussage des Liedes theologisch einfach vollkommen falsch! Das Christuskind kommt eben nicht „alle Jahre auf die Erde nieder“, wie der Text behauptet. Allenfalls feiern wir alle Jahre wieder, dass Gottes Sohn zur Welt kam – zu unserem Heil und Segen. Jesus ist zwar dem Bericht der Bibel zufolge nach Tod und Auferstehung in den Himmel aufgefahren, aber für uns, die wir an ihn glauben, gilt sein Wort bis heute:

Siehe, ich bin bei euch bis an der Welt Ende!“  Matthäus 28, 20

und auch dies:

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen!“  Matthäus 18, 20

Darum ist es unsinnig zu sagen, alle Jahre wieder käme das Christus Kind auf die Erde…  und darum mochte mein Vater dieses Lied überhaupt nicht – und ich singe es auch nur mit diesem heimlichen väterlichen Vorbehalt im Herzen.

Von Herzen aber nun der Link zum wunderbaren : HALLELUJA

Damit wünsche ich allen einen gesegneten Zweiten Advent!